GOL'DHOR

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Die GOL'DHOR ist ein goldenes Raumschiff. Es wurde vom Konstruktionsmagier Allersheim errichtet.

A386 1.JPG
Atlan 386
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
A486 1.JPG
Atlan 486
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Aussehen

Sie hat die (angedeutete) grazile Form einer Gottesanbeterin und wird von den meisten Betrachtern als ausgesprochen ästhetisch empfunden. Atlan bezeichnete die GOL'DHOR als das schönste Raumschiff, das er in seinem langen Leben je gesehen hatte.

Der eigentliche Körper ist etwa 50 Meter lang, schlank und elegant geformt, bei einem Durchmesser von etwa zehn Metern. Sechs Beine dienen als Landestützen, über den als Kopf ausgebildeten Bug ragt ein Paar »Fangarme« hinaus. Der Bug ist kugelförmig, mit zwei vorgewölbten Aufbauten (die »Augen«), sowie sechs »Fühler«, die unterschiedlich lang sind und sich fächerförmig ausbreiten.

Die Außenhülle ist transparent und golden, als bestünde sie aus goldgefärbtem Glas. Man kann die Maschinen des Schiffes und auch Besatzungsmitglieder relativ deutlich erkennen.

Technische Details

Über die technischen Möglichkeiten und die Funktionsweise ist nur sehr wenig bekannt. Da das Raumschiff von einem Magier errichtet wurde, kann man davon ausgehen, dass nicht alles durch rein technische Erklärungen begründet werden kann.

Fest steht, dass die GOL'DHOR über keinerlei Offensivwaffen verfügt. Stattdessen besitzt sie einen immens starken Schutzschirm, der Schüsse aller bekannten Energiewaffen bis zu einem erstaunlich hohen Wert absorbieren kann. Bei Feinden, die sich dem Raumschiff zu weit nähern, versagen deren Energiewaffen ohne erkennbaren Grund.

Die Art des Antriebs wurde nie enträtselt. Die GOL'DHOR ist auch überlichttauglich und scheint zu spontanen Ortsversetzungen (weichen Transitionen?) fähig zu sein. Während des Überlichtfluges sind die Sterne der Umgebung deutlich sichtbar, wie sie sich am Raumschiff vorbei zu bewegen scheinen.

Zusätzlich zur akustischen Verständigung ist sie auch in der Lage, auf telepathischem Wege zu kommunizieren.

Bei der Aktivierung des goldenen Raumschiffs erwies sich, dass es offenbar ein eigenes Bewusstsein besaß. Es bezeichnete sich selbst als »mehr als nur eine Maschine und ein lebendes Wesen zusammen«, und bewies erstaunliche Eigeninitiative. Kurz darauf erlosch dieses Bewusstsein jedoch vorübergehend. Die GOL'DHOR spiegelte äußerlich wider, wie sich das Raumschiff fühlte. War es kraftlos oder deprimiert, schien es matt und von innen undurchsichtig zu sein. Fühlte es sich prächtig und war gestärkt, strahlte es förmlich, und die Außenhülle war von innen gesehen fast völlig transparent. Manchmal musste das Raumschiff mit Argumenten überzeugt werden, Passagieren den Zutritt zu gestatten, um in eine neue Mission zu starten. Es ließ nur jene ein, die es für würdig einstufte.

Geschichte

Vor unbekannter Zeit wurde die GOL'DHOR vom Konstruktionsmagier Allersheim erschaffen und in einer Höhle in der Palamandiro-Schlucht versteckt. Nach dessen Verbannung fanden es die positiven Magier, ohne zu wissen, wer das Raumschiff erbaut hatte. Da sie keine Verwendung dafür hatten – und alle, die es betreten wollten, nur die Botschaft vernahmen, dass der Richtige zur richtigen Zeit kommen müsse (wenn die Magier von einer großen Gefahr bedroht sein würden), damit es ihm gehorche – versiegelten sie die Schlucht mit zahlreichen Fallen. Im Laufe der Zeit vergaßen sie die GOL'DHOR wieder. (Atlan 386)

2649 gelang es Atlan mithilfe Copasalliors und Koratzos zur GOL'DHOR vorzudringen. Jeder der drei wäre berechtigt gewesen, das Raumschiff in Besitz zu nehmen. Sie machten zuerst einen Abstecher zum Crallion, dann zur FESTUNG, um Proviant und Ausrüstung an Bord zu nehmen. Dann brachen sie in den Korsallophur-Stau auf. Angreifende Spaccahs scheiterten am Schutzschirm, und die GOL'DHOR konnte auf einer Landeplattform der Raumfestung Cornac niedergehen. Dort ließ der Kommandant Pemar Gayn drei Bombenträger einschleusen, da er es nicht ertragen konnte, das etwas der krolocischen Technik trotzen konnte. Doch die Zündung der Bombenträger funktionierte nicht. (Atlan 386)

