Con-Treh

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Die Con-Treh sind ein im Verborgenen lebendes Zweigvolk der Arkoniden. Ihre Heimatwelt ist Ark'Alor. Die Con-Treh begegnen einander mit dem traditionellen Gruß »Seid wachsam und vorsichtig!«

Erscheinungsbild

Vom durchschnittlichen Arkoniden unterscheiden sich die Con-Treh durch ihre dunkle Haarfarbe und die farbige Iris ihrer Augen. Die sonstigen körperlichen Merkmale entsprechen denen der Arkoniden.

Es mag sein, dass sich bei den Con-Treh ältere akonische Erbanlagen erhalten haben. (Blauband 31, S. 104, 106)

Charakterisierung

Aufgrund ihrer Verfolgung durch die Arkoniden sei dem 15. Regierungsjahr Imperator Gonozals III. (Blauband 31, S. 109) sind die Con-Treh sehr auf ihre Sicherheit bedacht. Sie leben sehr zurückgezogen auf ihrem Planeten und verhalten sich »wachsam und vorsichtig«, in dauernder Angst, von Arkon entdeckt zu werden. Darum stehen sie hochentwickelter Technik, die ihre Position verraten könnte, äußerst misstrauisch gegenüber. Den Khasurn der Quertamagin, dem sie ihre Rettung verdanken, verehren sie. Dagegen hassen sie das Geschlecht der Gonozal seit Generationen abgrundtief. (Blauband 31, S. 106, 109)

Bekannte Con-Treh

Gesellschaft

Regierung

Das Con-Treh-Than ist ein Ältestenrat von fünf Personen und stellt die Regierung dieses Volkes.

Geschichte

Ursprünglich waren die Con-Treh ein großer und alter Khasurn des arkonidischen Volkes. Allein auf Arkon III lebten zur Zeit von Imperator Gonozal III. (um 6342 da Ark) mehr als zehntausend Angehörige dieser Familie. Durch ihre physische Abweichung wurden sie misstrauisch beäugt. (Blauband 31, S. 104)

Der durchschnittliche Arkonide dieser Epoche betrachtete sie als auf einer niedrigeren Entwicklungsstufe stehen gebliebenen Teil des Volkes. Sie würden sich abheben von den übrigen Arkoniden, die sich fortentwickelt hätten und schon von ihrem Äußeren her als Herren des Großen Imperiums zu erkennen wären. Und unbewusst erinnerten sie die Arkoniden wohl daran, dass sie früher einmal genauso ausgesehen hätten wie die Kolonialvölker, die aus ihnen hervorgingen und die man selbstverständlich beherrschte (so die Vermutung des Admirals Regir da Quertamagin). (Blauband 31, S. 104-106)

Es war eine Epoche, in der die Arkoniden jeden Krieg schnell gewonnen und ein großes Sternenreich aufgebaut hatten. Sie waren sich sicher, dass es in der gesamten Milchstraße kein bedeutenderes Volk gäbe als sie. Sie wären ein geradezu perfektes Volk - und in einem solchen gäbe es keinen Platz für Störfaktoren gleich welcher Art. (Blauband 31, S. 105)).

Unter Imperator Gonozal III. (6295 bis 6342 da Ark, entspricht 12.990 bis 12.935 v. Chr.) wurde dieser Größenwahn noch durch dessen Plan unterstützt, den zweiten und vierten Planeten des Arkon-Systems auf die Bahn des dritten zu bringen (Tiga Ranton). Gleichzeitig wurde ein Aussiedlungsplan für die Con-Treh in Gang gebracht, der diese aus ihrer angestammten Heimat vertreiben sollte. Regir da Quertamagin, ein Freund der Con-Treh, plante, sie auf einem nur ihm bekannten Planeten in Sicherheit zu bringen.

Zur Unterstützung dieses Plans wurde eine Medienkampagne ins Leben gerufen, die ursprünglich das Ziel hatte, die Bürger Arkons von der Aussiedlung zu überzeugen. Die Con-Treh wurden als unzuverlässig dargestellt. Man warf ihnen Sabotage, Verrat und Unfähigkeit vor. Selbst solch abstruse Vorwürfe, dass sie mit den Raumgeistern in Verbindung ständen und ihre Widersacher verhexen würden, machten die Runde. Am Ende einer vierjährigen Kampagne glich Arkon einem Pulverfass kurz vor der Explosion. Nur noch ein Funke fehlte zum Start des Pogroms.

