Bionischer Kreuzer

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit den Bionischen Kreuzern AUGENLICHT, BOGEN und KIMTE.
Für weitere Bedeutungen, siehe: Augenlicht (Begriffsklärung), Bogen (Begriffsklärung) und Kimte (Begriffsklärung).

Die Bionischen Kreuzer sind spezielle, auf die Motana abgestimmte Raumschiffe aus dem Sternenozean von Jamondi. Sie können nur mittels deren psionischer Fähigkeiten geflogen werden. Zu Zeiten der Schutzherren von Jamondi erreichten sie Geschwindigkeiten bis zu 170 Millionen Überlicht.

PR2241.jpg
Heft: PR 2241
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Technische Daten

Standardversion

Ein Bionischer Kreuzer gleicht einem terranischen Manta-Rochen mit einer Länge von 70 Metern, einer Höhe von 16 Metern und einer Spannweite von 140 Metern. Die beweglichen Schwingen ermöglichen einen höheren Wirkungsgrad der osmotischen Energiezapfung, sowie eine Ausrichtung der Paramag-Werfer auf das Ziel.

Der Innenraum eines Bionischen Kreuzers ist in vier Decks unterteilt.

Als Bordrechner dient eine so genannte Biotronik, diese hat positronische Elemente und eine biologisch lebende Komponente. Letztere besteht aus der Design-Biomasse Substanz 101, die porleytischer Herkunft ist. Die Substanz bewegt sich im so genannten Biotronischen Fasernetz, das den gesamten Kreuzer gleich einem Nervensystem durchzieht.

Da ein Bionischer Kreuzer über keinerlei konventionelle Antriebsaggregate verfügt, ist er ausschließlich durch die psionische Steuerung der Motana flugfähig. Die maximale Sublichtbeschleunigung und die Höchstgeschwindigkeit hängen von der Erfahrung der Epha-Motana und der Quellen (siehe unten) ab.

Todbringer-Version

In der Todbringer-Version sind die Kreuzer um etwa ein Zehntel länger und breiter. Durch die vergrößerte Oberfläche ergibt sich eine um das dreifache gesteigerte Energiezapfkapazität. Der gravierendste Unterschied zu einem normalen Bionischen Kreuzer ist allerdings, dass drei Todbringer an Bord tätig werden können und damit die dreifache Feuerkraft entwickelt werden kann.

Besatzung

Als Mindestbesatzung eines Bionischen Kreuzers gelten 14 Motana, davon eine Epha-Motana, elf Quellen, ein Beistand und ein Todbringer, sowie ein Vernetzer. Todbringer, Beistand und Vernetzer sind allerdings nicht zwingend von Nöten; flugfähig ist das Schiff auch ohne diese drei Personen. Zusätzlich kann ein Bionischer Kreuzer bis zu 300 Motana transportieren. Die Besatzungsmitglieder haben folgende Aufgabenverteilung:

Beistand

Der Beistand ist ein besonderer Motana, der auf einem Bionischen Kreuzer der Biotronik beisteht. Er wirkt positiv auf die Biotronik ein, die zuweilen sehr labil sein kann, da sonst - insbesondere bei längeren Leerlaufzeiten oder bei komplizierten Berechnungen - die Gefahr besteht, dass der Bordrechner verrückt wird. Durch ein gutes Zusammenspiel zwischen Biotronik und Beistand kann die Rechenleistung um ein Vielfaches gesteigert werden. Der Beistand hält sich zumeist in der Nähe der Zentralkugel der Biotronik auf.

