Slim Buru

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Alfuren und Empathen. Für das Besatzungsmitglied der ANTIQUE, siehe: Slim (ANTIQUE).

Slim Buru (* um 2406), kurz auch Slim und in der Kindheit Buru-Slim genannt, war ein Alfure von den Molukken. (PR-TB 70)

Anmerkung: Über Jahrhunderte war es bei den Bewohnern der Molukken Brauch, den Inselnamen vor den Taufnamen zu stellen. Obwohl nicht explizit erwähnt, gilt dies wahrscheinlich auch für Buru-Slim, der folglich von der Insel Buru stammte.
In PR-TB 96 II, S. 50 heißt es abweichend, er wäre ein Jahr älter als Michael Rhodan; dann wäre er um etwa 2404 geboren.

Erscheinungsbild

Als Kind war Buru-Slim klein und mager. Er hatte dünne Arme. Sein dichtes, schwarzes Kraushaar war kurz geschnitten. Der Kopf war viel zu groß für seinen schmächtigen Körper. Seine dicken Lippen verbargen fast die platte Nase. (PR-TB 70)

Slim wuchs zu einem großen und schlanken Mann heran. Seine dunkle Haut wies die typische bronzene Färbung eines Südseeinsulaners auf. Die dicken Lippen und die platte Nase seiner Kindheit und Jugend waren ihm erhalten geblieben, seine Zähne glänzten perlweiß. (PR-TB 80)

Paragabe

Buru-Slim war von Geburt an ein Empath. Aufgrund vieler schlechter Erfahrungen, die ihm diese Fähigkeit einbrachte, wurde er als Kind taubstumm. Trotzdem konnte man sich leicht mit ihm unterhalten: Er beherrschte das Lippenlesen und konnte sich mittels Mimik und Gestik ausdrücken. Als Empath fiel es ihm besonders leicht, die Guten von den Bösen zu unterscheiden. (PR-TB 70)

Später, während seiner Studienzeit auf Umtar, fand er Sprache und Gehör wieder. Wie als Ausgleich büßte er gleichzeitig seine empathische Befähigung ein. (PR-TB 80, S. 35)

Charakterisierung

Gegenüber Fremden war der Junge anfangs zurückhaltend. Er wünschte aber kein Mitleid aufgrund seiner Behinderung. Nach Ansicht seiner Jugendfreundin Djilolo-Myhra war er hochanständig und charakterlich fehlerlos. Es brachte Glück und Freude, mit ihm befreundet zu sein. (PR-TB 70)

Er war freundlich und charmant. Obwohl er sich nie in den Vordergrund drängelte, stand er aufgrund seiner sympathischen Art stets im Fokus der Aufmerksamkeit – insbesondere bei Mädchen. (PR-TB 80, S. 32)

Michael Rhodan schätzte ihn als klugen und kreativen Kopf ein. (PR-TB 96 II, S. 50)

Geschichte

Kindheit

Buru-Slim hatte es schon von Kindesbeinen an nicht leicht in seinem Leben, er wuchs auf sich allein gestellt auf. Im Jahre 2416, er war gerade 10 Jahre alt, kam es zu einer einschneidenden Veränderung. In einer abgelegenen Bucht auf der Insel Morotai machte ihn seine Freundin Djilolo-Myhra mit dem jungen Michael Rhodan bekannt, der hier gerade mit Patenonkel Reginald Bull seinen Urlaub verbrachte. Anfangs mochte Michael den Waisenjungen nicht leiden, aber später beschloss er, ihn ebenso wie Myhra auf eine Weltraumfahrt mitzunehmen. (PR-TB 70)

An einem Abend versuchte der Koppensneller Ceram-Ed einen Anschlag auf Michael und seine Kameraden. Der Anschlag misslang, aber in dem Tumult verschwanden die Kinder. Später stellte sich heraus, dass Michael und Myhra sich heimlich per Transmitter von Morotai abgesetzt und an Bord der Ex-EZI 1 geschlichen hatten. Buru-Slim dagegen wurde von USO-Agenten aufgespürt und konnte Reginald Bull, Allan D. Mercant und Kitai Ishibashi wertvolle Hinweise über das Versteck der Verbrecher auf der Insel Halmahera liefern. Dafür durfte er sogar an dem Unternehmen Koppensnellers teilnehmen. (PR-TB 70)

