Bonifazio Slutch

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Der Terraner Bonifazio »Fazzy« Slutch war ein Vironaut auf dem Virenraumschiff EXPLORER und der selbsternannte Adjutant Reginald Bulls.

Verschiedentlich wurde er von den anderen Vironauten als Lord Hasenfuß tituliert. Reginald Bull adelte ihn einmal als Ritter vom Großen Hasenfuß. (PR 1304)

Anmerkungen:
Gemäß PR 1304, Kap. 4 war es Reginald Bull, der Slutch als seinen Adjutanten einsetzte.
Durch Druckfehler wurde aus Fazzy in PR 1321, Kap. 2 Fuzzy, in PR 1334, Kap. 2 Fazzi.
PR1298Illu 1.jpg
Heft: PR 1298 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Bonifazio Slutch war 1,68 Meter groß und von schmächtiger Statur. Er hatte hängende Schultern, O-Beine und schaufelartige Hände. Sein schwarzes Haar war widerborstig, der Mund für sein hageres Gesicht zu breit. Seine Augen waren braun und die viel zu groß geratene Habichtsnase glänzte rot. Er trug stets schreiend bunte Kleidung und einen Federhut. (PR 1298, PR 1304)

Anmerkung: Seine Haare werden in PR 1309, Kap. 1 in einem Satz als strähnig und kurz geschoren bezeichnet.

Den Mangel an Körperkräften konnte er wenigstens teilweise durch Reaktionsschnelligkeit und Gelenkigkeit ausgleichen. (PR 1308)

Seinen Bartwuchs bekam er trotz Depilat nicht in den Griff. Bereits wenige Stunden nach einer entsprechenden Behandlung sahen seine Wangen wieder aus wie zwei Tage lang unrasiert. (PR 1346)

Ende 445 NGZ war er 52 Jahre alt. (PR 1304)

Charakterisierung

Slutch war ein ausgemachter Feigling. Er hielt Feigheit für den besseren Teil des Heldenmuts, was ihm die Spitznamen Ritter vom Großen Hasenfuß oder Lord Hasenfuß einbrachte. (PR 1304)

Zitat: »[...] Ich hab' schon von vielen gehört, die an Heldenmut gestorben sind; aber die Feiglinge kommen meist davon. [...]« (PR 1304, Kap. 1)

Auch mit körperlichen Schmerzen konnte er nicht besonders gut umgehen. (PR 1346)

Jedoch erwies er sich in Krisensituationen oftmals als sehr mutig. Gerade in verzweifelter Lage fiel es ihm leicht, seine Schwächen zu überwinden. (PR 1306)

Sein Verhandlungsgeschick war beeindruckend. (PR 1298) Wenn er durch seine Eloquenz nicht weiter kam, griff er notfalls auf mehr oder minder unlautere Mittel zurück. (PR 1308)

Er hatte ein sonniges Gemüt und spielte gern den Spaßvogel. (PR 1304, PR 1309)

Nach außen wortgewandt, humorvoll und bisweilen angeberisch veranlagt, war er im Grunde sehr einsam. (PR 1308)

In Sachen Kunst war er ein Banause. (PR 1308)

Seine mangelhafte Bildung pflegte er damit zu rechtfertigen, dass die Methode der Wissensvermittlung per Hypnoschulung bei ihm nicht wirkte. (PR 1346)

Das Lieblingsgericht von Bonifazio Slutch war Erbsensuppe. (PR 1306)

Geschichte

Dubiose Vergangenheit

Bonifazio Slutch sprach nie über seine Vergangenheit. Bekannt war nur, dass er aus dem  Wikipedia-logo.pngMittleren Westen von Nordamerika stammte. Bevor er Vironaut wurde, war er bereits weit in der Milchstraße herumgekommen und kannte die meisten bedeutenden Planeten. Namentlich erwähnt wurde jedoch nur Apas. Man munkelte, er wäre in allerlei dunkle Geschäfte verwickelt gewesen – wobei er für angerichtetes Unheil stets gerade stand. (PR 1304, PR 1306, PR 1309)

