Dritte Macht

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Die Dritte Macht war ein von Perry Rhodan gegründeter Staat, der die anderen irdischen Mächte zur Gründung einer Weltregierung bewegte. 1990 ging die Dritte Macht im Solaren Imperium auf.

Politische Struktur

Regierungsstruktur

Die Regierungsstruktur der Dritten Macht glich, bedingt durch die Sachzwänge, der einer gemäßigten Militärdiktatur. Ministerpräsident Perry Rhodan, in dessen Händen die Machtmittel der Arkoniden lagen, regierte notgedrungen als Diktator. Letztendlich entschied er über alle zu ergreifenden Maßnahmen, wodurch während des Bestehens der Dritten Macht nur geringe Ansätze von Demokratie erkennbar wurden.

Als Wirtschaftszentrum der von Homer G. Adams verwalteten Staatsfinanzen fungierte die General Cosmic Company. (PR 6)

Perry Rhodan konnte seinen Mitarbeitern, die aus aller Herren Länder stammten, nur bedingt vertrauen. Aus genau diesem Grund schränkte er im Dezember 1975 die Entscheidungsfähigkeit seines Stellvertreters Oberst Michael Freyt durch einen Hypnoblock ein und ließ den Oberst zusätzlich durch Mutanten überwachen. Freyt sollte während der Abwesenheit Rhodans nicht durch die ihm zur Verfügung stehenden Machtmittel verführt werden, diese auch für eigene Zwecke einzusetzen. Als Rhodan 1980 nach der Lösung des Galaktischen Rätsels von der aufgrund einer Zeitverschiebung 4½ Jahre währenden Wega-Expedition zurückkehrte, erwies sich seine damalige Entscheidung als fehlerhaft. Mittlerweile war es im Ostblock zu einer Revolution gekommen. Der neue Machthaber unternahm Anstrengungen zur Eroberung der Venus – während Freyt mit veralteten Befehlen in Galakto-City regierte und keinerlei Eigeninitiative entwickeln konnte. (PR 20)

Rhodan gab zu, mit dieser Vorsorge einen Fehler gemacht zu haben. (PR 21) In den folgenden Jahren beließ er Freyt deswegen freie Hand.

Regierungssitz

Der Regierungssitz war Galakto-City, das am 19. Juni 1980 in Terrania umbenannt wurde. (PR 21)

Regierungsbereich

Der Regierungsbereich erstreckte sich auf das zunächst besetzte, und später käuflich erworbene, Gebiet rund um den Landeplatz der STARDUST. Ferner wurde die Venus und die dort befindliche Venus-Festung in das Hoheitsgebiet der Dritten Macht integriert. (PR 9)

Die Dritte Macht etablierte bis 1975 weitere Stützpunkte auf Pluto und Titan. (PR 12)

Geschichte

Vorgeschichte

Im Jahre 1971 befand sich die politische Weltlage auf der Erde am Siedepunkt. Nur durch ständiges Bemühen der Diplomaten konnte verhindert werden, dass der Kalte Krieg zwischen dem Westblock einerseits und der Asiatischen Föderation andererseits, in einem mit nuklearen Waffen geführten Dritten Weltkrieg eskalierte. Der locker mit der AF assoziierte Ostblock mit den Staaten der UdSSR spielte damals bereits keine allzu große Rolle mehr, er konzentrierte sich verstärkt auf sein Mondlandeprogramm, nahm allerdings auch am weltweiten Wettrüsten teil. (PR 1)