Beinahe zu spät begriff Bull, dass Michael und Myhra mit der Ex-EZI 1 gestartet waren. Das Raumschiff raste bereits mit Höchstbeschleunigung aus dem Solsystem hinaus, die Ezialisten hatten es nicht mehr unter Kontrolle. Der Teleporter Ras Tschubai brachte Bull und Buru-Slim in letzter Sekunde an Bord, bevor es verschwand – jedoch ohne die für ein Linearmanöver üblichen Strukturvibrationen. Die Nonontol, auf der Suche nach einem Giftatmer, entführten das ganze Schiff. Einer von ihnen, Palmer 3457, versetzte Bull und Buru-Slim, Michael und Myhra, sowie Dr. Wilma Sarlaya und Chester Wyland von der Besatzung der Ex-EZI 1 auf ihr eigenes Generationsschiff. Wyland erkannte die Gefahr, dass die Nonontol Buru-Slim nicht mehr gehen lassen würden: Als Empath war er als einziger in der Lage, ihre Mentalität und ihre Todesphilosophie zu verstehen. Daher gab Wyland sich selbst als Empathen aus, übernahm die Rolle des »Giftatmers« und sorgte dafür, dass die anderen in der Nähe von Umtar, dem ursprünglichen Ziel der Ex-EZI 1, freigegeben wurden. (PR-TB 70)

Glücklich auf Umtar angekommen, drängte Michael Rhodan darauf, dass Buru-Slim hier bleiben und in dem neu gegründeten Ezialistischen Institut in Maragod zur Schule gehen könne. (PR-TB 70)

Studienzeit

Ab dem Herbstsemester 2422 absolvierte Michael Rhodan unter dem Namen Michael Rustigan ein einjähriges Gaststudium an der Universität des Ezialistischen Instituts. Slim Buru, wie er jetzt genannt wurde, war inzwischen ebenfalls Student und hatte durch das ezialistische Training Sprache und Gehör wiedererlangt. Michael bemerkte sofort Slims Enttäuschung, als Djilolo-Myhra, die gemeinsame Freundin aus Kindertagen, ihnen im Frühjahr des Jahres 2423 von ihrer bevorstehenden Hochzeit schrieb. Er ging deshalb bereitwillig auf Slims Vorschlag ein, bei dem Reiseunternehmen EXTRA-GALAKTOURIST einen Urlaub auf Spalta im Universum der Knooks zu buchen. Er willigte auch ein, Manya Iono bei der Suche nach ihrem Vater zu helfen, der seit über einem halben Jahr mit den anderen Mitgliedern einer Untersuchungskommission »drüben« verschollen war. Obwohl auf Monate ausverkauft, organisierte die Firmenchefin Martha Santana bereitwillig drei Tickets für den nächsten Abreisetermin, als Michael seine Identität preisgab – eine der seltenen Gelegenheiten, in denen er seinen Familiennamen als Trumpf ausspielte. (PR-TB 80)

Am 8. Mai 2423 reisten die drei per Dimensionswippe nach Spalta. Dort erlagen die beiden jungen Männer zunächst den Verlockungen des süßen Nichtstuns und verbrachten angenehme Wochen in der Gartenstadt Ylmaxos. Oberflächliche Nachforschungen nach Professor Iono blieben erfolglos. Sie erfuhren zwar, dass die Kommission sich in der Stadt Turlax aufhielt; der Zutritt wurde ihnen aber ausdrücklich von den Knooks verwehrt, da die Wissenschaftler jede Störung verboten hatten. Da ihre Freunde keine Anstalten machten, ihren Vater zu suchen, trennte sich Manya einige Zeit später von ihnen und machte sich ohne sie auf den Weg nach Turlax. Auch Michael erwachte schließlich durch immer wiederkehrende Alpträume aus dem Zustand der Glückseligkeit, nur Slim Buru blieb bis zuletzt überzeugt, dass die Knooks nur das Beste für die Menschen wollten. (PR-TB 80)

Am 27. Juni 2423 fand die letzte Transmission zwischen den beiden Universen statt. Durch das beherzte Eingreifen von Michael Rhodan und dem pensionierten General Martin Leroy auf Spalta gelang es, fast alle Menschen zurück nach Umtar zu bringen, darunter auch Slim Buru und Manya Iono. Die beiden waren ein frisch verliebtes Paar geworden. (PR-TB 80)

