GESHOD-Spross

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit den Raumschiffen KYLLDIN und TÄLLER. Für weitere Bedeutungen, siehe: Kylldin (Begriffsklärung) und Täller (Begriffsklärung).

Ein GESHOD-Spross, oft auch kurz Spross genannt, ist ein Raumschiffstyp der Gemeni.

PR2908.jpg
Der Spross YETO
Heft: PR 2908
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
PR2924.jpg
Im Librationsgewölbe
Heft: PR 2924
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Allgemeines

Die Sprosse waren Raumschiffe der Gemeni, die scheinbar pflanzlich-organisch wuchsen. Den Sprossen war gemeinsam, dass sie sich als winziges Samenkorn bevorzugt von einem Kind finden ließen. Während der Betrachtung des Korns stachen sie das jeweilige Kind in den Finger, sodass etwas Blut austrat. Anschließend verdoppelte sich die Größe des Sprosses jeden Tag nach Terra-Zeitrechnung, bis er eine Länge von 4960 Metern und eine Breite von 3530 Metern erreichte. Der Spross erhielt schließlich den Namen der Person, die das Samenkorn fand und das Wachstum auslöste. (PR 2907, PR 2915, PR 2917) Seine Besatzung, die Gemeni, reiften in knospenartigen Gebilden des Sprosses, mit denen sie in der Embryonalphase mit einer Art Nabelschnur verbunden waren. (PR 2908)

Anmerkung: Yeto hat »sein« Samenkorn am 19. Juni 1551 NGZ gefunden und schätzte es auf die Größe eines Senfkorns (also ca. 1-2 mm) ein. Der Spross ist bis zum 11. Juli desselben Jahres gewachsen, um seine endgültige Größe zu erreichen. Das bedeutet ein Wachstum von 21 Tagen (wenn man davon ausgeht, dass der Spross seine Größe erstmals am 20. Juni verdoppelte, und der 11. Juli der erste Tag war, an dem kein Wachstum mehr stattfand), das heißt der Spross ist insgesamt um den Faktor 221 = 2.097.152 gewachsen. Das bedeutet bei einer Wachstumszeit von 21 Tagen eine ursprüngliche Größe von 2,365 mm, beziehungsweise bei einer Wachstumszeit von 22 Tagen eine ursprüngliche Größe von 1,183 mm. (PR 2907)

An Bord der Sprosse gilt das Gesetz »Wer die Wunde schlägt, muss sie heilen«. Das bedeutet, dass der Spross jeden, der ihn aktiv verwundet, zu Liquor verarbeitet und aufsaugt, wobei bloße Mittäter (z. B. beteiligte Aufständler, die nicht direkt die Wunde schlugen) offenbar verschont werden. (PR 2907, PR 2908, PR 2951) Die Dichte des Materials, aus dem die inneren Bereiche eines Sprosses bestehen, entsprechen der von organischer Materie. Die Wände der bewohnten Bereiche des Schiffes sind in der Lage, Kohlendioxid aufzunehmen und Sauerstoff zu produzieren. Ein GESHOD-Spross ist also zumindest teilweise von seinen Bewohnern, den Applikanten, abhängig. (PR 2908, S. 25)

Einer Einschätzung NATHANS zufolge konnte sich der auf Terra gewachsene Spross telekinetisch in der Schwebe halten und bewegte sich per Teleportation fort. (PR 2908)

Die Hülle der Sprosse weist zahlreiche Aus- und Einbuchtungen auf. Sie ist zugleich semi-transparent, so dass Strukturen im Inneren des Schiffes undeutlich erkennbar sind. Die Oberfläche wirkt zwar glatt, hat aber in Wirklichkeit eine Struktur, die an ein dicht geschlossenes Blätterdach erinnert. (PR 2907, S. 17-18) Im Inneren des Sprosses können hauchfeine und verschlungene Strukturen beobachtet werden. Der Boden und die Wände machen den Eindruck, organisch zu sein und haben zahlreiche Segmente und Lamellen. Das Licht ist diffus und es herrscht eine Temperatur von etwa 10 Grad Celsius. Die Luft riecht nach Herbstfeuern. (PR 2907, S. 20-21)

Zu den weniger bekannten, zentralen Bereichen des Sprosses zählt das Librationsgewölbe. (PR 2908, PR 2924) Die Gänge und Räume der Sprossen können sehr flexibel und innerhalb kurzer Zeit umgeordnet werden. (PR 2915) Die Gemeni wachsen in Knospen auf, die sich in speziellen Bereichen des Sprosses befinden. Diese werden Geburtsräume genannt. (PR 2928, S. 33)

