Forrils

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Die Forrils sind die Bewohner der Raumstation Forril-Station, die im Leerraum nahe Andromeda treibt.

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Heft: PR 292
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Forrils ähneln terranischen Walrössern, haben jedoch im Gegensatz zu diesen sechs Gliedmaßen. Sie besitzen einen massigen Körper und bewegen sich normalerweise auf vier Beinen vorwärts. In dieser Position erreichen sie etwa eine Kopfhöhe von anderthalb Metern. Zur schnelleren Fortbewegung lassen sie sich auf alle sechs Gliedmaßen herab. Ihre Sprache ist eine abgewandelte Form des Kraahmak. Ausgewachsene Exemplare wiegen bis zu über zwei Zentner. Die Felle der Forrils besitzen eine unterschiedliche Färbung, an der sich die Stellung des Einzelwesens in der gesellschaftlichen Hierarchie ablesen lässt.


Bekannte Forrils

Gesellschaft

Die Gesellschaft der Forrils strukturiert sich in familiäre Sippen, die aus mehreren Dutzend Mitgliedern bestehen können. Das Zusammenleben zwischen diesen Sippen ist vom Kampf um die immer knapperen Ressourcen in ihrem begrenzten Lebensraum gekennzeichnet. Müssen sie sich doch einen frei im All treibenden Weltraumbahnhof der Maahks teilen, auf dem sie seit vielen Jahrtausenden in alten, mit der Plattform verschweißten Raumschiffen wohnen.

Innerhalb dieser Sippen gibt es eine strenge hierarchische Gliederung, die durch die Art der Fortpflanzung der Forrils bestimmt wird:

  • An der Spitze der Hierarchie stehen Ganzväter, die ein gelbes Fell besitzen. Nur Ganzväter können eine Sippe anführen. Ganzväter genießen ein hohes Ansehen, dürfen am Wazala-Kampf teilnehmen und gelten als mutig und stark.
  • Forrils mit violetten Pelzen werden Halbväter genannt. Sie gelten als schwächlich und faul. Halbväter sind aber für die Fortpflanzung der Forrils unentbehrlich, deshalb werden sie von den Ganzvätern geduldet. Ihr Status ist dem von Drohnen ähnlich, wie sie bei staatenbildenden Insekten auftreten.
  • Weibliche Forrils, auch Mütter genannt, haben stets rote Pelze. Sie kümmern sich nicht nur um das leibliche Wohl, sondern werden bei Auseinandersetzungen zwischen den Sippen wegen ihres Mutes und ihrer Tapferkeit auch als Kundschafter und Soldaten eingesetzt. Im Gegensatz zu den Ganzvätern ist ihnen die Gegenwart von Halbvätern durchaus willkommen. Während Ganzväter gerne große Reden schwingen, gelten Mütter als schweigsam.
  • Eine Sonderstellung kommt dem Priester zu. Als Vertreter des Großen Waza wird er auch von den Ganzvätern geachtet. Möglicherweise handelt es sich bei Priestern um Albinos - wie das Beispiel des Forrils Bourk zeigt, der dieses Amt im Jahre 2405 inne hatte. Die Tatsache, dass er eigentlich ein Weibchen war, hielt er allerdings geheim.

Über die Fortpflanzung der Forrils ist wenig bekannt. Gesichert ist nur, dass es dabei ein komplexes Zusammenspiel von Ganzvätern, Halbvätern und Müttern gibt. Die Aufgabe der Halbväter ist es möglicherweise, die Leidenschaft des Weibchens bei gleichzeitiger Anwesenheit eines Ganzvaters anzustacheln. Während Ganzväter ein starkes Sippenbewusstsein zeigen, ist es bei Halbvätern oder Müttern weniger stark ausgeprägt. Diese wechseln bei den Kämpfen auch mal auf die andere Seite.

