Kodexmoleküle

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Die Kodexmoleküle (auch Kodexgas (PR 1300) oder poetisch Atem der ESTARTU (PR 1323) genannt) stammten ursprünglich von dem Planeten Singu in der Galaxie Muun. Es handelte sich dabei um ein vulkanisches Gas, das von den Singuva mit Hilfe der Technik aus der Hinterlassenschaft der Superintelligenz ESTARTU modifiziert und in seiner Wirkung angepasst wurde. (PR 1348)

Der Geruch des Gases wurde als »eigenartig« beschrieben. (PR 1339)

Zur Herstellung der Kodexmoleküle konnten auch Lebewesen herangezogen werden. Ein Beispiel dafür waren gestreifte, achtbeinige Tiere in der Dashid-Kuppel auf dem Methanplaneten Urdalan in der Galaxie Erendyra, die das Kodexgas in hoher Konzentration ausatmeten.

Funktionsweise

Das Kodexgas war eine Droge, die auf das Gehirn einwirkte. Über Lunge und Blut gelangten die Moleküle in das Limbische System. Dort wurden sie in Proto-Peptide umgewandelt und gingen wie Erinnerungen in das Langzeitgedächtnis über. Die Gebote des Kriegerkodex wurden dadurch fest im Gedächtnis verankert. Darüber hinaus entfalteten die Kodexmoleküle ihre Wirkung in Thalamus, Hypothalamus und Hypophyse des Lebewesens. Das in den Molekülen festgelegte Programm konnte den solcherart Beeinflussten somit unter Umgehung des bewussten Denkens zu dem gewünschten, reflexhaft ablaufenden Verhalten zwingen. (PR 1322, PR 1339)

Anwendung und Auswirkungen

Das Gas wurde von den Singuva verwendet, um andere Lebewesen in ihrem Sinne zu manipulieren. Die Auswirkungen waren vielfältig:

Die Abhängigen wurden folglich zu gehorsamen Kodextreuen. (PR 1312)

Sie selbst bezeichneten sich auch als Diener des Kodex. (PR 1304)

Die Auswirkungen wurden zusammenfassend als Kodex-Rausch (PR 1295), Kodexwahn (PR 1311) oder Kodexzwang (PR 1323) bezeichnet.

Ein Schüler der Upanishad kam in der Regel während der Shan-Weihe erstmals mit dem Kodexgas in Kontakt. (PR 1295, PR 1346)

Die Aufnahme des Gases wurde auch poetisch mit man atmet ESTARTU ein beschrieben. (PR 1291)

Kodexmoleküle wurden auch vom Träger eines Permits durch den Kontakt mit diesem Gegenstand aufgenommen.

Die Wirkung der Kodexmoleküle ließ mit der Zeit nach, so dass die Behandlung in regelmäßigen Intervallen wiederholt werden musste. Von dem Ewigen Krieger Ijarkor ist überliefert, dass er einmal die doppelte der sonst üblichen Dosis erhielt. Die Wirkung soll über Jahrtausende angehalten haben. (PR 1339)

Nebenwirkungen

Neben der süchtig machenden Wirkung, die genau in die Pläne der Singuva passte, gab es auch ungeplante Nebeneffekte:

  • eine Überdosis konnte tödlich sein, was weithin bekannt war (PR 1304)
  • Haluter sprachen auf das Kodexgas nicht an, verloren aber für eine gewisse Zeit die Kontrolle über sich und liefen Amok (PR 1323)

Geschichte

Einer der ersten, von dem bekannt ist, dass er das Kodexgas konsumierte, war Thokmenen. Gegen Ende des 51. Jahrtausends v. Chr. wurde er auf Etustar von dem Singuva Arus verführt, die stimulierende Droge zu verwenden. Er starb einige Zeit darauf an einer Überdosis. Eine Schuld an Thokmenens Ableben konnte den Singuva nie nachgewiesen werden. (PR 1348)

Über 50.000 Jahre stützte sich die Herrschaft der Singuva auf die Ewigen Krieger, die nur vordergründig die Herrscher der Zwölf Galaxien der Mächtigkeitsballung Estartu darstellten. Sie hielten sie mittels Kodexgas und dank der überlegenen Technik der Superintelligenz ESTARTU unter Kontrolle, während sie selbst im Hintergrund blieben. (PR 1300, PR 1339)

Im Jahre 429 NGZ stellte die Vironautin Irmina Kotschistowa ein Mittel her, das die Wirkung der Kodexmoleküle neutralisierte, das Anti-Kodexmolekül-Serum. Srimavo brachte Proben des Serums zusammen mit Kotschistowas Aufzeichnungen in die Milchstraße. (PR 1276, PR 1296)

Spätestens Ende 445 NGZ begannen die Gänger des Netzes auf Sabhal mit der großangelegten Herstellung des Serums. (PR 1304)

Im Lauf des Jahres 446 NGZ nahmen auch in der Milchstraße mehrere Anlagen den Betrieb auf, deren Position geheimgehalten wurde. Nach einigen entscheidenden Niederlagen wurde Sotho Tyg Ian im Dezember 446 NGZ besiegt, seine Herrschaft über die Milchstraße endete mit seinem Tod. Alle Kodextreuen wurden mithilfe des Anti-Kodexmolekül-Serums befreit. (PR 1346, PR 1347)

Quellen

PR 1276, PR 1291, PR 1295, PR 1296, PR 1300, PR 1304, PR 1310, PR 1311, PR 1312, PR 1322, PR 1323, PR 1339, PR 1346, PR 1347, PR 1348