Er hatte früher einige Zeit in den Elendsvierteln von  Wikipedia-logo.pngToledo verbracht. (PR 1347)

In der Mächtigkeitsballung Estartu

Im Juni 430 NGZ war Bonifazio Slutch einer der Begleiter Reginald Bulls auf Bonfire und Aquamarin in der Galaxie Absantha-Shad. Sie fanden das Wrack eines anscheinend mehrstufigen Fernraumschiffs, das ihnen einige Rätsel aufgab. Alle Spuren, die auf die Herkunft und den Zweck des Schiffs gedeutet hätten, waren getilgt. (PR 1298)

Im Jahre 445 NGZ kamen Reginald Bull im System des Planeten Gorleym Gerüchte zu Ohren, die Gamtsaka-Brüder hätten in den Randbezirken der Galaxie Absantha-Gom Raumschiffe beobachtet, die dem rätselhaften Wrack auf Aquamarin glichen. Auf der Spur der Brüder erreichte die EXPLORER im November Muantok. Dort machte Fazzy Slutch Bekanntschaft mit Barnuckel und Xantittos, die ihn mittels eines künstlichen Staubsturms überwältigten. Da sie es eigentlich auf den Toshin Bull abgesehen hatten, ließen sie Slutch sofort frei, als sie ihren Irrtum bemerkten. Bull und sein Begleiter Stronker Keen waren inzwischen aber den Gamtsaka-Brüdern ins Netz gegangen. (PR 1304)

Da er von Abeneger, dem örtlichen Vertreter der Obrigkeit, keine Unterstützung bekam, entwarf Bonifazio Slutch einen eigenen Plan für die Befreiung der Vironauten. Mit mehreren ortsansässigen Händlern fädelte er eine Reihe von komplizierten Geschäftstransaktionen ein, an deren Anfang sein einziger wertvoller Besitz stand – ein Stein, den er Barnuckel unbemerkt entwendet hatte und den er als Triamant von Terra anpries – und an deren Ende eine Raumschiffs-Miniaturwerft. Diese bot er den Gamtsaka-Brüdern zum Tausch gegen ihre beiden Gefangenen. Alle Handelspartner bestellte er um Mitternacht auf den Schrottplatz eines Altwarenhändlers. Die Miniaturwerft stand wirklich dort, gehörte aber nicht Slutch. Die Verwirrung der betrogenen Handelspartner nutzte Fazzy Slutch aus, um Reginald Bull und Stronker Keen zu befreien. Anschließend brachte er Barnuckels Seelenstein dem rechtmäßigen Eigentümer zurück. (PR 1304)

Der EXPLORER-Verbund machte sich auf den Weg zu einem Treffen mit Perry Rhodan auf Bonfire. Bei einem Zwischenstopp in der Nähe des Aachdsystems Ende November 445 NGZ wurde er von einer Patrouille des Elfahders Armandrag aufgebracht und nach Elfahd geschleppt. Reginald Bull, Bonifazio Slutch, Stronker Keen, Lavoree und Parlan verließen das zur Landung gezwungene Virenraumschiff und wurden inhaftiert. Bull sollte vor einem Gericht der Elfahder der Prozess gemacht werden. Nach zwei Wochen Gefangenschaft und Isolation erreichte Slutch mittels einer List, dass er aus seiner Zelle befreit wurde – landete dann aber in einer Psycho-Anstalt. Erst dort ergab sich eine Chance für einen Ausbruch. Fazzy Slutch konnte den Elfahder Turpol als Geisel nehmen und sich dadurch Zutritt in die EXPLORER verschaffen. Per Hyperfunk rief er Hilfe herbei. Wenig später erschien Volcayr, der seit Jahren mit den Gängern des Netzes paktierte, und sorgte mit einem Machtwort für die Freilassung Reginald Bulls und der anderen Vironauten. Bedauerlicherweise war Parlan in der Gefangenschaft verhungert. Den Elfahdern war entgangen, dass er stumm war und nicht mit dem Überwachungssystem der automatischen Zelle sprechen konnte. (PR 1304)

