DORIFER

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Kosmonukleotid. Für den Heftroman, siehe: DORIFER (Roman).

Das Kosmonukleotid DORIFER wird auch als DORIICLE-2 bezeichnet, da es Bestandteil des Kosmogens DORIICLE ist.

Unter den Gängern des Netzes wurde DORIFER aufgrund des Anstiegs der Psikonstante im Jahre 50.027 v. Chr. auch als Brüter bezeichnet. Aus der fortdauernden Unruhe der psionischen Informationsquanten schlossen sie, dass DORIFER im Begriff stand, etwas auszubrüten. (PR 1348)

Entfernungstabelle DORIICLE-2
Milchstraße: 38,997 Mio. Lichtjahre (Spartac 2.1)
Erranternohre: 6,607 Mio. Lichtjahre (Spartac 2.1)
Frostrubin-Anker: 20,459 Mio. Lichtjahre (Spartac 2.1)
neuer/alter Standort von TRIICLE-9: ≈200 Mio. Lichtjahre (PR 1345 – Computer)
(179,615 Mio. Lichtjahre lt. Spartac 2.1)
Absantha-Shad: 430.000 Lichtjahre (PR 1300)
(27.951,1 Lichtjahre lt. Spartac 2.1)[1]
Moorgasystem: 320.000 Lichtjahre (PR 1300)

Übersicht

Wie alle Kosmonukleotide ist DORIFER ein Objekt, das fast vollständig in den Hyperraum eingebettet ist. Es gibt nur einen Zugang aus dem Standarduniversum: DORIFER-Tor. Der Zugang ist jedoch nur für die körperlosen Querionen passierbar, oder für die Gänger des Netzes, sofern sie eine DORIFER-Kapsel benutzen. (PR 1300)

Dem menschlichen Betrachter erscheint das Innere von DORIFER wie ein von grünem Leuchten erfüllter Kosmos, in dem Millionen von unterschiedlichen Psiqs konfus umher wirbeln. (PR 1300, PR 1318)

Jedes dieser Psiqs repräsentiert eine mögliche Änderung der kosmischen Entwicklung im Einflussbereich des Kosmonukleotids, also eine potenzielle Zukunft des betreffenden kosmischen Abschnitts. Nach einem noch nicht erforschten Programm, dem – soweit bekannt – kein steuerndes Bewusstsein zugrunde liegt, werden pro Sekunde Tausende von wahrscheinlichen und wenig wahrscheinlichen Varianten durchgespielt. Wenn der Prozess zu einem Ergebnis kommt und feststeht, welche Information mittels eines Messengers an den Kosmos draußen zu senden ist, dann reihen sich die Psiqs wie Perlen an einem Faden auf. (PR 1318)

Dagegen stellte der Ulupho Myrph im Jahre 348 NGZ die These auf, dass die Psiqs vor der Ankunft eines Messengers die Form eines mehrfach in sich selbst verdrehten Ringes bildeten. Später revidierte er die These; der verdrehte Ring sei die Form, die der Messenger selbst habe. (PR-TB 348)

Lage in Meekorah

Der vierdimensionale Abdruck von DORIFER im Standarduniversum ist ein drei Lichtminuten durchmessender Ring ultrahochfrequenter Hyperenergie, also psionischer Energie. Er wird DORIFER-Tor genannt und befindet sich in der Mächtigkeitsballung Estartu, über 400.000 Lichtjahre von der Doppelgalaxie Absantha-Gom und Absantha-Shad entfernt. (PR 1300 – Glossar, PR 1318)

Lage in Tarkan

Im Universum Tarkan hat der vierdimensionale Abdruck DORIFERS die gleiche Form und Größe wie DORIFER-Tor. Er ist weniger als 250.000 Lichtjahre von Hangay entfernt und als Nachod as Qoor (»Loch der Ewigkeit«) bekannt. (PR 1380, PR 1390)

Einflussbereich

Geschichte

Frühe Manipulationen

DORIICLE – und damit DORIFER – war bereits vor über 20 Millionen Jahren ein Angriffsziel der Chaotarchen. Der Chaotarch Xrayn plante die Erschaffung einer Negasphäre in Tare-Scharm, um sich dort unbeeinflusst vom Transformsyndrom manifestieren und diesen Feldzug leiten zu können. Dieser Plan wurde jedoch durch die unter anderem von ARCHETIM eingeleitete Retroversion der Negasphäre vereitelt.

