Errenos

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Der Saltic Errenos war der Gildenmeister seines Volkes.

Erscheinungsbild

Er trug eine weite, bläulich schillernde Kombination. (Atlan 787)

Geschichte

Verhandlung

Im Juni 3820 wurden Goman-Largo und Neithadl-Off zu Errenos gebracht. Der Modulmann und die Parazeit-Historikerin wurden des Frevels beschuldigt, auf Dolen C'Austry die Stele SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG entwendet zu haben, was in den Augen der Saltics einem Schwerverbrechen gleichzusetzen war. (Atlan 787)

Dunkors fungierte als Ankläger. Als Strafe für ihren Frevel drohten Gedächtnislöschung und Psychoumformung. Zur Verteidigung erwähnte Goman-Largo, dass sie irrtümlich auf Dolen C'Austry gestrandet waren, da ihr Time-Shuttle auf dem Weg von der Zeitgruft auf Alchadyr zu jener auf Jammatos vom Kurs abgekommen war. Dies schien ihre Lage jedoch noch zu verschlimmern. Lautstark wurde von einigen der insgesamt 120 Saltics der Vollzug der angedrohten Strafe gefordert. Neithadl-Off bot die Versiegelung der Zeitgruft an. Die Verfehlung des eigentlichen Zieles begründete sie mit der Verwechslung der Zeitkoordinaten. Diese Koordinaten hatten sie angeblich von den beiden Saltics Navak und Sutok erhalten. Doch diese waren nicht bekannt, da es sie eigentlich noch nicht gab. Goman-Largo und Neithadl-Off befanden sich ja noch immer 120 Jahre in der Vergangenheit. Den Saltics waren jedoch die Clans der Navakloth und der Sutokloth bekannt. Erst die Erwähnung des Meisterdiebes Gucky sorgte für den Freispruch. Da sie jedoch den Namen des Urvolkes der Saltics, die Pai'uhn K'asaltic kannten, sollten der Modulmann und seine Begleiterin den Planeten nicht mehr verlassen dürfen. Neithadl-Off brachte vor, dass sie nicht die Einzigen waren, die das Geheimnis kannten. Auch Atlan war darüber informiert. Unter der Voraussetzung, dass die Stele SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG sie begleiten durfte, waren Goman-Largo und die Vigpanderin bereit, gemeinsam mit Atlan das Geheimnis zu hüten. Neithadl-Off forderte auch, dass sie zu Ehrenbürgern von Saltic ernannt wurden. Das war allerdings nur dann möglich, wenn sie in eine Diebesgilde aufgenommen wurden und der Gildenmeister zustimmte. Errenos war bereit, Neithadl-Off und Goman-Largo in seine Gilde aufzunehmen. Einige Tage Ausbildung in seiner Schule und die Ablegung einer Prüfung waren jedoch Voraussetzung für die Vollmitgliedschaft in der Gilde. (Atlan 787)

Neue Meisterdiebe

Einige Zeit später bestanden der Tigganoi und die Vigpanderin die Prüfung und wurden als Vollmitglieder in die Gilde von Errenos aufgenommen. Danach wurden sie nach Dolen C'Austry zur dortigen Zeitgruft gebracht. Sie gingen an Bord des Time-Shuttles. (Atlan 787)

Gildenmeister Errenos hatte sich heimlich an Bord des Time-Shuttles geschlichen. Er hatte die Form eines Fußbodenbelages angenommen. Er hoffte auf den Planeten Jammatos und Tessal seine Kunst ausüben zu können. Auch Cirgro übte einen gewissen Reiz auf ihn aus. Mit reicher Beute hoffte er nach Saltic zurückzukehren. (Atlan 787)

Fehlerberichtigung

Der Gildenmeister war stolz darauf, dass es ihm gelungen war, in seine Zukunft zu reisen. Dafür war er bereit gewesen, sein wertvollstes Andenken, die Stele von Cirgro, Goman-Largo und Neithadl-Off zum Geschenk zu machen. Gleichzeitig hoffte Errenos, dass ihn Goman-Largo eines Tages in seine eigene Zeit zurückbringen würde. (Atlan 788)

Der Saltic hatte den Plan gefasst, den Fehler, der beim Diebstahl der Stele unterlaufen war, zu korrigieren Als er in das Modell des Berges Cirgrum eingedrungen war, hatte die Verkleinerung seines Körpers klaglos funktioniert. Auch der Rückweg verlief anstandslos. Die Stele war allerdings nicht auf ihre normalen Ausmaße vergrößert worden. Auf Cirgro wollte er nun diesen Fehler korrigieren. Gleichzeitig würden Goman-Largo und Neithadl-Off das Versteck des Berges finden und eines der Probleme der Galaxie Manam-Turu lösen können. Errenos wollte dann die Stele in ihrer richtigen Größe nach Saltic zurückbringen. (Atlan 788)

Welt der Vinnider

Während der Reise von Dolen C'Austry nach Jammatos nahm er die Gestalt eines Fußbodenbelages, eines Sitzkissens, einer Ummantelung des Heiligen Kubus und eines Teiles einer Wendeltreppe an. Im Drachentempel von Vinnidarad verwandelte er sich in eine Skulptur, die von Goman-Largo bemerkt wurde. Die Verwandlung in eine Sitzgelegenheit am Ausgang des Tempels führte dazu, dass sich ein Vinnider auf ihm niederließ, was ihm Kreuzschmerzen einbrachte. (Atlan 788)

Errenos bemühte sich, stets in der Nähe Goman-Largos und Neithadl-Offs zu bleiben. Er hoffte, an Bord der STERNENSEGLER genug Platz vorzufinden, um seine Andenken an Tessal unterzubringen. Deshalb verzichtete er auf Jammatos Diebstähle auszuführen, da er deren Abtransport nicht organisieren konnte. (Atlan 788)

Auf dem Raumschiff, das Goman-Largo, Neithadl-Off und die kleine Stele nach Tessal brachte, verwandelte sich Errenos in einen kleinen Getränke- oder Speiseautomaten zwischen den Ersatzdatenspeichern in der Zentrale. Da er auch Knöpfe und Tasten ausgebildet hatte, versuchten die Vinnider, Nahrung oder Getränke aus ihm herauszubekommen. Ihre fruchtlosen Versuche beantworteten sie mit Tritten, die Errenos lautlos und ohne Gegenwehr über sich ergehen ließ. (Atlan 788)