Anmerkung: Die Perry-Rhodan-Serie entstand 1961, als der andauernde Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion mit ihren jeweiligen Bündnispartnern die politische und gesellschaftliche Weltlage belastete. Ausgehend von der sich in der Realität abzeichnenden Entwicklung der Spaltung des kommunistischen Ostens, extrapolierten die Autoren ein Weltbild, in dem die UdSSR durch die neugegründete und wesentlich bevölkerungsreichere Asiatische Föderation und deren Wettrüsten mit dem Westblock als eigenständiger Machtblock marginalisiert wurde. (Blauband 13, S. 322)
Ein ähnliches geopolitisches Weltbild der Teilung in Ost und West thematisierten auch andere SF-Autoren wie Hans Dominik und Nikolai von Michalewsky.
Ein auf diese politisch unruhige Epoche ohne Kriegführung folgender Dritter Weltkrieg als hypothetisches Szenario, bei dem sich mehrere Staaten der Erde mit Atomwaffen bekämpfen, erschien damals als eine reale Möglichkeit, die jederzeit eintreffen konnte. Er war eine beständige Bedrohung für das eigene Leben, die jeder im Hinterkopf hatte, so auch die Autoren.

Nahezu gleichzeitig – mit einem kleinen Vorsprung des Ostblocks – fand der Versuch aller Machtblöcke statt, als Erster auf dem Mond zu landen und der Welt so seine technische Überlegenheit zu demonstrieren.

Während die Mondrakete der AF kurz nach dem Start in 100 Kilometern Höhe explodierte und über das Mondschiff des Ostblocks keine Informationen bekannt wurden (PR 2), gelang der Besatzung der STARDUST am 19. Juni 1971 eine einigermaßen erfolgreiche Landung auf dem Mond. (PR 1)

Nachdem ihr Kommandant Major Perry Rhodan am 28. Juni 1971 dort auf den Forschungskreuzer AETRON der Arkoniden gestoßen war und mit dem todkranken Crest da Zoltral zur Erde zurückkehrte, entschloss er sich, die außerirdische Technologie nicht in die Hände des Westblocks fallen zu lassen, da dieser einseitige Wissensvorsprung unweigerlich einen Krieg mit dem Ostblock und der Asiatischen Föderation nach sich gezogen hätte. (PR 1)

Gründung

Stattdessen landete er die STARDUST am 29. Juni mitten in der Wüste Gobi im Hoheitsgebiet der Asiatischen Föderation, am Ufer des Goshun-Sees. Dort konnte der vom Westblock als Hochverräter und Weltfeind Nummer eins geächtete Deserteur unter einer Energieschirm-Kuppel den Angriffen der Weltmächte trotzen, und so eine unabhängige »dritte« Macht zwischen den beiden großen Machtblöcken, dem Westblock mit den NATO-Staaten und der Asiatischer Föderation (AF) bilden. (PR 1, PR 2)

Das kreisförmige Gebiet der Dritten Macht innerhalb des Energieschirms umfasste zuerst etwas mehr als zwölf Quadratkilometer und wurde dann auf fast achtzig Quadratkilometer ausgedehnt. (PR 2 E), (PR 4 E)

Zitate Perry Rhodan (PR 2):
»[...] Der Westblock und die Asiatische Föderation stehen einander gegenüber. Der Ostblock mit Moskau spielt nur noch eine untergeordnete Rolle, seit die Chinesen sich zur größten Atommacht aufgeschwungen haben. Wir sind es jetzt, die das Zünglein an der Waage bedeuten können. Zwischen den beiden großen Mächten stehen nun wir, mit den unglaublichen Hilfsmitteln der Arkoniden hinter uns. [...]«
»[...] Ich bilde die neutrale, dritte Macht zwischen den Blöcken. [...]«
»[...] Hier spricht Perry Rhodan, von der dritten Macht der Erde. Da die Welt zum Krieg rüstet und der Untergang der Zivilisation bevorsteht, werde ich versuchen, die Apokalypse zu verhindern. Eine Demonstration soll beweisen, daß ich jede Nation, die die erste Atomrakete startet, sofort bestrafen werde. [...]«

