Drorah

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Planeten Drorah, auch Sphinx genannt. Für weitere Bedeutungen, siehe: Drorah (Begriffsklärung) und Sphinx.

Drorah, terran.: Sphinx, war die Heimatwelt der Akonen.

PR2324Illu 2.jpg
Astrophysikalische Daten: Drorah
Andere Namen: Akon V, Sphinx
Sonnensystem: Akon
Galaxie: Milchstraße
Entfernung zum Solsystem: 45.000 Lichtjahre (Spartac 2.1)
Entfernung nach Arkon: 47.207,6 Lichtjahre (Spartac 2.1)
Entfernung nach Gatas: 24.045,5 Lichtjahre (Spartac 2.1)
Monde: 2 (Xölyar, Zikyet)
Typ: Sauerstoffwelt, Wasserwelt
Mittlere Sonnenentfernung: 48,1 Mrd. km
Jahreslänge: 5742,858 Standardjahre
Rotationsdauer: 25,64 h
Durchmesser: 13.605 km
Schwerkraft: 1,1 g (Spartac 2.1)
Atmosphäre: erdähnlich
Bekannte Völker
Akonen
Hauptstadt: Konar

Übersicht

Der fünfte Planet der Sonne Akon besaß zwei Trabanten. Der größere, etwa merkurgroße Mond Xölyar umkreiste Drorah auf einer 53-Stunden-Bahn und erhielt von den Terranern den Namen Ramses, der andere, Zikyet, hatte Meteoritengröße und war unbewohnt.

Anmerkung: Die akonischen Namen wurden von den Terranern nicht anerkannt. In ihrer Terminologie wurden der Planet und sein größerer Mond auch im 14. Jahrhundert NGZ weiterhin mit den von Perry Rhodan geprägten Namen Sphinx und Ramses bezeichnet. Daher rührte auch von Beginn an ein Teil des Unmuts der Akonen gegenüber den Terranern.

Topografie

Drorah war eine Wasserwelt; der weltumspannende Ozean bedeckte etwa 80 % der Oberfläche. Im Norden hieß der Ozean einfach Nordmeer, im Süden Südmeer und der größte Teil dazwischen wurde vom Blauen Ozean eingenommen.

Der Planet hatte drei Kontinente sowie im Norden und Süden einige kleine Inselgruppen, die Arktischer Archipel und Südmeer-Archipel hießen.

Die beiden Großkontinente Varolass und Dharro wurden durch den Äquator etwa mittig geteilt.

Varolass

Varolass war der größte Kontinent auf Drorah. Er hatte eine gedrungene Form und erstreckte sich etwa symmetrisch entlang des Äquators in West-Ost-Richtung. Seine bedeutendsten Städte waren Garetar und Impton. Südlich von Impton lag der Galtos-Raumhafen. Varolass wurde von mehreren Gebirgszügen gestaltet, die vorwiegend in Nord-Süd-Richtung verliefen.

Anmerkung: In Atlan 250 wurde von einem Bezirk »Varolaas-Süd« geschrieben. In Atlan 253 konnte man von »Varolaas« lesen.

Dharro

Dharro war der zweitgrößte Kontinent auf Drorah. Er hatte eine längliche Form und erstreckte sich in Nord-Süd-Richtung, wobei seine Ausläufer arktische wie antarktische Breiten erreichten. Hierdurch teilte er den planetenumspannenden Ozean in zwei Bereiche und war hauptverantwortlich für deren Strömungen. Seine bedeutendsten Städte waren Voranton und Karsenth. Ein großer Gebirgszug durchmaß ihn vom hohen Norden bis in südliche Breiten.

Ein bekannter Raumhafen war Akon-Paj. (PR 724)

K'Aromsch

Der kleinste und südlichste Kontinent war K'Aromsch. Er hatte eine fast rechteckige Form. In der Konar-Bucht an der Südküste des Südkontinents befand sich die Hauptstadt Konar.

Hier lebten die wohlhabendsten Akonen in prächtigen Landsitzen. Vertreter des Energiekommandos, des Regierenden Rates und wichtige Transmittertechniker lebten im Landesinneren, während die Küstengebiete von den Wohnsilos einfacher Arbeiter und Produktionskontrolleuren geprägt waren. (Atlan 252)

Ein zentraler Punkt der Verwaltung war das Büro für innerakonische Angelegenheiten. (Atlan 252)

An den Küsten gab es zahlreiche Unterwasserkuppeln, in denen Vergnügungseinrichtungen, wie der bei Jugendlichen beliebte Vergnügungspark Contree, und Wohnanlagen untergebracht waren. Die Kuppeln lagen teilweise 150 Meter unter der Meeresoberfläche. (Atlan 252)

Krynor-Gebirge

Dieser Höhenzug war bei den Akonen als Freizeitgebiet sehr beliebt. In eigens dafür eingerichteten Freigehegen konnte der Jagd auf Wildtiere nachgegangen werden. In den Gletscherregionen des Gebirges lag Solvanth. (Atlan 253)