Beutezug

Die Tessaler richteten ein großes Fest aus. Während der Feierlichkeiten verschwanden auf unerklärliche Weise das Geschenk, das Schadir überreichen wollte, eine wertvolle Statue in Kophal, eine Ladung wertvollen Edelmetalls in Knachir sowie der gesamte Bestand einer Ausstellung des Edelsteinmuseums auf Ranitsch. Die Tessaler sprachen hinter vorgehaltener Hand von der heimlichen Rache der Vinnider. Die Raumfahrer von Jammatos wurden bei der Rückkehr auf ihr Schiff unbemerkt durchleuchtet. Doch keiner der wertvollen und traditionsreichen Gegenstände wurde gefunden. Doch auch auf dem Diskusschiff der Vinnider fehlte etwas. Der defekte Automat in der Zentrale war verschwunden. Die Echsenwesen vermuteten eine neue Waffe der Tessaler, mit der massive Wände überwunden werden konnten. Der verschwundene Automat beobachtete unterdessen in Gestalt eines kleinen Fahrzeuges am Raumhafen den Abtransport der Gäste zu ihren Raumschiffen. Nachdem er selbst einen bestimmten Raumer erreicht hatte, veränderte er abermals seine Form und legte sich nun als dunkle Masse um einen Teil der Außenhülle des Schiffes. (Atlan 788)

Nach dem Start der STERNENSEGLER beschlich den Modulmann das Gefühl, dass an Bord nicht alles mit rechten Dingen zuging. POSIMOL bestätigte jedoch, dass während der Abwesenheit des Tigganois und der Vigpanderin niemand das Schiff betreten hatte. (Atlan 788)

Bei den Krelquotten

Während des Landeanfluges auf Cirgro bemerkte Goman-Largo an einer Schaltwand des Schiffes eine Sensorleiste, die vorher nicht da gewesen war. Als er Neithadl-Off darauf aufmerksam machte, war die Leiste wieder verschwunden. (Atlan 788)

Errenos gelang es, seine Diebesbeute unbemerkt an Bord der STERNENSEGLER zu schaffen und dort zu verstecken. Seiner Rechnung nach würde er sieben Transporte mit der Zeit-Transfer-Kapsel durchführen müssen, um die Stücke in seine Realgegenwart nach Saltic zu bringen. Nun war er mit der STERNENSEGLER auf Cirgro gelandet, um den Fehler zu korrigieren, der beim Diebstahl der Stele SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG geschehen war. Als er einst Juwelenräuber verfolgt hatte, hatte er die Höhlen entdeckt, in denen der Freundliche Prophet das Modell des Berges Cirgrum versteckte. Es war dem Meisterdieb gelungen, in das Modell einzudringen, wo er von den Stelen dessen Geschichte erfuhr. Aus Ehrfurcht verzichtete Errenos auf den Diebstahl des Modells und begnügte sich mit einer der Stelen. (Atlan 788)

Nun öffnete der Meisterdieb erneut das Versteck und rollte den Felsblock, der den Eingang verschloss, zur Seite. In der Höhle beobachtete er Posariu, der die Ministele bei sich hatte und versuchte, in das Modell einzudringen. Tausende Stelen hielten sich außerhalb des Modells in ihrer natürlichen Größe auf. Während Posariu wieder im Modell verschwand, griff sich Errenos die Stele SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG und versuchte, sie zum Ausgang der Höhle zu schleppen. Doch der Monoler kehrte schneller in die Höhle zurück als erwartet, baute ein energetisches Feld auf und riss die Stele wieder an sich. Errenos wendete die Fähigkeit der Unsichtbarmachung an. Posariu feuerte auf das vermutete Versteck des Saltics, der jedoch längst seine Deckung verlassen hatte und keine drei Meter neben dem Monoler lag, der ihn aber nicht bemerkte. Errenos war sich ziemlich sicher, dass Posariu den Krelquotten alle Stelen stehlen wollte, um zu verhindern, dass die Chadda ihre Aufgabe erfüllen konnte. Das Modell stand derweil noch immer unter dem Sprühwasser des Wasserfalles und wurde von einer Schicht Tropfstein gehindert, auf dem glitschigen Boden in den Fluss zu stürzen. Dank seiner Fähigkeit gelang es Errenos, ein unterarmlanges Gerät aus Ynkelonium vom Hüftgurt Posarius zu entwenden. Doch der Monoler hatte den Diebstahl bemerkt und feuerte seine Strahlwaffe ab. Der Gildenmeister verursachte ein wenig Lärm, sodass Posarius seine Position erahnen konnte, sich auf den Saltic warf und den Unsichtbaren packen konnte. Die Konzentration von Errenos ließ einige Augenblicke nach und er wurde sichtbar. Der Monoler blockierte zwar den Ausgang der Höhle, doch der Meisterdieb warf einen Stein, der Posariu an der Schläfe traf. Posariu feuerte immer wieder seinen Strahler ab, darauf bedacht keine der Stelen zu treffen, die er mit seinem Steuergerät an einer Wand zusammengetrieben hatte. Auch die Ministele war darunter. Ein Energiestrahl traf nun Errenos und ging durch seinen Körper hindurch. Mit dem erbeuteten Gerät wendete sich der Meisterdieb zum Fluss. Dabei wurde er sichtbar, verwandelte sich aber im letzten Moment in einen Felsblock, der kurz darauf in das Wasser eintauchte. Die Blutspur entdeckte Posariu zu spät. Der Monoler trieb die erbeuteten Stelen aus der Höhle. Langsam erloschen die chemischen Lichter und die Höhle hüllte sich in Dunkelheit. Errenos bereute nun zum ersten Mal, dass er die Reise in die Zukunft unternommen hatte. Sein größter Stolz – die Mini-Stele – war im abhanden gekommen. (Atlan 788)

Der Magier

Goman-Largo konnte den Schwerverletzten mit einem von Neithadl-Off ausgeschickten Zugstrahl ans Ufer transportieren. Der bewusstlose Meisterdieb erwachte für einige Augenblicke. Goman-Largo drückte ihm ein Pflaster auf die Stirn und schickte gleichzeitig ein Modul aus, das mit höchster Intensität nach der STERNENSEGLER rief. (Atlan 788)

Nach zwei Stunden hatten es die Medoroboter der STERNENSEGLER geschafft. Errenos war außer Lebensgefahr. Die Chadda hatte inzwischen die Anweisung erteilt, Posariu am Verlassen Cirgros zu hindern. Vor allem die Stele SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG durfte nicht weggebracht werden. Alle 16.900 Stelen waren notwendig, um das Erbe des Volkes der Krelquotten zu bewahren. Als Errenos nach einer weiteren Stunde aus der Bewusstlosigkeit erwachte, teilte er dem Modulmann mit, dass Posariu die Stelen gestohlen hatte. (Atlan 788)

Mit Errenos an Bord verließ die STERNENSEGLER die Welt der Krelquotten. Ihr Ziel war das Schwert des Rächers – dorthin zeigte die Spur des geflüchteten Posariu. (Atlan 788)

