Cairaner

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Die Cairaner stammen aus der Vecuia, einer mehr als 260 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernten Region mit vier Galaxien. Ihre Heimatgalaxis ist Ancaisin. (PR 3025)

Sie wurden von den anderen Völkern als Friedensmacher bezeichnet. (PR 3000, S. 11)

PR3000.jpg
Cairaner (rechts)
Heft: PR 3000
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild und Physiologie

Die zweigeschlechtlichen Cairaner sehen vage humanoid aus. Sie sind hochbeinige Wesen von circa zweieinhalb Metern Körpergröße. Der Rumpf ist eher gedrungen und die Schultern an den Armgelenken leicht verdickt. Die Arme teilen sich am Ende in zwei vierfingrige Handpaare mit je zwei Innenfingern sowie zwei Daumen. Die Außenhände sind deutlich kräftiger und gröber als die feingliedrigen Innenhände. Diese werden als Gespürhände bezeichnet. Die Gespürhände sind neuronal durchsetzt. Diese Hände haben diverse Sinneseigenschaften. Die vier Finger der Sensorhand verfügen über offene Nervenenden. Mit der Hilfe der Gespürhände steuern die Cairaner ihre Raumschiffe. Dies geschieht über so genannte Steuergruben, in die die Gespürhand gelegt wird. Für gewöhnlich schützen die Cairaner ihre Gespürhände in Handschuhen. Viele Cairaner tragen, wenn sie Kontakt mit anderen Völkern planen, auch an den anderen Händen Handschuhe. Mittels Gesten der Gespürhände werden – vergleichbar der Mimik lemurischer Völker – ferner Gefühlszustände vermittelt. (PR 3012 – Glossar)

Die goldene Haut ist stark gefleckt, wobei der haarlose Schädel stärker gefleckt ist. Das Gesicht wird von einer flachen beweglichen Nase, einem lippenlosen, verhornten Mund und ockerfarbenen Augen mit waagerechten Pupillen geprägt. (PR 3000)

Am Körpergeruch kann man die Geschlechter der Cairaner unterscheiden. Männliche Cairaner riechen leicht rauchig, ähnlich wie Feuer. Weibliche Cairaner duften angenehm nach Sandelholz. Dieser Geruch wird durch die so genannten Aromamünder verströmt, welche linsenförmig sind und sich in der Schläfenregion befinden. (PR 3012 – Glossar) Ferner verfügen weibliche Cairaner über eine so genannte Bruttasche, die der Fortpflanzung dient, wobei die Sexualität – ähnlich wie beim Menschen – von der Fortpflanzungsfunktion entkoppelt ist und auch dem Lustgewinn dient und – zumindest männliche – Polygamie von der cairanischen Gesellschaft akzeptiert wird. (PR 3019)

Die Kommunikation mittels Pheromonen spielt bei den Cairanern eine wichtige Rolle. Die von den Aromamündern freigesetzten Duftstoffe vermitteln nicht nur sexuelles Begehren, sondern auch Stimmungen und Willen. Obwohl dies im Alltag eine untergeordnete Funktion ist, können solche Düfte auch gezielt eingesetzt werden, um beispielsweise die Autorität einer Person zu unterstützen. (PR 3031)

Charakterisierung

Typisch für Cairaner war ein besonderer Hang zu ästhetischer Harmonie, Ordnung, klaren Formen und Symmetrie, der sich auch in ihrer Architektur niederschlug, die von hellen Farben, insbesondere Weiß, und spiegelnden Oberflächen geprägt war. Dies ging so weit, dass der Anblick von Dingen, die dieser Ästhetik widersprachen, wie ein Fragmentraumer der Posbis körperliches Unwohlsein auslösen konnte. Ferner konnte dadurch eine körperliche Missbildung oder ein Gebrechen den gesellschaftlichen Aufstieg, respektive die Karriere eines Cairaners behindern. (PR 3031)

