Ernst Ellert

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Person. Für weitere Bedeutungen, siehe: Ernst Ellert (Begriffsklärung).

Ernst Ellert war ein terranischer Mutant, Mitglied des Mutantenkorps und Bote der Superintelligenz ES.

Erscheinungsbild

1. Er war groß. 1972 verlor er seinen rechten Arm bis kurz vor dem Ellenbogen durch einen Stromschlag, der ihn verbrannte. (PR 7) Im Jahre 2044 waren die Zerfallserscheinungen an seinem Körper durch die lange Abwesenheit seines Bewusstseins so weit fortgeschritten, dass der rechte Arm amputiert werden musste. Er erhielt eine Prothese, in die ein Hypnostrahler integriert war. (PR 91)

2. Das Doppelkonzept Ellert/Ashdon hatte den Körper eines kräftigen Mannes. (PR 910)

3. Der Virenkörper war schlank, haarlos, 1,80 m groß mit bläulicher, von innen heraus leuchtender Haut. Er konnte sich von kristallhart bis organisch weich verändern und sich in eine Virenwolke auflösen.

4. Nach dem Verlust des Virenkörpers trat Ernst Ellert im Bereich der Mächtigkeitsballung Estartu vorübergehend mithilfe eines Projektionskörpers in Erscheinung. In dieser Gestalt wirkte er schlank und hoch gewachsen. Er hatte schwarzes Haar und wache Augen. (PR 1340)

5. Ellert erhielt an dem Ort der Erfüllung einen neuen, sterblichen Körper: den eines Barkoniden. Dieser Körper war 1,80 Meter groß und schlank. Er trug silbergraues Haar, das ihn alt wirken ließ, war bartlos und hatte eine Haut mit einer satten Brauntönung. (PR 1475)

Charakterisierung

Ellert war zu der Zeit, als er noch körperlich auf der Terra lebte, ein leidenschaftlicher Spätaufsteher und traf sich einmal in der Woche mit seinen Freunden, die auch als erste von Ellerts Psi-Fähigkeiten erfuhren. (PR 4)

Er rauchte Zigaretten. (PR 4) Seine bevorzugten Marken waren Peter Stuyvesant und Ernte 23. (PR 2909)

Seinen Virenkörper liebte er nicht besonders. (PR 1306)

Anmerkung: Ernst Ellert wird in PR 1340, Kap. 1 als mentalstabilisiert bezeichnet. Es ist bislang nicht bekannt, wann und in welcher seiner Gestalten er sich der Operation unterzogen haben könnte.

Parafähigkeiten

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Ernst Ellert beim Parapoling, 2113
Heft: PR 140 4.Auflage - Innenillu 2
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Ernst Ellert verfügte über zwei einzigartige Fähigkeiten: Er war Teletemporarier und Parapoler. (PR 1340)

Anmerkung: Da Ellert nicht mit atomarer Strahlung in Berührung kam, handelte es sich bei der Ausprägung seiner Begabungen um eine seltene spontane Mutation.
  • Teletemporation – Die Fähigkeit der Reise durch die Zeit mithilfe des Geistes, wie Ellerts Freund Aarn Munro sich ausdrückte – ermöglichte es ihm, Zeitreisen in vergeistigter Form zu unternehmen, während sein Körper in eine Art Starre verfiel. Hierbei bewegte sich Ellerts Geist an dem Zeitstrang entlang, der bedingt durch die Verhältnisse zum Reisebeginn die höchste Wahrscheinlichkeit besaß. Ein Wechsel quer zum Zeitstrom und der Ausblick auf andere mögliche Zukünfte waren ebenfalls möglich. Eine konkrete Aussage, wie sich der Lauf der Zeit entwickeln würde, konnte er jedoch nicht treffen. Trotzdem gelang ihm, während er seinem Freundeskreis seine Fähigkeiten erstmalig demonstrierte, die korrekte Vorhersage, dass er sich in einer Woche am Goshun-See in der Wüste Gobi befinden werde.
  • Parapoling – Diese Fähigkeit ermöglichte es ihm, in die Körper anderer Lebewesen zu schlüpfen und mit deren Bewusstsein zu kommunizieren. Im Laufe seines Lebens verlor er diese und erhielt neue Parafähigkeiten.