Anfang Dezember erreichte die EXPLORER Bonfire. Reginald Bull und Bonifazio Slutch quartierten sich in der Herberge der Sieben Augen ein und stellten mithilfe von Hatchertoq – offiziell Beratender Minister für Sicherheitsfragen, inoffiziell führendes Mitglied der Potea und damit Kodexgegner wie auch die Gänger des Netzes – und dessen Stellvertreter Rauhderfehn Verbindung mit Perry Rhodan her, sobald dieser eintraf. Rhodan entging dabei knapp einem Attentat des Hatuatano, einer neuen Geheimorganisation von Gegnern der Gänger des Netzes. Nachdem sie ihre aktuellen Informationen über die Lao-Sinh und die Kartanin ausgetauscht hatten, musste Rhodan wiederum auf die Hilfe der Potea zurückgreifen, um den Planeten unbemerkt an Bord der HIRRGOM verlassen zu können. (PR 1305)

Mitte Dezember 445 NGZ begleitete Slutch Bull auf den Planeten Chanukah, wo sie eine Niederlassung der Lao-Sinh auskundschafteten. Sie gerieten kurzzeitig in Gefangenschaft, aus der sie der überraschend auftauchende Gucky befreite, und fanden Bulls Verdacht bestätigt, dass die Lao-Sinh mit den Kartanin identisch waren. Warum diese aber gewaltige Anstrengungen auf sich nahmen, um eine kleine Kolonie am Rand der Galaxie Absantha-Gom auf die Beine zu stellen, und warum sie große Mengen Paratau aus ihrer Heimat hierher schafften, blieb im Dunkeln. Auch die Protektorin Mei-Lao-T'uos kannte die Hintergründe nicht. Die neuen Erkenntnisse erschienen Reginald Bull dennoch wichtig genug, um einen Boten in die Milchstraße zu schicken. Terra musste von der Anwesenheit der Kartanin in der Mächtigkeitsballung Estartu erfahren. Nachdem die EXPLORER sie wieder abgeholt hatte, beauftragte er Fazzy Slutch mit dieser Mission und übertrug ihm das Kommando über die AVIGNON, eines der Segmente der EXPLORER. Der Start erfolgte am 25.12. (PR 1306)

Kurier in die Milchstraße

Nach einer mehrwöchigen Reise erreichte die AVIGNON um den 15. Januar 446 NGZ die Peripherie der Milchstraße. Ein direkter Einflug in die Galaxis war nicht möglich, da Sotho Tyg Ian (Stygian) für eine Abtrennung des Stygischen Netzes mit einem rund 500 Lichtjahre breiten Golf – eine Art Kalmenzone – gesorgt hatte. Durch rätselhafte Morsesignale angelockt, begab sich das Virenraumschiff in die Nähe der Faust des Kriegers, wo es überraschend von einem reißenden Mahlstrom erfasst wurde. Paramechanische Kräfte schleuderten die AVIGNON über Hunderte von Lichtjahren. Es gab sechs Schwerverletzte, unter ihnen Bonifazio Slutch, und zwei Tote. (PR 1308)

Auf der anderen Seite des Golfes fädelte sich das Schiff in das Stygische Netz ein. Bevor eine Kontaktaufnahme mit Agenten von Homer G. Adams oder der GOI überhaupt versucht werden konnte, riss ein unbekannter Faktor die AVIGNON aus dem Enerpsi-Flug. Mit lahmgelegten Triebwerken wurde das Schiff von dem Feresh Tovaar 185 der Jägerbrigade aufgebracht. (PR 1308)