Die Zwingfessel

Während des Fluges zum Schwert des Rächers unterhielt sich Goman-Largo mit Errenos, der in einem Cyborg-Tank die schwere Verletzung auskurierte, die ihm Posariu zugefügt hatte. Der Saltic wollte jenen unterarmlangen roten und sechs Zentimeter starken achteckigen Stab haben, den der Meisterdieb dem Magier stehlen konnte. Der Pedotransmitter Klingsor versetzte die STERNENSEGLER zum bereits zweiten Mal in die Sternenfalle Askyschon-Nurgh. Ein schneeweißes Einhorn mit blauer Mähne und Schweif erschien im Steuerraum des Schiffes. Auf seinem Rücken saß ein riesiger Ritter in einer türkisfarbenen Rüstung mit einem goldenen Schild und einem goldenen Schwert – Canaray. Der Modulmann und die Vigpanderin sollten in der Zeitgruft auf Schrottsammler das Projektionsnetz der Sternenfalle ausschalten. Goman-Largo und Neithadl-Off feuerten mit Handstrahlern auf den Ritter. Die Strahlen verschwanden allerdings im Nirgendwo, während das Schwert laute Töne von sich gab. Der Ritter teilte mit, dass niemand den großen Canaray mit dem Harfenschwert besiegen konnte. Das Einhorn und sein Reiter begannen zu verblassen und verschwanden kurz darauf. (Atlan 793)

Errenos kehrte in die Zentrale der STERNENSEGLER zurück. Nachdem er ein Geräusch wie das Streichen über die Saiten einer Harfe gehört hatte, hatte er festgestellt, dass seine Wunde völlig verheilt war, worauf ihn der Medocomputer freigegeben hatte. Da die Zwingfessel auf den Saltic keinen Einfluss auszuüben schien, wollte Errenos den Stab durch die Luftschleuse in das Weltall verfrachten. Als die Zwingfessel das Schiff verließ, verschwand ihr Einfluss augenblicklich. Doch plötzlich war der rote Stab wieder da. Auch der Einfluss war sofort wieder spürbar. (Atlan 793)

In der Zeitgruft

Die STERNENSEGLER landete in der Vorkammer der Zeitgruft auf Schrottsammler und musste sich des Angriffs von 300 Zylinderschiffen vom Typ der RUTENGÄNGER erwehren. Es gelang, das Schiff zwei Tage in die Vergangenheit zu versetzen – und damit in Sicherheit vor den Zylinderschiffen. Die STERNENSEGLER wurde in die Mitte des Vorraumes bugsiert. Der Metallboden löste sich auf und das Schiff befand sich nun in dem darunterliegenden Raum, in dessen Decke keine Öffnung erkennbar war. Goman-Largo, Errenos und Neithadl-Off drangen zu Fuß weiter vor. (Atlan 793)

Die Luft in dem Raum war von silbern schimmernden winzigen Partikeln durchsetzt, die die Sicht trübten. Es herrschte völlige Stille. Die Gefährten durchschritten eine Wand aus Formenergie und fanden sich in einer Zone ohne Licht wieder. Es wurde allmählich heller. Das Licht begann zu flackern. Mit jedem Intervall überbrückten die Gefährten mehrere Jahrzehnte in Richtung Vergangenheit. Nach 1000 Jahren schalteten Goman-Largos Module die Schaltstelle ab. Eine blaue Formenergiewand schützte die Kontrollen, die sich zudem auf einer parallelen Zeitebene befanden. Speicherbänke und fremdartige Computer füllten den Raum aus, in dessen Zentrum sich ein frei stehendes Schaltpult erhob. Ein grün schimmernder Energieschirm aus Sextadim-Feldern hüllte die Kontrollanlage ein. (Atlan 793)

Das Ende der Sternenfalle

In der Decke aus Formenergie bildeten sich Löcher, aus denen sieben Usylls hervorkamen. Goman-Largo, Neithadl-Off und Errenos traten die sofortige Flucht an. Sie schafften es im letzten Moment durch die blaue Wand. Die Usylls blieben in ihrer Parazeit-Ebene zurück. Da der Sextadim-Schirm auf allen benachbarten Zeitebenen existierte und überall Usylls zu finden waren, mussten die Gefährten noch tiefer in die Vergangenheit reisen. Nach 400 Jahren war der 6-D-Schirm verschwunden. Die Module fanden schnell heraus, wie das Projektionsgitter abgeschaltet werden konnte. Allerdings würde als Folge der ganze Planet Schrottsammler zerstört werden. Plötzlich dröhnten laute Hammerschläge auf und rote Lichtfäden hingen von der zu grauen Nebelschwaden veränderten Decke. Grellweiße Kegel glitten an den Fäden nach unten – Usylls. Goman-Largo löste auf dem Kontrollpult eine Schaltung aus. Das Licht erlosch. Eine dunkle Zone, ähnlich einem Schwarzen Loch, nahm Neithadl-Off und ihre beiden Begleiter auf. Sie befanden sich im nächsten Moment in der Zentrale der STERNENSEGLER, die sich etwa zehn Millionen Kilometer von Schrottsammler entfernt im Weltraum befand. Der Planet zerbrach, was auch den Untergang der Flotte der Zylinderschiffe bedeutete. Ein riesiger schwarzer Ring, der sich wie ein Strudel drehte, saugte die Schiffstrümmer der Ringe ein. Die STERNENSEGLER wurde von schweren Strukturbeben erschüttert. Nachdem die Überreste der mehr als 30.000 Schiffe verschwunden waren, endeten auch die Beben und POSIMOL meldete sich. Der schwarze Ring bestand aus reiner Energie und wirkte wie ein Quintadim-Werfer. An der Position Schrottsammlers entstand für einige Sekunden eine tiefrote grell leuchtende Energiespirale. Die Barriere zwischen dem Binnenraum und Manam-Turu war verschwunden. Die Sternenfalle Askyschon-Nurgh existierte nicht mehr. Canaray erschien wieder in der STERNENSEGLER. In seinem linken Arm hielt er SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG und übergab die Ministele dem Tigganoi. Über diese war es möglich, im Notfall eine Verbindung zu Canaray herzustellen. Der Ritter verriet bei dieser Gelegenheit auch seinen wahren Namen: Tuschkan der Magier. Mit einem dröhnenden Lachen verschwand das seltsame Wesen. Mit ihm war auch die Zwingfessel verschwunden – sehr zum Leidwesen von Errenos. (Atlan 793)