Der verhinderte Dritte Weltkrieg

Am 22. Juli 1971 entschied sich die politische Führung der Asiatischen Föderation aufgrund des »amerikanischen Stützpunktes« auf ihrem Gebiet, ihre Atomwaffen gegen die Vereinigten Staaten einzusetzen, woraufhin zwei Minuten später die Amerikaner zum Gegenschlag ausholten. Der Ostblock verschoss alle seine Raketen auf den Standort der STARDUST. Aufgrund des von Thora da Zoltral aktivierten arkonidischen Anti-Neutronenschirms richteten die Waffen nur minimalen Schaden an. Dieses Ergebnis führte zu einer sofortigen Änderung der politischen Einstellung der Großmächte zueinander. Sie sahen jetzt in der Dritten Macht ihren gemeinsamen Gegner. (PR 2)

Der Konflikt mit den Großmächten

In seiner Auseinandersetzung mit den Machtblöcken, die mit allen Mitteln versuchten, die Dritte Macht zu beseitigen, verfügte Rhodan über zwei entscheidende Vorteile: die arkonidische Hochtechnologie und die Geistesgaben der von ihm – nach ihrer gewaltsamen Entführung – angeworbenen Mutanten, die sich überzeugt für die Visionen Rhodans von einer geeinten Menschheit einsetzten. (PR 4, PR 6)

Nachdem sich die dominierenden Machtblöcke nach der gelungenen Abwehr der Fantan-Leute (PR 5) geeinigt hatten, die Dritte Macht als Staat anzuerkennen, kaufte Rhodan über Reginald Bull für 7 Milliarden Dollar von der AF den von ihm besetzten Kernbereich der Energiekuppel sowie das darum liegende Land mit einem Radius von 50 Kilometer. (PR 6 E, Kap. 1) Um das dafür nötige Kapital zu besorgen, wurde Homer G. Adams angeworben, der wegen Börsenspekulationen 1957 ins Gefängnis gewandert war. Eine getürkte Invasion durch Außerirdische verursachte einen Börsencrash, der durch betrügerische Gewinne ausgenutzt wurde. Außerdem übernahm die Dritte Macht durch ihre neugegründete Firma GCC Anteilsmehrheiten an wichtigen Industrieunternehmen. Damit war die Dritte Macht auch wirtschaftlich handlungsfähig. (PR 6) Das Betriebskapital der GCC lag Anfang 1972 bei 35 Milliarden Dollar. (PR 7 E, Kap. 3)

Aufbauarbeit

Anfang 1972 flog Rhodan mit der GOOD HOPE erstmals zur Venus, wo er plante, einen Stützpunkt zu errichten. Die Expedition musste jedoch wegen der drohenden Invasion der IVs vorzeitig abgebrochen werden. (PR 7) Nachdem die Gefahr der IV beseitigt war, startete Rhodan im Mai 1972 erneut eine Expedition zur Venus. Hier stieß man auf die Venus-Festung, die zum ersten militärischen Stützpunkt außerhalb der Erde im Sol-System umfunktioniert wurde. (PR 8)

Die Bedrohung durch die Außerirdischen ermöglichte es Perry Rhodan, von den drei großen Machtblöcken Terras die Zustimmung zum Aufbau einer Raumflotte zu erlangen. Damit sollte nicht nur die Sicherheit gewährleistet, sondern auch die Wirtschaft angekurbelt werden. (PR 7 E, Kap. 3)

Nach der endgültigen Vertreibung der Individual-Verformer (PR 9) konnte sich die Dritte Macht in Ruhe entwickeln. Im Bereich der Energiekuppel entstand nun eine richtige Stadt, die Galakto-City getauft wurde und 1975 bereits 230.000 Einwohner zählte. Ebenfalls entstanden eine reguläre Armee und eine Raumflotte. (PR 10)

