Baggo Arnvill

Aus Perrypedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Google translator: Translate from German to English.
Google translator: Přeložte z němčiny do češtiny.
Google translator: Vertalen van Duits naar Nederlands.
Google translator: ドイツ語から日本語への翻訳
Google translator: Traduire de l'allemand vers le français.
Google translator: Traduzir do alemão para o português.

Baggo Arnvill war ein Terraner und USO-Spezialist.

Erscheinungsbild

Er war 178 Zentimeter groß und leicht untersetzt. Der Schädel wurde von schwarzem lockigem Haar gekrönt.

Geschichte

Baggo Arnvill arbeitete in der Tarnung als Privatdetektiv in Terrania im persönlichen Auftrag des Lordadmirals. Er galt als teuerster und bester Privatdetektiv der Stadt und forcierte diesen Job mit seinen lukrativen Erfolgsprämien gegenüber seiner inoffiziellen Arbeit für die USO und UHB.

Das erste Zusammentreffen mit der Organisation des Grauen

Als im Jahre 2833 aus dem Lemuria-Museum ein Bruchstück des Lemurischen Kriegskalenders gestohlen wurde, beauftragte ihn der Direktor des Museums, Murodir Jakobson, mit der Wiederbeschaffung. Arnvill ließ seine Verbindungen spielen und von Dunquist Abener das Gerücht ausstreuen, dass es ein zweites Bruchstück des Kriegskalenders gegeben habe. Der angebliche Besitzer wäre am Erwerb des gestohlenen Stücks sehr interessiert gewesen. Dieses Bruchstück sollte sich im Besitz von Feodor Rojankowsky befinden, der ein leidenschaftlicher Sammler lemurischer Hinterlassenschaften war.

Arnvill besorgte sich aus dem Lemuria-Museum eine Kopie des gestohlenen Bruchstücks und bat daraufhin seinen Freund Feodor Rojankowsky, ihm bei der Klärung des Diebstahls behilflich zu sein. Im Anwesen seines Freundes traf er auch auf Amjana, die Tochter des Kunstliebhabers.

Baggo Arnvill beauftragte Naujor Pegroff, ein Bruchstück des Kriegskalenders mit geheimnisvollen Symbolgruppen herzustellen. Bereits einige Stunden später lieferte Pegroff eine ausgezeichnete Arbeit ab. Arnvill nahm die Kopie aus dem Lemuria-Museum und auch die Auftragsarbeit mit und verstaute die beiden Stücke in seinem Banksafe. Danach flog er mit seinem Gleiter ins Konquistador, um sich dort mit Josefine Claridge zu treffen. Der Schauspielerin gelang es, Arnvill mit einer Droge, die sie in seinen Scotch schüttete, gefügig zu machen. Mit einem Gleitertaxi flogen sie nach Dust Hill, wo die Schauspielerin ein luxuriöses Anwesen besaß. Nach einer stürmischen Nacht erinnerte sich Arnvill in den frühen Morgenstunden, dass er eigentlich das Anwesen der Rojankowskys überwachen wollte. Als er per Visiphon bei den Rojankowskys anrief, blieb die Bildverbindung unterbrochen, nur eine akustische Verständigung war möglich. Arnvill glaubte, in seinem Gegenüber Land Braddock erkannt zu haben, einen Beamten der Mordkommission der Polizei von Terrania.

Beim Überfall war Beo, der Butler, ums Leben gekommen. Die beiden Rojankowskys blieben unversehrt. Arnvill vermutete, dass die Eindringlinge nach dem angeblichen zweiten Bruchstück des Lemurischen Kriegskalenders gesucht hatten.

Arnvill flog zur Blue Louisa, dem Hausboot Dunquist Abeners, den er in seiner Kajüte erstochen auffand. Der Detektiv wurde von einem Unbekannten angegriffen, der jedoch mit einem tragbaren Flugaggregat entkommen konnte.

Bei der Rückkehr in sein Büro fanden Arnvill und seine Sekretärin Betsy Hampshire im Flur zwei verstümmelte Leichen. Arnvill blieb nichts anderes mehr übrig, als Hampshire darüber einzuweihen, dass ihr Chef eigentlich ein USO-Spezialist war. Nachdem er Betsy als inaktive Hilfskraft in den Dienst der USO eingestellt und ihr den Diensteid abgenommen hatte, schickte er sie in ein Ausweichquartier, wo sie in relativer Sicherheit war.