Solvanth

Diese kleine Bergsiedlung lag auf einem Plateau in der Gletscherregion des Krynor-Gebirges. Wohntürme und Kuppeln aus Glassit, unter denen sich gepflegte Parkanlagen erstreckten, erhoben sich in der Eis- und Schneelandschaft. Bunte Transportbänder führten zu riesigen Schneefeldern. Um Solvanth vor Lawinen zu schützen, wurden Desintegrationsgitter aufgebaut, die die Schneemassen bei Bedarf auflösten. (Atlan 253)

Verbotene Oase

Diese Region lag auf dem Kontinent K'Aromsch. Es passierte oft, dass wohlhabende Akonen all ihre Reichtümer dem Staat überließen und sich in die Verbotene Oase zurückzogen.

Einmal hierher gelangt, gab es keine Rückkehr in die akonische Gesellschaft.

Das Gelände war für Jugendliche nicht zugänglich und wurde von einem Energieschirm gegen die Umwelt abgeschottet. Über den Schwarzen Kanal konnten sich ausschließlich Mitglieder des Regierenden Rates über die Geschehnisse in der Verbotenen Oase informieren. Befand sich jedoch ein Angehöriger des Ratsmitgliedes in der Oase, war auch der betreffende Rat ab diesem Zeitpunkt von der Übertragung ausgeschlossen. (Atlan 252)

Ein Verwaltungsgebäude mit einem gläsernen Portal stellte den Eingang in die Verbotene Oase dar. Musik und aus verborgenen Düsen strömende Wirkstoffe stimmten den Ankömmling auf seine Reise ein. Hinter einer Personenschleuse erstreckte sich ein langer Gang. Die Schleuse war das Tor des Vergessens und wurde von alten Steinreliefs umgeben. Ein Kraftfeld wirkte auf die Großhirnrinde ein und verursachte völliges Vergessen an das bisherige Leben.

Eine Besonderheit der Verbotenen Oase war es, dass Frauen und Männer streng getrennt waren und sich gegenseitig bekämpften.

Markante Punkte in der Verbotenen Oase waren die Tuborg-Insel, die von den Schändlichen bewohnt wurde (Atlan 253), und Bas-Toborgs Schloß.

Im Jahre 10.499 da Ark wurden Atlan, Fartuloon und Stehlea von Ra-Drohn von Akon-Akon in die Verbotene Oase gebracht, um sie hier vor den Behörden zu verstecken. Lediglich Atlan konnte dank seines Extrasinns der Strahlung des Tores des Vergessens widerstehen und behielt seine Erinnerung an sein bisheriges Leben. Fartuloon und Stehlea wussten nicht mehr, wer sie gewesen waren. Die beiden sanken auf eine frühere Entwicklungsstufe zurück und ihr archaisches Erbe brach durch. Nur mehr der Kampf um die Existenz war wichtig. Ethische und moralische Grundsätze wurden in den Hintergrund gedrängt.

Es gelang Fartuloon mit dem Skarg eine Strukturlücke im Energieschirm um die Verbotene Oase zu erzeugen und dieses Gebiet zu verlassen. (Atlan 253)

Hauptstadt Konar

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Heft: PR 2352
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Um 1344 NGZ hatte Konar etwa 35 Millionen Einwohner. Das Wahrzeichen von Konar war der zentrale Impuri-Turm. Im Zentrum der Stadt lag der Ratspalast, der an der Wurzel der nach Süden reichenden Halbinsel Lo-Ran lag. Stern- oder kreisförmig davon abgehend reichte die Stadt wie ein exakter Halbkreis nach Norden sowie wurzelförmig in das Meer nach Süden. Der Stadtkreis hatte einen Durchmesser von fast genau 100 km.

Die Hauptstadt lag an der Konar-Bucht und erstreckte sich zudem über die fünf Halbinseln (von Westen nach Osten) Garoth, Fho, Lo-Ran, Xath und Valroor. An der Südspitze der Halbinsel Garoth lag das Künstlerviertel Echnaricoll.

Die Stadtviertel hießen:

  • Kon-Anur (Nordwesten)
  • Kon-Isir (Westen)
  • Kon-Laath (Mitte)
  • Kon-Osar (Osten, reichte bis nach Süden auf die Halbinsel Valroor)
  • Kon-Nor (Südwesten, ging in die besiedelte Halbinsel Garoth über)
  • Kon-Sethor (Nordosten)

20 km östlich außerhalb der Stadtgrenzen lag der kreisförmige, etwa ebenfalls 20 km durchmessende Raumhafen.

Fallyn-See

Vom Raumhafen nach Nordosten abgehend reichte der Fallyn-See über 60 km in das Land hinein.

Oghaar-See

Südöstlich vom Fallyn-See lag der Oghaar-See, nur durch eine kleine Landzunge von ihm getrennt.