Konsolidierung nach 1975

1975 verließ Rhodan zum ersten Mal das heimatliche Solsystem, weil im Wega-System eine Streitmacht der Topsider auftauchte. Da Rhodan im Halbmesser von 50 Lichtjahren die Grenze des Einflussbereiches der Dritten Macht sah, beurteilte er das Eindringen der Topsider als gefährlich für die noch nicht geeinte Menschheit. (PR 10) Die Topsider wurden vertrieben. Man gewann die STARDUST II als neues Schlachtschiff und erwarb nebenher noch die Konstruktionspläne für die Transmittertechnik der Ferronen, die nun zum neuen Handelspartner wurden. Terra hatte seinen ersten außerirdischen Verbündeten gewonnen. (PR 11, PR 12)

Danach begab sich Rhodan an die Lösung des Galaktischen Rätsels und verlor dabei über 4 Jahre. (PR 10, PR 19)

In dieser Zeit verwaltete Michael Freyt in Galakto-City die Dritte Macht. Unter seiner Führung wurden die Streitkräfte der Dritten Macht aufgestellt und die ersten Schiffe fertiggestellt. Außerdem gelang Allan D. Mercant schon 1975 die Gründung der TAF, ein Zusammenschluss aller Geheim- und Sicherheitsdienste der Erde. (PR 12)

Bei Rhodans Rückkehr 1980 konnte Freyt diesem eine konsolidierte Infrastruktur vorweisen. Die Außenpolitik zu den anderen Weltmächten hatte dagegen gelitten. Rhodan wurde bereits als verschollen geglaubt und der Ostblock war mit dem Versuch, die Venus zu kolonisieren, zu einer Bedrohung des Weltfriedens geworden. (PR 20) In äußerst kurzer Zeit wurden diese Separationsbestrebungen von Rhodan zunichte gemacht. Im Juni 1980, am neunten Jahrestag des STARDUST-Starts, wurde Galakto-City, in der Hoffnung auf eine baldige Einigung der zerstrittenen Menschheit, in Terrania umbenannt. Die Dritte Macht verfügte zu dieser Zeit bereits über die ersten Schiffe der TERRA-Klasse, die Raumjägerflotte war auf zehn Geschwader – insgesamt 1080 Maschinen – angewachsen und die Armee umfasste 10.000 Mann, die man mit arkonidischen Waffen ausgerüstet hatte und die jeder konventionellen Armee weit überlegen war. (PR 21)

Die erste Kolonie

Im Jahre 1981 unterstellte sich die gescheiterte Venus-Expedition des Ostblocks unter General Tomisenkow der Dritten Macht, da sie keine Unterstützung mehr aus der Heimat erwarten konnte. Somit wurde auf der Venus die erste terranische Kolonie gegründet, die nun mit Mitteln der Dritten Macht unterstützt wurde. (PR 20, PR 21, PR 24)

Der Overhead

Nach der Rückkehr von der Venus musste sich die Dritte Macht mit einem neuen Gegner auseinandersetzen: dem Overhead. Es handelte sich um einen sehr mächtigen Mutanten, der andere, bisher unentdeckte Mutanten unter seinen Willen zwang und dazu gebrauchte, verschiedene Anschläge zu begehen. So ließ er etwa Homer G. Adams manipulieren, was dazu führte, dass die GCC einen Milliardenverlust an der Börse machte. Außerdem versuchte er auch, Perry Rhodan selbst in eine Falle zu locken und zu töten, was jedoch misslang. (PR 25)

Mit vereinten Kräften gelang es schließlich, die vom Overhead unterworfenen Mutanten zu befreien. (PR 26) Der Overhead floh auf den Mars, um sich hier die Hilfe seines mächtigsten Mutanten, Iwan Iwanowitsch Goratschin, zu holen, doch auch dieser konnte der Kontrolle entzogen werden. Der Overhead floh erneut und starb bei einem Unfall. Damit war eine große Gefahr gebannt und das Mutantenkorps um 12 Mutanten reicher. In dieser Zeit betrat ein weiterer, wichtiger Mitarbeiter von Rhodan die Bühne, der zu dieser Zeit gerade die Kadettenschule besuchte: Julian Tifflor. (PR 27)