Nachdem das Kosmonukleotid TRIICLE-9 vor 2,2 Millionen Jahren als Frostrubin in DORIFERS Nähe verankert wurde, verschob sich der 50 Millionen Lichtjahre durchmessende Einflussbereich DORIFERS asymmetrisch und umfasste nun die Lokale Gruppe, die Mächtigkeitsballung Estartu und den gesamten Abschnitt dazwischen. Nach der Rückkehr von TRIICLE-9 im Jahre 429 NGZ an seinen angestammten Platz würde sich der Einflussbereich von DORIFER vermutlich wieder normalisieren und die Milchstraße in den Einflussbereich des nur 7,285 Millionen Lichtjahre entfernten Kosmonukleotids DORIICLE-4 geraten. (PR 1300 – Glossar, PR 2115)

Vor etwa zwei Millionen Jahren erhöhte das Hexameron mit der Hilfe des Chaotarchen Xpomul in Tarkan die Gravitationskonstante im Einflussbereich von DORIFER, um den Kollaps dieses Universums zu beschleunigen. Durch einen Dominoeffekt sollten alle Kosmonukleotide von Tarkan von dieser Veränderung betroffen werden.

ESTARTU und die Gänger des Netzes

Die Kansahariyya, eine Gemeinschaft der Völker der Galaxie Hangay im schrumpfenden Universum Tarkan, sendete um 50.617 v. Chr. über das Kosmonukleotid einen Hilferuf, der auch das Standarduniversum erreichte. Die Superintelligenz ESTARTU benutzte DORIFER im Jahre 50.567 v. Chr., um nach Tarkan zu wechseln, wo sie den Manipulationen des Hexamerons Einhalt gebieten wollte. Sie initiierte das Projekt Meekorah, das nichts weniger als den Transfer der Galaxie Hangay in das Standarduniversum (Meekorah) zum Ziel hatte. (PR 1348, ...)

In einem ersten Schritt wurde die NARGA SANT zwischen 50.035 v. Chr. und 50.027 v. Chr. nach Meekorah transferiert. In Reaktion darauf erhöhte DORIFER 50.027 v. Chr. die Psi-Konstante in seinem Einflussbereich. Der eigentliche Zweck war die Verstärkung der interuniversalen Dimensionsbarriere. Ein unerwarteter Nebeneffekt war, dass das Psionische Netz in diesem kosmischen Abschnitt als Fortbewegungsmedium nutzbar wurde. (PR 1300, PR 1348, PR 1349, PR 2328 – Kommentar)

Anmerkung: Über das Jahr des Transfers der NARGA SANT nach Meekorah gibt es unklare Angaben. Siehe dazu NARGA SANT: Ankunft in Meekorah.

Die Kosmokraten verdächtigten ESTARTU, die Manipulation DORIFERS zugunsten von Völkern auf niedrigeren Stufen des Zwiebelschalenmodells geduldet oder womöglich selbst vorgenommen zu haben. Der Dritte Weg war für sie gleichbedeutend mit Opposition. ESTARTU, die das Kosmonukleotid bisher unter ihrer Obhut hatte, war jedoch spurlos aus ihrem Machtbereich verschwunden. (PR 1348)

Die Erhöhung der Psi-Konstante bedrohte den Moralischen Kode; es bestand die Gefahr, dass durch eine weitere Erhöhung das Raum-Zeit-Gefüge zusammenbrechen könnte. Infolgedessen gründete eine Gruppe von Querionen im Jahre 49.990 v. Chr. die Organisation der Gänger des Netzes als Wächter DORIFERS. Um das Kosmonukleotid besser überwachen zu können, richteten sie ganz in der Nähe von DORIFER-Tor eine ständig besetzte Raumstation ein, die DORIFER-Station. (PR 1300, PR 1318, PR 1348)

Über die Jahrtausende gab es mehr als zwei Dutzend Gänger des Netzes, die von Forschungsflügen in das Innere DORIFERS nicht mehr zurückkehrten. Rettungsmissionen verliefen stets ergebnislos. Man einigte sich daher, die in DORIFER verschollenen Netzgänger sich selbst zu überlassen und grundsätzlich nur noch denen Zugang zu gewähren, die über ausreichend Erfahrung und eine starke psychische Kondition verfügten. (PR 1318)

In all der Zeit konnten die selbsternannten Wächter kaum etwas über die Gesetzmäßigkeiten im Inneren DORIFERS herausfinden. Sie entwickelten zwar ein Gespür dafür, wenn sich besondere Entwicklungen anbahnten, hatten aber keine Ahnung, wie sie irgendeinen Einfluss nehmen konnten. Deshalb kam der Plan nie über das Ideenstadium hinaus, DORIFER große Materiemengen zuzuführen, um das Kosmonukleotid zu bremsen wie einst die Porleyter den Frostrubin gebremst hatten. (PR 1348)

Im Universum Tarkan wurde durch ESTARTUS Eingriffe die Gravitationskonstante wieder auf den normalen Wert zurückgesetzt.

Die Galaktiker und der DORIFER-Schock

Im Jahre 430 NGZ bekam die Erforschung DORIFERS kurzzeitig neuen Schwung. Eine Gruppe von Galaktikern um Perry Rhodan, Atlan und Jen Salik, die von den Kosmokraten aus der Lokalen Gruppe verbannt worden waren, schloss sich den Gängern des Netzes an. Bereits im Oktober 430 NGZ unternahmen Atlan und Jen Salik einen ersten Vorstoß in das Innere DORIFERS. Sie waren begeistert und voller Hoffnung über die Möglichkeiten, die sich aus der Beobachtung der psionischen Informationsquanten – abgekürzt Psiqs – ergaben. (PR 1300)

Anmerkung: Gemäß PR 1318, Kap. 1 fand Atlans erster Besuch im Inneren DORIFERS erst 435/436 NGZ statt. Siehe dazu auch Autorenfehler: Zeitangaben.