Veehraátoru

Ebenfalls auf Drorah befand sich die Vergnügungsstadt Veehraátoru. Benannt wurde sie vermutlich nach dem mythischen altakonischen/lemurischen Sonnenboten Vehraáto. Im Volksmund wurde sie die Stadt, in der niemand schläft, genannt, und es hieß, dort würde jeden Tag ein neues käufliches Laster erfunden. Im Rotodrom fand 1327 NGZ das Finale des Gravoball-Pokals statt. (Lemuria 4)

Lareddin

Lareddin ist ein unbedeutendes Nest, das jedoch einen kleinen Raumhafen hat. Bekannt wurde Lareddin im Jahre 2114, als dort der terranische Agent Jerry Blanchard überführt wurde und zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde, jedoch zwei Monate später fliehen konnte. (PR 146)

Fauna

Besiedlungsversionen

Akonische Geschichtsschreibung

Drorah war angeblich zu Ehren der lemurischen Admiralin einer Evakuierungsflotte benannt, die gegen Ende des Krieges gegen die Haluter den fünften Planeten anflog und die Evakuierten dort absetzte.

Lemurische Geschichtsschreibung

Die lemurische - und echte - Version der Geschichte unterscheidet sich deutlich von der akonischen. Die lemurische Geschichte zeigt, dass zu Beginn des Krieges gegen die Bestien/Urhaluter das Große Tamanium seine maximale Ausdehnung mit 111 Tamanien bereits erreicht hatte und Drorah schon im Jahre 50.270 v. Chr. die Hauptwelt des 87. Tamaniums war. Der Planet Drorah wurde von Vorfahren der Admiralin Drorah besiedelt, die in der Endphase des lemurisch-halutischen Krieges an der Evakuierung Lemurs beteiligt war. (Lemuria 5)

Geschichte

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Knapp entkommen
(im Gleiter über Konar)
Heft: PR 2324 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Zeit der Lemurer

Drorah wurde um 50.270 v. Chr. von den Lemurern besiedelt und war die Hauptwelt des 87. Tamaniums.

In der Zeit des lemurisch-halutischen Krieges übernahm der Goldene Talossa, ein Hathorabkömmling, als Zeitagent der Meister der Insel mithilfe einer Körperprojektion die Position von Tamrat Thaburac, des Tamrats des 87. Tamaniums. (PR-TB 411)

Drorah war als eine der Psionischen Bastionen im Lemurischen Kriegskalender verzeichnet - möglicherweise wurde der Planet aus diesem Grund im Gegensatz zu den meisten anderen von Lemurern besiedelten Welten nicht von den Bestien vernichtet. (Centauri 11)

Neuzeit

Die Welt wurde im Jahre 2102 beim ersten Flug des Experimentalkreuzers FANTASY entdeckt, bei dem Perry Rhodan den von den Druuf übernommenen und von Professor Kalup weiter entwickelten Linearantrieb testete. Die Akonen lebten zu dieser Zeit sehr isoliert. Sie reagierten trotz ihrer zum Teil überlegenen Technik (vor allem im Transmitterbereich) aufgrund der Verletzung ihrer Isolation ein wenig panisch. (PR 100, PR 107) Kurz nach der Entdeckung des Systems kam es zu einem limitierten Krieg zwischen Akonen und Terranern/Arkoniden.

Aufgrund der häufigen, selbstgewählten Isolation war die Bevölkerungsdichte auf Drorah relativ gering, um 1225 NGZ lebten hier nur etwa eine Milliarde Akonen.

Am 11. September 3587 wurde der Planet von einem Weltraumbeben getroffen und stark zerstört. (PR 975)

Drorah gehörte zu den Welten, die im Jahre 1340 NGZ mit dem Ara-Toxin infiziert waren. (Ara-Toxin 2)

Zerstörung

Ab November 1344 NGZ wurde die TRAITOR-Direktive verkündet. Drorah wurde von Mor'Daer der Terminalen Kolonne besetzt. Ein Dunkler Obelisk wurde in der Nähe des Ratspalastes errichtet. Die Mitglieder des Regierenden Rats wurden von Mikro-Bestien ermordet. Im August 1345 NGZ erschien eine komplette Operationsflotte der Kolonne von 2112 Einheiten und zerlegte die Oberfläche des Planeten in einzelne Proto-Kabinette. Von den sechs Kolonnen-MASCHINEN gingen zwei über den Polen und vier in einem identischen Abstand voneinander rings um den Äquator in Stellung.

Der Rest Drorahs wurde nach der erfolgreichen Parzellierung von Kolonnen-MASCHINEN in Energie umgewandelt.

Zur Erinnerung an die Kabinettisierung Drorahs wurden im März 1463 NGZ die Feierlichkeiten anlässlich des sogenannten Akon-Fanals begangen. (PR 2531)

Quellen