Galaktikum

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Das Galaktikum (zeitweise auch Erstes Galaktikum genannt) war eine meist schwache Koalition der großen Mehrheit aller Milchstraßenvölker, ähnlich der GAVÖK und dem späteren Neuen Galaktikum. Das Galaktikum bestand mit Unterbrechungen von 429 NGZ bis 1344 NGZ. Ab dem 1. Januar 1350 NGZ existiert offiziell das Neue Galaktikum als Nachfolgeorganisation.

Begriff

Ironischerweise war es einer der größten Unterdrücker in der Geschichte der Milchstraße, der den Begriff »Galaktikum« 3460 erstmals verwendete. Der Erste Hetran Leticron benutzte die Bezeichnungen  »Galaktikum« und »Neues Galaktikum« in einer als Drohung an die Terraner gerichteten Rede mehrfach. (PR 672) In einem positiven Zusammenhang wurde der Begriff im Jahr 429 NGZ erstmals von ES gebraucht: »[...] Die Milchstraße ist zu einem Galaktikum geworden, ihre Bewohner zu Galaktikern, meldete sich wieder die körperlose Stimme. Das ist ein Riesenschritt vorwärts in eurer Entwicklung. [...]« (PR 1252)

Übersicht

Das Galaktikum konnte als Werte- und Verteidigungsallianz aller galaktischen Völker angesehen werden. (PR 1309)

Ziel war es, das Zusammenwachsen der galaktischen Zivilisationen zu fördern. Damit gingen die Ziele über die der Vorläuferorganisation GAVÖK hinaus, die sich nur als Verteidigungsallianz angesehen hatte. Das Galaktikum erhob den Anspruch, eine Regierung auf galaktischer Ebene zu bilden. Alle Bewohner der Milchstraße sollten Teil einer gemeinsamen und einigen galaktischen Nation werden. Dabei sollte jeder die gleichen Rechte und Pflichten, ungeachtet seiner Herkunft, besitzen. Als oberstes Prinzip wurde der Konsens gepflegt. Keine Entscheidung, die vom Galaktikum getroffen wurde, durfte die lebenswichtigen Interessen eines Mitgliedsvolks verletzen.

Aufbau

Das Entscheidungsgremium des Galaktikums war die Vollversammlung unter der Leitung eines Ratsvorsitzenden.

Jedes Mitgliedsvolk entsandte dazu einen Galaktischen Rat, der in der allein entscheidungsberechtigten Vollversammlung abstimmen durfte. Jede Stimme eines Mitgliedsvolks hatte dabei das gleiche Gewicht unabhängig von der Größe und Wichtigkeit des entsprechenden Volkes. Dies allerdings hatte aufgrund der Größe des Galaktikums unter anderem aber auch zur Folge, dass aufgrund der zumeist erforderlichen Einstimmigkeit nur sehr selten Beschlüsse gefasst werden konnten und das Galaktikum die meiste Zeit eine schwache Organisation darstellte. In Friedenszeiten gingen insbesondere die großen Mitgliedsvölker gern ihrer eigenen Wege.

Nicht in jedem Fall war Einstimmigkeit vonnöten. Notstandsmaßnahmen konnten mit einer Vier-Fünftel-Mehrheit verhängt werden. (PR 1312 – Computer)

Bekannte Ratsvorsitzende

Bekannte Mitgliedsvölker

Die Asporcos (PR 1335 – Computer) und die Porleyter (PR 1321) gehörten nicht dazu.

Geschichte

Gründung und Anfangsjahre

Auf Terra fand 429 NGZ die Terranische Konferenz statt, in deren Verlauf etwa Mitte des Jahres das Galaktikum als Nachfolgeorganisation der GAVÖK gegründet wurde. In den Anfangsjahren besaß das Galaktikum 383 Mitgliedsvölker: diejenigen, die bereits der GAVÖK angehörten, sowie die Posbis und Haluter. (PR 1296, PR 1321, ...)

Jedes Mitgliedsvolk entsandte dabei einen Galaktischen Rat in das Galaktikum. (PR 1300 – Glossar) Wie und in welchem Turnus der Vertreter eines Volkes gewählt wurde, blieb jedem Volk selbst überlassen. (PR 1321)

Tagungsort des Galaktikums war anfangs – wie auch schon bei der Vorgängerorganisation – das Raumschiff MUTOGHMANN SCERP. (PR 1335)

Zum ersten Ratsvorsitzenden wurde Pratt Montmanor gewählt, der vorher auch schon Präsident des GAVÖK-Forums war.