Im Unterschied zu den Gängern des Netzes war Ernst Ellert dazu in der Lage, die Präferenzstränge des Psionischen Netzes auch ohne den Abdruck des Einverständnisses zu bereisen. (PR 1327 – Computer)

Geschichte

Frühe Jahre

Ernst Ellert wurde am 7. August 1940 in München geboren. Seine Eltern waren Irene und Siegfried Ellert. Während des Zweiten Weltkriegs war er kinderlandverschickt und lebte auf einem Gut in der Nähe von Lenggries.

Nach dem Krieg wurde er Schriftsteller und lebte in München-Schwabing. Dort arbeitete er in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts als Feuilletonist für die Münchner Abendpost und unterhielt einen großen Freundeskreis, der sich regelmäßig in Ellerts Wohnung traf. Hierzu gehörten unter anderem der Maler Jonny, der Arzt Frettel, der Verleger einer kleinen Zeitschrift, Aarn Munro, der verkrachte Student Heinrich Lothar sowie diverse Damen, die diese Lebenskünstler bewunderten. (PR 4)

Die ersten Zeitreisen

Am 7. Juni 1971 wurde Ernst Ellert durch einen Zeitanker im Englischen Garten in das Rote Universum versetzt. Dort erhielt er von einem Unbekannten eine Art Sanduhr in Form einer goldenen Hantel und wurde aufgefordert, sich mit der Theorie der Zeitreisen zu beschäftigen. Allein der Gedanke an Zeitreisen brachte »etwas« in ihm zum Schwingen. Bei dem Unbekannten handelte es sich höchstwahrscheinlich um Perry Rhodan, der aus dem Roten Universum in das Jahr 1344 NGZ zurückkehrte. Die »Sanduhr« war ein Holistisches Fraktal des Mentalen Symposions.

Einige Wochen später, im Juni 1971, reiste Ellert nach Zürich, wo er die Sanduhr in einem Schließfach der Privatbank Hoppinger & Cie deponierte. Er folgte damit der Anweisung ihres Überbringers, das Objekt niemandem zu zeigen und sicher zu verwahren.

Im August 1971 machte er erstmals Erfahrungen mit seiner Paragabe der Teletemporation und erzählte seinen Freunden von diesem Erlebnis. Er hatte seinen Geist mehr als zwei Jahre zum 17. November 1973 in die Zukunft versetzt, wo er erfahren hatte, dass die Welt nicht in einem Atomkrieg untergehen würde. Noch während des Abends teletemporierte sich Ellert eine Woche in die Zukunft, wo er sich in der Gobi bei Perry Rhodan wiederfand. (PR 4)

Anmerkung: In Das Rote Imperium 3 heißt es, Ellert habe erst im September 1971 erkannt, dass er ein Mutant ist und sei Rhodan erst im November 1971 persönlich begegnet. Hierbei handelt es sich um einen Autorenfehler.

Im September 1971 experimentierte Ellert mit seiner Paragabe und unternahm einige Zeitreisen in die Relativzukunft, um sich in der Welt der Hochfinanz über lukrative Börsengeschäfte zu informieren und diese Kenntnisse in der Relativgegenwart zu seinem Vorteil auszunutzen. So war es ihm möglich, den Schweizer Privatbankiers detailgenaue Anweisungen für den Erwerb von Wertpapieren zukommen zu lassen. Auf diese Weise finanzierte er sein Schließfach für die nächsten Jahrhunderte. Außerdem erfuhr er dabei offenbar auch vom Angriff der Dolans auf Terra im Jahre 2437, denn er wies die Bankiers an, den Inhalt seines Schließfachs in einem Tiefbunker zu deponieren.