Dieser Funke kam, als 6310 da Ark ein Testlauf für das Projekt Tiga Ranton (Arkon) im Laaha-System grauenvoll scheiterte und ein Großteil der vor Ort operierenden Flotte vernichtet wurde. Gonozal III. konnte die Nachricht gerade noch lange genug zurückhalten, um seinem alten Freund Regir da Quertamagin eine Chance zu geben, einen Teil der Con-Treh zu retten. Lediglich 5000 von ihnen konnten entkommen, der Rest starb in den Aufständen und Pogromen. Sie siedelten sich auf Ark'Alor an. Als einer der letzten Flüchtlinge landete schwerverletzt Regir selbst. Er starb wenig später, aber die Con-Treh empfanden seitdem eine Dankesschuld gegenüber dem Geschlecht der Quertamagin. (Blauband 31, S. 107-109)

Wenig später erließ Gonozal III. folgenden Erlass:

Zitat: [...] »Alle Con-Treh, wo immer sie anzutreffen sind, sind gefangenzunehmen und ohne weitere Umstände sofort zu exekutieren. Durch Sabotage der Con-Treh ist das große Projekt fehlgeschlagen und die Vierte Flotte nahezu vernichtet worden. Die Gesamtheit der Con-Treh ist hiermit zum Tode verurteilt!
Gegeben im Kristallpalast, im fünfzehnten Jahre seiner Regierung, Gonozal III.« [...] (Blauband 31, S. 109)

Dieser Erlass galt auch im Jahr 10.498 da Ark noch.

Anmerkung: In dieser Zeit wurde auf Arkon das geflügelte Wort von der Con-Treh-Schlappe geprägt, als Synonym für eine vollständige Niederlage. (Blauband 31, S. Glossar)

Atlans Kamerad Ra vermutete bezüglich dieses Erlasses, dass er nicht ganz freiwillig gegeben wurde. Aber die einzige Alternative für den damaligen Imperator wäre gewesen, Millionen am Pogrom beteiligte Arkoniden vor Gericht zu stellen und zu verurteilen. Dies hätte wahrscheinlich zu einem Bürgerkrieg, aber wenigstens zu gewaltigen Unruhen geführt. So blieb ihm nichts anderes übrig, als diese Taten quasi rückwirkend zu legalisieren. Aber unabhängig aus welchem Grund, der Erlass war da - und die Con-Treh hatten auf ewig ihr Leben verwirkt.

Seitdem betrachten die Con-Treh das Geschlecht der Gonozal mit unversöhnlichem Hass. Niemals käme ihnen der Gedanke, einem Mitglied dieser Familie zu helfen. Als es Yagthara Agh'Hay-Boor nach Ark'Alor verschlug, wurde sie sogar wegen ihrer Ehe mit einem Gonozal (Gonozal VII.) zum Tode verurteilt.

Obwohl die Con-Treh über hervorragende Nachrichtenquellen sowie geheime Wege nach und von Arkon verfügen und zahlreiche Methoden der Tarnung kennen, verlassen sie doch nur selten ihre neue Heimat. Auch auf Ark'Alor selbst herrschen strenge Anweisungen, um alles zu unterlassen, was ihre Entdeckung bewirken könnte. Das ganze Volk ist von einer Paranoia ergriffen.

Um 10.498 da Ark wurde der Barbar Ra zum Verhör vor das Con-Treh-Than in Magintor geführt. Dort bekräftigte er seine Auskünfte zur Freundschaft mit Atlan aus dem Geschlecht der Gonozal. Dafür sollte er hingerichtet werden. Schließlich gelang es dem Con-Treh Bel Etir Baj nach seiner Begegnung mit Ra, seinen alten Hass zu überwinden. Die beiden Männer machten sich auf, um die Halle der Erinnerungen aufzusuchen. (Atlan 201)

Das Con-Treh-Than war nach der Vernichtung des Ergothals erleichtert, dass der Zugang zur Halle der Erinnerungen nach 200 langen Jahren endlich wieder möglich war. Zum Dank wurde Ras Todesurteil aufgehoben. Die Mitglieder des Con-Treh-Than hörten sich auch den Erklärungsversuch des Barbaren an, dass Imperator Gonozal III. eigentlich gar nicht anders hatte handeln können, als das Volk der Con-Treh zum Untergang zu verurteilen. Das Con-Treh-Than erlaubte Bel Etir Baj und Ra, nach Arkon zu fliegen, um Ras These zu überprüfen. (Atlan 207)

[...]

Während Bel Etir Baj Yagthara und Ra zur Flucht von Ark'Alor verhalf (mit vier überzeugten Con-Treh im Gefolge), blieb er selbst zurück, um seinem Volk bei der Überwindung der alten Gefühle zu helfen. Inwiefern er damit Erfolg hatte, ist nicht bekannt.

[...]

In den Wirren nach dem Hyperschock des Jahres 1331 NGZ sagten sich die Con-Treh vom Kristallimperium los und gründeten den Ark'alor-Bund. Im Jahre 1469 NGZ umfasste der Bund in einem Bereich von 3200 Lichtjahren Durchmesser 1009 besiedelte Planeten in 983 Sonnensystemen. (Glossar in PR 2630)

Quellen