Um die Mittagszeit erhielt er einen Anruf von Feodor Rojankowsky. Völlig gebrochen teilte ihm der Kunstliebhaber mit, dass seine Tochter Amjana entführt worden war. Die Entführer nahmen Kontakt mit Rojankowsky auf und forderten im Austausch für seine Tochter das in seinem Besitz befindliche zweite Bruchstück des Kriegskalenders. Arnvill bot sich als Überbringer des Stücks an. Die Entführer akzeptierten und formulierten die Übergabebedingungen. Baggo Arnvill sollte auf der MARGOT REES eine Kabine buchen und bei der Zwischenlandung des Schiffes auf Lepso das Hotel Höllentempel aufsuchen. Dort würde er weitere Instruktionen erhalten.

Unter dem Decknamen Ras Thautis buchte Arnvill eine Luxuskabine an Bord der MARGOT REES. Per Transmitter begab er sich nach Marsport und bezog seine Kabine. Im Hotel Höllentempel kam es zur Kontaktaufnahme mit Mitarbeitern des Grauen. Arnvill weigerte sich, das Bruchstück herauszugeben, ohne im Gegenzug dafür Amjana Rojankowsky zu erhalten. Der unbekannte Mittelsmann verließ das Hotel. Arnvill gelang es, ihm einen Peilsender anzuheften und verfolgte ihn mit einem Gleiter. In einem verlassenen Versteck fand er Amjana an einen mit einer Bombe präparierten Stuhl gefesselt. Baggo entfernte die Bombe und warf sie aus dem Fenster. Gemeinsam mit Amjana kehrte er ins Hotel zurück, wo sein Zimmer von einer Explosion zerstört wurde. Sie begaben sich zum Raumhafen und gelangten mit Hilfe des Lademeisters Cordain an Bord der ARMSUCK, mit der sie Lepso verließen. Als die ARMSUCK den Planeten Fee III erreichte, gingen Arnvill und Amjana von Bord. Sie wurden von den Kolonisten herzlich aufgenommen. (Atlan 87)

Erneuter Kontakt

Baggo Arnvill entwickelte sich in den nächsten neun Jahren zum hart arbeitenden Kolonisten, der es zu geringem Wohlstand gebracht hatte. Seine Partnerin Amjana Rojankowsky schenkte ihm einen Sohn, der den Namen Tregiro erhielt.

Ende Februar 2842 traf Baggo Arnvill ein schwerer Schicksalsschlag. Als er vom Feld nach Hause kam, fand er große Unordnung vor. Inmitten der verwüsteten Wohnung entdeckte er die Leiche Amjanas. Sie war mit einem Vibratormesser erstochen worden. Tregiro war nirgends im Haus zu finden. In Amjanas Faust fand Baggo eine Nachricht, dass seine Partnerin im Auftrag des Grauen getötet worden war. Wenn er seinen Sohn lebend wiedersehen wollte, sollte er zur Hamay-Schlucht kommen.

Anrvill traf dort auf die Mörder. Die vier Männer waren mit einer Space-Jet nach Fee III gekommen. Dem ehemaligen USO-Spezialisten wurde Statosil injiziert. Wie alle Spezialisten der USO war auch Arnvill gegen das Mittel immun. Er täuschte jedoch trotzdem eine totale Paralyse vor und wartete auf eine günstige Gelegenheit, um die Initiative ergreifen zu können. Kurz vor dem Eintritt in den Linearraum sah Arnvill seine Chance gekommen. Es gelang ihm, einem der Verbrecher den Impulsstrahler zu entwenden und den Mann zu töten. Auch einen zweiten Mitarbeiter des Grauen ereilte dieses Schicksal. Nur der Pilot Bilba und Grusher ergaben sich und wurden paralysiert. In einer abgesperrten Kabine fand Baggo seinen Sohn Tregiro. Die Space-Jet raste weiter auf ihr Ziel zu, den Planeten Formar.