Ellert wurde danach Mitglied des Mutantenkorps. (PR 4)

Ernst Ellerts eigentliche Geschichte begann mit seinem körperlichen Tod. Er starb 1972 kurz nach seinem Eintritt in das Mutantenkorps im Kampf gegen die Individual-Verformer einen scheinbaren Tod durch Stromschlag, als er ein vorhergesehenes Unglück verhindern wollte. Sein klinisch toter, aber nicht zerfallender Körper behielt die normale Temperatur und kühlte sich nicht ab, obwohl er keine Energie bekam. Er wurde von Perry Rhodan in einem Mausoleum unterhalb des damals noch kleinen Terrania City gebettet und mit allem versehen, um schnell freizukommen, falls das Bewusstsein wieder in den Körper zurückkehrte. Es gab einen geheimen Eingang in die gut gesicherte Gruft Ellerts, die nur wenige Personen kannten. Der »Ausbruch« von innen ließ sich dagegen in maximal 30 Minuten bewerkstelligen. (PR 7)

Reise durch das Multiversum

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Planetenroman 94
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Infolge des Unfalls wurde Ernst Ellerts Geist aus dem Körper in ein Paralleluniversum geschleudert. Bei dem unkontrollierten Sturz fiel sein Bewusstsein zunächst in der Zeit rückwärts. Bald jedoch entdeckte Ellert, dass er seinen Weg durch Zeit und Raum teilweise kontrollieren konnte. Bei seiner ersten willentlichen Beeinflussung seiner örtlichen und zeitlichen Koordinaten entdeckte er das Wesen Gorx auf seinem einsamen Planeten. Ohne es zu wollen, drang Ellert in dessen Bewusstsein vor, wodurch er seine zweite Fähigkeit, das Parapoling entdeckte. (PR 7)

Da Ernst Ellert ohne Körper existierte, konnte er sich schnell innerhalb der Zeit bewegen, weil er ohne elementare Masse die Lichtgeschwindigkeit durchbrechen konnte. Bei seiner Reise durch das Universum entdeckte Ellert als nächstes die Walzen auf der glutflüssigen Erde, dann die Altaner, die ihren Planeten Altan zerstörten. Nach einem Aufenthalt bei den Frühmenschen der Erde wurde Ellert durch ein Unglück in das Zeitmauer-Universum verschlagen. Dort versuchte er, auf dem Planeten Bracklar und später auf Roster einen Weg zurück in sein heimatliches Universum zu finden. Seine Bemühungen scheiterten jedoch, weil er in dem fremden Universum die Zeit nicht mehr beeinflussen konnte und auf das dreidimensionale Kontinuum beschränkt war. Nur in einem festen Körper konnte er die Grenze zum heimatlichen Universum überqueren. Darum beeinflusste Ellert über viele Millionen Jahre hinweg die Kultur der Spharonen, bis diese aufbrachen, um die Zeitmauer zum Standarduniversum zu suchen. Im Körper eines Technikers gelangte Ellert wieder in das vermeintliche Standarduniversum. Dort konnte er seinen eigenen Körper wiederfinden, bevor der Unfall mit dem IV passierte.

Anmerkung: Obwohl nicht explizit erwähnt, befand sich Ellert zu dem Zeitpunkt offensichtlich in einem Paralleluniversum. Er schien diesen Umstand früher oder später zu erkennen und begab sich wieder auf die Suche nach seiner richtigen Heimat.

Helfer der Menschheit

Auf ungeklärte Weise gelangte Ellert im Lauf seiner Ewigkeiten währenden Reise in die Vergangenheit des Roten Universums. Die Endstation seiner Reise war das Jahr 2043, in dem er als Gastbewusstsein im Körper des Druuf-Wissenschaftlers Onot als Onot-Ellert erneut auf die Terraner traf. Er verließ die Druuf und kehrte in seinen menschlichen Körper zurück. Zuvor gelang es ihm, die Pläne für das druufsche Lineartriebwerk zu erbeuten, die er an Perry Rhodan weitergab.