Die ursprünglich terranisch dominierte Kosmische Hanse wurde auf Bestreben der Partei der Kosmopoliten im Jahre 430 NGZ zumindest teilweise der Kontrolle durch das Galaktikum untergeordnet. Am 20.6.430 NGZ unterschrieben Homer G. Adams und Pratt Montmanor mit NATHAN als Zeugen den Beistandspakt. Nach und nach wurde die Hälfte der Hanse-Sprecher mit Nichtterranern besetzt. (PR 1290, PR 1321)

Die Versammlungen fanden nun auf dem Kosmischen Basar BERGEN statt. (PR 1296)

445 NGZ zählte das Galaktikum exakt 400 Mitgliedsvölker aus der Milchstraße und den dazugehörenden Kugelsternhaufen. (PR 1321)

Die Herrschaft des Sothos

Am 13. September 430 NGZ versammelte sich das Galaktikum in der Upanishad Tschomolungma auf Terra. Sotho Tyg Ian (Stygian), der Anfang August mit einer großen Flotte in der Nähe der Milchstraße aufgetaucht war, sprach vor allen Galaktischen Räten, beschwor den (einseitig von ihm beschlossenen) Beistandspakt und kündigte ein Kosmisches Leuchtfeuer an, das größer wäre als die Wunder von ESTARTU. (PR 1297)

Die Besetzung der Milchstraße durch Stygian war die erste schwere Bewährungsprobe für das Galaktikum. Einige Räte liebäugelten mit den Ideen des Permanenten Konflikts und der von Stygian geforderten und geförderten massiven Aufrüstung. In den Jahren ab 430 NGZ wurde daher viel diskutiert, aber kaum ein Beschluss gefasst. (PR 1300, PR 1314 – Computer, PR 1321)

In dieser Zeit wuchsen Einfluss und Bedeutung der Blues, die sich der Lehre erfolgreich widersetzten, da es in ihrem Gebiet keine einzige Upanishad gab. (PR 1300, PR 1309)

Anfang April 446 NGZ kam Bewegung in das Bild, als Ovo Jambor den Austritt der Haluter aus dem Galaktikum verkündete, um nach der langen Zeit der Untätigkeit endlich Handlungsspielräume für Maßnahmen gegen Stygian zu gewinnen. Insgeheim vereinbarte er eine engere Zusammenarbeit mit der GOI. (PR 1321)

Mit der Unterstützung der GOI wehrten die Haluter einen Angriff von Stygians Truppen auf Halut ab. (PR 1322)

Wenig später schwärmten die Verlorenen Geschenke der Hesperiden, die mit der Flotte des Ewigen Kriegers Pelyfor in die Milchstraße kamen, über die Eastside aus. Im Verlauf mehrerer Monate entfalteten sie ihren unheilvollen Einfluss auf die Blues, die nach und nach alle positiven Charakterzüge ablegten und wieder so kriegerisch und aggressiv wurden wie früher. Stygians Ziel, den Permanenten Konflikt zu schüren, schien in greifbare Nähe gerückt, als die Blues Ende Oktober aus dem Galaktikum austraten und große Flotten von Kriegsschiffen über ihren Welten zusammenzogen. (PR 1335, PR 1336)

Die befürchtete Kriegserklärung an alle galaktischen Völker blieb aber schlussendlich aus. Die Nakken wandten sich vier Wochen später, Ende November 446 NGZ, von dem Sotho ab. Sie neutralisierten alle Hesperidengeschenke, die ohne ihre Kontrolle wirkungslos waren, und zogen sie aus der Eastside ab. (PR 1344, PR 1346)

Als Vergeltung für die in den letzten Monaten erlittenen Niederlagen drohte Stygian, die gesamte Milchstraße in eine Materiesenke zu verwandeln. Nun ging es Schlag auf Schlag. In der zweiten Dezemberhälfte 446 NGZ bereitete das Galaktikum eine militärische Aktion vor und zog starke Flotten im Milchstraßenzentrum zusammen. Im Fokus stand die Raumstation UDHURU, in der sich Stygian verschanzt hatte. (PR 1346, PR 1347)

Der Militäreinsatz wurde letztlich obsolet, da Stalker Stygian bei der finalen Auseinandersetzung auf UDHURU besiegte und die Nakken die drohende Apokalypse abwendeten. Aber das Galaktikum hatte die Feuerprobe bestanden. (PR 1347)

