Eigen Korth

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Eigen Korth war ein Raumsoldat der ANISAPH.

Geschichte

Am 3. September 3126 gehörte Eigen Korth einem kleinen Bergungstrupp an, bestehend aus vier Raumsoldaten und zwei Mitgliedern des technischen Dienstes, der mit einer Space-Jet von der ANISAPH zur WAV-E übersetzte. (Polychora 1)

Atlan gehörte einem dieser Trupps als Beobachter an. Der Gruppe des Arkoniden hatte sich Harlon Darter angeschlossen. Zwei GLADIATOR-Roboter vom Typ TKR 3000-R4 mit speziellen Analysesystemen komplettierten den Trupp. (Polychora 1)

Da die angeflogene Schleuse der WAV-E auf funktechnisch erfolgte Öffnungsversuche nicht reagierte, machten sich die Männer bereit, sie manuell zu öffnen. Doch die plötzliche Ortung von energetischen Impulsen führte zum Auffahren des Schotts. Lebenszeichen an Bord der WAV-E wurden nicht festgestellt. Der dem Leutnant Vernil Grosz erteilte Befehl galt nicht dem Wohl der verschollenen Mannschaft der WAV-E, sondern der Sicherung des wichtigsten technischen Bauteiles des Experimentes, den nur Harlon Darter kannte. Dabei handelte es sich um einen experimentellen Miniatur-ATG. Zwischen zwei Maschinenblöcken wurde ein Schatten sichtbar, der in ein Aggregat eindrang, auf der anderen Seite wieder hervorkam, sich aufblähte, verblasste und auflöste. (Polychora 1)

Der von Leutnant Grosz geführte Erkundungstrupp traf auf einen Roboter, der die Frage nach dem Verbleib der Besatzung dahingehend beantwortete, dass sie einfach verschwunden war. (Polychora 1)

Inzwischen war es gelungen, die Bordsysteme der WAV-E von der ANISAPH aus zu kontrollieren. Die Aufzeichnungen der internen Schiffskameras wurden an die GLADIATOR-Roboter überspielt. Die Besatzungsmitglieder der WAV-E waren durchsichtig und ihre inneren Organe sichtbar geworden, ehe sie sich vollends aufgelöst hatten. Auch die Maschinenanlagen waren von dem Phänomen erfasst worden, hatten sich aber wieder stabilisiert. Harlon Darter hatte keine Erklärung für die Vorgänge. (Polychora 1)

Während ihres Vordringens zu dem Mini-ATG der WAV-E kam es zu Auflösungserscheinungen der Korridorwand. Materie formte sich um, nahm eine andere Gestalt an oder verschwand ganz, um einige Zeit darauf wieder zu erscheinen. (Polychora 1)

Das Team stieß auf eine Art Tür, die es im Aufbau dieses Schiffstyps eigentlich nicht hätte geben dürfen. Da die dahinterliegende Passage mit einer leichten Seitwärtsneigung zum ATG zu führen schien, wurde einer der Roboter vorausgeschickt. Mitten in dem stark gekrümmten Korridor änderte sich die Raumzeit. Die Luke war verschwunden und hatte einer massiven Wand Platz gemacht. Es blieb Atlan und seinen Kameraden nichts anderes übrig, als den Weg fortzusetzen. Der Korridor verformte sich zu einer Felsenhöhle mit einem kleinen See und einem Bachlauf. Sträucher säumten den Rand. Ein unübersichtliches Labyrinth von Höhlengängen hatte den Korridor abgelöst. Die Funkgeräte waren ausgefallen. Die Gruppe verließ die Höhle durch einen der zahlreichen Ausgänge und gelangte in einen weiteren Hohlraum, der mit bis zu hundert Meter hohen Bäumen bewachsen war und von einer Kunstsonne erhellt wurde. Der Durchmesser der Blase lag bei 40 Kilometern. Amphibienähnliche Intelligenzlebewesen bewohnten pilzähnliche Gewächse. Diese Wesen existierten auf einer anderen Realitätsebene. Die Hand von Leutnant Grosz glitt durch den Körper hindurch. Die Amphibien konnten Atlan und sein Team nicht wahrnehmen. Zerfallserscheinungen der Landschaft wurden beobachtet. Aus der sich bildenden weißen Masse entstanden neue Strukturen, die sich wieder zu der zuvor bestandenen Landschaft formten. Korporal Galverin Schmidt ging von einer Manipulation des Quantenschaums auf subatomarer Ebene aus. Untersuchungen sollten Klarheit bringen. (Polychora 1)