Von den beiden Verbrechern erfuhr Arnvill, dass der Graue plante, auf Formar einen Situationstransmitter zu installieren. Dazu wollte er persönlich nach Formar kommen. Beim Anflug auf diese Welt hielt Arnvill es für an der Zeit, Tregiro über die Ermordung seiner Mutter in Kenntnis zu setzen. Nach Überwindung des ersten Schocks erklärte sich der Junge bereit, seinem Vater bei der Suche nach dem Grauen, dem eigentlichen Verantwortlichen, zu unterstützen.

Baggo versteckte die Space-Jet auf dem Meeresboden. Durch einen unterseeischen Stollen betraten er und Tregiro einen alten Stützpunkt der Lemurer. Arnvill hatte damit die Psiba Goslania entdeckt und wurde von der noch funktionierenden Stationspositronik als Tamrat eingestuft. Als Kommandoeinheiten der ANVOY versuchten, in die Station einzudringen, wurden sie von der Positronik bekämpft. Es gelang Arnvill, die Positronik zu überzeugen, dass er als Tamrat nicht in die Hände von Rebellen fallen dürfe. Es wurde ihm daher gestattet, an Bord der Space-Jet zurückzukehren.

Arnvill verfolgte einen selbstmörderischen Plan. Die in einer Schleuse gefangen gehaltenen Bilba und Grusher kehrten in die Kommandozentrale der Jet zurück und funkten auf Geheiß Arnvills die ANVOY an. Während des Funkverkehrs gelangte die Jet an die Wasseroberfläche und beschleunigte mit Maximalwerten. Flugziel war die ANVOY. Bilba erklärte indessen Kommandant S'Vangor-Bradd, dass sie von einem Fesselfeld in der Tiefe festgehalten worden waren. Durch von Kommandos der ANVOY angerichtete Zerstörungen erlosch das Fesselfeld plötzlich, und die Jet war frei. Grusher eröffnete mit den Impulsstrahlern das Wirkungsfeuer auf die Geschütze der ANVOY. Noch bevor S'Vangor-Bradd reagieren konnte, verschwand die Jet trotz der relativ geringen Geschwindigkeit kurz vor der ANVOY im Linearraum. Grusher wollte die Situation ausnutzen und schoss mit einem kleinen Thermostrahler auf Arnvill, verfehlte jedoch den USO-Spezialisten. Der zweite Schuss traf unbeabsichtigt Bilba und tötete ihn auf der Stelle. Dann wurde Grusher selbst von Arnvill erschossen. Danach schaltete er die Lineartriebwerke ab. Die Jet stürzte in den Normalraum zurück und befand sich im Innern einer riesigen kugelförmigen Gaswolke. Arnvill sah sich gezwungen, einen Notruf abzusetzen und hoffte, ein Schiff der USO zu erreichen. Und tatsächlich meldete sich am 27. Februar 2842 die THATUM. Die Jet wurde in den Kreuzer eingeschleust und nach Quinto-Center gebracht, wo Arnvill Admiral Leonid Nurejew und Ronald Tekener persönlich Bericht erstattete.

Mit der FARTULOON kehrte Arnvill in Begleitung von Tekener und Nurejew nach Goslania zurück. Von der noch immer funktionierenden Stationspositronik erfuhr er, dass vier gefangene Tefroder per Transmitter nach Kasyra transportiert wurden.

Arnvill, Tekener, Nurejew und drei Soldaten folgten den Tefrodern nach Kasyra. Es gelang Arnvill, im Geheimstützpunkt der Lemurischen Sternengarde zwei Tefroder zu töten. Die restlichen zwei Tefroder wurden Opfer einer aggressiven Plasmamasse in den Tiefen des Stützpunkts. Arnvill, Nurejew, Tekener und die Soldaten kehrten nach Formar zurück und flogen mit der FARTULOON nach Quinto-Center. (Atlan 89)

Der Endkampf

Nach der Rückkehr nach Quinto-Center bat Arnvill um Urlaub. Ronald Tekener entsprach seiner Bitte. Arnvill und Tregiro reisten nach Terra. Sie wollten in den erst kürzlich unter der Oberfläche des Pazifiks entdeckten lemurischen Städten nach weiteren Bruchstücken des Kriegskalenders suchen.

Die Häscher des Grauen waren ihm auch auf Terra auf den Fersen. Arnvill gelang es, sie abzuschütteln und einige von ihnen ins Jenseits zu befördern.