Stattdessen versetzte sich das Raumschiff auf den Planeten Korsel, scheinbar gegen seinen Willen. Dort erwartete es der verbannte Allersheim, der die drei Insassen überwältigte und danach die GOL'DHOR in die Gestalt einer schwarzen Heuschrecke verwandelte. Erst als der Schwarzmagier tot war, verwandelte sich das Schiff wieder zurück und verließ Korsel. Allerdings blieb das Bewusstsein des Raumschiffs seither wie erloschen. (Atlan 387)

Nach einem neuerlichen Zwischenstopp auf Cornac, wo Atlan die angebliche Koordinaten der Lichtung der Eripäer erhielt, brachen sie dorthin auf. Doch erwiesen sich diese Angaben als Falle, und sie flogen genau durch den Yamarikar-Wirbel. Selbst das rätselhafte Raumschiff war den dort herrschenden hyperenergetischen Phänomenen ausgeliefert und drohte in eine Art Gravitationsschlund zu stürzen. Nur durch Einsatz aller magischer Fähigkeiten Copasalliors und Koratzos sowie der Deaktivierung der Schutzschirme konnte sich die GOL'DHOR daraus befreien. (Atlan 387)

Danach erreichte sie die Lichtung und kam gerade recht, um der hoffnungslosen Verteidigungsschlacht um Damaukaaner noch eine entscheidende Wendung zu geben. Die beiden verschollenen Pthorer Balduur und Razamon konnten an Bord genommen werden (Atlan 388), die Eripäer Bulzerdon, Amyra und deren Kinder in Sicherheit gebracht und Pona sowie »der Eripäer« Gurankor auf Aarl abgesetzt werden. Dann kehrte die GOL'DHOR nach Pthor zurück. (Atlan 389)

Bevor sie das Weltenfragment erreichte, entdeckte Atlan Kampfhandlungen in einer Brutspaccah, und ließ die GOL'DHOR andocken. Heimdall, Binoos, Sator Synk und mehrere Pthorer wurden an Bord genommen und zurück zur FESTUNG gebracht. (Atlan 389) Die Rückkehr des goldenen Raumschiffs gab den bereits geschlagen geglaubten Verteidigern neue Kraft, und die Kämpfe entbrannten erneut. Aberhunderte Spaccahs stürzten sich immer wieder auf die GOL'DHOR, vergingen aber in ihrem Schutzschirm. Dies führte zur endgültigen Wende, und nach einiger Zeit konnten die Krolocs tatsächlich zurückgeschlagen werden. Die geschlagenen Invasoren mussten die Bedingungen der Sieger akzeptieren, zu denen auch die Einstellung aller Feindseligkeiten gegenüber den Eripäern zählte. (Atlan 390)

Kurz darauf wurden Razamon und Balduur mit der GOL'DHOR ausgeschickt, um das zu überprüfen. Als sie die Lichtung der Eripäer erreichten, wurden sie jedoch abgedrängt, und als sie sich erneut näherten, sogar beschossen. Man wusste, dass sie mit Gurankor befreundet waren, und der Eripäer war erst vor einem Tag als Dreiäugiger entlarvt und eingesperrt worden. Als man ihn Exekutieren wollte, stieß Razamon mit der GOL'DHOR auf den Exekutionsplatz nieder, und streifte damit absichtlich einen nahen Turm mit dem Schutzschirm. Durch den dabei entstehenden Lichtblitz wurden alle Anwesenden für Minuten geblendet, und in der Zeit konnten sie Gurankor in Sicherheit bringen. Der ehemalige Eripäer wurde nach Zaardenfoort gebracht und Pona anvertraut, die ihn mit Hilfe Nurcrahns versteckte. Mehrere Tage blieb das goldene Raumschiff noch vor Ort, ohne entdeckt zu werden. Schließlich erhielt es von den Urgan-Lauschern ein Aggregat geschenkt, mit dem Pthor aus dem Korsallophur-Stau befreit werden konnte. Damit kehrten sie heim. (Atlan 391)

Die nächste Expedition ließ nicht lange auf sich warten: ein Erkundungsflug in Flugrichtung Pthors ließ sie auf die Geisterflotte von Sotron-Belloskap treffen, wo Atlan und Razamon drei Tiefschlafkapseln, einen Computer und eine fremdartige Waffe bargen. Auch diese Gegenstände wurden nach Pthor geschafft, wo sie deutliche Zerstörungen auslösten. Die GOL'DHOR blieb davon jedoch unberührt. (Atlan 392)

Quellen

Atlan 386, Atlan 387, Atlan 388, Atlan 389, Atlan 390, Atlan 391, Atlan 392, Atlan 467, Atlan 473