Roboter-Puzzle

Nach dem Rückzug aus dem Gebiet der ehemaligen Sternenfalle Askyschon-Nurgh schlug Errenos vor, nach Tessal zu fliegen, da die dortige Zeitgruft durch ihre exponierte Lage im Halo Manam-Turus eine besondere Bedeutung haben müsste. Goman-Largo war dazu bereit, wollte aber auf Barquass einen Zwischenstopp einlegen, um mit der dortigen Zeit-Transfer-Kapsel, die der Tigganoi von Barquass aus zu einer anderen Zeitgruft geschickt hatte, nach Tessal zu gelangen. (Atlan 794)

Ein Leistungsabfall im Lineartriebwerk zwang die STERNENSEGLER zum Rücksturz in den Normalraum. Als Ursache für den Ausfall des Linearantriebes wurde eine zehn Zentimeter lange, vierfingrige Metallhand, ein Beutestück, das wahrscheinlich Errenos im Strukturwandler des Antriebes versteckt hatte, identifiziert. Der Saltic schien einen Roboter in seine Einzelteile zerlegt zu haben, was weitere Funde erhärteten. (Atlan 794)

Während des Fluges nach Barquass wurde ein Hyperfunkspruch aufgefangen, den Turman und Norphan von der YRMION nach Cairon geschickt hatten. Darin war von der Entführung Thykonons, Kelloquans und Questrors die Rede, sowie von halb transparenten Wesen, die auf Aklard und Cirgro erschienen waren. (Atlan 794)

Goman-Largo und Neithadl-Off beschäftigten sich mit den gefundenen Roboterteilen – zwei vierfingrigen Händen, ein Beinstück und ein Schädel in Goman-Largos Kabine. Errenos waren die Roboterteile völlig unbekannt, die inzwischen verschwunden waren. (Atlan 794)

Errenos schrie plötzlich unter heftigen Schmerzen auf. Seine linke Hand löste sich auf, bald war der linke Arm verschwunden und auch die rechte Hand begann sich aufzulösen. Neithadl-Off sprach von einem vorherbestimmten Schicksal durch die Schuld der Vorfahren, die das Tabora gestohlen hatten. In der Vergangenheit hatten die Vorfahren der Saltics das im Paradimschlüssel befindliche künstliche Wesen geraubt. Um den Diebstahl zu rächen, hatten die Besitzer den Roboter gebaut, der nun die Körperteile des Saltic stahl. (Atlan 794)

Hilfsaktion

Nach dem Absturz der STERNENSEGLER auf dem Planeten Flüchtiger Dieb, verließen Goman-Largo und Neithadl-Off auf schnellstem Weg das Wrack und suchten in einem Höhlensystem Schutz vor anfliegenden Gleitern. Die beiden Freunde folgten einem Stollen, bis ein Felsrutsch ihnen den Weg versperrte. Goman-Largo machte seinen Quintadimwerfer bereit, als die Felsbrocken zu sprechen begannen. Errenos nahm seine hominide Gestalt an. Zwei Traykon-Roboter, die den Stollen bewachten, verloren positronische Bauelemente, die ihnen Errenos entwendete, wodurch sie keinen Alarm auslösen konnten. Goman-Largo konnte die Roboter umprogrammieren, sodass sie nun loyale Führer darstellten. So gelangten die drei Gefährten in den unterirdischen Stützpunkt. Über Treppen stiegen sie in die Tiefe hinab, wo sie auf Kaytaber trafen. Die beiden Traykon-Roboter gaben an, die »Gefangenen« zu den anderen zu bringen. Einer der Kaytaber warnte noch vor den neuen Sperren, die nach dem Fluchtversuch der Frau aufgebaut worden waren, ehe die Bärenartigen ihren Weg fortsetzten. (Atlan 794)

Beim Durchschreiten einer unsichtbaren Sperre begann der Körper von Errenos zu wuchern und verwandelte sich in die Urform der Saltics. Auch Neithadl-Off und Goman-Largo waren gewissen Veränderungen unterworfen. Als die Wirkung der psionischen Falle verschwand, kümmerte sich Neithadl-Off mit den Robotern um Errenos. Goman-Largo hetzte allein weiter. (Atlan 794)

Ein schwacher Funkspruch Animas informierte den Modulmann darüber, dass ein Spezialroboter sie immer zur selben Zeit mit Mahlzeiten versorgte. Goman-Largo gelang es zwar, einige energetische Sperren zu überwinden, doch der Tigganoi musste schließlich doch umkehren. Zurück bei seinen Gefährten entwickelte der Modulmann den Plan, diesen Spezialroboter umzuprogrammieren und in seinem Inneren Errenos zu verstecken. Der Saltic sollte das innere Energiefeld ausschalten. Errenos verlangte als Gegenleistung, auf Barquass oder Tessal ungehindert tun zu können, was ihm beliebte. Der Roboter wurde von einem Modul abgefangen und von Goman-Largo umprogrammiert. Errenos versteckte sich im Inneren. Ein Modul begleitete ihn. Es gelang dem Meisterdieb, den letzten Energieschirm vor Animas Gefängnis abzuschalten. Allerdings wurde dabei Alarm ausgelöst. Anima und Errenos stießen zu Goman-Largo und Neithadl-Off. Heranstürmende Traykon-Roboter wurden mit den Quintadimwerfern ausgeschaltet. (Atlan 794)

Auf dem Rückweg trafen sie die Stele SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG, die sich auf die Suche nach den Freunden gemacht hatte. Die Verfolger kreisten die Gruppe ein. Goman-Largo setzte einen Hyperfunkspruch ab, den SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG an Tuschkan weiterleitete. Neithadl-Off entdeckte einen uralten Stollen. Die Verfolger waren ihnen dicht auf den Fersen. (Atlan 794)

In den Höhlen von Tobly-Skan

Im Höhlensystem zuckten dünne, grüne Linien aus dem Boden und den Wänden hervor. Goman-Largo, Anima, Neithadl-Off und Errenos wurden vom dem geisterhaften Gespinst eingehüllt. Jeder der Gefährten fand sich kurze Zeit später im Inneren eines würfelförmigen Käfigs mit einer Kantenlänge von drei Metern und einer massiven Metallplatte als Boden und Decke. Die Wände bestanden aus einem Gewirr von metallenen Ranken mit Blüten und Blättern. Die Käfige standen in einer riesigen Halle, die rohe Felswände, einen unebenen Boden und zwei Eingänge zu dunklen Stollen aufwies. Allein Goman-Largo bewegte sich nicht und war auch nicht ansprechbar. (Atlan 795)