Harlon Darter fing ein schwaches Notsignal der Solaren Flotte auf, das eindeutig von der WAV-E stammte. Das eingebettete Zeitsignal nannte als Datum das Jahr 3378, also 252 Jahre in der Zukunft. Noch während die Teammitglieder über dieses unerklärliche Phänomen grübelten, tauchte Glimmer auf. Das Team vermied jeglichen Kontakt mit dem Phänomen, bis dieses sich zurückzog und verschwand. (Polychora 1)

Am Morgen des 4.  September machte sich die Gruppe auf den Weg zur nächsten Blase, die durch einen hundert Meter durchmessenden Schacht erreicht wurde. Eine Welt aus blauem Eis empfing sie. Intelligente Flatterwesen bevölkerten diese Sphäre. Auch bei ihnen handelte es sich um »Schattenwesen«, die in ihrer eigenen Teilrealität lebten. Die Arche schien ein Konglomerat aus Miniaturuniversen zu sein, in denen zahllose Völker lebten ohne Auseinandersetzungen untereinander um Lebensräume. (Polychora 1)

Der zur nächsten Hohlsphäre führende Schacht war als Schleusensystem ausgelegt. Dort herrschte eine Methan-Ammoniak-Atmosphäre vor. Eine Wüstenlandschaft schien sich endlos zu erstrecken. Zonen der Auflösung waren vielfach zu erkennen. Allerdings bildeten sich aus dem Schaum nicht immer neue Formationen. Es schien sich um eine ältere Blase zu handeln. Die Arche dürfte im Laufe der Zeit zu komplex geworden sein, um sie vollständig kontrollieren zu können. Über Jahrmillionen könnten immer neue Blasen dazu gekommen sein, während andere vernachlässigt wurden. Die Blase, in der sich das Team aufhielt, war zum Untergang bestimmt. Aus dem Quantenschaum entstanden keine Neuerungen. (Polychora 1)

Die Kontrollinstanz der Blase ließ eine Quelle sowie Früchte auf Stauden entstehen, damit die Teammitglieder ihren Durst und Hunger stillen konnten. Um diesen Ort bildete sich eine Blase, die mit Atemluft gefüllt war und die Giftgasatmosphäre aussperrte. So konnten die Helme abgenommen werden. Plötzlich tauchte Glimmer auf. Die Wolke berührte eine Staude, die sich in leuchtenden Schaum verwandelte. Die Männer und Frauen versuchten, jeglichen Kontakt mit Glimmer zu vermeiden. Ein von Atlan abgefeuerter Desintegratorstrahl ließ die Wolke sich auflösen. (Polychora 1)

Am 5. September erreichte die Gruppe eine weitere Blase, die in Zwielicht getaucht war. Die Sonne war schwarz und wurde von einer goldenen Aureole umgeben. Sanft geschwungene Höhenzüge waren mit Bäumen bewachsen. Der Durchmesser der Blase lag bei 20 Kilometern. Wieder waren die bereits bekannten Auflösungserscheinungen und die Neubildungen zu beobachten. Diese Blase wurde von vogelartigen Intelligenzen bewohnt. Auch hier war eine Kontaktaufnahme unmöglich. Plötzlich begann sich die Umgebung aufzulösen. Alle Teammitglieder, auch Atlan, lösten sich einfach auf. (Polychora 1)

Am 6. September wurde das Team von den Systemen der Arche wiederhergestellt. Atlan und Schmidt berichteten von ihrem Eindruck, dass ein fremder Geist mit ihrem Bewusstsein in Kontakt getreten war. Korporal Aliken Hantoon ließ auf ihrer Handfläche eine Rose entstehen. (Polychora 1)

