Oxtorne

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit der Chliit-Pflanze. Für weitere Bedeutungen, siehe: Chliit.
Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit der Regenbogenpflanze. Für weitere Bedeutungen, siehe: Regenbogenpflanze.

Oxtorne ist der achte Planet der pulsierenden roten Riesensonne Illema in der Milchstraße und die Heimat der Oxtorner.

Das Sonnensystem liegt 512 Lichtjahre vom Solsystem entfernt im circa 100 Sonnen umfassenden offenen Sternhaufen Praesepe.

Astrophysikalische Daten: Oxtorne
Sonnensystem: Illema
Galaxie: Milchstraße
Entfernung zum Solsystem: 512 Lichtjahre
Typ: Extremwelt, Sauerstoffwelt
Jahreslänge: 3,5 Erdjahre
Rotationsdauer: 84 h
Schwerkraft: 4,8 g
Atmosphäre: Sauerstoff
Atmosphärendruck: ≈8000 hPa
Mittlere Temperatur: zwischen -120 °C und +100 °C
Bekannte Völker
Oxtorner
Hauptstadt: Nevertheless

Übersicht

Der Planet ist eine Extremwelt von dreifacher Erdgröße, allerdings mit einem höheren Anteil schwerer Elemente und einer Schwerkraft von 4,8 Gravos. Die Oberflächentemperaturen können zwischen +100 °C und -120 °C betragen. Dazu kommen Stürme mit bis zu 1000 km/h, sowie schwere Erdbeben, ausgelöst durch die Pulsationen der Sonne.

Impenetrable Barrier

Ein unübersehbares Landschaftsmerkmal ist der gigantische Höhenzug der Impenetrable Barrier.

Berüchtigt sind die heißen, tödlichen Fallstürme, die mit einer Geschwindigkeit von 700 km/h von den Gipfeln herab rauschen und bis in die Täler hinein jeglichen Pflanzenwuchs einäschern. (PR 1310)

Barrier City

Die erste Siedlung auf Oxtorne war Barrier City in den Ausläufern der Impenetrable Barrier. Die Stadt bestand aus würfelförmigen Turmgebäuden und wurde von gewaltigen Mauern aus stahlharten Glasfaserwürfeln eingefasst.

Nevertheless

Die Hauptstadt Oxtornes ist Nevertheless, deren Altstadt noch immer von den Druckkuppeln der ersten Siedler gebildet wird. In der Nähe befindet sich auch der einzige Raumhafen des Planeten.

Die Stadt ist umgeben von den Chliit-Sümpfen, die sie vor einigen der Extrembedingungen abschirmen. Die Sümpfe sind der einzige Fundort der in der Pharmaindustrie verwendeten ANP-Bakterien, des Hauptexportguts des Planeten.

Flora

Viele der Pflanzenarten sind karnivor und eine große Gefahr für unachtsame Lebewesen. Eine Vielzahl ist giftig oder stellt aufgrund anderer Eigenschaften eine Gefahr für Leib und Leben dar.

Bekannt sind die Wälder der Messerbäume.

Die Chliit-Pflanze ist giftig. Aus ihrem Extrakt wird das Arzneimittel Gemochliitrakt gewonnen. (PR 1310)

Anmerkung: Trotz der Übereinstimmung der Namen gibt es bisher keine Hinweise in den Quellen, dass die Pflanze mit den Chliitsümpfen zusammenhängt.

Die fladenähnliche Regenbogenpflanze hat ihren Namen von den prächtigen Farben der Blüten. Wenn ein geeignetes Opfer auf die bis zu fünf Meter durchmessende Fläche gerät, schnellt sie sich zusammen und sondert Verdauungssäfte ab. Ein Oxtorner kann sich dabei bestenfalls Hautverätzungen zuziehen. (PR 1311)

Weitere bekannte Gewäche sind die Kugelpflanze, die so groß wie ein Haus werden kann, und der Greisenhauptstrauch. (PR 1311)

Die Whips sind eine aggressive, fleischfressende Pflanzenart, die sich auch fortbewegen kann. Sie sondern ein Gift ab, das auch für Oxtorner tödlich sein kann.

Fauna

Es gibt ebenfalls Whips genannte Tiere, die gefährlichste Tierart des Planeten. (PR 1311)

Die Pilan sind Tentakelwesen, die im Wasser leben, aber an Land in Gruppen jagen und dabei bei ihren Opfern auf paranormalem Wege Ängste erzeugen. (PR 2529)

Eine der bekanntesten Lebensformen sind die krötenähnlichen Okrills. Sie sind Jäger und perfekt an die rauen Bedingungen angepasst. Die Mamus werden von ihnen gejagt. Einige Okrills wurden sogar von Oxtornern abgerichtet und dienen ihnen als Haustiere.