Unvermittelt sauste der bisher unter der Decke der Halle auf und ab hüpfende leuchtende Ball in einen der Stollen. Mit hoher Geschwindigkeit rasten ihm die vier Käfige nach. Beschleunigungsphänomene waren von den Gefangenen nicht zu bemerken, obwohl es oftmalige Richtungswechsel gab. Mit einem heftigen Ruck kamen die Käfige zum Stehen. Sie befanden sich wieder in einer fünf Meter hohen Halle, in der der leuchtende Ball unter der Decke hing, zunächst auf und ab hüpfte und schließlich stillstand. Eine primitiv wirkende Maschine kam aus einem der Stollen, kroch durch die Halle und gab den Eingang wieder frei. Die Käfige bewegten sich wieder, diesmal jedoch deutlich langsamer. Sie kamen in einem quadratischen Raum zum Stehen. (Atlan 795)

Goman-Largo war inzwischen wieder handlungsfähig. Neithadl-Off und Errenos begannen ihre Gefährten als unfähig und unwillig zu bezeichnen. Ein handfester Streit drohte auszubrechen. Die beiden versuchten aus ihren Käfigen auszubrechen, schafften es aber nicht. Als Sündenböcke waren schnell Goman-Largo und Anima gefunden, die sich heftigen verbalen Attacken ausgesetzt sahen. (Atlan 795)

Anima begann, eine warme und freundliche Stimmung auszustrahlen, woraufhin sich Neithadl-Off und Errenos zu beruhigen begannen. Ein Fremder betrat die Kammer und musterte die Gefangenen. Ein Roboter, der seinem Herrn völlig ähnelte, materialisierte in einem grellen Licht, das von den Punkten der Kombination des Fremden ausging. Mit einem leisen Murmeln verließ der Fremde die Kammer. Auf Krelquanisch hatte er gesagt: »Bald wirst du nicht mehr alleine sein, du Verlorene Seele«. Der schwarze Roboter stand noch reglos im Raum. (Atlan 795)

Transfers

Die Verlorene Seele kehrte bald zurück. Wortlos starrte der Fremde vor allem Errenos an. Ein blaues Wabern begann den Käfig des Saltic einzuhüllen. Auch die schwarze Maschine wurde von dem blauen Licht umgeben. Errenos brach mit einem Aufschrei zusammen. Das Licht verschwand. Anima erklärte den Meisterdieb für tot. Der Roboter begann sich zu bewegen. Er drehte sich im Kreis, was die Verlorene Seele sichtlich erschreckte. Sie fing den Roboter ab und führte ihn im Kreis herum. Die Maschine bewegte sich immer sicherer und gab nun auch ein unverständliches Murmeln von sich. Der Fremde sagte zu dem Roboter, dass die Verlorene Seele jetzt nicht mehr allein wäre. Der Roboter nannte seinen Namen: Errenos. Die Verlorene Seele hatte das Bewusstsein des Saltic auf den Roboter transferiert. Dartfur, wie sich die Verlorene Seele nannte, kündigte an, dass auch die anderen Gefangenen echte Körper erhielten, wenn sich das »Schlafende Arsenal« aufgefüllt hatte. (Atlan 795)

Anima empfand Mitleid mit der Verlorenen Seele. Dieses Empfinden wurde immer stärker und schwappte auch auf Goman-Largo und Neithadl-Off über. Dartfur war verunsichert und ratlos und im Augenblick unfähig, einen weiteren Roboter herbeizurufen. Er bestätigte, dass er den Tausch von Errenos Bewusstsein rückgängig machen konnte. Einige der Punkte auf Dartfurs Anzug begannen zu flimmern. Um den Roboter und dem Käfig entstand ein blaues Leuchten. Als es erloschen war, konnte Anima erreichen, dass Dartfur sie durch eine Lücke aus dem Käfig ließ. Dann verließ die Verlorene Seele die Kammer. Anima betrat durch eine Lücke den Käfig von Errenos. Der Saltic kam wieder zu sich und verließ mit Anima den Käfig. Dartfur kam zurück. Zwischen den Punkten von Dartfurs Anzug und den Teilen des Roboters entstanden dünne Linien, die bald wieder erloschen. Der Roboter war verschwunden. Goman-Largo und Neithadl-Off durften nun auch ihre Käfige verlassen. (Atlan 795)

Station der Hyptons

Ein Alarm zeigte Dartfur die Annäherung von Wesen von der Oberfläche Tobly-Skans an. Er beruhigte Anima, dass ihr und ihren beiden Gefährten nichts passieren würde, da kein Weg hierher führte. Nur die Käfige kamen durch, und diese wurden von Dartfur kontrolliert. Die in den Stollen verlaufenden Energiebänder dieser uralten Anlage, auf denen sich die Käfige fortbewegten, vernichteten alles, was sich in den Stollen bewegte. Die fremden Eindringlinge sprengten jedoch eine Kammer, in der eines der Bänder seinen Ursprung hatte, woraufhin das Energieband verschwand und der Stollen frei zugänglich wurde. Dartfur ließ 30 der schwarzen Roboter aus seinem Schlafenden Arsenal erscheinen, die Pzankurs Helfer entgegen eilten. Die Roboter wurden vollständig vernichtet. Die Verlorene Seele war bereit, mit Anima, Goman-Largo, Neithadl-Off und Errenos zu fliehen. Dartfur ließ einen Käfig materialisieren. Mit seinen Passagieren setzte sich der Käfig in Bewegung und raste zum Stützpunkt GLIKK AMUN. Dort stießen sie auf defekte und zerstörte Stahlmänner. Kampfspuren waren überall zu sehen. Ein noch funktionierender Antigravschacht – von Dartfur vor einiger Zeit repariert – brachte die Gruppe in die oberen Bereiche der Station der Hyptons. In der Kommandozentrale funktionierten noch ein großer Bildschirm und ein Normalfunkgerät – ebenfalls von Dartfur repariert. Dem Hyperfunkgerät fehlten ein paar Teile. Auf dem Bildschirm wurden große Gleiter sichtbar, die sich näherten. Dartfur platzierte zwei seltsame Kästen, die einen Schutzschirm aus Mischenergie projizierten mit fünfdimensionaler Struktur und einer psionischen Komponente. Entgegen Goman-Largos Erwartung, konnten Pzankurs Helfer den Schirm nicht überwinden. (Atlan 795)

Pzankur ließ Chipol und Dschadda-Moi nach GLIKK AMUN bringen. Ihnen folgten Bathrer, Daila, Krelquotten und andere Vertreter der verschiedensten Völker. Alle waren mit derben Ketten gefesselt. Sie wurden gezwungen, sich in einer Reihe vor dem Schirm aufzustellen. Hinter jeder Geisel stand ein Bewaffneter. Die Helfer Pzankurs gaben Anima und ihren Gefährten eine Stunde Zeit, sich zu ergeben. Nach Ablauf der Frist würden alle Gefangenen getötet. (Atlan 795)