In der Folgezeit verbrachte Ernst Ellert nur wenig Zeit in seinem Originalkörper. Seine Fähigkeit der Teletemporation hatte er nach eigener Aussage verloren, konnte aber weiterhin das Parapoling nutzen. So reiste er zu anderen Zivilisationen, wo er einzelne Individuen als Gast oder Berater »bewohnte«. Sein menschlicher Körper war ihm fremd geworden. Sein verbrannter Arm war von den Terranern durch eine Prothese ersetzt worden, die zusätzlich Strahlenwaffen enthielt. Ellert benutzte diesen Arm niemals.

2113 holte Perry Rhodan Ernst Ellert erneut zurück, um mithilfe seiner Fähigkeiten mehr über den organischen Bestandteil der Posbis zu erfahren. Ellert bezwang das Kommandogehirn eines Fragmentraumers. Dadurch gelang es den Terranern, zwei Transformkanonen der Posbis zu erbeuten und zu untersuchen. Ellerts Geist wurde schließlich schwächer und so gelang es dem posbischen Kommandohirn, Ellert aufzusaugen. Der Fragmentraumer stürzte auf die Oberfläche des Posbiplaneten Frago ab. Ernst Ellerts Körper begann abzusterben, wurde aber trotzdem wieder in die Kuppel unter der Oberfläche von Terrania gebracht. Nach der Explosion des Fragmentraumers gab es kein Lebenszeichen von Ellert mehr.

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Doppelkonzept Ellert/Ashdon

3583 bildete Ellert zusammen mit Gorsty Ashdon das Doppelkonzept Ellert/Ashdon, büßte dabei aber seine Parafähigkeiten ein. Während das Doppelkonzept auf EDEN II weilte, erhielt es einen Hilferuf von ES und machte sich auf die Reise, die Superintelligenz zu finden. Auf dem Planeten Sphäro freundeten sich Ellert/Ashdon mit dem Roboter Akrobath an, der sie auf der weiteren Reise begleitete. (PR 893)

Auf dem Planeten Sceddo bestiegen sie als blinde Passagiere den Robotkreuzer KARMA, der jedoch bei dem Versuch, dessen automatische Steuerung zu umgehen, in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sie mussten auf Scharzo notlanden. Die dortige Sonneneinstrahlung bewirkte, dass Ernst Ellert vorübergehend wieder die Fähigkeit erlangte, durch das Universum zu reisen. (PR 921)

Während der Weiterreise zur Galaxie Erranternohre erreichte Ellert ein telepathischer Befehl, den Bewusstseinsinhalt Ashdons zu töten. Nur mit äußerster Mühe konnte er sich dem Befehl widersetzen. (PR 935)

Anmerkung: Es wird nicht deutlich gesagt, woher oder von wem der Befehl kam. Er verstärkte sich jedoch, je mehr sich die KARMA der vor ihr liegenden Galaxie näherte. Daher kann angenommen werden, dass der Befehl aus der Materiesenke Jarmithara stammte, zumal die KARMA schließlich in Tacintherkol strandete.

Das Doppelkonzept verlor schließlich das Bewusstsein und der Tötungsdrang endete. Sie strandeten auf dem Weltenfragment Scherbe. Gleichzeitig mit ihm erreichte auch Perry Rhodan diesen Ort, doch das wussten Ellert/Ashdon nicht. Jedoch waren beide Parteien von dem einzigen Bewohner Silberfuchs bemerkt worden, der gerne einen der Raumanzüge haben wollte, um von Scherbe zu fliehen. Deswegen hetzte er sie gegeneinander auf. Ellert setzte dem ein Ende, indem er selbst für den mit ihm im Konzept gefangenen Ashdon überraschte und kapitulierte. Sein Gegner erschoss ihn nicht, sondern suchte das Gespräch, und so erkannten sich die beiden langjährigen Freunde wieder. Gemeinsam überlisteten sie Silberfuchs und verließen Scherbe wieder, während die unglückliche Projektion hinter ihnen zurückblieb. (PR 967)

Später konnten die Freunde dann endlich mit ES Kontakt aufnehmen. Sie wurden von Kemoauc aus der Materiesenke geholt und auf die BASIS gebracht. (PR 967) Hier zeigte vor allem Ras Tschubai intensives Interesse an Ellerts vergangene Reise durch das Universum. (PR 968)