Epha-Motana

Die Epha (meist weiblich) ist die Kommandantin. Sie stimmt zunächst gemeinsam mit den Quellen einen Choral an, der dazu dient, die Schwelle zu erreichen, oberhalb derer der Fluss der psionischen Energie in Gang kommt, und die Konzentration aller Beteiligten zu fokussieren. Der Choral dient dabei nur als Konzentrations- und Meditationshilfe. Die Epha nimmt die psionische Energie der Quellen auf und nutzt diese zum Steuern des Schiffes, indem sie die Feldlinien der Epha-Matrix manipuliert. Auf diese Weise bringen sie die Bionischen Kreuzer zum Fliegen und steuern sie durch den Hyperraum. Bionische Kreuzer können theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 170 Millionen Überlicht erreichen, die tatsächliche Geschwindigkeit hängt jedoch entscheidend von den Fähigkeiten der jeweiligen Epha-Motana ab.

Die Kräfte der Epha-Motana können von den Kyber-Neutros neutralisiert werden. Die K/Neutros strahlen eine PSI-Welle aus, die bei allen Epha-Motana im Umkreis von zwei Lichtjahren heftigste Kopfschmerzen und Übelkeit hervorruft und sie daran hindert, auf die Epha-Matrix zuzugreifen.

Quellen

Die Quellen liefern der Epha die psionische Energie, die diese zur Steuerung des Bionischen Kreuzers benötigt, sie entwickeln dabei eine besondere Affinität zu den von ihnen so genannten »Feldlinien der Schwerkraft«, die auch als Epha-Matrix bezeichnet werden. Erfahrene Quellen müssen nach Erreichen der Schwelle den Gesang nicht fortsetzen, um den psionischen Energiefluss aufrecht zu erhalten, lediglich während schwieriger Manöver wird laut gesungen.
Zur Steuerung des Schiffes benötigt die Epha im Normalfall mindestens elf Quellen. In Notfällen kann ein Biokreuzer auch mit weniger als elf Quellen geflogen werden, allerdings sind in diesem Fall die Höchstgeschwindigkeit und Reichweite stark reduziert.

Todbringer

Der Todbringer ist der einzige Motana, der in der Lage ist, den Paramag-Werfern die nötige psionische Energie zu liefern, die zum Abfeuern von Paramag-Torpedos und Paramag-Strahlen nötig ist. Todbringer werden in der motanischen Gesellschaft oft als potentiell gefährliche Verrückte angesehen, und deshalb gemieden. Die Todbringer aus Roedergorm waren tatsächlich nahe daran, verrückt zu werden, schließlich konnten sie jedoch durch die so Sanftwoge geheilt werden.

Vernetzer

Der Vernetzer steigert die Effektivität der Nutzung der fließenden psionischen Energien und damit die Leistungsfähigkeit (z. B. Höchstgeschwindigkeit) des Bionischen Kreuzers. Er ist das Bindeglied zwischen der Schiffsführung und den normalen Bordmitgliedern. Ein Bionischer Kreuzer ist allerdings auch ohne Vernetzer flug- und kampffähig.

Laut der Aussage von Echophage kam ein Vernetzer noch nie aus dem Volk der Motana. Wie sich herausstellt, sind Vernetzer Kunstgeschöpfe. Im Herbst 1332 NGZ stellt Carya Andaxi der SCHWERT einen Vernetzer zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein etwa einen Meter großes, echsenähnliches Geschöpf. Es ähnelt verblüffend einem Motoklon. Nach den Angaben der Schutzherrin basieren sowohl die Motoklone als auch die Vernetzer auf derselben Technik, die damals, vor dem Bruderkrieg, gemeinsam mit den Kybb entwickelt wurde. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Kybb einen Vernetzer in Fernsteuerung übernehmen können.

Der erste Einsatz des Vernetzers auf der SCHWERT erbringt unglaubliche Ergebnisse. Die effektive Energienutzung des Kreuzers kann bis zu einem Wirkungsgrad von 95% gesteigert werden.

Doch auch im Vernetzermodus erreicht ein Bionischer Kreuzer unter den Bedingungen der erhöhten Hyperimpedanz nicht die Werte wie zur Zeit der Schutzherren. Immerhin erreichen sie eine Beschleunigung von 350 km/s2 und einen Überlichtfaktor von 1.000.000.