In den nächsten Tagen war Arnvill damit beschäftigt, Geld für die geplante Expedition in die Tiefen der  Wikipedia-logo.pngSüdsee einzusammeln. Dabei schreckte er auch nicht davor zurück, ehemalige Klienten mit seinem Wissen über deren teilweise unsaubere Geschäfte zu erpressen. Lediglich Falconer Singman versuchte, ihm eine Falle zu stellen, die Arnvill jedoch durchschaute.

Nun hatte Arnvill genug Geld beisammen, um seine aufwändige Expedition finanzieren zu können. Er heuerte Mantun und Dr. Fritz Reinheimer an. Bei der Besorgung von Ausrüstungsgegenständen wurde Arnvill von den Männern des Grauen erneut entdeckt und angegriffen. Plötzlich ließen sie von ihm ab, und Arnvill konnte von Mantun gerettet werden.

Nachdem Arnvill eine alte Space-Jet erstanden hatte, begannen die drei Männer den Abstieg in die Tiefsee. Sie erreichten die versunkene Stadt Marro. Als sie mit der Suche nach weiteren Bruchstücken des Lemurischen Kriegskalenders begannen, tauchten plötzlich die Männer des Grauen auf und töteten Dr. Reinheimer. Mit dem Hinweis, dass Tregiro sich in der Gewalt der Verbrecher befand, machten sie Arnvill gefügig. Arnvill wurde an Bord des Tauchbootes der Männer des Grauen gebracht. Um Mantun kümmerte sich niemand.

Im Stützpunkt der Verbrecher angekommen, trat der Graue dem ehemaligen USO-Spezialisten gegenüber. Als der Graue dem Terraner eröffnete, dass Tregiro sich keinesfalls in seiner Gewalt befand und die Vortäuschung dieser Tatsache nur ein Trick war, um seiner habhaft zu werden, rastete Arnvill aus. Er sprang das Monstrum an und deckte es mit heftigen Schlägen ein. Es gelang ihm sogar, den Grauen zu Fall zu bringen. Doch dann unterlag Arnvill der hypnotischen Kraft des Grauen. Ein Ausspruch des Monstrums brannte sich in Arnvills Gedächtnis: »Selbst wenn du es fertigbrächtest, könntest du mich nicht oft genug töten!«.

Arnvill wurde in einen defekten Schutzanzug gesteckt und im Meer ausgesetzt. Die beiden USO-Offiziere Organest Schernk und Altyrn Massocka, die dazu abkommandiert worden waren, Arnvill unter ständiger Beobachtung zu halten, seine Spur aber verloren hatten, brachen am 23. März 2842 die Suche nach ihm in der versunkenen Stadt Marro ab. (Atlan 90)

Arnvill trieb hilflos im Meer, wegen des begrenzten Luftvorrats seines Tauchanzuges auf sein Ende wartend. Der Detektiv erreichte eine Felswand, an der er sich hochzog. Doch seine Hoffnung, die Wasseroberfläche zu erreichen, erfüllte sich nicht. Die Felswand endete in einem kleinen Plateau, etwa einhundert Meter unter der Wasseroberfläche, die für den Terraner wegen seiner schweren Montur unerreichbar war. Arnvill setzte sich an den Rand des Plateaus und wartet auf den Tod. Nach stundenlangem Warten begann sich der Sauerstoffvorrat seinem Ende entgegen zu neigen und Müdigkeit stellte sich ein. Da gewahrte er eine sich nähernde Space-Jet. Seine Lebensgeister erwachten und erkannten Mantun, der ihn an Bord der Jet zog.

Die wieder vereinten Gefährten flogen zur Insel Ueva, um bei Eela-Eela, einer Bekannten Mantuns, Unterschlupf zu finden und sich auszuruhen. Auch Spiff, ein Mitarbeiter des Grauen, der von Mantun gefangen genommen werden konnte, wurde in Eela-Eelas Haus gebracht, wo es ihm gelang, sich zu befreien und das Mädchen zu bedrohen. Beim folgenden Handgemenge erlitt Mantun eine tiefe Stichwunde in der Schulter. Als das Kampfgeschehen sich zu Gunsten Spiffs neigte, erwachte Arnvill aus seiner Bewusstlosigkeit und erschoss den Verbrecher mit einem Blaster.