Als die Gruppe ein Wasserloch erreichte, näherte sich ein riesiger, gepanzerter Käfer. Angen-Math war ein Wanderer, der sich schon seit sehr langer Zeit durch die unzähligen Blasen der Arche bewegte. Angen-Math berichtete von Menschen, denen er auf seinem Weg begegnet war. Obwohl das käferartige Wesen ebenfalls den verschobenen Völkern der Arche angehörte, hielt es sich anscheinend auf der gleichen Realitätsebene auf wie die Mitglieder des Teams, wodurch eine Verständigung ermöglicht wurde. Auch die von dem Wanderer entdeckten Menschen gehörten den Schattenwesen nicht an. Angen-Math berichtete über die Schaumphasentechnologie, die bestehende Gefahr für das Universum und das Wirken der Marodeure. Die Auflösungserscheinungen könnten die Ausdehnungen einer ganzen Galaxie umfassen. Korporal Galverin Schmidt gab eine Probe seiner neuen Fähigkeiten ab. Er erzeugte einen Riss im Boden, aus dem sich ein haushoher Felsblock emporschob und dann umfiel. (Polychora 1)

In der nächsten Blase, die ein Höhlensystem aufwies, tauchte Glitter auf und ließ tragende Felsnadeln zusammenstürzen. Harlon Darter wurde verschüttet. Schmidt und Hantoon schufen mit ihren neu gewonnenen Kräften eine Gasse, die frei von Staub und Steinbrocken war. Die Raumsoldaten befreiten den Siganesen und mussten sich vor Glitter zurückziehen. Korporal Schmidt und Korporal Hantoon wurden vom dem Glitter aufgelöst. Nach dem Verlassen der Höhlen und einem stundenlangen Flug wurden Gebäude geortet. Diese befanden sich auf der gleichen Daseinsebene wie das Team. Zwischen den Häusern tummelten sich Menschen, die derbe Kleider und unförmiges Schuhwerk trugen. Die schmalen Gesichter zeugten von Entbehrungen und Enthaltsamkeit. Sie trugen Waffen mit Projektilmunition. Thelen Drafos begrüßte die Ankömmlinge. Als Atlan erkannt wurde, forderte Drafos den Arkoniden auf, sofort wieder zu gehen. Mit der Ankunft Atlans erfüllte sich die Prophezeiung, die nach Ansicht von Thelen Drafos zum Ende der Welt und zum Tod führen würde. Die Dorfbewohner waren sich allerdings untereinander über die Rolle des Lordadmirals als Retter oder aber als jene Person, die den Untergang bringen würde, nicht einig. Bevor der Streit eskalieren konnte, ordnete Atlan den Rückzug an. Ein junger Mann folgte ihnen. Pirl Crisp berichtete über die Prophezeiung, die Atlan als Retter der Menschen aus der Unterdrückung durch die Fünf und die Rückkehr ins Paradies ankündigte. In der Prophezeiung wurde Atlan so genau beschrieben, dass ihn die Menschen sofort erkannt hatten, die sich bereits seit mehreren Generationen in Polychora aufhielten. Diese Menschen waren Nachkommen der Raumfahrer, die mit der WAV-E in die Arche gekommen waren. Obwohl erst drei Tage seit dem missglückten Experiment vergangen waren, schienen Atlan und seine Getreuen um rund 250 Jahre in die Zukunft versetzt worden zu sein. Das in den Notruf aus der WAV-E eingebettete Zeitsignal, das als Datum das Jahr 3378 nannte, schien richtig zu sein. Pirl Crisp kannte den Zugang in die Sphäre der Fünf. Die Teammitglieder tarnten sich notdürftig mit Umhängen. Buchanan Churl erschuf mit seinen bescheidenen Fähigkeiten der Manipulation des Quantenschaums eine Art Creme, die Atlan in seinem Gesicht auftrug, um seine Züge etwas zu verändern. (Polychora 1)