Bekannte Cairaner

Gesellschaft

Regierung

Die Cairaner lebten Mitte des 21. Jahrhunderts NGZ in einer streng hierarchischen Gesellschaft, in der die jeweilige Position des Einzelnen auch über seinen Informationsstand entschied. Je höher eine Person aufstieg, desto mehr Informationen über Ziele und Zusammenhänge erhielt sie, so dass die Konsuln in der Regel bestens informiert waren. Darunter gab es unterschiedliche Niveaus, die sich bereits bei Subkonsuln unterscheiden konnten. (PR 3031)

Bekannte Konsuln

Im Jahr 2046 NGZ war die Milchstraße in sechs sogenannte Konsulate aufgeteilt. Ihnen stand ein Konsul vor:

Cairanischer Friedensbund

Der Cairanische Friedensbund besteht aus einzelnen Gremien, jedem Gremium steht ein Legat vor. Der Friedensbund an sich hat ebenfalls einen Vorsteher, der den Titel Kurator trägt. (PR 3012 – Glossar)

Zu den piratisch lebenden Ladhonen hatten die Cairaner im 21. Jahrhundert NGZ ein sehr feindliches Verhältnis. (PR 3002, S. 61)

Straflager

Die Gegner der Cairaner wurden in Straflager gesperrt, die so genannten Ausweglosen Straßen. Es existieren auch Strafplaneten. Auf allen Straflagern beziehungsweise Strafplaneten stehen die Vital-Suppressoren. (PR 3000, PR 3012)

Bekannte Straflager

Technik

Raumschiffe

Die Raumschiffe der Cairaner sind knapp tausend bis zweitausend Meter lange, flache Ellipsoide mit einer silbrig weißen, stark reflektierenden Hülle. Aus dem Bug- und Heckbereich ragen überlange Antennen heraus. Inmitten des ovalen Schiffskörpers ist ein Freiraum, in dem sich eine riesige Kugel aus reiner, rötlich flammender Energie wie eine Miniatursonne befindet. Diese Energiesphäre wird von vier metallischen Zangen und daraus hervorgehenden Spangen eingefasst wie ein Edelstein in einem Schmuckstück. (PR 3000)

Die Energiekugel kann bei Bedarf mittels Linearflug durch aus dem Hyperraum abgezapfte Energie, welche dann darin gespeichert wird, aufgeladen werden. (PR 3031)

Geschichte

Die Cairaner stammten aus dem Galaxiengeviert Vecuia. In ferner Vergangenheit dienten sie – gemeinsam mit den ebenfalls dort beheimateten Shenpadri, Ladhonen und Thesanit – der Superintelligenz VECU, welche wiederum Aufträge von der Kosmokratin Mu Sargai annahm. Die Cairaner sollten dabei die von den Shenpadri aufgespürten Hinterlassenschaften abwesender Superintelligenzen liquidieren, während die Ladhonen für die militärische Sicherung der betroffenen Gebiete zuständig waren, indem sie dort Ephemere Staaten mit ihren Raumschiffen als Keimzellen bildeten. (PR 3025)

Es gab unter den Cairanern die Ansicht, dass die Thesanit ihre gemeinsame Sache im Stich gelassen hätten, und ihnen daher Verrat vorwarfen. (PR 3032)

1692 NGZ tauchten die Cairaner erstmals in der Milchstraße auf, also 78 Jahre nach dem Raptus Terrae. Sie riefen die Cairanische Epoche aus und verstanden sich als Hersteller und Wahrer des Friedens. (PR 3012 – Glossar) Schon im Jahr 2045 NGZ hatten sie ihre Macht so weit ausgebaut, dass kein anderes Volk sie ihnen streitig machen konnte. (PR 3009) Das Sternenrad war die wichtigste und mächtigste Bastion der Cairaner in der Milchstraße. (PR 3022) Ihre Friedensmission sahen die Cairaner keineswegs als Vorwand, die Milchstraße zu unterwerfen, sondern glaubten tatsächlich daran, wobei sie sogar Mitleid für Völker empfanden, die sie ausrotteten, um andere vor deren Aggression zu schützen. Ferner gingen sie davon aus, dass ihr Aufenthalt in der Galaxie zeitlich begrenzt war. Ein geheimes Ziel in der Michstraße bestand darin, das »nächste Volk« zu lokalisieren. (PR 3032)