Als ES kurze Zeit später mit der HORDUN-FARBAN aus der Materiesenke gebracht werden konnte, erhielt das Doppelkonzept als einziges die Erlaubnis, mit ES zu sprechen. Sie erfuhren, dass ES stark geschwächt war und »paranormale positive Substanz« benötigte. Mit dieser Botschaft wurde Ellert zurück zur BASIS geschickt. Rhodan ahnte sofort, dass es um die Mutanten ging. Tatsächlich war ES gezwungen, eine ganze Reihe Mutanten aufzunehmen, um sich wieder zu stabilisieren. Auch das Doppelkonzept ging am 1. Oktober deshalb freiwillig in ES auf. (PR 968)

Im Auftrag von ES

426 NGZ schickte ES Ernst Ellert nach Terra, um das Projekt Projektionserde mithilfe des Psi-Trusts zu realisieren, er unterstützte Terra anschließend bei der Abwehr der Sieben Plagen Vishnas.

Von den Kosmokraten Vishna und Taurec erhielt er einen Körper aus der Substanz des Virenimperiums. (PR 1340) Er konnte diesen Virenkörper von kristallhart bis organisch weich verändern und sich in eine Virenwolke auflösen. Ellert wurde deshalb nun auch Metamorpher genannt (PR 1341 – Computer), manchmal auch Virenmann. (PR 1366)

Im Dezember 428 NGZ flog Ernst Ellert mit der ZUGVOGEL, dem ersten aus der Substanz des Virenimperiums gebildeten Virenraumschiff, als erster der Vironauten nach EDEN II, um es als Chronofossil zu präparieren. (PR 1306, PR 1340)

Wieder durch die Unendlichkeit

Nach einigen Abenteuern als Vironaut, die ihn weit herumführten, verlor er seinen Virenkörper. Die genaueren Umstände behielt er später stets für sich. Wieder einmal streifte Ernst Ellert als freies Bewusstsein durch die Unendlichkeit und besuchte fremde Lebewesen ohne Zahl. (PR 1340)

Auf einer seiner Reisen entdeckte er den Ort der Erfüllung, wo er eines Tages einen neuen Körper zu erlangen hoffte. Dann überwältigte ihn das Heimweh. Bei der Suche nach der Heimat stieß er auf die Stränge des Psionischen Netzes, die er zuvor bereits als Vironaut erlebt hatte, und fand auf diese Weise den Weg in die Mächtigkeitsballung Estartu. Etwa Mitte 445 NGZ hatte er einen flüchtigen psionischen Kontakt, in dem er Gucky informierte. (PR 1306, PR 1340)

Auf der Spur der Menetekelnden Ephemeriden

Bei einem Streifzug in der Galaxie Absantha-Gom geriet Ernst Ellert in akute Lebensgefahr durch einen Schwarm von Pseudo-Psiqs, die seinen Verstand einfingen und zu absorbieren drohten. Er sandte einen mentalen Hilfeschrei, den Testare hörte. Alaska Saedelaeres ehemaliges Cappin-Fragment, mittlerweile durch einen Projektionskörper von seinem Partner unabhängig, rettete Ellerts Bewusstsein, indem er die Menetekelnden Ephemeriden weglockte, bis sie von selbst vergingen. In einer Netzgänger-Station in der Nähe demonstrierte Testare dem körperlosen Ellert dann, wie er das Psionische Netz verlassen konnte, um an Bord der Station einen Projektionskörper zu bekommen. Ellert hörte von den Wundern ESTARTUS, und die beiden kamen überein, sich ein wenig in Absantha-Gom umzusehen. Dabei besuchten sie unter anderem einen Planeten des unbedeutenden Volks der Sarozaben. (PR 1340)

Nach einigen Wochen beschlossen sie, gemeinsam Nachforschungen über die vielfach beobachtete Unruhe der Menetekelnden Ephemeriden vor allem in der Nordseite der Galaxie anzustellen und informierten die Gänger des Netzes. (PR 1340)