Tuschkans Hilfe

Plötzlich stand Tuschkan mitten in der von Trümmern übersäten Kommandozentrale. Nach einer Berührung seines Gürtels, verschwand der Magier wieder. Die bewaffneten Helfer Pzankurs, die Geschütze und die Gleiter waren ebenfalls verschwunden. Die Gefangenen standen ohne Fesseln bewegungslos da. Alles schien erstarrt zu sein. Die Gefährten verließen die Station. Die Geiseln schüttelten die Erstarrung ab. Plötzlich befanden sich alle im Gebirge nahe dem Stützpunkt. Tuschkan kehrte zurück, mit der Behauptung, dass alle Geiseln auf Tobly-Skan befreit wären. Er hatte auch ein Raumschiff organisiert. Anima und die Gefangenen wollten damit nach Barquass fliegen. Goman-Largo, Neithadl-Off und Errenos gingen an Bord der startbereiten STERNENSEGLER. Als er von einer Zeitgruft hörte, wollte Dartfur sie begleiten. Die MASCAREN wollte ohne den spurlos verschwundenen Fartuloon nach Aklard aufbrechen. Eine Funkverbindung mit Atlan gelang weder Anima noch Goman-Largo. (Atlan 795)

Auf Gurays Welt

Die STERNENSEGLER setzte auf Barquass auf. Errenos hatte das Schiff erzürnt verlassen, da es von Goman-Largo in einem entlegenen Gebiet des Planeten gelandet wurde, ohne Aussicht auf einen lohnenden Beutezug. Als er von einem Vogelschwarm attackiert wurde – nicht zuletzt durch von Neithadl-Off ausgestoßene Laute – kehrte der Saltic zum Landeplatz und in das Schiff zurück. Goman-Largo schickte ein Aktivierungssignal aus, um die Zeitkapsel Krell-Nepethets zurückzuholen, die er bei einem früheren Aufenthalt auf dieser Welt zu einer anderen Zeitgruft geschickt hatte. Doch das an Bord der Zeit-Transfer-Kapsel zurückgelassene Modul reagierte nicht. (Atlan 796)

Plötzlich erstarrte der Modulmann. Als Goman-Largo wieder aktiv wurde, berichtete er, dass er die Koordinaten des Time-Shuttles erhalten hatte. Die STERNENSEGLER startete und setzte Kurs auf die von POSIMOL und Goman-Largo umgerechneten Koordinaten der Zeitkapsel. (Atlan 796)

Zeitreisen

Auf Hoffnung IV wurde tatsächlich der Time-Shuttle und der Eingang zur Zeitgruft von Raanak gefunden. Goman-Largo öffnete mithilfe seiner Module den Eingang. Dartfur stieß zu dem Modulmann und der Parazeit-Historikerin. Auch der Saltic und die Stele SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG fanden sich ein. Über eine steinerne Wendeltreppe gelangte das Team in eine kreisrunde Halle. Plötzlich ertönte ein dumpfes Grollen und heftige Stöße erschütterten die Zeitgruft. Eine ringförmige Formenergiewand entstand. Die Gefährten wurden durch die Zeit bewegt. In der neuen Zeitebene war die Zeitgruft unversehrt. Die Steintreppe gab es noch nicht und das Lamellenschott war verschlossen. Goman-Largo war nicht bekannt, wodurch der Transport in diese Parallelzeit hervorgerufen wurde. Neithadl-Off plädierte für einen Ausflug an die Oberfläche Raanaks, um dort etwaige Hinterlassenschaften der Zeitchirurgen zu finden. Der Zeitspezialist hatte längst ein Modul vorausgeschickt. Raanak war in dieser Epoche dicht besiedelt, das Zeitalter der Raumfahrt hatte gerade erst begonnen. Der Ausgang der Zeitgruft lag am Rand einer anscheinend verlassenen Stadt. In der Atmosphäre erfolgte eine Atomexplosion, kurz darauf eine zweite. Zum Glück für Goman-Largo, Errenos, Dartfur, die Stele und Neithadl-Off entstand wieder eine durchsichtige Formenergiewand und riss die Gruppe durch den Zeitstrom. (Atlan 796)

Sie befanden sich noch immer auf Raanak, wurden aber sofort von hominiden Eingeborenen mit Pfeil und Bogen angegriffen und zogen sich in die Zeitgruft zurück. Die Ringsektoren der Gruft begannen miteinander zu verschmelzen. Das Team sah sich selbst während der atomaren Explosionen, sah düstere Zeiten auf Raanak mit radioaktiven Verstrahlungen, die Rückeroberung der Ruinen durch die Pflanzenwelt und die von Goman-Largos Quintadimwerfer hervorgerufenen Zerstörungen im Schacht von der Oberfläche in die Zeitgruft. Die Stele vermeldete, dass die bisher in ihr gespeicherten Daten über die Zentrale der Zeitchirurgen klarer wurden. Erneut überwand die Gruppe große Zeitabstände und erreichte schließlich die Realgegenwart. SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG kannte nun den Weg zur Zeitfestung. Der Anfang befand sich in der Zeitgruft unter dem Tempel des Schwarzen Zwerges auf Tessal. Der Time-Shuttle wurde an die STERNENSEGLER gekoppelt. Dem Start von Raanak stand nichts mehr im Weg. (Atlan 796)

In der gesperrten Zeitgruft

Die STERNENSEGLER erreichte das System Dordonn. Schwere Aufklärer der Tessaler näherten sich und nahmen Funkkontakt auf. Goman-Largo bat um Landeerlaubnis auf Tessal. Auf Ottrar traten vinnidische und tessalische Militärs zur Begrüßung an. Nifaidong, die Kaiser-Admiralin von Sappran, Hochtai, der Prinz-Admiral, Nofradir, der Erste Exekutor des Alchadyr-Ordens, sowie die beiden Kaiser-Admiralinnen von Ottrar und Ranitsch mit ihren Söhnen, den Prinz-Admiralen, empfingen Goman-Largo, Neithadl-Off, Errenos und Dartfur. Der Tigganoi trug seine Bitte vor, in der Zeitgruft Nachforschungen anstellen zu dürfen. (Atlan 796)

Die Zeitkapsel wurde mit Vorräten ausgerüstet, dann brachte Goman-Largo den Time-Shuttle auf die Nullzeit-Spur. Er erreichte unter Schwierigkeiten das Innere einer »gesperrten« Zeitgruft. Bei der Erkundung der Gruft stießen Neithadl-Off und Goman-Largo auf einen »Zeitmechaniker«, der getötet wurde und einen Memowürfel mit einer holografischen Botschaft Corloques zurückließ. Auf diese Weise erhielt Goman-Largo Hinweise, wie er die Zeitgruft von Rawani erreichen konnte. Errenos hatte in der Zwischenzeit Nifaidong ein edelsteinbesetztes Diadem gestohlen. (Atlan 796)