Die geheim gehaltene Hauptbasis der Cairaner befand sich im Hovsursystem, in dessen Nähe sich auch das Sternenrad befand. Dieses System wurde im Jahre 1555 NGZ, also Jahrzehnte bevor der Cairanische Friedensbund in der Milchstraße in Erscheinung trat, in den Randbereich des Leerraums versetzt, und wurde durch regelmäßige Patrouillenflüge streng bewacht. (PR 3031)

Die Cairaner verbreiteten verschiedene Gerüchte über den Verbleib beziehungsweise die Existenz Terras. So sollten die Aarus für den Posizid verantwortlich sein, den sie ausgelöst hätten, indem sie ein Virus in den interstellaren Datennetzen freisetzten. (PR 3005, S. 15-16) Gleichzeitig sperrten sie das komplette Solsystem mit einem Aufgebot von 50.000 Raumschiffen ab, errichten jedoch selbst einen Raumhafen und so genannte Missionen auf Iya, dem Planeten, der die Erde ersetzt hatte. Diese Barrikade hatte einen Durchmesser von 17 Lichtjahren und umfasste auch Proxima Centauri und Alpha Centauri A und B. Sie diente vorgeblich dem Schutz der auf Iya lebenden Ayees. (PR 3017) Dies wiederum diente einem geheimen Trajekt, für das der Cairanische Friedensbund ursprünglich errichtet worden war. Ein Scheitern würde dazu führen, dass die Milchstraße im Chaos versänke und ein Objekt im Inneren der Galaxis unerreichbar würde, welches die Basis des Trajektes war. (PR 3019) Die Cairaner nahmen Tiefenbohrungen auf Iya vor und verschenkten den Abraum – die auf Iya allgegenwärtigen Diamanten – an die Ayees. (PR 3020)

Sie kritisierten die vorgebliche Waffengewalt, mit der die Terraner in der Geschichte der Milchstraße ihre Ansprüche häufig mit durchgesetzt hätten. Dies sollte in Zukunft verhindert werden. Aus diesem Widerstand gegen jegliche Gewalt leiteten sie die Legitimation für die Durchsetzung des Cairanischen Friedens ab. (PR 3017, S. 11-12)

Am 25. Januar 2046 NGZ gelang es der USO, die sich bis dahin unauffällig im Hintergrund gehalten hatte, mit einer Finte, Zugang zum Hovursystem zu erlangen. Dabei wurde der Augenraumer TELTRAIM schwer beschädigt und durch das Schlachtschiff NIKE QUINTO »gerettet«. Den Cairanern wurde vorgegaukelt, dass die USO in Opposition zur Liga Freier Galaktiker stünde und dem Cairanischen Friedensbund ihre Dienste anböte. Hierzu bestand der Markgraf - hinter diesem verbarg sich niemand anderer als Monkey selbst - darauf, mit einem Konsul persönlich zu verhandeln. Der cairanische Kommandant sah sich gezwungen, auf die Offerte einzugehen, und ließ sich ins Hovsursystem abschleppen. So wurde die bis dahin geheim gehaltene Position der cairanische Heimatbasis und des Sternenrads der LFG bekannt. (PR 3031)

Infolge dieser Ereignisse vereinbarte der Halo-Konsul Aionguma Baldaraise eine Kooperation mit der USO, welche dadurch die offizielle Lizenz erhielt, Raumschiffen gegen ein Entgelt Geleitschutz zu gewähren. Dadurch sollten ladhonische Überfälle auf barnitische Handelsraumer, welche den Cairaischen Frieden untergruben, eingedämmt werden, ohne die historischen Verbündeten direkt zu verprellen. Um ihre Vertrauenswürdigkeit und Schlagkraft unter Beweis zu stellen, sollte die USO jedoch zunächst ein spezielles Problem auf Lepso für den Konsul lösen. Nachdem das USO-Team die Aufgabe durch eine Täuschung scheinbar zur Zufriedenheit der Cairaner gelöst hatte, schlossen die das Bündnis ab. (PR 3032) (PR 3032)

Quellen