Das System der Verlorenen

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 231)
PR0231.jpg
© Heinrich Bauer Verlag KG
Innenillustrationen
Zyklus: Die Meister der Insel
Titel: Das System der Verlorenen
Untertitel: Ein Ring von Asteroiden im All – das sind die Spuren der Strafexpedition von Andromeda!
Autor: Kurt Mahr
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (4 x)
4. Auflage: Themistokles Kanellakis (2 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 4. Februar 1966
Hauptpersonen: Perry Rhodan, GREK 1, Reginald Bull, Rakal Woolver, Cart Rudo, Conrad Nosinsky, Vern Hebbel, Guer LaCosta, Herb Bryan
Handlungszeitraum: Dezember 2401 (siehe hier)
Handlungsort: Kahalo, Schrotschuss-System
Risszeichnung: Beiboot Typ 5-Mann-Fluggleiter
(Abbildung) von Rudolf Zengerle
Zusätzliche Formate: E-Book,
Druckauflagen PR-Heft 231

Handlung

Nachdem die Justierungsstation auf dem Planeten Quinta im Twin-System vernichtet worden ist, kann der dortige Sonnentransmitter nicht mehr benutzt werden. Die Terraner sind gezwungen, nach einem neuen Weg in die Nachbargalaxie, den Andromedanebel, zu suchen.

Grek-1 unterrichtet Perry Rhodan und die führenden Persönlichkeiten des Solaren Imperiums über ein längst vergessen geglaubtes Sonnensystem im Leerraum zwischen den Galaxien: das System der Verlorenen. Nach den Angaben des Maahks existierte dort vor etwa 1000 Jahren ein Planet mit dem Namen Kulloch. Die damaligen Bewohner, ebenfalls Maahks, hatten die Aufgabe, den Transmitter zu bewachen. Nachdem die Bevölkerung von Kulloch bei den Meistern der Insel (MdI) in Ungnade gefallen war, starteten diese eine Strafaktion und vernichteten den ganzen Planeten. Dieser brach in Millionen von großen und kleinen Bruchstücken auseinander. Seinen Angaben zufolge, hatte Grek-1 vor wenigen Jahren von den MdI den Auftrag erhalten, eventuelle, im System der Verlorenen aufgetauchte Lebensformen aufzuspüren. Nachdem die Suche von damals aber ergebnislos verlief, geht der Maahk davon aus, dass das System auch heute noch unbewohnt ist.

Prof. Dr. Arno Kalup und Perry Rhodan schaffen es mit der Hilfe des Galaktariums auf dem Planeten Kahalo, die Transmitterverbindung auf das 950.000 Lichtjahre von Kahalo entfernte System der Verlorenen einzurichten. Nachdem Rhodan nach den Anweisungen Kalups die Umprogrammierung erfolgreich vorgenommen hat, erklärt ihm Kalup, dass es ihm zusammen mit Grek-1 gelungen ist, den Kahalo-Transmitter vor unerwünschten Eindringlingen abzusichern. Durch eine Sperrschaltung soll es möglich sein, dass alle in der Empfangsstation über Kahalo ankommenden feindlichen Objekte an den Sendeort zurückgeschickt werden und keine Möglichkeit haben zu materialisieren. Um trotz dieser Sicherheitsvorkehrungen den terranischen Raumschiffen die Benutzung des Transmitters weiterhin zu ermöglichen, sollen innerhalb von 24 Stunden fünf Zeitfenster zu jeweils zehn Sekunden geöffnet werden.

Die CREST II startet wenig später und materialisiert nur zehn Lichtstunden von dem ehemaligen Planeten Kulloch entfernt. Das Superschlachtschiff dringt aber nicht selbst in das Trümmersystem ein, sondern schleust 16 Space-Jets aus, die den Planetoidenring untersuchen sollen. Angesichts der unzähligen Bruchstücke, aus denen das System besteht, prägt Perry Rhodan den Begriff Schrotschuss-System.

Eine der ausgesandten Space-Jets, die LUCKY LADY unter dem Kommando von Leutnant Conrad Nosinsky, landet auf einem der Bruchstücke und entdeckt bei der Untersuchung der Oberfläche ein Metallstück. Nach der noch an Bord der LUCKY LADY durchgeführten Analyse des Fundes stellt sich heraus, dass das Metall nicht älter als 20 Jahre sein kann. Diese Erkenntnis stellt eine unglaubliche Überraschung dar. Nosinsky informiert Perry Rhodan über die Neuigkeiten. Mit einem Kurierboot bringt man das Metallstück auf das Flottenflaggschiff. Dort bestätigt sich nach einer weiteren Untersuchung das Ergebnis. Die gewonnenen Erkenntnisse veranlassen die Terraner zu Spekulationen. Zum einen könnte eine andere raumfahrende Spezies das System der Verlorenen angeflogen und bei der Landung ein Metallstück verloren haben, und zum anderen könnten Unbekannte, die im Trümmersystem leben, das Metallstück hergestellt haben. Um Gewissheit zu erlangen, erhalten alle Space-Jet-Besatzungen die Order, vor allem nach Spuren intelligenten Lebens Ausschau zu halten.