Die Springer

Julian Tifflor war es auch, der die nächste außerirdische Konfrontation ins Rollen brachte, indem er den »Kosmischen Lockvogel« spielte. Dies führte zu ersten bewaffneten Auseinandersetzungen mit den Springern im Beta-Albireo-System. Die Dritte Macht war nicht bereit, sich dem Handelsmonopol zu unterwerfen, außerdem war Rhodan immer noch sehr darum besorgt, die Position der Erde nicht bekannt werden zu lassen. Und natürlich war er auch nicht gewillt, den Standort von Wanderer zu verraten, auf den die Springer es besonders abgesehen hatten. (PR 28, PR 29, PR 30)

Nach der Zerschlagung einer Roboterrevolte, die von den Springern ausgelöst worden war, kam es endlich zur Bildung einer Teranischen Weltregierung. Erster Administrator wurde Perry Rhodan. Damit war die Dritte Macht weiterhin die vorherrschende Nation. (PR 34)

Rhodan bat ES gegen die Springer um Hilfe und erhielt sie in Form von zwei Fiktivtransmittern. (PR 32)

Damit konnte in der nächsten Schlacht ein entscheidender Sieg errungen werden. Die Springer zogen sich vorerst zurück, doch man konnte die Zerstörung des Planeten Snowman durch eine Arkonbombe nicht verhindern. (PR 33)

Im Tatlira-System kam es zu den nächsten Auseinandersetzungen. Rhodan erfuhr von einer Versammlung der Springer, wo über das Schicksal der Erde beraten werden sollte. Er schickte seine Mutanten nach Goszuls Planet, um die Versammlung zu sabotieren. Die Operation Galaktischer Schachzug ging nicht ganz auf, was dazu führte, dass Tako Kakuta eine Mini-Atombombe zündete, durch deren Explosion 80 % der versammelten Patriarchen ums Leben kam. (PR 34) Es gelang schließlich, die Springer zu vertreiben und Goszuls Planet von der Besetzung zu befreien durch die Seuche des Vergessens. (PR 36) Der Lohn war ein voll funktionsfähiges Großkampfschiff der Springer, das diese auf dem Planeten zurückließen und das von den Terranern umgehend konfisziert wurde. (PR 37)

Expedition nach Arkon

Mit diesem Schiff startete Rhodan 1984 nach Arkon, um endlich Crest und Thora ein lange gegebenes Versprechen zu erfüllen. Zu ihrer aller Überraschung hatte es hier jedoch einschneidende Veränderungen gegeben: der letzte degenerierte Imperator war abgesetzt worden und der Robotregent hatte die Macht übernommen. (PR 38) Dieser war vor langer Zeit für diesen Zweck konstruiert worden. Die Terraner wurden gegen ihren Willen festgehalten und konnten fliehen. Dabei stahlen sie ein Superschlachtschiff, die spätere TITAN, die nun zum Eigentum der Terraner erklärt wurde. (PR 39) Rhodan wollte den Robotregenten jedoch nicht gegen sich aufbringen und versuchte, ihm klarzumachen, dass die Terraner keine Gegner seien. Gleichwohl verriet er ihm nicht die Position der Erde, da er nicht wollte, dass sie dem Großen Imperium einverleibt würde. Auf Zalit deckten die Terraner eine Verschwörung auf und stellten die Ordnung wieder her. (PR 40)

Im Folgenden kam Rhodan einer Verschwörung der Aras auf die Spur und beendete sie unter einigen Mühen, nachdem seine Mannschaft auf Honur durch die Nonus-Pest infiziert wurde. (PR 42) Auf Aralon konnte ein Heilmittel gefunden werden und die Aras in die Schranken gewiesen werden. Der Robotregent erkannte Rhodan in dieser Zeit als vollwertigen Verbündeten an. Außerdem gewann Rhodan den Überschweren Talamon zum Freund. (PR 45)