Bei den Verhören durch den Kodexberater Rasmer Dunn und durch den Elfahder Windaji Kutisha, den Chef der Jägerbrigade, starben zahlreiche Besatzungsmitglieder an Folter und Auszehrung. Nachdem er seinen Kameraden Joeboy Malone und Megan Suhr, in die er heimlich verliebt war, hilflos beim Sterben zusehen musste, wagte Bonifazio Slutch schließlich einen Ausbruch. Mit Waffengewalt nahmen die Vironauten Windaji Kutisha als Geisel und versuchten, sich den Weg zur AVIGNON freizupressen. Obwohl vierfach bewacht, konnte der Elfahder durch eine List bei einem Transmitterdurchgang entkommen; schließlich verschafften sich die Vironauten Zugang zu einer Hyperfunkanlage. Mehrere Raumschiffe der GOI reagierten auf ihr Notsignal und griffen die Station an. Während die letzten dreizehn Überlebenden, unter ihnen Slutch, von einem Einsatzkommando aufgenommen wurden, vernichtete die Flotte Feresh Tovaar 185 und damit auch die noch im Hangar liegende AVIGNON. (PR 1308)

Das Raumschiff RINGWORLD brachte die dreizehn Vironauten in den Hauptstützpunkt der GOI, CLARK FLIPPER, wo sie hörten, dass Windaji Kutisha aus dem Raumfort entkommen war. Bonifazio Slutch schloss sich der GOI an, um nach einem Weg zu suchen, seine Rachegelüste zu befriedigen, und die anderen Vironauten taten es ihm gleich. Zusammen bildeten sie eine Spezialgruppe zur besonderen Verwendung Julian Tifflors. (PR 1309)

Erst hier erfuhr Bonifazio Slutch, dass die Morsesignale tatsächlich dazu dienten, ahnungslose Vironauten in die Falle zu locken. (PR 1309)

Tifflors Auftrag führte die Einsatzgruppe Slutch über Apas mit der LYTEMNA nach Aralon, wo Bonifazio Slutch, Veeghr und Vaa Zelkor Anfang Februar mithilfe des Geschäftsmannes Fjondar Eskorodul bei dem Schmuggler und Schwarzhändler Mossek ban Osfar alias Captain Ahab vorstellig wurden. Dieser hatte bereits mehrere Aufträge für die GOI abgewickelt und versprach, die gewünschte Menge Paratau nach Terra zu schmuggeln, den die GOI für einen Anschlag auf Stygians Hauptquartier benötigte. Slutch und die zwölf anderen überlebenden Vironauten von der AVIGNON stiegen auf seine OSFAR I um. Unterwegs wurde das Schiff von der KISASU des Sotho-Inspektors Srandhi Agwam gestoppt. Während die Kontrolleure auf die OSFAR I überwechselten, stattete Captain Ahab in Begleitung von Bonifazio Slutch dem Sotho-Inspektor einen Höflichkeitsbesuch ab. Als Geschenk hatte er den antiken Roboter Miwana Kombora dabei. Die in dem Roboter versteckte Bombe detonierte noch während Ahab und Slutch auf dem Rückweg waren. Die KISASU wurde vernichtet, alle Besatzungsmitglieder in den Tod gerissen. Glücklich auf Terra angekommen, nahm Bonifazio Slutch Kontakt mit Homer G. Adams im Hauptquartier Hanse auf und berichtete ihm von den Lao-Sinh in der Mächtigkeitsballung Estartu, bei denen es sich nach neuesten Erkenntnissen um Kartanin handelte. Adams entschied, diese Neuigkeiten an die Pinwheel Information Group weiterzuleiten. Die Vironauten nahmen sein Angebot an, ihren Kurierflug nach Pinwheel fortzusetzen. (PR 1309)

In Pinwheel

Mit der Space-Jet NIOBE flogen die 13 Vironauten nach Pinwheel, wo sie am 9. März 446 NGZ eintrafen. Die BOLIVAR geleitete sie sicher nach Kabarei. Bonifazio Slutch erstattete Nikki Frickel Bericht. (PR 1312)

Vom 12. März bis 20. März beteiligte sich die NIOBE, jetzt vorübergehend unter dem Kommando von Nikki Frickel, an dem Unternehmen Lao-Sinh im He-Qi-System. Während das Flaggschiff der PIG, die WAGEIO, ein Ablenkungsmanöver flog, tauchte die Space-Jet unbemerkt in die Atmosphäre des Gasriesen Lian. Die Mannschaft beobachtete, wie die Kartanin innerhalb weniger Tage im  Wikipedia-logo.pngOrbit aus annähernd 200.000 Einzelteilen ein Fernraumschiff des UMBALI-Typs zusammenbauten. Nikki Frickels Nachforschungen in den Werftanlagen auf Lian blieben erfolglos, aber die WAGEIO unter Wido Helfrich verfolgte das neue Schiff – die KLOOM – bis zu einem Rendezvous mit einem MASURA-Schiff ein Stück außerhalb Pinwheels. Die KLOOM übernahm rund 50 Tonnen Paratau und begann dann ihre Reise in Richtung des Virgo-Haufens und der Mächtigkeitsballung Estartu. (PR 1312)