Im Rahmen ihres Suchauftrags landet die LUCKY LADY auf Ural, einem der größten Asteroiden des Schrotschuss-Systems. Es dauert nicht lange, bis die Raumfahrer zahlreiche zerfallene Gebäude entdecken, die die typische Bauweise von Maahks aufweisen. Während der Untersuchung eines großen Bauwerks löst Leutnant Nosinsky einen versteckten Kontakt aus und gleitet mit einem Aufzug in die Tiefe. Als der Kommandant den Lift verlässt, fährt die Plattform wieder zurück an die Oberfläche. Weitere Besatzungsmitglieder der LUCKY LADY, darunter Herb Bryan, Vern Hebbel und Guerr LaCosta, folgen ihrem Kommandanten ins Unbekannte. Zwei Soldaten bleiben am Eingang des Lifts zurück. Nachdem die Männer in der unterirdischen Station wieder zusammengetroffen sind, entdecken sie den Eingang zu einem Generatorenraum sowie den Zugang zu einer Schleuse. Nach Durchquerung der Schleuse stehen die Männer plötzlich in einer künstlich angelegten Riesenhöhle, deren Dimensionen so gewaltig sind, dass die Raumfahrer sie nicht überblicken können. Der mitgeführte Analysator stellt Wasserstoff und Helium als Hauptbestandteile der Höhlenatmosphäre fest. Bei den Männern erhärtet sich der Verdacht, dass es sich bei der Höhle um einen Lebensraum für Maahks handeln könnte. Als sich Nosinsky und seine Männer tiefer in Höhle hineinwagen, entdecken sie ein bewohntes Gebäude. Bevor sie jedoch genauere Beobachtungen anstellen können, werden sie von Unbekannten überfallen und mit Schockstrahlern außer Gefecht gesetzt.

Die CREST II nimmt währenddessen Kurs auf Ural, nachdem Nosinsky und seine Begleiter nicht mehr über Funk erreichbar sind. Durch die auf der Oberfläche von Ural zurückgebliebenen Männer erfährt Perry Rhodan die Einzelheiten über die Entdeckung des Aufzugs. Der Großadministrator vermutet, dass Maahks für die Aufrechterhaltung der alten Liftanlage verantwortlich sind. Um Konflikte mit den Bewohnern von Ural bereits im Vorfeld zu vermeiden, wird mit Grek-1 Hilfe ein Funkspruch in Kraahmak, der Sprache der Maahks, ausgestrahlt, in dem die Terraner den Überlebenden der vor 1000 Jahren erfolgten Katastrophe ihre Hilfe anbieten. Während die CREST II die Oberfläche von Ural absucht, tauchen plötzlich hunderte von unbekannten Raumschiffen aus einem Felsspalt auf und greifen das Superschlachtschiff sofort an. Das Flaggschiff ist dem massiven Ansturm der feindlichen Einheiten nicht gewachsen und erhält drei Treffer, bevor es in den Linearraum flüchten kann. Mindestens 48 Männer verlieren dabei ihr Leben.

Als sie erwachen, finden sich die Männer der LUCKY LADY in einer Gefängniszelle wieder. Alle Waffen und auch die Funkgeräte wurden ihnen abgenommen. Doch ihre Gefangenschaft dauert nicht lange. Mithilfe des in der Atmosphäre enthaltenen Wasserstoffes sowie der kleinen Sauerstoffpatronen, die zum Zubehör der terranischen Raumanzüge gehören, erzeugt Leutnant Nosinsky ein explosives Gasgemisch, das er nach mehreren erfolglosen Versuchen schließlich mit einem Funkenschlag entzünden kann. Die stattfindende Explosion zerstört die kurz zuvor von Vern Hebbel gefundene Gefängnistür. Vor den Männern breitet sich ein Hohlweg aus, dessen Ränder von meterhohen Felsen begrenzt werden. Um einen besseren Überblick über das Gelände zu haben, erklimmen die Raumfahrer die Anhöhe und entdecken kurze Zeit später einen Gleiter, der sich in ihre Richtung bewegt. Es ist Conrad Nosinsky sofort klar, dass die Terraner der Grund für den Besuch des Unbekannten sind. In aller Eile entwirft der Leutnant einen Plan, um das Vordringen des Gleiters bis zum Gefängnis zu verhindern. Von ihren Positionen oben auf den Felsen ausgehend, beginnen die Männer, Steinbrocken den Abhang hinunter zu rollen, um den engen Hohlweg zu blockieren. Das mit einem Energiestrahler bewaffnete Wesen, das kurz darauf aus dem anhaltenden Fluggerät steigt, schockiert die Raumfahrer. Es besitzt zwar grobe Ähnlichkeit mit einem Maahk, scheint aber stark mutiert zu sein. Kaum hat das Wesen seinen Gleiter verlassen, beginnen die Männer erneut, Steinbrocken in die Tiefe zu stürzen. Der Fremde wird von den Felsen getroffen und kann überwältigt werden.