Da die Erde immer noch zu schwach war im Vergleich mit den restlichen Mächten der Milchstraße, ersann Rhodan einen Plan, um sie vor jeglichem Zugriff zu schützen. Er täuschte ihre Vernichtung vor, indem er einen Planeten im Beteigeuze-System als Terra ausgab, der dann auch planmäßig durch die Springer zerstört wurde. (PR 48, PR 49)

Die geeinte Menschheit

Am 1. Januar 1990 wurde dann das Solare Imperium gegründet und die Dritte Macht wie alle anderen Nationalstaaten auf der Erde aufgelöst beziehungsweise als Föderalstaaten eingegliedert. (PR 50)

Siehe auch: Terranische Staaten.

Raumschiffe

Der Bestand der terranischen Raumschiffe war ein Konglomerat von Schiffen höchst unterschiedlicher Herkunft, die sich Perry Rhodan durch verschiedene Kommandounternehmen aneignete.

Das erste Schiff Rhodans war die STARDUST, mit der er 1971 als Westblock-Amerikaner zum Mond flog und als Weltbürger wieder zur Erde zurückkehrte. Nach seiner Landung erklärte er das Gebiet rund um die STARDUST und alle darauf befindlichen Gegenstände zum Besitz der Dritten Macht. Gleichwohl hob die STARDUST nie wieder ab. (PR 1)

Nach der Zerstörung der AETRON übernahm Rhodan das einzige intakte Beiboot des arkonidischen Kreuzers. Dieser 60 m-Ultraleichtkreuzer wurde auf den Namen GOOD HOPE getauft. Thora als Kommandantin der AETRON protestierte zwar dagegen, dass ihr das Kommando über ihr letztes Schiff entzogen wurde, fügte sich aber letztlich doch in ihr Schicksal. (PR 6)

Am 7. Juli 1972 entdeckte Rhodan sechs uralte arkonidische Ein-Mann-Jäger in Spindelbauweise. Er requirierte sie sogleich für die dritte Macht, wogegen niemand Einspruch erhob. Da die Maschinen nicht überlichttauglich waren, hätten sie Thora auch nicht für die Rückkehr nach Arkon dienen können. Diese Maschinen wurden in den Folgejahren von terranischen Ingenieuren nachgebaut und zum Teil auch verbessert. (PR 9, PR 10)

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Heft: PR 39
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

1975 erbeutete Rhodan bei seiner Wega-Expedition ein 800 m-Schlachtschiff, die STARDUST II. Das Schiff der arkonidischen TUSSAN-Klasse war als Beutestück das Rückgrat der Topsider-Streitkräfte gewesen. (PR 11) An Bord befanden sich auch 12 Beiboote von der Größe der GOOD HOPE. Zunächst als S-1 bis S-12 bezeichnet – das S steht für STARDUST – wurden sie später als Schiffe der GOOD HOPE-Klasse eingeordnet und entsprechend umbenannt.

Ebenfalls im Bestand der Dritten Macht befanden sich 1975 zahlreiche Ein-Mann-Raumjäger. Dabei handelte es sich zum großen Teil um terranische Nachbauten der Venus-Raumjäger, aber es waren auch neuere arkonidische Jägertypen an Bord der STARDUST II gefunden worden. Ein Geschwader von Raumjägern umfasste 54 Maschinen, es gab mindestens drei Geschwader. (PR 11, PR 12, PR 14, PR 15)

1980 wurden die ersten Großraumer irdischer Fabrikation fertiggestellt: zunächst die TERRA, danach die SOLAR SYSTEM. Die Anzahl der Raumjäger umfasste bereits 1080 Maschinen, die in zehn Geschwader à 108 Maschinen unterteilt wurden. (PR 21) Bereits am 26. November 1982 wurde die CENTURIO in Dienst gestellt, der dritte Schwere Kreuzer aus Terra-Produktion. (PR 34)