Mantun verkaufte die Space-Jet und schaffte einen sechssitzigen Fluggleiter an. Mit diesem Fahrzeug begaben sich die Gefährten, begleitet von Eela-Eela, zu Hos Sangrene, der ihnen detaillierte Angaben über die Oberflächenbauten der Big Fish Company (BFC) machen konnte.

Mantun machte die Unterkunft Charrons ausfindig und brachte dort Charron und Hangaj, zwei Gefolgsleute des Grauen, in seine Gewalt. Auf diese Weise gelangte er in den Besitz einiger Zutrittsausweise zur BFC. Doch er hatte nie die Absicht, mit diesen Ausweisen das Gelände der Fischfarm zu betreten.

Durch ein stillgelegtes Tor gelang es Arnvill, Mantun und Reinheimer, unbemerkt in die Fabrik einzudringen. Die drei Männer beobachteten einige Zeit das Treiben in der Fischfarm. Noch bevor sie in die Zentrale des Grauen eindrangen und dadurch ihre Entdeckung bevorstand, drängte Arnvill seine beiden Gefährten, ihn allein zu lassen und sich in Sicherheit zu bringen. Er wollte den Kampf mit dem Grauen allein aufnehmen.

Arnvill wurde bald von den Gefolgsleuten des Grauen entdeckt. Es kam zu Feuergefechten. Bei der Flucht durch die Fischverarbeitungsanlagen wurde Arnvill von den scharfen Messern schwer verletzt. Die Anlage stufte ihn als nicht verwertbares Gut ein und sonderte ihn in die Müllkonzentration aus. Dort wartete der Graue persönlich auf Arnvill.

In unmittelbarer Nähe des Grauen stand Genghor. Noch bevor der Graue Arnvill exekutieren wollte, sollte sein unfähiger Mitarbeiter bestraft werden. Durch hypnotische Beeinflussung sollte vorerst sein Wille gebrochen werden.

Diesen Moment der Ablenkung nutzte Arnvill aus und stürzte auf den Grauen zu. Genghor entglitt der psychischen Kontrolle und griff den Grauen, der ihm den Rücken zuwendete, an. Er krallte sich an seinem Herrn fest und stürzte mit ihm in eine trichterförmige Öffnung der Müllanlage. Der Aufprall tötete beide.

Arnvill begab sich in das Archiv des Grauen und nahm soviel Informationsmaterial an sich, wie er tragen konnte. Dann verließ er an Bord eines Gleiters das Gelände der BFC. Er flog nach Cairns und stieg in dem Hotel ab, in dem er seine Expedition zur Stadt Marro begonnen hatte. Im Zimmer führte er ein Hyperfunkgespräch mit der USO. Er schilderte die Ereignisse um die Big Fish Company, unterließ es aber, seinen Namen zu nennen. (Atlan 95)

Showdown auf Nemoia

Aus den in der Big Fish Company entwendeten Unterlagen erfuhr Arnvill, dass er einen Duplo zur Strecke gebracht hatte. Das Original hatte sein Hauptquartier auf dem Planeten Nemoia aufgeschlagen. Dorthin wollte der Detektiv unter allen Umständen gelangen, um seine Rache vollziehen zu können. Er meldete sich bei Betsy Hampshire, um ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen. Seine ehemalige Sekretärin holte ihn noch vor dem Eintreffen der SolAb vom Firmengelände ab und brachte ihn auf Umwegen zu Esther Taughn. Der ehemalige Raumkapitän sollte ihn mit einem Raumschiff nach Nemoia bringen. Es fehlte nur ein Raumschiff. Arnvill schickte Taughn mit einem Schreiben zu Gata Erlich. Der Reeder sollte eine Transportmöglichkeit zur Verfügung stellen. Als Taughn zurückkam, stellte Arnvill fest, dass er unter dem Einfluss eines Psychostrahlers stand. Außerdem waren mit ihm Gefolgsleute Erlichs gekommen, die den Detektiv beseitigen sollten. Arnvill erkannte die Falle und brachte den Gleiter, mit dem Taughn und die Auftragsmörder gekommen waren, zur Explosion. Erlichs Männer starben in der sich entwickelnden Gluthölle.