Mithilfe der erbeuteten Waffe überfallen die Männer eine in der Nähe befindliche Überwachungsstation, wobei sechs Maahks getötet werden. Neben ihren eigenen Funkgeräten entdeckt die Besatzung der LUCKY LADY einen aktivierten Bildschirm, auf dem die Startvorbereitungen von hunderten von Raumschiffen zu sehen sind. Es gelingt Leutnant Nosinsky, Kontakt mit der CREST II aufzunehmen und die Besatzung vor einem möglichen Angriff der Maahks zu warnen.

Die CREST II ist zwischenzeitlich notdürftig repariert worden. Während das Superschlachtschiff zum zweiten Mal Kurs auf Ural nimmt, erreicht Perry Rhodan die Nachricht eines bereits vor Stunden ausgesandten Leichten Kreuzers der STÄDTE-Klasse. Das Schiff hat unter der Oberfläche eines großen Asteroiden die Streustrahlung einer Transmitter-Justierungsstation geortet. Sofort bricht Captain Don Redhorse mit einer Kaulquappe zu dem Asteroiden auf, den man auf den Namen Kalif von Bagdad getauft hat. Die CREST II folgt dem Beiboot, um mögliche Angriffe von Maahk-Schiffen abzuwehren. Doch die Terraner an Bord der Kaulquappe erleben eine herbe Niederlage. Während des Anflugs auf Kalif aktiviert sich ein grüner Schutzschirm und verhindert die Landung. Im gleichen Augenblick wird die von Kalif etwas weiter entfernt stehende CREST II von etwa 2000 fremden Raumschiffen angegriffen.

Die Besatzung der LUCKY LADY ist mit zwei gestohlenen Gleitern auf der Flucht, doch sie kann der Übermacht der Maahks nur wenig entgegensetzen. Beide Flugmaschinen werden abgeschossen, und mehrere Männer kommen dabei ums Leben. Doch die Überlebenden geben nicht auf. Es gelingt ihnen, die Schleuse zur Maahk-Höhle, das Schott zum Generatorenraum sowie den Zugang zum Liftschacht zu zerstören. Die am oberirdischen Lifteingang wartenden Männer werden über Funk instruiert, die eigentliche Aufzugsplattform zu vernichten. Die daraufhin in den Weltraum entweichende und für die Maahks lebensnotwendige Wasserstoffatmosphäre rettet den Terranern das Leben. Die Verfolger geben ihren Angriff auf, und die überlebenden Männer kehren zur Space-Jet zurück.

Zur gleichen Zeit muss sich die CREST II gegen tausende von angreifenden Raumschiffen wehren. Inmitten des Chaos der stattfindenden Schlacht gelingt es Don Redhorse, mit seiner Kaulquappe an Bord des Flottenflaggschiffes zurückzukehren. Doch ein weiterer Erfolg scheint den Terranern nicht vergönnt zu sein. Der Feind ist zahlenmäßig so hoch überlegen, dass die Vernichtung des Superschlachtschiffes kurz bevorsteht. Doch als sich der Pulk der angreifenden Raumschiffe um die CREST zu schließen beginnt, ändert sich plötzlich das Bild. Die feindlichen Raumer drehen plötzlich ab und verschwinden mit höchster Beschleunigung in Richtung Ural. Nur wenig später landet Leutnant Nosinsky mit der LUCKY LADY in der CREST II und berichtet Perry Rhodan von den Ereignissen. Es wird klar, dass die Raumschiffe den auf Ural stationierten Maahks, die durch das Entweichen der Wasserstoffatmosphäre bedroht sind, zu Hilfe kommen wollen. Um weiteren Angriffen zu entgehen, entfernt sich die beschädigte CREST II mit Überlichtgeschwindigkeit vom Schrotschuss-System.

Anmerkung

Die Handlungszeit ergibt sich aus dem Folgeroman.

Innenillustrationen