Namensgebung Besonderheiten

Zu den Namen ist festzustellen, dass es sich um motanische Namensgebungen handelt. Wie sich auf Graugischt herausstellt, sind die Kreuzer ursprünglich nach ihrer Biotronik benannt, und deren Namen besteht immer aus vier Silben. Dabei setzt sich dieser Name wiederum aus dem Namen eines Submarin-Architekten und dem eines Porlimschen Schattens zusammen. Die Silben eins und drei repräsentieren den Namen des Porlimschen Schatten, der die Substanz 101 für die Biotronik produziert hat, bei Echophage, der Biotronik der SCHWERT, also E - pha = Epha. Die Silben zwei und vier entsprechen dem Namen des Toron Erih, der diesem Schatten die Substanz 101 abgemolken hat, also Cho - ge = Choge. (PR 2262)

Geschichte

Die Bionischen Kreuzer wurden etwa 7.000.000 v. Chr. von der Schutzherrin Carya Andaxi zusammen mit den Submarin-Architekten der Wasserwelt Graugischt speziell für die psionischen Begabungen der Motana entwickelt. Die Zusammenhänge mit dem mysteriösen Ort Ahandaba sind unklar. Carya Andaxi sagte (Zitat): »[...] Nur wer Raumschiffe mit seinem Geist zu bewegen versteht, wird das Ziel (Ahandaba) finden. [...]« (PR 2248)

Um 1332 NGZ galten alle Bionischen Kreuzer als zerstört. Auf Shoz fanden die Motana um Zephyda, gemeinsam mit Perry Rhodan, Atlan und Rorkhete die SCHWERT, und auf Ham Erelca die 60 Kreuzer, die die Kommandantin Trideage dort verstecken ließ. (PR 2228, PR 2231)

Hytath, die Blutende Schildwache, hat vor der Kybernetischen Revolution die 8000 Einheiten der Ersten Flotte der Motana, die Flotte der Todbringer, im Kor-System, 138 Lichtjahre von Tom Karthay entfernt, in Sicherheit gebracht. Diese Einheiten sind zehn Prozent größer als die normalen Bionischen Kreuzer und haben statt eines Geschützstandes drei Todbringer-Geschützstände.

Auf dem von den Kybb-Traken kontrollierten Planeten Futhorn lagern mehrere hunderttausend Bionische Kreuzer, welche die Kybb durch Verrat in der Blutnacht von Barinx erbeuten konnten. Von diesen Schiffen ist vermutlich kein Kreuzer mehr einsatzfähig.

1332 NGZ, im Arphonie-Sternenhaufen, treffen Perry Rhodan, Atlan und die Besatzung der SCHWERT auf die Weißen Kreuzer. Sie ähneln den Bionischen Kreuzern, sind aber mit konventionellen Antrieben und Waffen bestückt.

Auf Graugischt hält Carya Andaxi mindestens 8000 weitere Bionische Kreuzer in ihren Arsenalen versteckt, ebenso wie mindestens 8000 Vernetzer, es müssen allerdings noch wesentlich mehr gewesen sein, denn bei der Abreise der Ahandaba-Karawane sind 120.000 Bionische Kreuzer mit dabei. (PR 2299)

Bei der abschließenden Schlacht gegen Gon-Orbhon im Solsystem werden 4183 Todbringer-Schlachtschiffe vernichtet. (PR 2298)

Siehe auch: Weiße Kreuzer.

