Epotron

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem akonischen Zeitumformer. Für weitere Bedeutungen, siehe: Zeitumformer (Begriffsklärung).

Das Epotron ist ein akonischer Zeitumformer. Die Maschine folgt anderen Funktionsprinzipien als ein Zeittransmitter – eine Maschine, die lediglich einen Gegenstand oder eine Person in eine andere Zeit versetzt – und als ein Nullzeitdeformator – eine Maschine, an Bord derer Personen in andere Zeiten reisen können. Auch mit seinem Namensvetter, dem Zeitumformer von ES auf Ferrol, hat das Epotron keine Gemeinsamkeiten.

Funktionsweise

Ein Epotron ermöglicht keine Zeitreise im eigentlichen Sinne. Im Einflussbereich eines n-dimensionalen Absorberfelds – dem so genannten Wandelfeld – wird die Zeit manipuliert. Die Zeit ist in der Betrachtungsweise hier also eine ortsabhängige Variable, deren Zustand beliebig geändert werden kann. Der daraus resultierende Effekt wird »Zeitlinienkorrektur« genannt. Der genaue Mechanismus der Energiewandlung, so dass ein Zeitfeld entstehen kann, ist allerdings selbst namhaften akonischen Forschern nicht mehr geläufig.

Die Akonen haben, über mehrerere Epochen hinweg, insgesamt drei Epotrone gefertigt. Sie unterscheiden sich stark in der Wirkungsweise, aber auch in der Bedienung und Kapazität.

Anmerkung: Die Art und Weise, mit der die Akonen ihre Zeitumformer vor den sehr präzisen Ortungen der Zeitpolizei abschirmen konnten, ist unbekannt. Vermutlich gab es eine dem Kontinuumsdämpfer der Meister der Insel ähnliche Vorrichtung.

Geschichte

Schon mehrere Jahrhunderte vor dem Einsatz der Geräte in der Praxis (2102, 2105 und 2106) starben die genialen Erbauer. Die Konstruktionspläne gingen verloren. Die besten Wissenschaftler Akons waren darum gerade einmal in der Lage, die wichtigsten Schaltungen eines solchen Geräts zu bedienen.

Da die Existenz der Epotrone streng geheim war, konnten auch keine Forscher anderer Völker die Wirkungsweise näher erforschen.

Anmerkung: Die Zeitumformer wurden in mehreren Epochen, also wohl über Jahrhunderte oder zumindest Jahrzehnte hinweg, gebaut. Die Tatsache, dass die späteren Akonen über Jahrhunderte nicht versucht haben, das Geheimnis der Zeitumformer zu entschlüsseln, während ungefährliche Experimente mit dem Epotron durchaus erlaubt waren, weist auf eine Degeneration des akonischen Volks hin. Auch ein Bürgerkrieg oder eine ähnliche Katastrophe könnte eine Erklärung dafür sein, dass nur (oder nur noch?) drei der Maschinen existierten.
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Heft: PR 105
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Epotron-Einsatz 2102

Mit dem Zeitumformer reiste eine Einsatzgruppe des Energiekommandos nach Arkon III und versetzte den ganzen Planeten in die Zeit des Imperators Metzat III. Der Imperator wurde überzeugt, dass in einem weit entfernten Sonnensystem ein humanoides, kriegerisches Volk wohnte, welches sich einer Kolonisation widersetzte, aber dem Arkonimperium gefährlich werden könne. Die arkonidische Flotte wurde ausgesandt, um diese Behauptung zu überprüfen; doch vor einem Angriff auf die Terraner konnte der Zeitumformer von Gucky durch die Sprengung des akonischen Raumschiffes vernichtet werden.