Im Jahr 1983 entdeckten die Terraner dann auf Goszuls Planet eine im Bau befindliche Springer-Walze und entwendeten sie. Das Schlachtschiff wurde unter terranischer Aufsicht fertig gebaut und auf den Namen GANYMED getauft. (PR 37)

Am 3. Juni 1984 stahlen die Terraner bei ihrem ersten Besuch auf Arkon unter Führung Rhodans das 1500 m durchmessende Superschlachtschiff TITAN der IMPERIUMS-Klasse (arkonidische UNIVERSUM-Klasse). Auch die an Bord befindlichen Beiboote gelangten dabei in den Besitz der Dritten Macht. (PR 39)

Anmerkung zum rechtlichen Sachverhalt

Nach der völkerrechtswidrigen Besetzung eines fremden Hoheitsgebietes und seiner Desertion eignete sich Perry Rhodan ein Raumfahrzeug eines fremden Volkes an. In der nachfolgenden Zeit kam es wiederholt zu schweren Diebstählen sowohl materiellen als auch geistigen Eigentums anderer Völker. Diese Praxis zog sich durch die gesamte Existenz der Dritten Macht und ihres Rechtsnachfolgers, des Solaren Imperiums.

Auch die wirtschaftliche Grundlage der Dritten Macht gründete auf kriminellen Handlungen von Rhodans Truppe. Homer G. Adams, der Leiter der General Cosmic Company, machte für die Dritte Macht ein Vermögen während eines Börsencrashs, der durch einen vorgetäuschten Angriff von Außerirdischen ausgelöst wurde. (PR 6) Schon Insider-Handel, um den es sich eindeutig handelt, ist strafbar; hier liegt allerdings außerdem noch ein besonders schwerer Fall von Börsenmanipulation vor. Diese Tatbestände waren 1971 strafbar und sind es sicher zu jeder Zeit der Dritten Macht und des Solaren Imperiums auch gewesen. Insofern kann man sagen, dass Perry Rhodan nicht nur seine gesamte Technik, sondern auch sein Startkapital zusammengeklaut hat. In neuerer Zeit wird diese nachhaltige Aneignung fremden geistigen und materiellen Eigentums elegant mit »Technologie-Import« umschrieben. (PR 2455)

Auch das Kidnapping der Mutanten muss als zweifelhaft angesehen werden, auch wenn diese dies im Nachhinein sanktionierten.

Als Grund wurde meistens die Sicherung der Existenz der Menschheit angeführt. Tatsächlich verfolgte Rhodan stets auch imperialistische Ziele, da es z. B. sein erklärtes Ziel war, das Große Imperium der Arkoniden zu übernehmen und damit zur führenden Macht in der Milchstraße zu werden. Als Rechtfertigung diente ihm dabei stets das Argument, dass die Terraner als junges Volk allen anderen überlegen wären und deshalb den Spitzenplatz verdiene. Um dieses Ziel zu erreichen, waren auch Mittel der Gewalt legal. So etwa wurden etwa 800 (!) Patriarchen der Springer durch eine Bombe getötet, als die Mutanten bei einer Spionageaktion fast entdeckt wurden. Die Springer machten außerdem schwere Verluste in Gefechten, die sie nicht gewinnen konnten, da ihnen kein Fiktivtransmitter zur Verfügung stand. Die Mooffs wurden zu tausenden getötet, um Zalit zu befreien, obwohl man wusste, dass sie nur Werkzeuge einer anderen Macht waren. Die Topsider wurden gar nicht erst mit diplomatischen Mitteln belästigt. Einzig die Ferronen wurden fair und wie gleichberechtigte Partner behandelt.

Es ist unbekannt, ob es je zu Wiedergutmachungen der entstandenen Rechtsverletzungen – insbesondere beim Großen Imperium der Arkoniden – gekommen ist. Allerdings steht zu vermuten, dass nach Amtsantritt des Imperators Gonozal VIII. eine entsprechende Vereinbarung getroffen wurde.

Quellen