Bekannte Bionische Kreuzer

Name Kommandantin Biotronik Beistand Todbringer Bemerkung
AUGENLICHT Die AUGENLICHT startet Ende März 1333 NGZ, zusammen mit der GRÜNER MOND und der Schildwache Hytath, in die GMW.
BILIEND Lisdane Epimacho unbekannt unbekannt
BLUTMOND Medillin Lashunda Jospeth Temkal siehe: BLUTMOND
BOGEN Lapidora Antigono Gembarog Die BOGEN dient der Schildwache Atjaa als Raumschiff.
ECHOBERG Shelka Die ECHOBERG war, zur Zeit der Blutnacht von Barinx das Flaggschiff der siebten Flotte der Schutzherren von Jamondi. An Bord dieser Einheit greift Lyressea erfolglos die Bastion von Parrakh an. (PR 2249)
GRÜNER MOND Die GRÜNER MOND konnte Perry Rhodan und die Mediale Schildwache kurz vor dem Angriff der Kybb-Traken auf Baikhal Cain retten. Nach dem Einsatz bei Tan-Jamondi im März 1333 NGZ geht die GRÜNER MOND mit der Schildwache Hytath an Bord auf die Reise in die GMW, um dort die Lage beim Dom von Parrakh zu sondieren. Nach einer kurzen Kontaktaufnahme mit der RICHARD BURTON zum Austausch der neuesten Informationen wird die GRÜNER MOND von Malcolm S. Daellian wieder in die Milchstraße zurückgeschickt, um Perry Rhodan vor der drohenden Zerstörung von Sol zu warnen.
HAGELSTURM Diese Todbringer-Einheit wird bei der Schlacht gegen einen Kybb-Titan im Wega-System vernichtet. (PR 2282)
KIMTE Die KIMTE ist benannt nach der Hauptstadt Tom Karthays.
KLINGENTANZ Der Kreuzer wird beim Kampf um Baikhal Cain von den Kybb-Traken vernichtet. (PR 2248)
LANZE Makrografo Tornbill Auch auf diesem Schiff gab es Probleme mit einem verrückt werdenden Todbringer aus Roedergorm.
LAVORNI Arklanza Nanomechno
PFEIL Sephana Mikrogeno Gembarog, er wird später, auf Wunsch von Atjaa, auf die BOGEN abkommandiert. Die PFEIL war der erste Bionische Kreuzer, auf dem Probleme mit einem aus Roedergorm stammenden Todbringer auftraten.
SCHATTENSPIEL Carilla Die SCHATTENSPIEL fällt bereits vor dem endgültigen Rückfall Jamondis aus dem Hyperkokon heraus. Im Normalraum trifft sie auf die ROALD AMUNDSEN mit Julian Tifflor an Bord. So erhält die LFT erste richtige Informationen aus dem Sternenozean.
SCHILD VON BARINX Die SCHILD VON BARINX war zur Zeit der Blutnacht von Barinx das Flaggschiff der dritten Flotte der Schutzherren von Jamondi. Das Schiff wird bei einer Schlacht mit Kybb-Titanen bei Sholm Vendez vernichtet. (PR 2249)
SCHWARZER DORN Catiaane Die SCHWARZER DORN wird 1333 NGZ von Tom Karthay nach Graugischt geschickt, um von dort Vernetzer zu holen. Nach dem Sturm auf Tan-Jamondi dient die SCHWARZER DORN als Kurierschiff zwischen Wega, Hayok und Jamondi. Bei der SCHWARZER DORN handelt es sich um eine Todbringer-Einheit. (PR 2282)
SCHWERT Zephyda Echophage Epasarr Selboo Die SCHWERT wurde auf dem Planeten Shoz entdeckt. Die übrigen 60 Bionischen Kreuzer wurden auf dem Planeten Ham Erelca geborgen.
STURMWIND Die Kommandantin der STURMWIND stand mit Regeln auf Kriegsfuß. Sie veranstaltete nicht genehmigte Wettrennen und scherte im Kampf gegen die Kybb-Traken aus der Formation aus. Die STURMWIND wurde in diesem Kampf zerstört. (PR 2243)

Quellen

PR 2228, PR 2231, PR 2248, PR 2262, PR 2299 u. a.