Ein neues Raumschiff

Der Shuttle begab sich wieder auf die Nullzeit-Spur und materialisierte in der Zeitgruft von Rawani. Hier herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das Licht der Scheinwerfer der Kapsel wurde bereits nach wenigen Metern absorbiert. Die Zeitgruft schien außer Funktion zu sein. Goman-Largo drang alleine in die absolute Finsternis vor. Er fand einen weiteren Memowürfel, von dem er die Koordinaten des Planeten Goowand erhielt. (Atlan 796)

Da ein Start mit dem Time-Shuttle nicht möglich war, machten sich die Gefährten auf den Weg zur Oberfläche von Rawani. Mit den Quintadimwerfern wurde das Lamellenschott zerstört, das sich auf herkömmlichem Wege nicht öffnen ließ. In einer Reihe von Gebäuden der Ruinenstadt, die wie eine Rampe in den Himmel ragten, wurde die STERNENSPRINGER gefunden. Das Schiff war ein Wrack. Goman-Largo ließ die Konverter anlaufen. Er wurde von der Stele dabei unterstützt. Es kam zu Entladungen, die Zerstörungen anrichteten. Die Stele platzierte sich zwischen den Entladungen, die daraufhin an Intensität verloren. SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG brach auseinander. Nun griff Dartfur ein. Die silberfarbenen Punkte seiner Kombination verbreiteten ein fahles Licht, das die Verlorene Seele einhüllte. Winzige Blitze zuckten aus den Punkten und verschwanden in Decke, Wände und Boden. Minuten vergingen, in denen Dartfur aus dem Material des Schiffes ein neues »Schlafendes Arsenal« entstehen ließ, das alle Schäden im Schiff behob. Nur einige Stunden später war die STERNENSPRINGER in einem ausgezeichneten Zustand. Dartfur und Goman-Largo programmierten den Autopiloten, der die STERNENSPRINGER nach Goowand bringen sollte. (Atlan 796)

Dort angekommen, verhüllte Dunkelheit den gesamten Planeten. Auch die Besatzung der STERNENSPRINGER wurde nicht verschont und verlor das Bewusstsein. (Atlan 796)

Säuberungsaktion

Der Saltic, der Modulmann, die Vigpanderin und Dartfur erwachten aus ihrer Bewusstlosigkeit. Die STERNENSPRINGER befand sich nicht mehr im Orbit um Goowand, sondern in einer riesigen Halle. Roboter näherten sich der STERNENSPRINGER und drangen ein. Sie waren darauf programmiert, das Schiff von unbefugten Eindringlingen zu »säubern« und dann wieder instand zu setzen. Goman-Largo und seine drei Gefährten konnten die Vorhut der Roboter schnell zerstören. (Atlan 800)

Auf dem Weg zu einem Beiboot wurden die Gefährten von einer Übermacht an Robotern unter Feuer genommen. Wild um sich schießend rasten sie mit ihren Flugaggregaten auf die Phalanx der Roboter zu, die das Feuer nicht erwiderten. Verblüfft stellten auch Goman-Largo, Neithadl-Off, Dartfur und Errenos das Feuer ein. Dartfur vermutete sechsdimensionale Schwingungen als Ursache für die Tatenlosigkeit der Roboter. Als diese Schwingungen wieder verschwanden, erwachten die Roboter und nahmen die Verfolgung auf. (Atlan 800)

Der Hangar mit dem Großraumbeiboot wurde von einem wallenden Energievorhang abgeschirmt, der von den Gefährten mühelos durchstoßen werden konnte. Sie fanden sich in einer Umgebung wieder, in der alles Rot war und die Temperaturen um den Gefrierpunkt lagen. Nach dem Durchfliegen einer elastischen roten Plastikhaut gelangten sie in einen schwarzen Korridor, der sich bald in sechs Gänge aufteilte, aus denen ein pulsierendes blaues Leuchten drang. Aus diesen sechs Korridoren stießen ganze Roboterpulks auf die Gefährten zu. Und wieder im Augenblick der größten Bedrohung stellten die Maschinen das Feuer ein und verharrten reglos. So konnten Goman-Largo und seine Begleiter durch die schwarze Korridorwand gleiten und eine neue Umgebung betreten. Durch diese Sextadim-Oszillation wurde bei den Robotern des Ordens der Zeitchirurgen die Freund-Kennung aktiviert. (Atlan 800)

Ballonfahrt

Auf einer goldfarbenen Brücke befanden sich zwei große kugelförmige Gebilde, die das Äußere von Welten darstellten, die sich auf einer anderen Bezugsebene befanden. Dartfur wählte eine der Kugeln als Ziel, die sich in eine schwarze Ballung verwandelte, die einem Quintadimfeld ähnelte. Goman-Largo, Neithadl-Off, Dartfur und Errenos stürzten sich in die schwarze Ballung. Sie kamen in einem Sphäroid von etwa 40 Metern Durchmesser heraus. Dartfur meinte, schon hier gewesen zu sein. Goman-Largo sandte einige seiner Module aus, die eine Programmierung in der Sphärenhülle entdeckten und aktivierten. Diese bildete daraufhin eine rund fünf Meter durchmessende kugelförmige Ausstülpung aus, in die sich die Gefährten begaben. Die Ausstülpung schnürte sich von der Sphäre ab und raste einen hellroten Strang entlang. Neithadl-Off bezeichnete den Strang als Teil eines »Zeitgewebes«, das der Stabilisierung der Zeit in einem internen räumlichen Bereich innerhalb der Zeitfestung diente. (Atlan 800)

Geisterwelt

Das Transportmittel passierte mehrere Knotenpunkte, wobei es grelle Blitze verursachte und immer schneller wurde. Plötzlich standen Goman-Largo, Neithadl-Off, Errenos und Dartfur auf einer weiten flachen Ebene, über die sich eine etwa fünf Kilometer durchmessende und ebenso hohe Formenergieglocke wölbte. Die Stränge, Knotenpunkte und auch das Transportfahrzeug waren verschwunden. Die Formenergiekuppel begann sich allmählich zusammenzuziehen. Sie war mit einer sechsdimensionalen Multischaltung programmiert, die zu einer Raum-Dilatation führen würde. Dartfur konnte diese Programmierung neutralisieren, benötigte dazu aber zwei der Module Goman-Largos. Hinter der oberen Wölbung der Kuppel wurde für einen Moment eine blutrote grell leuchtende Spirale sichtbar. Es wurde finster und Orkanböen fegten über die Ebene aus Metallplastik. Der Sturm war ebenso schnell vorüber wie er gekommen war. Dartfur war bereit, die Kameraden zur Hauptschaltzentrale der Zeitfestung zu führen. Auf die Flugaggregate mussten sie verzichten, da sie der Weg zunächst durch den Bezirk der Geister führte. Zunächst ging es zwischen zwei parallel verlaufenden, fünf Meter voneinander entfernten Steinmauern dahin. Goman-Largo stemmte die Vigpanderin plötzlich hoch und sprang vorwärts. Hinter ihm wurde der Weg von schweren Steinquadern verschüttet. Errenos hatte sein Flugaggregat trotz Dartfurs Warnung, im Bezirk der Geister nicht zu fliegen, gestartet und verschwand. (Atlan 800)