Bis Mitte April 446 NGZ blieb es ruhig auf Kabarei. Bonifazio Slutch gefiel sich darin, seinen Kameraden einen Streich zu spielen und den 37. Roboterlauf zu manipulieren, indem er mittels eines Holoprojektors das Zielgebiet – die Kamelberge – an eine andere Stelle versetzte. Pwanz, der Roboter des Springers Narktor, war der einzige, der überhaupt das Ziel erreichte. Bevor die anderen Teilnehmer des Wettbewerbs Fazzy Slutch zur Rechenschaft ziehen konnten, gab es Alarm: Ein Raumboot der Maakar landete als Vorhut eines größeren Kontingents, das sich in den kommenden Tagen auf Kabarei breit machte. Um nicht geortet zu werden, musste Nikki Frickel die Zentrale der PIG tarnen und abschotten und alle verräterischen Energieemissionen unterbinden. Bei einem Erkundungsgang stellten Narktor, Wido Helfrich und Bonifazio Slutch fest, dass die Maakar sich dauerhaft einrichteten. Sie stampften zahlreiche Fabriken aus dem Boden. Es schien sich um Recyclinganlagen für die Verwertung des überreichlich vorhandenen Schrotts zu handeln. (PR 1326)

Indem sie den Planeten heimlich und unbemerkt mit der NIOBE verließen, konnten Bonifazio Slutch und Veeghr sich dem System aus einiger Entfernung offen nähern. Fazzy gab sich als Prospektor aus und erfuhr durch Funkgespräche mit dem Maakar Melerk-1, dass die Kartanin ihnen angeboten und sogar nachdrücklich gebeten hatten, die Schrottberge von Kabarei auszubeuten. Anscheinend sollte die PIG durch die ungebetenen Gäste in Bedrängnis gebracht werden. (PR 1326)

Durch die perfekte Tarnung der Zentrale blieb eine Konfrontation aus. Gegen Mitte Juni griff dann eine Flotte von rund einem Dutzend Raumschiffen der Kartanin unter der Führung der Hohen Frau Shu-Han-H'ay das Hauptquartier der PIG an. Teleportierende Esper verwüsteten den Stützpunkt. Nikki Frickel gab die offensichtlich nutzlos gewordene Tarnung auf und trommelte per Funk die Schiffe der PIG zusammen. Als Ablenkungsmanöver schickte sie erneut die NIOBE aus und ließ Bonifazio Slutch die Maakar per Funk vor einem Angriff der Kartanin warnen. Trotzdem war der Stützpunkt nun auch vor den Maakar nicht mehr geheim zu halten. Nach und nach trafen rund 30 Schiffe der PIG ein und griffen die Kartanin an. Als sie auch noch ihr Flaggschiff durch eine eigene, eigentlich für die Zentrale der PIG auf Kabarei bestimmte Bombe verloren – nur Shu-Han-H'ay konnte gerettet werden –, zogen sich die Kartanin zurück. Der Hauptzweck ihres Einsatzes, der PIG einen Denkzettel zu verpassen und ihre Anwesenheit gegenüber den Maakar aufzudecken, war erfüllt. Zuletzt erzielte Nikki Frickel mit Melerk-1 eine Vereinbarung, sich gegenseitig in Ruhe zu lassen. (PR 1326)