Der Einflussbereich dieses Zeitumformers umfasste demnach einen ganzen Planeten, hier Arkon III. Er erfasste den Planeten in einer vergangenen Zeit und versetzte ihn praktisch in die »reale« Zeit (die relative Zukunft des Planeten). Körper aus der Zeitebene des Planeten konnten ohne Probleme in die relative Zukunft und zurück reisen, ein umgekehrter Transport von Raumschiffen der Realzeit in deren Relativvergangenheit ließ sich mithilfe eines Schutzschirms vereiteln. (PR 105)

Epotron-Einsatz 2105

Mit einem Zeitumformer reiste eine Gruppe von Umstürzlern nach Arkon III, die Gonozal VIII. durch den akonischen Marionettenimperator Minterol I. ersetzen wollten. Sie zwangen den Robotregenten durch eine Umprogrammierung dazu, Atlans Entscheidungen während dessen Regierungszeit über die Katastrophenprogrammierung Epethus neu zu bewerten und ihn dann zunächst zu entmachten. Das Gerät wurde beim terranisch-arkonidischen Versuch zerstört, die akonischen Eindringlinge festzunehmen, die jedoch von den in der Sicherheitsschaltung A-1 installierten Waffen getötet wurden, nachdem die Akonen ihr/en Zeitumformer/Epotron deaktiviert hatten, da das kleine Transmittergerät von den Terranern außer Betrieb gesetzt wurde.

Der Zeitumformer wurde lediglich zum Transport durch die mit anderen Techniken undurchdringlichen Wabenschirme des Robotregenten und zur Sicherheit vor den internen Verteidigungswaffen eingesetzt. Weitere technische Spezifikationen wurden nicht bekannt. (PR 123)

Epotron-Einsatz 2106

Um den Robotregenten zu vernichten, der unter dem unberechenbaren und akontreuen Imperator Minterol I. eine große Bedrohung darstellte, wollte die terranische Führung das letzte funktionierende Epotron stehlen und damit eine Bombe in den Robotregenten einbauen. Diese Bombe sollte in der Gegenwart detonieren, konnte aber nur während der Bauzeit des Regenten in dessen Innerem versteckt werden. Der Einsatz stellte damit kein Zeitparadoxon dar.

Anmerkung: Aus dem Text des Romans lässt sich der Schluss ziehen, dass der Zeitwandler lediglich eine Abstufung der Zeitrückspulung um ganze Jahre ermöglicht. Dies leitet sich aus dem Umstand ab, dass hier der 15. Februar und die falsche SOTALA die Kernfaktoren sind. Denn der Zünder der Bombe soll genau 6023 Jahre laufen.

Artol von Penoral, der auch am Einsatz des vorletzten Epotrons 2105 beteiligt war, sowie drei weitere akonische Wissenschaftler wurden in der Museumsstadt Impton gemeinsam mit dem Zeitumformer entführt und an Bord eines Nachbaus der historischen SOTALA verschleppt. Der Plan, in der Vergangenheit von Arkon III eine Änderung durchzuführen, schlug zwar fehl, dennoch konnte der Robotregent dank des vorausblickenden Geistes des dort angetroffenen arkonidischen Wissenschaftlers Epetran da Ragnaari ausgeschaltet werden.

Um sicherzugehen, hatte dieser veranlasst, dass die SOTALA aus der Nähe des entstehenden Regenten entfernt wurde. Dadurch kam das Einsatzkommando in seine Realzeit zurück, da die Schiffsbesatzung außerdem das nutzlos gewordene Wandelfeld ausschaltete. Erst durch die damit provozierte Anwesenheit Atlans im Gehirn der Realzeit wurde die »Irrsinnsschaltung« aktiviert, die letztlich zum Ziel führte.

Anmerkung: Da hier nicht versucht wurde, das aktivierte Wandelfeld zu verlassen, ist es denkbar, dass ein Verlassen und erneutes Betreten des Feldes durchaus möglich wäre - so wie es beim ersten Einsatz des Gerätes der Geisterflotte möglich war.

Der Zeitumformer selbst, das modernste der drei bekannten Epotrone, war würfelförmig mit 8,3 m Kantenlänge. In einer darunterliegenden quadratischen Plattform, mit einer Dicke von 5 m, war eine Energiestation untergebracht, die circa 50 Millionen Kilowatt bereitstellen konnte. Der Wirkungsbereich dieses Epotrons umfasste nur 200 Kilometer bei höchster Einstellung, 100 Kilometer waren eine untere Grenze. (PR 125)

Quellen

PR 105, PR 123, PR 125