Mit den Funkgeräten Athole Awaruas nahm Arnvill Kontakt zu Erlich auf. Unter Drohung, belastende Unterlagen an die Behörden weiterzuleiten, konnte er den Reeder überzeugen, eine Space-Jet zur Verfügung zu stellen. Die SpJ-3443-Z wartete auf dem Dora-Spaceport auf Arnvill und seine beiden Begleiter. Nach einer eingehenden Überprüfung des Schiffes wurde Kurs auf Nemoia gesetzt.

Von der Raumkontrolle Nemoia wurde die Besatzung der Jet aufgefordert, sich zu identifizieren. Das war ganz und gar nicht in Arnvills Sinn, der mit waghalsigen Manövern versuchte, die Jet trotz des einsetzenden Beschusses mit Strahlgeschützen so schnell wie möglich zu landen. Durch mehrmalige Treffer wurden zahlreiche Triebwerke außer Gefecht gesetzt, so dass eine Bruchlandung im dichten Dschungel unausweichlich war. Wie durch ein Wunder überstanden Arnvill, Betsy Hampshire und Esther Taughn die harte Landung unverletzt. Sie verbrachten die Nacht im Schutz einer nahe gelegenen Höhle. Am nächsten Morgen wurden sie von der Besatzung eines Gleiters mit Paralysatoren beschossen und zum Stützpunkt des Grauen abtransportiert. Dort hielten sich das Original und zwei Duplos auf. Comden Partan wollte aus den drei Gefährten kampftüchtige Duplos herstellen lassen.

Als die drei Kampfgefährten Comden Partan gegenüber standen, gestand Betsy Hampshire im Angesicht des nahen Todes Baggo Arnvill ihre Liebe. Gemäß den Vorstellungen des Grauen wurden Atomschablonen hergestellt. Als die Gefährten die ersten Duplos zu Gesicht bekamen, waren sie über deren Monstrosität erschüttert.

In den unterirdischen Tiefen des Stützpunkts befand sich die Tiefschlafkapsel, in der der Graue die Zeiten überdauert hatte. Jetzt lag Korgamur Agfen in der Kapsel. Seine Duplos dienten zur Verrichtung niedriger Arbeiten auf dem Stützpunkt. Agfen wurde in der Kapsel sozusagen »aufbewahrt«, um bei Ausfall seiner Atomschablone jederzeit eine neue anfertigen zu können. Durch einen Defekt der Einrichtung wurde Agfen geweckt und konnte sich aus seinem Gefängnis befreien. Er durchstreifte die Station und gelangte zur Halle, in der der Multiduplikator installiert war. Dort traf er auf monströs aussehende Duplos von Arnvill, Taughn und Hampshire. Als er auf zwei Duplos seiner selbst traf, versuchte er diese zu überreden, ihm im Kampf gegen den Grauen beizustehen. Der Plan ging auf. Das erste Ziel der Revolutionäre war der Multiduplikator.

In der Kommandozentrale der Station hielten sich Comden Partan, Arnvill, Betsy Hampshire und Ester Taughn sowie einige Agfen-Duplos auf. Ein Duplo des Grauen stürzte in die Zentrale und wurde vor den Augen Partans erschossen. Der MdI schickte die ihm ergebenen Duplos gegen die revoltierenden Duplos in den Kampf. Arnvill nutzte das Chaos aus und überwältigte einen seiner eigenen Duplikate, die ihn festgehalten hatten. Es gelang ihm, sich mit Energiewaffen zu versorgen. Esther Taughn und Betsy Hampshire taten es ihm nach.

Erneut tauchte ein Duplo des Grauen auf. Kaltblütig wurde er von Esther Taughn erschossen. Die Duplos, die sich in Begleitung des Grauen befunden hatten, eröffneten auf Esther das Feuer. Der Terraner wurde praktisch von sich selbst getötet.

Comden Partan konnte aus der Station fliehen. Zuvor hatte er den Multiduplikator per Funkbefehl gesprengt. Ein Schutzschirm wurde über der Station errichtet. Ein Trupp Roboter verfolgte Arnvill, der versuchte, Betsy aus der Gefahrenzone in Sicherheit zu bringen. Dazu versteckte er die Frau in einem Museum mit lemurischen Hinterlassenschaften. Dort zog sie den Raumanzug einer Puppe an und nahm deren Platz ein. Baggo organisierte sich ebenfalls einen Anzug. In einem Abfallkonverter entsorgte er die beiden verräterischen Puppen.