Im Oktober des Jahres 446 NGZ ergab sich eine erste Spur, als ein Ephemeridenschwarm im Schlepptau einer Flotte von 100 Raumschiffen der Uribiter über die Ephemeriden-Boje ENTEHEL-09 her fiel. Dort leitete der Nakk Naradha die Abwehr der verrückt spielenden Pseudo-Psiqs. Ernst Ellert konnte nicht in sein Bewusstsein einzudringen; es schien zu fremdartig zu sein. Nach dem Abklingen der psionischen Strahlung überstellten die Nakken von der Boje den gefangenen Traifaer Pol-sa-for, der zu diesem Zeitpunkt Ernst Ellert und Testare beherbergte, auf eines der Gardistenschiffe. Von Pol-sa-for wechselten die beiden auf den Uribiter Defferu über. Die Flotte, die von den Ephemeriden weitgehend verschont geblieben war, setzte ihren Weg nach Eylatt fort. (PR 1340)

Dort wurden die Uribiter bereits von dem Elfahder Drohl und fünf Animateuren, den neuen Machthabern der Mächtigkeitsballung Estartu, erwartet. Sie beriefen sofort eine Konferenz mit Kommandant Sollopra an Bord seiner GRAN-JOCAR ein. Ellert und Testare begleiteten Sollopra. Drohls Nachricht von der Machtübernahme der Animateure stürzte den Kommandanten in einen Loyalitätskonflikt. Einer der Animateure verlangte sogar, dass Sollopra die abtrünnig gewordenen Ewigen Krieger Granjcar, Ayanneh und Ijarkor bei einem geplanten Geheimtreffen verhaften sollte. Der Uribiter bat um Bedenkzeit und beging kurz darauf Selbstmord, nicht zuletzt aufgrund Ernst Ellerts Einflüsterungen. (PR 1340)

Ellert und Testare wurden fortgeschleudert. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt bei dem Traifaer Rut-ta-ver erreichten sie die nahe gelegene Teleport-Station auf Traifon. Sie wurden Zeugen, wie die Delegation der neuen Machthaber ihr Glück bei dem Nakken Dobaril versuchte. Drohl berichtete auch hier von dem Tod des Ewigen Kriegers Pelyfor in der fernen Milchstraße und verlangte von ihm, sich den neuen Herren – den Animateuren – unterzuordnen. Dobaril verweigerte den Kotau. Er fühlte sich wie alle Nakken nur ESTARTU verpflichtet. Vage bemerkte er zwar die kurzzeitige Anwesenheit eines fremden Bewusstseins in der Station, wusste aber nicht, dass er von Ernst Ellert und Testare belauscht wurde. (PR 1340)

Nachdem Ernst Ellert und Testare Pol-sa-for befreit hatten, gab es den nächsten Ephemeriden-Alarm. Während der Arbeiten mit den Ephemeriden konnte Dobaril als Ursache für deren vielfach beobachtete Unruhe eine Handvoll Störquellen an der Nordseite von Absantha-Gom ausfindig machen, die alle innerhalb eines nicht mehr als sechs Lichtjahre durchmessenden Raumsektors rings um das bislang unbeachtete Shantsystem lagen. Im Körper des Ondolusken Schurlischur begleiteten Ellert und Testare den Nakken auf dem Weg von Traifon nach LEHENTEL-17, einer Ephemeriden-Boje am Nordrand von Absantha-Gom ganz in der Nähe der Störquellen. (PR 1340)

Wieder war es nicht möglich, die Nakken direkt zu belauschen. Durch einige verirrte Psiqs erfuhren Ernst Ellert und Testare trotzdem von dem Durchbruch, den Dobaril und sein Artgenosse Varik erzielten, als sie eine gewaltige Ansammlung eines Psichogons in der Nordseite von Absantha-Gom als Störquelle für die Menetekelnden Ephemeriden ausmachten. Zwei Sonnensysteme, Shant und Argom, konnten exakt lokalisiert werden. Diesmal bemerkten die Nakken nichts von Ellerts und Testares Anwesenheit. (PR 1340, PR 1341)