Eine Zäsur im Leben jedes Forrils stellt der Fellwechsel dar, der in Abständen von etwa 18 Standardtagen erfolgt. Während der Zeit des Pelzwechsels sind Forrils nackt. Da sie dann nicht besonders schön anzuschauen sind, gelten sie in dieser Zeit als unrein und tabu. Deshalb verkriechen sie sich an einem versteckten Ort, bis sich ein neues Fell gebildet hat. Ein Forril, der sich gerade häutet, wird bei Kampfhandlungen von der gegnerischen Partei nicht angegriffen.

Die Forrils betreiben hydroponische Anlagen, in denen sie Pflanzen züchten. Die Funktion dieser Anlagen ist nicht eindeutig geklärt. Es könnte sein, dass die Pflanzen als Nahrung dienen. Eventuell sind die Anlagen auch für die Versorgung der Forrils mit Atemluft wichtig. Möglicherweise dienen auch die abgehäuteten Pelze als Nahrung. Zitat: [...] »Eine Mutter war damit beschäftigt, drei Pelze der wenigen Soldaten zu kochen, die noch unter Deprok dienten.« [...] (PR 292, Seite 20)

Religion

Den degenerierten Nachkommen der Forrils auf Forril-Station war im Laufe der Jahrtausende der technologische Hintergrund ihres Lebensraums nur mehr sehr undeutlich bewusst. Sie verehren deshalb das Robotgehirn der Raumstation wie einen Gott, den Großen Waza. Bei dessen Erwähnung ist es Pflicht, ausgiebig zu rülpsen.

Wazala-Kampf

Zu Ehren des Großen Wazas finden auf Forril-Station in regelmäßigen Abständen so genannte Wazala-Kämpfe um die Wazala-Ehre statt. Dabei treten jeweils zwei Forrils gegeneinander an. Zu den Kämpfen werden nur Ganzväter zugelassen oder junge Forrils, die dabei sind, Ganzväter zu werden. Halbväter sind ausgeschlossen, sie dürfen nicht einmal zuschauen. Während der Häutung ist es auch Ganzvätern verboten, an einem Kampf teilzunehmen. Sie können dann einen Ersatzkämpfer aufstellen. In Ausnahmefällen ist auch die Teilnahme von Fremden an den Kämpfen möglich, wie das Beispiel von Major Don Redhorse zeigt. Über die Teilnahme an den Kämpfen entscheidet der Priester des Großen Waza.

Zur Zeit der Wazala-Kämpfe ruhen die Streitigkeiten zwischen den Forril-Sippen. Die Forrils haben auf der Plattform des Weltraumbahnhofes einen der größten Flugkörper zu einer Arena umgebaut, in der die Kämpfe stattfinden. Die Arena besitzt fünf Kampfplätze. Während der Ausscheidungskämpfe wird gleichzeitig auf allen fünf Plätzen gekämpft. Der Endkampf wird auf dem mittleren Platz ausgetragen. Der Kampfbeginn wird durch Sirenengeheul angezeigt. Es finden 128 Kämpfe in sieben Runden statt.

Die Ausscheidungskämpfe dauern ungefähr 30 Minuten und werden nach Punkten entschieden. Zehn Punkterichter, die sich aus alten Wazalas zusammensetzen, bewerten den Kampf. Der Endkampf findet zehn Stunden nach dem letzten Ausscheidungskampf statt. Bei ihm gibt es kein Zeitlimit. Er wird abgebrochen, wenn einer der beiden Teilnehmer zu erschöpft ist, um weiterzukämpfen. Hier sind auch Todesfälle keine Seltenheit. Um zu verhindern, dass total erschöpfte Kämpfer das Finale bestreiten, müssen sich die Finalisten vor dem Kampf dem Publikum zeigen. Wenn das Publikum einen der Kämpfer für nicht mehr kampffähig hält, verleiht es seinem Unmut lautstark Ausdruck. Dann wird sein Gegner zum Sieger erklärt. Der Sieger darf mit seiner Sippe in ein besseres Schiff übersiedeln. Er und seine Sippe steigen außerdem im Ansehen.