Technische Daten

Technische Daten: Spross (1551 NGZ)
Typ: eiförmiges organisches Raumschiff
Größe: 4960 m Länge, 3530 m Breite
Volumen: mehr als 30 km3 (PR 2908)
Aufbau: scheinbar pflanzlich wachsend; tatsächlich jedoch schubweiser Aufbau aus Substanzdateien aus einem im Dakkarraum verborgenen Depot
Defensivbewaffnung: Störfeld, das alle hyperenergetischen Geräte und Waffen in unmittelbarer Nähe des Schiffs lahmlegt
Beiboote: keine Beiboote bekannt
Besonderheiten: Das Schiff wächst aus einem ≈1–2 mm großen Samenkorn, sobald es, bevorzugt von einem Kind, gefunden wird, um diesem dann mit dem Ergebnis einer leichten Blutung in den Finger zu stechen. Die Größe des Sprosses verdoppelt sich daraufhin in Wachstumsschüben einmal pro Terra-Tag. Jeder Spross besitzt eine Psi-Quelle.
Hersteller: GESHOD / Gemeni
Erstes Schiff: soweit bekannt: Spross LORINA

Bekannte Sprosse

Geschichte

1854

Bereits im Jahr 1854 besuchte ein Spross die Erde oder entstand dort, um in einer Mischung aus Rettungsaktion und Entführung mehrere hundert Menschen aus der Milchstraße in die Galaxie Sashpanu zu befördern, mutmaßlich als Teil eines Plans von ES, die Menschheit in allen möglichen Bereichen des Kosmos anzusiedeln. Dieser Spross, der nach seiner Finderin auf den Namen LORINA getauft wurde, scheint nicht nur der erste überhaupt jemals in der Milchstraße aufgetauchte Spross gewesen zu sein, sondern zudem der älteste bekannte seiner Art, da er auch noch im Jahr 1551 NGZ zu existieren scheint. (PR 2951)

1551 NGZ

Mit der YETO tauchte im Juni 1551 NGZ das erste Pacische Rhizom in der Milchstraße auf. (PR 2906) Kaum hatte sie Terra mit einem unbekannten Ziel verlassen, als am 20. Juli die Anwesenheit eines zweiten Sprosses namens KYLLDIN auf Girmomar bekannt wurde. (PR 2915)

Etwa um dieselbe Zeit wurde das Samenkorn der SHINAE auf Krynn, einem Planeten des Neuen Tamaniums gefunden, Finderin war Shinae, die Tochter von Reginald Bull und Toio Zindher. Während - nachdem das Raumschiff ausgewachsen war - die Gemeni das zweite Pacische Rhizom verkündeten und die Erweckung von Paragaben in Aussicht stellten, luden sie Icho Tolot, Reginald Bull, Toio Zindher und Shinae, die unerkannt auf dem Planeten weilten, in ihr Schiff ein. Unterdessen versuchten die Tefroder mit einer List, den Spross zu erobern und konnten einen Transmitter erbeuten, sowie Bull und Zindher gefangen nehmen. Die beiden Gefangenen konnten allerdings mit Hilfe des von den Tefrodern erbeuteten Transmitters entkommen und einen weiteren Gemeni-Transmitter mit nach Oberon nehmen. (PR 2917, PR 2918)

Die wiederaufgetauchte YETO setzte am 5. August zum ersten Mal die Hyperfaust ein. Damit zeigte sie eindrucksvoll, wie gut bewaffnet die Sprosse waren. (PR 2923, S. 50) Ähnlich wirkungslos war am 6. August der erste Angriff der Arkoniden auf die KYLLDIN. (PR 2926, S. 13-14) Erst der Einsatz des Dakkarimpulsspiegel-Sextanten zeigte Wirkung. Die KYLLDIN wurde am 11. November mit dieser Waffe kampfunfähig gemacht und später durch Assan-Assoul zum Absturz auf die Oberfläche von Sumurdh gebracht. (PR 2926, PR 2927) Dieses Unternehmen Utratash führte schließlich am 13. November zur Vernichtung der KYLLDIN. (PR 2929)

Im November 1551 NGZ entstand an Bord der RAS TSCHUBAI der vierte bekannte zeitgenössische Spross. Vor dem Rückflug des Riesenraumers in die Milchstraße, also noch im Bereich von Sevccooris, wurde der Mandaamen-Junge Täller im Verlauf der Jagd nach dem Barong, den Herrn der Schutzgeister, von einem in einem Holzkästchen gefundenen Samenkorn in den Finger gestochen, woraufhin das für Sprosse typische Wachstum des Korns einsetzte. Dadurch wurde die Existenz der RAS TSCHUBAI massiv bedroht. Durch eine List und ein Ultimatum Perry Rhodans im Verbund mit Gucky und Donn Yaradua gegenüber dem Proto-Bhal Duhadun konnte die Bedrohung durch den Spross TÄLLER schließlich glücklich abgewehrt werden, indem dieser aus der RAS transportiert wurde und dann mit unbekanntem Ziel verschwand. (PR 2945)

Quellen

PR 2906, PR 2907, PR 2908, PR 2915, PR 2916, PR 2917, PR 2918, PR 2923, PR 2924, PR 2926, PR 2927, PR 2928, PR 2929, PR 2945, PR 2951