Goman-Largo erinnerte sich an die beiden Module, die er eingebüßt hatte. An der Stelle der Mauer, an der er sie zuletzt wahrgenommen hatte, glaubte er, Errenos' Gesicht zu erkennen. Neithadl-Off bearbeitete das Mauerstück mit einer Intervallfräse. Die Mauer stürzte in diesem Bereich ein und gab einen dunklen, schräg in die Tiefe führenden Gang frei. In einem Felsendom fanden Goman-Largo, Neithadl-Off und Dartfur einen schwarzen Kubus mit fünf Metern Kantenlänge. Doch der Kubus war nicht materiell. Es war, als ob sich im Felsendom ein würfelförmiges Loch im Universum befände. Auf Neithadl-Offs Eingebung hin, holte Dartfur Material von der ungefähren Masse des Saltics. Die Verlorene Seele warf einen halb vermoderten Baumstamm in den Kubus. Der Kubus zog sich bis auf einen Meter zusammen, ehe er explodierte. Als er sich wieder normalisierte, stand Errenos im Felsendom. Am Ringfinger seiner linken Hand trug er den Ring der Hysborah, den er aus der Schatzkammer von »Truhgfar« mitgenommen hatte. In dem Gang zwischen den Steinmauern hatte die Temperatur in der Zwischenzeit so weit abgenommen, dass Eis die Steine bedeckte und von den Mauerkronen lange Eiszapfen herabhingen. Der Himmel leuchtete rubinrot. Dartfur, Neithadl-Off und Errenos hatten sich von Goman-Largo schon etwas entfernt, als der Zeitspezialist ausrutschte und stürzte. Während die Vigpanderin und der Saltic auf ihn warteten, rannte Dartfur weiter und war nicht mehr zu sehen. Eine Spiegelwand, die aber die drei Kameraden nicht widerspiegelte, nur die Mauern, stoppte ihren Lauf. Aus den von den drei Modulen mitgebrachten Informationen leitete Goman-Largo ab, dass Dartfur, so wie sie auch, auf die andere Seite der Spiegelfläche versetzt worden war. Die Verlorene Seele hatte das auch gleich erkannt und war weitergelaufen. Tatsächlich gab es auf den Mauern kein Eis mehr. Ein vorausgeschicktes Modul stellte das fünfdimensionale Energiefeld eines Antigravlifts fest. Dort wartete Dartfur auf seine Gefährten. (Atlan 800)

Fremder Kosmos

Auf dem Grund des Liftschachtes befand sich die Adaptionsschleuse. Als sich nach dem Betreten der Schleuse das gegenüberliegende Schott öffnete, war der Weltraum zu sehen – nach Dartfurs Aussage der Intern-Kosmos. Dartfur rief ein Boot herbei, das er einst verstecken konnte, ehe er eingefangen wurde. Es glich einem flachen dunkelgrauen Kegel. Die Spitze des Bootes passte genau in die Öffnung der Adaptionsschleuse. Dann öffnete sich auf der Unterseite ein Schott. Die Gefährten gingen an Bord. Das Boot legte ab, flog in den Intern-Kosmos hinaus und wechselte in den Linearraum über. Bei einer großen blauen Sonne stürzte das Boot in den Normalraum zurück. Dartfur machte das von ihm gesuchte Schiff bei einer großen Staubwolke aus. Die RA-perfekt war gefunden. (Atlan 800)

Der Kosmische Ingenieur

Dartfur führte seine Freunde tief in das Innere von RA-perfekt. In einem würfelförmigen Raum mit einer Kantenlänge von etwa 100 Metern und mit zahllosen positronischen Elementen an den Wänden stand ein graublauer, halbtransparenter Stahlblock mit zwei Metern Länge, zwei Metern Breite und einen Meter Höhe. In dem Block waren die Umrisse eines Körpers zu erkennen. Auf einem Bildschirm wurde die Zerstörung des Bootes gezeigt, mit dem sie in die Station gekommen waren. 80 schwere Kampfroboter näherten sich. Die Verlorene Seele war in Raanak zurückgekehrt. Plötzlich machten die Roboter kehrt und zogen sich zurück. Die Luft über dem Stahlblock begann zu flimmern, die Temperatur stieg auf knapp 40 Grad Celsius. Eine leuchtende Gaswolke schwebte aus dem Stahlblock heraus, hielt über dem Boden des Raumes an und verharrte dort minutenlang, ehe sie sich zu einem Körper formte. Eine hominide Gestalt mit rotem Vollbart in einem blütenweißen Overall stand vor Goman-Largo. Der Paddler entschuldigte sich für den Auftritt der Kampfroboter, da er die Gefährten für Hilfskräfte der Zeitchirurgen gehalten hatte. Raanak bot Goman-Largo die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des gemeinsamen Feindes an. (Atlan 800)

Raanak wollte sich bei einem Schaltstrang der Zeitfestung in den Informationsfluss einklinken, um etwas über Verbleib seiner 91 Besatzungsmitglieder herauszufinden. Neithadl-Off wollte sich in der Zeitfestung umsehen. Da die Vigpanderin auch nach Stunden nicht zurückkam, machten sich Goman-Largo und Errenos auf die Suche nach ihr. Bevor sie aufbrechen konnten, wurden sie von einem aufgeregten Raanak aufgesucht. Der Paddler hatte herausgefunden, dass sie sich eigentlich tief in der Vergangenheit befanden. Die RA-perfekt konnte den Intern-Kosmos so schalten, dass er einen Nullzeit-Transfer zwischen räumlich weit entfernten Sternballungen ermöglichen konnte. Allerdings war die Unterstützung durch Neithadl-Offs Kenntnisse, durch Goman-Largos Module und Dartfurs Fähigkeiten vonnöten, um diese Schaltung so zu vollführen, dass keine unheilvollen Pannen auftreten konnten. Doch zunächst musste Neithadl-Off gefunden werden. (Atlan 800)

Quellen

Atlan 787, Atlan 788, Atlan 793, Atlan 794, Atlan 796, Atlan 800