Die beiden Körperlosen verließen die Boje und stellten den Gängern des Netzes ihre Erkenntnisse über den nächsten Informationsknoten zur Verfügung. Anschließend machten sie sich auf den langen Weg zum Ort der Erfüllung. (PR 1340)

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Ernst Ellert mit Barkonidenkörper, 491 NGZ
Heft: PR 1475 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Die Suche nach den Zeittafeln

Nach der Auflösung der Virensubstanz bekam Ernst Ellert am Ort der Erfüllung den Körper eines Barkoniden. Er war nun ein normal Sterblicher, ohne genau zu wissen, wie lange seine Lebenserwartung sein würde. Wieder büßte er seine Parafähigkeit ein und wurde von ES auf die Suche nach den Zeittafeln von Amringhar geschickt. Seine Zeit als Sucher dokumentierte er in der Perle Moto. Ellert erwies sich dadurch als Zeuge der ersten Jahre der sich errichtenden Cantaro- bzw. Monos-Herrschaft. Wiederum im Auftrag von ES veranlasste Ellert die Dezentralisierung der BASIS, ohne jedoch den genauen Grund zu kennen. Nach der DORIFER-Katastrophe brach Ellerts Kontakt zu ES ab.

Die Suche nach Gesil

Nachdem sich die Suche nach den Zeittafeln als gegenstandslos erwiesen hatte, machte es sich Ellert zur Aufgabe, Perry Rhodans verschwundene Frau Gesil zu finden. Nach einigen Jahren fand er sie in der Raum-Zeit-Falte Uxbataan, wo sie gemeinsam mit Testare gefangen gehalten wurde. Gemeinsam gelang den Dreien die Flucht. Während in Uxbataan nur ein paar Jahre vergangen waren, waren außerhalb der Raum-Zeit-Falte über 700 Jahre verstrichen.

Nach der Monos-Herrschaft

Nach dem Ende der Monos-Herrschaft machten es sich Ernst Ellert, Testare und Alaska Saedelaere zur Aufgabe, die wahren Zeittafeln von Amringhar zu finden. Dort sollte sich auch der Sitz von ES befinden, welcher in offensichtlicher Verwirrung die Unsterblichkeit von Perry Rhodan und seinen Freunden zurückgefordert hatte. Ellert selbst wollte von ES von seinem sterblichen Körper befreit werden und wieder körperlos weiterexistieren.

In Fornax gelang es Ellert mit Hilfe des Weisen von Fornax und Siela Correl Kontakt zu ES zu bekommen. Er und Testare wurden von ES aufgenommen und verloren ihre Barkonidenkörper endgültig.

Als schließlich die neuen Zellaktivatorchips verteilt wurden, trat Ernst Ellert als Bote von ES auf. Er besaß nun wieder seinen ursprünglichen Körper, den er zur Zeit der Dritten Macht besessen hatte. Nachdem Ellert die beiden letzten Chips an die »Spiegelgeborenen«, die Vandemar-Zwillinge, vergeben hatte, folgte er ES in das Arresum.

Als die Hamiller-Tube die BASIS ins Arresum führte, übernahm Ellert das Kommando und schaltete die Hamiller-Tube ab. Er erläuterte die Wichtigkeit der Trennschicht zwischen Arresum und Parresum und die Gefahr für diese Trennschicht durch die Abruse. Ferner führte er aus, dass das Reich der Abruse durch die Schaffung dreier Lebensinseln mithilfe der Nocturnenstöcke und der ehemaligen Konzepte nach und nach verschwinden würde.