Aus dem bisherigen Geplänkel wurde bitterer Ernst, als Nikki Frickel am 30. Juni 446 NGZ auf Nyrello Dao-Lin-H'ay in die Hände bekam, die inzwischen in den Clan der Wissenden aufgenommen worden war. Die wertvolle Gefangene sollte auf Kabarei in Sicherheit gebracht werden. Eine Finte deckte die Anwesenheit kartanischer Esper auf: Ein Rendezvous zwischen Wido Helfrich mit einem Beiboot der WAGEIO und Bonifazio Slutch mit der NIOBE sollte Beobachtern weismachen, Dao-Lin wäre in das Hauptquartier der PIG überstellt worden. Die Kartanin ließen sich nicht irreführen und bedrängten weiterhin die WAGEIO, die daraufhin abdrehen musste. Eine Blockadeflotte schirmte Kabarei ab und eine gnadenlose Hatz auf das Flaggschiff begann. Fazzy Slutch schob die bereits geplante Abreise in die Milchstraße vorerst auf. (PR 1327, PR 1337)

Die NIOBE flog ein anderes Ziel an, das nicht genannt wurde. (PR 1337)

Abrechnung mit dem Jäger

An Bord der YULETIDE flog Bonifazio Slutch von Pinwheel zurück in die Milchstraße, um einen weiteren Botengang zu erledigen. Er begab sich nach Siamang, wo er gegen Mitte Dezember 446 NGZ im Hotel Friede-und-Gemütlichkeit in der Stadt Sima Quartier bezog. (PR 1346)

Die Stadt war in Aufruhr. In allen Upanishada verkündete seit Tagen der Attar Panish Panisha Oogh at Tarkan durch seine Statuen, dass der Permanente Konflikt eine Irrlehre war, die nichts mehr mit der ursprünglichen Philosophie der Superintelligenz ESTARTU zu tun hatte. Tausende Gegner des Kriegerkults stürmten die Upanishad im Norden Simas. Slutch begab sich am 17. Dezember dorthin und begegnete zufällig einem übel zugerichteten Pterus, der etwas über Windaji Kutisha zu wissen schien. Mithilfe des Shad King Vence, der sich als sein Kontaktmann auf Siamang entpuppte, schaffte Fazzy den Sterbenden aus dem Krisengebiet fort. Veelam Porjee beauftragte die beiden, die er für Kodextreue hielt, den Jäger Windaji Kutisha von den allerorten aufflackernden Aufständen zu benachrichtigen. Bevor er starb, gab er ihnen die Koordinaten des Feresh Tovaar 3201. (PR 1346)

Zunächst musste Bonifazio Slutch seine Botschaft der Dringlichkeitsstufe Tango-Drei an die Führungsspitze der GOI überbringen. Über Apas erreichten er und King Vence den Kugelsternhaufen M 70, wo Julian Tifflor gerade einem Experiment der Haluter um Toktor Kagun beiwohnte. Die neuesten Nachrichten aus Pinwheel, die Fazzy Slutch unter Einfluss eines Mnemo-Agens übermittelte, waren aufsehenerregend. Er berichtete von Nikki Frickel, die nach drei Monaten erbarmungsloser Verfolgungsjagd ihr Raumschiff verloren hatte, dann aber auf die NARGA SANT kam und dort die Wissenden der Kartanin traf. So erfuhr Tifflor von der Erweckung Oogh at Tarkans. (PR 1346)

