Der Verräter (Kurt Mahr)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Kurzgeschichte. Für weitere Bedeutungen, siehe: Der Verräter.

Der Verräter ist der Titel einer Kurzgeschichte von Kurt Mahr, enthalten in Jubiläumsband 4.

Handlung

1992, die Erde gilt als vernichtet, soll der Leichte Kreuzer KIMBRIA im Sektor Herkules in der Umgebung von M 13 Flottenbewegungen des Großen Imperiums beobachten. Kommandant ist Colonel Vernon Ciryl, der Erste Offizier ist Major Julian Tifflor. Die KIMBRIA wird bei Gefechten mit Schiffen eines arkonidischen Kolonialvolkes beschädigt und muss Reparaturen durchführen. Dazu landet sie auf Metope im Metope-System, einer vergessenen Kolonialwelt Arkons. Die Metoper leben auf einem technischen Niveau, das gerade einmal Schießpulver kennt. Ihr Gesellschaftssystem ist eine Diktatur. An der Spitze steht der Patriarch Ponapillor, der absolute Macht besitzt und diese gnadenlos mit Hilfe seiner Soldaten durchsetzt.

Interessant ist weiterhin, dass die metopischen Frauen bildschön sind und dem terranischen Schönheitsideal perfekt entsprechen. Die Männer sind dagegen zu glatzköpfigen Zwergen mutiert. Nach friedlichen Kontakten zwischen Terranern und Metopern sind die Reparaturen fast abgeschlossen. Da erscheint Cerotinnar, der Erste Stellvertreter des Patriarchen und der einzige der metopischen Adligen, der sich auch um das Volk Gedanken macht. Er überbringt eine Einladung des Patriarchen zu einem großen Fest im Palast.

Sämtliche Raumfahrer nehmen an dem Fest teil. Plötzlich will der Patriarch, dass Narna, die einzige Frau Cerotinnars, ihm überlassen wird. Ihr Mann macht den Fehler, zunächst zu protestieren, und wird von Wachen abgeführt. Einige Zeit später, alle Terraner fühlen sich wie betrunken, sucht Tifflor die Toiletten und findet zufällig die Leiche Cerotinnars, der erschossen worden ist. Tifflor bemerkt, dass er nicht nur betrunken ist, sondern betäubt wurde. Er will seine Kameraden warnen, doch es ist zu spät. Er bricht bewusstlos zusammen.

Alle Terraner erwachen, ihrer Ausrüstung beraubt, in einer großen Gefängniszelle. Patriarch Ponapillor verlangt, dass einer der Gefangenen ihm alle Geheimnisse der Technik, vor allem der Gleiter und des Raumschiffes, erklären soll. Dieser Mann dürfe leben, alle anderen müssten sterben. Bis zu einer Entscheidung gewährt Ponapillor den Raumfahrern Bedenkzeit.

Colonel Ciryl erklärt daraufhin das Standrecht und ordnet an, dass ein eventueller Verräter erschossen werden sollte. Es findet aber niemand eine Möglichkeit der Rettung. Da erinnert sich Tifflor an eine Botschaft, die ihm vermutlich Narna beim Fest zugespielt hatte. Als der Patriarch wieder kommt, gibt Tifflor zu verstehen, dass er mit ihm zusammenarbeiten will. Seine Kameraden beschimpfen ihn als Verräter, aber Tifflor gelingt es, den Patriarchen zu überzeugen, die Gefangenen nicht gleich zu töten. Er selbst wird in Einzelhaft gebracht.

Nachts besucht Narna unerwartet Tifflor in der Zelle, denn es gibt eine perfekt getarnte Falltür. Sie erklärt, dass die Frauen schon seit langer Zeit gegen die Willkürherrschaft der adligen Männer vorgehen wollen und seine Hilfe wollen. Als Gegenleistung würden sie alles dazu beitragen, damit die Terraner von Metope fliehen können. Tifflor nimmt den Vorschlag an.

Leider ist es unerwartet schwierig für Tifflor, an den Patriarchen heranzukommen, um diesen zum Beispiel als Geisel zu nehmen. Erst bei einem Probeflug des Raumschiffes, den Ponapillor in Begleitung bewaffneter Wachen unternimmt, kann Tifflor den Patriarchen austricksen. Er verleitet ihn dazu, die Andruckabsorber anders einzustellen. Der trainierte Raumfahrer schafft es gerade noch, die plötzlich einwirkenden Beschleunigungskräfte zu ertragen, anders als die Metoper, und sie alle zu überwältigen und zu entwaffnen. Dann landet Tifflor die KIMBRIA wieder.

Inzwischen haben die Frauen die übrigen Adligen des Planeten gestürzt und gefangen gesetzt. Die Terraner sind frei und gerettet. Ponapillor soll auf Metope vor Gericht gestellt werden. Tifflors Kameraden verzeihen ihm aber seine Handlungen nicht.

Auf der Erde wird Tifflor auf Betreiben Ciryls vor ein Militärgericht gestellt. Er wird zwar nicht verurteilt, erhält aber einen Verweis, der auf viele Jahre seine weitere Karriere behindern wird. Perry Rhodan kann nicht eingreifen, um sich nicht Vorwürfen der Protektion auszusetzen.

Viele Jahre später findet ein Biograf Tifflors in ihm überlassenen Dokumenten die Botschaft Narnas, die nichts anderes war als eine Empfehlung, den Forderungen des Patriarchen nachzukommen, verbunden mit einer Hilfszusage. Tifflor bittet jedoch darum, diese Sache geheim zu halten, denn es würde nichts mehr ändern.

Anmerkung: Die Geschichte erklärt, warum Julian Tifflor im Jahre 2040 trotz vieler Dienstjahre in der Solaren Flotte nur den Rang eines Obersten erreicht hat.

Personenregister

Colonel Vernon Ciryl Kommandant der KIMBRIA
Julian Tifflor der junge Major rettet seine Kameraden, aber er macht einen Fehler