Glückloser Erfinder

Slim Buru bezog einen heruntergekommenen Bungalow zwei Querstraßen abseits der Flensh Tringel Avenue und nur wenige Gehminuten vom Ezialistischen Institut von Maragod entfernt. Den Innenbereich renovierte er nach seinen Vorstellungen. Abgesehen von dem kleinen Sanitärraum entfernte er alle Innenwände, so dass ein einziger, etwa 150 Quadratmeter großer Wohn- und Werkraum entstand. Seine ganze Leidenschaft galt nur noch dem Ezialismus, die Beziehung mit Manya Iono war Vergangenheit. Zu der vom 12. bis 26. Januar 2425 stattfindenden Erfindermesse lud er Michael Rhodan per Hypergramm ein. Dieser traf am Vorabend der Messe ein und war erstaunt über die Wandlung seines Jugendfreundes. (PR-TB 96 II, S. 44–47)

Infolge seiner Forschungen mit Schwerpunkt auf der Zytologie war Slim Buru zu der festen Überzeugung gelangt, dass zelluläre Exkrete für Alterung und Tod verantwortlich wären. Mit dem Cyto-Exkret-Katalysator hoffte er, die Exkrete der Zellen nicht nur messen, sondern eliminieren zu können. Obwohl die Versuchsreihen noch nicht beendet waren, stellte Slim Buru sein Gerät auf der Erfindermesse aus. Seine Finanziers Samantha Lund und Burkin Jefferson besuchten die Messe und rekrutierten vielversprechende Studenten des Ezialismus, die sie mit Knebelverträgen für ihr Goldenes Imperium vereinnahmten; darunter Slim Buru, obwohl Michael Rhodan ihn davon abzubringen versuchte. (PR-TB 96 II, S. 46–57)

Drei Tage nach der Ankunft Slim Burus auf Ternillon überbrachte der Forschungsleiter Dorken Adgin dem jungen Ezialisten einen Befehl des Generalgouverneurs Burkin Jefferson. Die Versuche mit dem Cyto-Exkret-Katalysator sollten zukünftig direkt am Menschen durchgeführt werden statt wie bisher an Tieren. Es gab 20 Freiwillige. Slim Buru wusste, dass die Maschine noch nicht funktionierte, und lehnte ab. Adgin paralysierte ihn und verpasste ihm einen posthypnotischen Befehl, so dass er alle Bedenken vergaß. Die Versuche schlugen fehl; die Versuchspersonen – vorauseilend bereits als Unsterbliche bezeichnet – mutierten im Verlauf einer Woche allesamt zu äußerlich verunstalteten Monstren, die überdies an heftigen Schmerzen litten. Zwei der zwanzig Kandidaten starben bei einer tätlichen Auseinandersetzung. Dorken Adgin ließ Slim Buru von dem posthypnotischen Befehl befreien und schob ihm eiskalt die Schuld an den Qualen der Männer zu. Daraufhin erlitt Slim Buru einen Nervenzusammenbruch und musste sich in psychologische Behandlung bei dem Psychodynamiker Professor Edwin Farkas begeben. (PR-TB 96 II, S. 126–131)

Vier Tage nach Behandlungsbeginn schleuste sich ein Einsatzkommando der Freihändler, bestehend aus Anfir Cryjonon, Magister Jain und Michael Rhodan in Ternillon-Palast ein. Gerade als sie Slim Buru und Professor Farkas aufspürten, wurden sie von Burkin Jefferson und 20 schwer bewaffneten Soldaten überrascht. Im Weltraum entspann sich unterdessen eine Raumschlacht zwischen einem Verband von 300 Schlachtschiffen der Solaren Flotte, durch Anfir Cryjonon über die Position des Planeten informiert, und den Verteidigern, 200 Walzenraumschiffen der Springer. Bereits nach einem kurzen Schlagabtausch zeichnete sich aufgrund der manipulierten X-Taster der Solaren Flotte deren verheerende Niederlage ab. Durch einen Verband von 423 Freihändlerschiffen erfuhr die Schlacht eine Wendung: Sie verfügten über die bessere Bewaffnung – und ihre Schiffsgeschütze hatten keine X-Taster. Die Flotte der Springer wurde aufgerieben. Burkin Jefferson versuchte zwar noch, Samantha Lund die alleinige Verantwortung für die Machenschaften des Goldenen Imperiums zuzuschieben. Aber als sie auf der Bildfläche erschien und er sie zu töten versuchte, war sie schneller und erschoss ihn. (PR-TB 96 II, S. 133–142, 151)

Freihändler

Wieder genesen, beschloss Slim Buru, sich von der Wissenschaft abzuwenden und sich den Freihändlern anzuschließen. Anfir Cryjonon heuerte ihn als Besatzungsmitglied für seine RENAISSANCE an. (PR-TB 96 II, S. 153–154)

Quellen

PR-TB 70, PR-TB 80, PR-TB 96