Geschichte

Der Planet wurde im Jahre 2234 von Terranern besiedelt, als das Auswandererschiff ILLEMA nach einem Gefecht mit einem Raumschiff der Springer auf Oxtorne notlanden musste. Der Planet wurde nach Geoffrey Oxtorne benannt, der sein Leben im Kampf gegen die Springer ließ, als er ein Beiboot als Kamikaze verwendete.

Unfähig, den Planeten zu verlassen, blieb den Auswanderern nichts anderes übrig, als sich den Bedingungen von Oxtorne anzupassen. An Bord des Raumschiffes befindliche Genetiker schafften das schier Unmögliche und passten die Schiffbrüchigen innerhalb von vier Generationen an die brutalen Umweltbedingungen Oxtornes an.

2366 kam es zu einem gewaltlosen Regierungswechsel von der 3. zur 4. Generation der Oxtorner. Dem gingen zahlreiche erbitterte Auseinandersetzungen bezüglich der Weltanschauung voraus, da die noch nicht voll angepasste 3. Generation an zahlreichen Gesetzen und Tabus festhielt, gegen welche die voll angepassten Mitglieder der 4. Generation – letztlich erfolgreich – rebellierten. Bis dahin war die Besiedlung auf eine einzige Stadt, Barrier City, beschränkt. In der Impenetrable Barrier, einem gigantischen Höhenzug, wurde eine Station der Maarn entdeckt, doch die dort konservierten Maarn waren schon lange tot. (PR 271, PR-TB 34)

2369 brach auf Oxtorne eine Krise aus, als immer mehr Einwohner aus unbekannter Ursache wahnsinnig wurden. John Marshall erwog, den Planeten zu evakuieren, doch konnten die Hintergründe rechtzeitig aufgeklärt und die Gefahr beseitigt werden. (PR-TB 36)

2404 wurde Oxtorne autonom regiert. Präsidentin war Yezo Hawk-Polestar, Ehefrau von Omar Hawk. Sie hatte dieses Amt vermutlich seit ihrer erstmaligen Wahl im Jahre 2366 inne. (PR-TB 34) Yezo legte ihr Präsidentenamt nieder, als ihr Mann Omar, inzwischen Schüler von Tengri Lethos, sie nach langer Abwesenheit wieder besuchte. (PR-TB 45)

...

Während der Monos-Zeit wurde der Großteil der Oxtorner für Experimente in die Genfabriken der Cantaro verschleppt; danach wurde der Planet von Rückkehrern praktisch neu besiedelt. Um 1200 NGZ betrug die Bevölkerungszahl lediglich 10.000, im Jahre 1344 NGZ wieder 1,5 Millionen.

PR2529Illu.jpg
Sinnafochs Plan
Heft: PR 2529 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Um 1330 NGZ war Oxtorne Mitgliedswelt der LFT und hatte sich der Praesepe-Koalition angeschlossen.

Infolge des Traumas der fast vollständigen Vernichtung entwickelten die Oxtorner eine anarchische Gesellschaftsform und kehrten zurück zu einer Art Urzustand des Daseins, in dem es nur noch auf Körperkraft und Widerstandsfähigkeit ankam. Jegliche Logik wurde dem Gefühl untergeordnet. Dennoch unterhielten die Oxtorner weiterhin eine kleine Raumflotte. Die oxtornische Heimatflotte wurde im April 1341 NGZ fast vollständig vernichtet, als Flotten der Loower in der Milchstraße materialisierten – unter anderem auch in der Nähe von Oxtorne – und sich gegenseitig bekämpften. (PAN-THAU-RA 1)

Nach dem Ende der Loower-Krise fand auf Oxtorne ein Umdenken statt. Man erinnerte sich wieder an die Wurzeln der oxtornischen Tradition. Die anarchischen Zustände wurden schnell vergessen und als vorübergehende kollektive Verwirrung bezeichnet. (PAN-THAU-RA 3)

1344 NGZ nahm Dilja Mowak in ihrer Eigenschaft als Erste Oxtornerin an der Aufbaukonferenz der Völker teil. Mowak war eine der Überlebenden des Massakers durch die Mikro-Bestien der Terminalen Kolonne. (PR 2300)

Im Juni 1346 NGZ nahm Mowak an einer Geheimkonferenz der Galaktiker in Aarus-Jima teil, in deren Verlauf das Neue Galaktikum gegründet wurde. (PR 2412)

1463 NGZ wurde der gefangen genommene Vatrox Sinnafoch auf Oxtorne ausgesetzt, um seinen Widerstandswillen zu brechen und um Informationen aus ihm herauszulocken. Dennoch konnte schlussendlich nicht verhindert werden, dass Sinnafoch wieder von Oxtorne entkam. (PR 2529)

Quellen