Nun konnte Bonifazio Slutch daran gehen, seine Rachepläne umzusetzen. Zusammen mit King Vence und dem abtrünnigen Schüler Zhargom suchte er versteckt an Bord der JADJUDAI das Feresh Tovaar 3201 auf, wo sie tatsächlich Windaji Kutisha vorfanden. Heimlich verteilte Slutch Hunderte von Mikrobomben in dem Raumfort, während King Vence dem Anführer der Jägerbrigade über die Ereignisse auf Siamang und die Worte von Veelam Porjee Bericht erstattete. Windaji Kutisha hatte jedoch die Intrige schon vor dem Eintreffen der JADJUDAI durchschaut, da man die Leiche von Veelam Porjee gefunden hatte. Die ausgelegten Bomben wurden alle aufgespürt. Allerdings rechnete Windaji Kutisha nicht damit, dass sie nur bei oberflächlicher Untersuchung Sprengkörper zu sein schienen. In Wirklichkeit setzten sie große Mengen komprimierten Anti-KM-Gases frei, als Fazzy Slutch den Zünder auslöste. Die Wirkung setzte sofort ein. Von dem übermächtigen Einfluss des Kodexgases befreit, begriff Windaji Kutisha das mit dem Kriegerkult aufgebaute große Lügengebäude. Unter der doppelten Schuld seiner früheren Untaten und seines jetzigen Verrats an seinem Sotho befahl er seinen Robotern, ihn zu töten, und wurde umgehend zerstrahlt. Die Nachricht von seinem Tod verbreitete sich in Windeseile in der gesamten Milchstraße. Die GOI nahm das Raumfort ein und deportierte die Besatzung. Fazzy Slutch, King Vence und Zhargom wurden in den Hauptstützpunkt der Organisation, CLARK FLIPPER, gebracht. (PR 1346)

Stygians Ende

Nach den Niederlagen der vergangenen Monate sah Stygian seine Sache verloren. Er drohte die Milchstraße mittels Umwandlung in eine Materiesenke zu vernichten, wie Bonifazio Slutch bei seinem Eintreffen auf CLARK FLIPPER erfuhr. Die Nakken, die sich längst von ihm abgewendet hatten, hielten eine solche Maßnahme durchaus für möglich. Sie berichteten, dass sich Stygian in die Raumstation UDHURU im Bereich des Dengejaa Uveso zurückgezogen und dort verschanzt hatte. Zur Vorbereitung einer militärischen Aktion zog das Galaktikum starke Flotten im Milchstraßenzentrum zusammen. (PR 1346)

Während der Krisenstab der Aktion GALAKTISCHER WINTER an Bord der BASIS verschiedene Strategien beriet, verfolgte Captain Ahab alias Stalker eigene Pläne. Für seinen eigenmächtigen Einsatz holte er sich die Kartanin Guang-Da-G'ahd, den Paratensor Sid Avarit sowie Bonifazio Slutch als Unterstützung. Für den Fall ihres Überlebens versprach er ihnen unermesslichen Reichtum. Fazzy Slutch organisierte einen Raumjäger der STINGRAY-Klasse, Sid Avarit besorgte insgesamt 50 Kilogramm Paratau, dann starteten sie und mischten sich unter den Verband von Robotraumern, die den ersten Vorstoß auf die Station UDHURU unternahmen. (PR 1347)

Alle Raumschiffe, die den Psi-Schirm um die Station im Inertflug durchstießen, wurden von deren Verteidigungseinrichtungen abgeschossen. Captain Ahab und sein Team konnten aber rechtzeitig in den freien Weltraum abspringen. Mithilfe ihrer SERUNS landeten sie unbeschadet auf der Außenhülle von UDHURU, drangen unbemerkt ein und stießen mit einer pneumatischen Röhrenbahn in das Innere vor. Sie wurden entdeckt; beim Aussteigen griff eine Gruppe Pterus an, die aber von Bonifazio Slutch blitzschnell paralysiert wurden. Captain Ahab setzte den Pterus Saduur Mahout dem Anti-KM-Gas aus, um ihn von seinem Glauben an den Kriegerkult zu befreien. Nachdem er ihm seine wahre Identität als Stalker enthüllt hatte, führte Saduur Mahout die Eindringlinge bereitwillig zu dem Schaltraum, in dem Stygian arbeitete. Das Duell zwischen Stalker und Stygian war rasch entschieden. Stalker war wesentlich stärker als früher und sogar für Energiewaffen unverwundbar. Mit bloßen Händen und fast mühelos tötete er sowohl Stygian als auch dessen Animateur Kralsh. (PR 1347)

Nach ihrer Rückkehr auf die BASIS begaben sich sowohl Bonifazio Slutch als auch Sid Avarit in psychotherapeutische Behandlung. (PR 1347)

Quellen

PR 1298, PR 1304, PR 1305, PR 1306, PR 1308, PR 1309, PR 1312, PR 1326, PR 1327, PR 1337, PR 1346, PR 1347