Ein drei Kilometer langer, 200 mal 200 Meter durchmessender Metallschacht führte in die benachbarte Sphäre, die 122 Kilometer Durchmesser, eine lichte Weite von 60 Kilometern aufwies und wie ein geschlossener Reifen, ein Toroid, geformt war. Ausgedehnte Waldgebiete, Wasserläufe und ein großer See waren hier zu finden. Die Instabilitäten waren hier zahlreich vertreten. Ein gigantischer Berg bildete einen Doppelkegel, der in 30 Kilometern Höhe seine schmalste Stelle mit etwa zwei Kilometern erreichte und dann wieder breiter wurde. Bis zur Mitte hin war der Zentralkegel vereist. Am Übergang der beiden Kegel waren Auflösungserscheinungen zu bemerken. In einer vor dem Berg liegenden Siedlung traf die Gruppe auf Jasmin, Serena und Palster Weiren. Crisp griff Weiren an, der drohte, Thelen Drafos über die Reise in die Nachbarsphäre zu unterrichten. Eine Wolke wirbelnder Eiskristalle hüllte den Jungen ein und verhärtete zu einem Eisüberzug. Steifgefroren stürzte Pirl Crisp zu Boden. Angen-Math sprang auf Palster Weiren zu und brach ihm das Genick. Pirl wurde von Serena untersucht. Atlan zerstrahlte mit seiner Waffe das Funkgerät, mit dem Weiren Drafos kontaktieren wollte. Serena bemerkte die Creme in Atlans Gesicht. Der Lordadmiral wollte die Frau nicht belügen und enthüllte seine wahre Identität. Heftige Diskussionen entbrannten unter den Dorfbewohnern. Alle waren erfreut, dass der Retter gekommen war, um sie in das Paradies zu führen. Atlan versprach, die Fünf zu suchen. (Polychora 1)

Am 7. September brachen Atlan und seine Leute zum Doppelkegel auf. Mit ihren Flugaggregaten schwebten die Männer zur Stadt hoch, die sich an die Flanken des Berges schmiegte. In einer Halle stießen sie auf übelriechende Algenbassins, die wahrscheinlich zur Nahrungsmittelversorgung von Pirl Crisps Dorf dienten. Ein Antigravschacht führte die Gruppe zu flachen, quaderförmigen Gebäuden, die verlassen waren. Das Team rückte immer weiter vor, bis sie einen großen Platz erreichten, auf dem eine aufgebrachte Menge zwei hochgewachsene Menschen wütend beschimpften. Gesprächsstoff war die Ankunft Atlans in Polychora. Die beiden Buntgekleideten flohen und legten den Verfolgern Hindernisse in den Weg, die aus dem Nichts erschienen. (Polychora 1)

Auf ihrem weiteren Weg durch die Stadt aus Eis und Stahl stießen die Männer auf eine Gruppe armseliger, ausgemergelter Menschen, die eine Gruppe aus jungen, kraftvollen und bunt gekleideten Bewohnern mit Sprengsätzen und metallenen Werkzeugen angriffen. Blind vor Wut und mit dem Vertrauen auf ihren Retter Atlan stürzten sich die Sklaven auf ihre Herren. An mehreren Stellen bildeten sich plötzlich Glitter. Das Glitter schien gesteuert zu werden. Die Raumsoldaten stellten sich dem gefährlichen Phänomen entgegen und lösten ihre Desintegratoren aus. Atlan verfolgte einen der fliehenden Buntgekleideten und stellte ihn. Eine mannsgroße Zone Glitter bedrängte den Arkoniden, wurde aber von Harlon Darter und den Raumsoldaten vertrieben. Feynrich warf Atlan vor, gekommen zu sein, um alle zu töten. Der Lordadmiral wäre ein Gesandter der Marodeure und sollte das Paradies zerstören, das diejenigen Menschen, die die Schaumphasentechnologie beherrschten, geschaffen hatten. Die übrigen Bewohner trugen nichts zum Erhalt des Paradieses bei, wodurch ihre Existenz nicht im Einklang mit der Welt stand. Atlan war über diese Sichtweise ziemlich erzürnt. Der Aufenthaltsort der Fünf war Feynrich unbekannt. Das Gerücht ging jedoch um, dass sich einer der Fünf gegen die anderen gewendet hatte und getötet worden war. Atlan ließ Feynrich gehen. (Polychora 1)

Atlan wollte von nun an allein auf die Suche nach den Fünf gehen. Gleichzeitig wollte er die unterdrückten Menschen befreien, die Arche stabilisieren, die Schattenvölker retten und die Schaumphasentechnologie in seinen Besitz bringen. Leutnant Grosz hatte Bedenken, akzeptierte aber schlussendlich die Entscheidung. Atlan akzeptierte lediglich Harlon Darter als Begleitung. (Polychora 1)

Quelle

Polychora 1