Am 28. Dezember 1220 NGZ kam Ellert noch einmal in das Parresum zurück. Als er an Bord des AACHTHOM erschien, begleiteten ihn Zehntausende Konzepte. Sie sollten in Zukunft die Biophore dieses Sporenschiffs im Arresum verteilen. Durch Ellert erfuhr Perry Rhodan nun die Geschichte der Sieben Mächtigen des Arresums. Er erklärte auch, dass die Menschheit von nun an frei sei. Weder von ES, noch von den Kosmokraten wären weitere Aufträge zu erwarten und die Superintelligenz selbst würde sich für »längere Zeit« zurückziehen. Außerdem wies er Rhodan darauf hin, dass dieser keine andere Wahl habe, als bald die Brücke in die Unendlichkeit zu betreten. Zu weitergehenden Erläuterungen war Ernst Ellert jedoch nicht bereit. Er übergab Rhodan noch eine kleine schwarze Box mit unbekanntem Inhalt, dann machte er sich zurück auf die Minusseite des Universums, um dort weiter im Sinne von ES zu wirken. (PR 1799)

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Hilfe für ES

Ende 1462 NGZ oder Anfang 1463 NGZ traf Ernst Ellert mit einer Sektorknospe in der Galaxie Diktyon auf einen Expeditionsverband der Elfahder unter der Führung von Oberprotektor Bellyr. Die Elfahder erhielten den Auftrag, der sterbenden Superintelligenz ES zu helfen, und Ellert nahm die Elfahder-Flotte in das Innere der Sektorknospe auf und transportierte sie zum Polyport-Hof KREUZRAD in der Galaxie Anthuresta. (PR 2569)

Etwa um den 9. Mai 1463 NGZ herum befanden sich Perry Rhodan und Mondra Diamond auf dem Weg nach Wanderer, als sie Kontakt zu Ernst Ellert bekamen. Homunk, der zuvor als Bote von ES aufgetreten war, war mittlerweile genau wie die Superintelligenz selbst komplett von der Hyperkälte eingefroren, sodass Ellert die Funktion des Boten einnehmen musste. Ellert ermahnte Rhodan, wie auch Homunk zuvor, dringend das PARALOX-ARSENAL für ES zu finden, da dieses die einzige Möglichkeit darstellte, die sterbende Superintelligenz zu retten. Er warnte Rhodan davor, dass die Möglichkeit bestand, dass ES in seinem Todeskampf die Bewusstseine aller Intelligenzwesen in seiner Mächtigkeitsballung aufsaugen würde, was gleichbedeutend mit deren Tod sein würde, und dass es dies unbedingt zu verhindern gelte. Außerdem erfuhr Rhodan von Ellert, dass Lotho Keraete vor einiger Zeit zur Schneise von Anthuresta aufgebrochen war, um dort mehr über das PARALOX-ARSENAL herauszufinden. Keraete war von dort nicht zurückgekehrt, und ES ging davon aus, dass Keraete dort gestorben war. Nach dem Austausch dieser Informationen löste sich das Bild von Ernst Ellert wieder auf. (PR 2583)

Nach dem Sieg von ES über VATROX-VAMU im Kampf um das PARALOX-ARSENAL und der Teilung von ES und TALIN am 11. Mai 1463 NGZ war Ernst Ellert so fest mit ES verschmolzen, dass eine erneute Freisetzung laut ES »völlig unmöglich« sei. (PR 2599)

Wissenswertes

K. H. Scheer erkannte, dass der von Clark Darlton in PR 4 erstmals vorgestellte Ernst Ellert aufgrund seiner Fähigkeit der Perry Rhodan-Heftserie jegliche Spannung nehmen würde, da Perry Rhodan durch ihn Gewissheit über zukünftige Geschehen erlangen würde. Infolgedessen schrieb er in das Exposé von PR 7, dass Ellert den Heldentod zu sterben habe. Da Ellert untrennbar mit seinen Fähigkeiten verbunden sei, würde es Ellerts Existenz sinnlos machen, wenn diese Fähigkeiten nicht angewendet würden.

Darlton ließ Ellert tatsächlich körperlich sterben, behielt sich allerdings die Möglichkeit vor, seinen Geist auf Reisen zu schicken. Vor Ellerts Tod ließ Darlton ihn am Anfang des Romans seine Fähigkeiten Rhodan gegenüber dahingehend einschränken, dass er nicht genau bestimmen könne, welche Zukunft er sehe, da es deren mehrere mögliche gäbe. (Vorwort von Michael Nagula in Band 15 der Planeten-Romane des Weltbild-Verlages)

Quellen