Von Kampfrobotern verfolgt, erreichte Arnvill die Planetenoberfläche. Ein kleines rotes Raumschiff feuerte auf den die Station umgebenden Schutzschirm. Dadurch wurde der Robottrupp abgelenkt, so dass Arnvill erneut die unterirdische Sektion der Station aufsuchen konnte. Mühsam kämpfte er sich über Rohrleitungen und Wasserkanäle bis in die Nähe der Kommandozentrale heran. Da erreichte ihn ein Interkomruf des Grauen, der angeblich Betsy Hampshire in seiner Gewalt hatte. Als Beweis führte er die Frau vor eine Kamera. Um den Druck auf Arnvill zu erhöhen, schoss der Graue mit einem auf Minimalleistung eingestellten Impulsstrahler auf die Frau. Die Energie reichte aus, um Hautverbrennungen zweiten Grades zu bewirken. Arnvill wollte sich bereits ergeben, als ihm auffiel, dass die Frau auf dem Bildschirm eine grüne Kombination trug, während die Kombination, die in den Raumanzügen der Space-Jet vorhanden war, hellblau war. Die Frau in der Gewalt des Grauen konnte also nur ein Roboter mit Bioplasma-Verkleidung sein. Das bewies Baggo Arnvill, dass der Graue nicht wusste, ob Arnvill noch am Leben war und wenn ja, wo er sich im Augenblick befand. Der Graue setzte seine Drohung, Betsys Leben ein Ende zu setzen, in die Tat um. Arnvill konnte das angebliche Ende der Frau jedoch nicht mitverfolgen, weil der Graue die Interkom-Bildverbindung unterbrochen hatte.

In den Privatgemächern des Grauen fand Arnvill eine Stele mit dem Symbol der Meister der Insel. In der Stele versteckt, befand sich das Tagebuch des Grauen. Arnvill erfuhr die Geschichte Comden Partans und las von seiner Furcht vor Faktor I. Im Buch war auch angemerkt, dass Partan die Stele hatte anfertigen lassen, um immer daran erinnert zu werden, dass er Mirona Thetin nicht mehr zu fürchten brauchte.

Diese unterschwellige und andauernd präsente Furcht vor Thetins Rache wollte Arnvill für seine eigene Rache nutzen. Arnvill aktivierte die Rundrufanlage und konfrontierte den MdI mit der Aussage, dass er das Urteil, das Faktor I einst gefällt hatte, jetzt vollstrecken wollte. Partan erstarrte zur Regungslosigkeit. Plötzlich wurde die Station schwer erschüttert. Tosender Lärm erhob sich. Der Schutzschirm des Stützpunkts wurde aus dem Raum mit schweren Waffen angegriffen. Eine Flotte der USO war über Nemoia aufgetaucht. Arnvill brüllte in die Rundrufanlage, dass nun der Moment der Rache Mirona Thetins gekommen war. Partan fiel ihn Panik, richtete den Lauf seines Impulsstrahlers gegen sich selbst und betätigte den Abzug. Er war auf der Stelle tot.

Arnvill stürmte in die Hauptzentrale des Stützpunkts, desaktivierte die Roboter und suchte Betsy in ihrem Versteck auf. Die Flotte stellte das Feuer ein. Landekommandos wurden abgesetzt. Die Rundrufanlage schlug erneut an, und General Chao Tsai forderte die Besatzung des Stützpunkts auf, sich zu ergeben. Arnvill und Betsy begaben sich an die Oberfläche, wo ein Gleiter auf sie zuraste. Lordadmiral Atlan war an Bord des Fahrzeugs und identifizierte den ehemaligen USO-Spezialisten. Baggo Arnvill erstattete dem Arkoniden Bericht. Die Gefahr für die Milchstraße war nun gebannt.

Baggo Arnvill und Betsy Hampshire wollten nach Terra zurückkehren und mit Tregiro, dem Sohn Arnvills, eine neue Familie gründen. (Atlan 99)

Quellen

Atlan 87, Atlan 89, Atlan 90, Atlan 95, Atlan 99