Gelegentlich entwichen Psiqs aus dem Inneren von DORIFER und drangen in das Standarduniversum ein. Lebewesen, die zufällig in deren Wirkungsbereich gerieten, wurden dann für kurze Zeit von Visionen überrollt, bevor sich diese Psiqs verflüchtigten. So geschehen im Jahre 438 NGZ auf DORIFER-Station. (PR-TB 348)

Im Lauf der Jahre kehrte Ernüchterung ein. Die Forschungen über DORIFER traten auf der Stelle. Als Atlan gegen Ende September 445 NGZ aufgrund rätselhafter Signale kurz in das Kosmonukleotid eintauchte, beobachtete er zwar verstärkte Aktivitäten der Psiqs, aber man fand keine Erklärung. Dann tauchte plötzlich wenige Lichtsekunden abseits von DORIFER-Tor der KLOTZ im Standarduniversum auf. (PR 1300, PR 1316 – Computer, PR 1348)

Anmerkung: Über das exakte Datum der Ankunft des KLOTZES gibt es ebenfalls widersprüchliche Angaben. Siehe dazu auch Autorenfehler: Zeitangaben.

Da die Unruhe der Psiqs auch nach Ankunft des KLOTZES nicht abklang, unternahm Atlan im März/April 446 NGZ einen weiteren Erkundungsflug. Durch einen Unfall wurden er und seine Begleiterin Eirene mit der DORIFER-Kapsel NARU in den Wirkungsbereich einer Pseudowirklichkeit verschlagen, in der die Lokale Gruppe gegenüber dem Standarduniversum überraschend eine weitere Galaxie aufwies. Meinahu, »die Unerklärliche«, nannte Eirene sie. Nach einem kurzen Abenteuer im Lamnasystem kehrten Atlan und Eirene am 11. April 446 NGZ in das Standarduniversum zurück. (PR 1318)

Anmerkung: Obwohl sich die Vermutung aufdrängt, handelte es sich gemäß PR 1354 – Computer bei der in der Pseudowirklichkeit beobachteten Galaxie nicht um die später tatsächlich in der Lokalen Gruppe materialisierte Galaxie Hangay. Meinahu und Hangay sind Galaxien unterschiedlichen Typs.

Anfang Dezember 446 NGZ meldete DORIFER-Station den Netzgänger Obeah als vermisst. Gegen alle Regeln der Organisation plante Fellmer Lloyd eine Rettungsmission, musste aber feststellen, dass DORIFER-Tor unpassierbar war – ein bislang einmaliger Vorfall. Der Flammenkranz hatte sich geschlossen. In der Folgezeit öffnete und schloss sich das Tor immer wieder in unberechenbaren Abständen. Während einer der Öffnungsphasen ortete Lloyd zufällig Obeahs DORIFER-Kapsel und konnte ihn nach Sabhal abschleppen. (PR 1348)

Am 31. Januar 447 NGZ löste die spontane Deflagration des gesamten Parataus im Tarkanium eine psionische Katastrophe aus, die auf DORIFER durchschlug und dessen gesamten Wirkungsbereich betraf. Es entstand eine Dimensionsbrücke, durch die Millionen Sonnensysteme aus Tarkan in das Standarduniversum transferierten und in der Lokalen Gruppe rematerialisierten. (PR 1349)

Das Kosmonukleotid machte die am Psionischen Netz vorgenommenen Veränderungen rückgängig, so dass Hangay nach und nach materialisieren konnte.

Als am 28. Februar 448 NGZ das letzte Viertel Hangays in der Lokalen Gruppe materialisierte, »machte DORIFER dicht« und löste sich aus dem Einsteinuniversum. Es war nicht mehr möglich, mit DORIFER-Kapseln in das Kosmonukleotid vorzudringen. Später nannte man diesen Vorgang DORIFER-Schock. Die Psi-Konstante fiel dabei auf ihren natürlichen Wert zurück.

Die Erhöhung der Hyperimpedanz

Als Reaktion auf die steigende Hyperimpedanz und dadurch hervorgerufene Störungen sorgte DORIFER für eine Entzerrung in der Galaxie Sporteph-Algir, indem der Kugelsternhaufen Orellana in den Bereich des Sonnentransmitters Gulver-Duo transmittiert wurde. (PR 2386)

Fußnote

  1. Die Entfernungsangaben von DORIFER in den Originalquellen weisen eine eklatante Differenz zu den Angaben aus Spartac auf. Entweder ist die Position DORIFERS in Spartac falsch, oder sie wurde – aus unbekannten Gründen – absichtlich von Rainer Castor neu festgelegt.

Quellen