Die eigentliche Belohnung für den Sieger ist aber die Vergünstigung, ins Innere der Station zum Großen Waza vordringen zu dürfen. Als Beweis für seine Anwesenheit in diesen heiligen Räumen muss er einen kleinen Gegenstand mitnehmen.

Im 14. Jahrhundert NGZ werden die Kämpfe auch kommerziell genutzt. Sie kamen in Andromeda in Mode und wurden auf dem Planeten Rakusa professionell organisiert.

Das Wort »Wazalakampf« stammt aus dem Kraahmak. (PR 2549, S. 57)

Totenkult

Die Forrils trennen die Köpfe ihrer toten Artgenossen vom Rumpf und mumifizieren diese. Danach lagern sie die Köpfe in einer riesigen Halle in Forril-Station. Der restliche Körper wird entsorgt.

Geschichte

Die Forrils wurden vor etwa 50.000 Jahren von den Maahks als Hilfsvolk auf Forril-Station angesiedelt. Als Forril-Station nicht mehr benutzt wurde, verschweißten sie ankommende robotgesteuerte Raumschiffe der Maahks auf der Plattform und siedelten von den Räumlichkeiten der Station in die verankerten Raumschiffe über. So ging mit der Zeit das Wissen um die eigentliche Funktion der Raumstation und ihrer technischen Möglichkeiten verloren.

2405

Im Jahre 2405 erreichte ein terranisches Kommando unter Major Don Redhorse Forril-Station. Dabei wurde die BARCELONA zerstört und Redhorse musste mit einer Space-Jet notlanden. Seine Mannschaft wurde in Folge in den Kampf zwischen zwei Forril-Sippen hineingezogen. Weil die Space-Jet schwer beschädigt war, musste Redhorse eine andere Möglichkeit finden, um die Solare Flotte zu benachrichtigen. Um Zugang zur Zentrale der Weltraumbahnhofs zu erhalten, beteiligte er sich an einem Wazala-Kampf. Dazu musste er in einen gelben Forril-Pelz schlüpfen, um bei den Kämpfen zugelassen zu werden. Sein Freund Brazos Surfat nahm ebenfalls an einem Wazala-Kampf teil. Er starb dabei und opferte sich, um dem verletzten Redhorse die Möglichkeit zu geben, sich für den Finalkampf zu erholen.

Redhorse drang nach seinem Sieg ins Innere von Forril-Station ein. Dort musste er sich einer Auseinandersetzung mit dem Maahk Grek-1 Redhorse stellen, der die Terraner begleitet hatte und aus Mangel an für ihn atembarer Luft wahnsinnig geworden war. Grek-1 Redhorse hatte bereits eine Funknachricht im Namen von Redhorse abgestrahlt, um die terranische Flotte heranzulocken und dann überraschend mit den Geschützen der Station anzugreifen. Nachdem dieses Problem gelöst war, landete Perry Rhodan persönlich auf Forril-Station. Es kam zu einem Einverständnis zwischen Forrils und Terranern.

14. Jahrhundert NGZ

Im 14. Jahrhundert NGZ zogen zahlreiche Forrils durch Andromeda und stellten ihre Wazala-Kämpfe (die für sie durchaus weiterhin eine ernste Angelegenheit und kein Vergnügen waren) öffentlich dar. Sie wollten damit Geld verdienen, das zur Verbesserung der Lebensqualität der auf der Station lebenden Forrils verwendet werden sollte. Während eines dieser Kämpfe wurde Rakusa im Jahre 1312 NGZ von einem Kastun angegriffen und fast völlig verwüstet. Ob die auf Rakusa lebenden Forrils diesen Angriff überlebten, ist nicht bekannt.

1463 NGZ

Am 25. April 1463 NGZ gehörten Raumschiffe der Forrils zu einer Flotte von 15.000 Raumschiffen aus verschiedenen Völkern Andromedas, die an der Seite des Bundes von Sicatemo bei den Distribut-Depots KJALLDAR und HASTAI gegen die Frequenz-Monarchie kämpfte. (PR 2548)

Quellen