Der Hundertjährige Krieg

Während des Hundertjährigen Krieges ab 449 NGZ in der Milchstraße wurde das Galaktikum immer mehr zu der starken Regierung, als die es immer gewünscht war. Allerdings nur aufgrund der puren Not, da die Milchstraßenvölker gegen die Hauri und Blitzer eine starke zentrale Macht brauchten, die den Krieg koordinierte. Bis zum Ende des Hundertjährigen Krieges 549 NGZ leistete das Galaktikum eine konzentrierte Abwehrarbeit.

Die Dunklen Jahrhunderte

Im Endeffekt begünstigte diese Entwicklung einer starken Position des Galaktikums im Hundertjährigen Krieg aber die Machtübernahme durch Monos ab 469 NGZ. Das Galaktikum verkam vor allem ab 491 NGZ zu einer Pseudoinstitution ohne echte Legitimation, es vertrat lediglich die Positionen und Ziele von Monos und setzte diese auch durch. Als Ironie muss gewertet werden, dass die exekutive Macht des Galaktikums sich während der Dunklen Jahrhunderte auf dem Höhepunkt ihrer Möglichkeiten fand. Als Vertretung der galaktischen Völker fiel das Galaktikum zunehmend aus.

Die Neugründung nach der Monos-Diktatur

Eine Neuauflage erlebte das Galaktikum, als die Monos-Diktatur nach Jahrhunderten im Jahre 1147 NGZ endete. Tagungsort des Galaktikums wurde zunächst das Humanidrom im  Wikipedia-logo.pngOrbit von Lokvorth im Scarfaaru-System. Auch die Bionten, Fehlprodukte der Gen-Experimente von Monos mit den verschiedenen Völkern, die damals auf Welten zwischen den Schutzwällen der Milchstraße deportiert worden waren, waren Mitglieder des Galaktikums.

Die Völker von Hangay und die Kartanin aus M 33 unterhielten diplomatische Missionen auf Lokvorth. Dao-Lin-H'ay war Galaktische Rätin für Hangay im Auftrag der Völker der Kansahariyya. Lingam Tennar, der galaktische Rat der Haluter, schlug 1169 NGZ vor, die Mitgliedschaft im Galaktikum auf alle Völker der Lokalen Gruppe auszuweiten. Mit den Posbis, den Hangay-Völkern und den Kartanin aus M 33 sei bereits ein Anfang gemacht worden. In Andromeda solle gezielt für eine Beteiligung am Galaktikum geworben werden.

Krise des Galaktikums

Allerdings stellte sich bald heraus, dass das neue Galaktikum im Vergleich zu den Jahren vor Monos nur noch ein Schatten seiner selbst war. Äußere Bedrohungen als gemeinsamer Kitt hatte es in den Dunklen Jahrhunderten aufgrund der Schutzwälle nicht gegeben, die einzelnen Völker waren von Monos durch das Galaktikum deutlich voneinander isoliert (Parzellierung der Milchstraße) worden, die Raumfahrt verlor viel von ihrem Stellenwert. Die alten Ideale von einer gemeinsamen galaktischen Zivilisation fanden nur noch in den Gehirnen von Träumern Platz, während die einzelnen Völker in der Aufbruchszeit nach Monos zum Teil rücksichtslos ihre eigenen Interessen verfolgten und ihre Einflussbereiche ausdehnten.

Als beispielhaft für die eintretende permanente Krise des Galaktikums konnten die Topsider gelten, die während der Monos-Herrschaft auf eine planetengebundene Zivilisation mit den drei Nationalstaaten Enshgerd-Ahk-Bund, Trukrek-Hun-Reich, Guragkor-Gmen-Allianz zurückgeworfen worden waren. Das Galaktikum förderte den Wiederaufstieg der Topsider zu einem raumfahrenden Volk und wies den drei Staaten 36 Chronopuls-Wachforts und drei Systeme zur Kolonisierung zu: dem Enshgerd-Ahk-Bund Mahkaman im Genshaka-System, dem Trukrek-Hun-Reich Trakrun im Trukanur-System und der Guragkor-Gmen-Allianz Kimako im Kogmena-System. Jeder der drei Staaten war durch einen Galaktischen Rat im Galaktikum vertreten. Die Topsider rebellierten jedoch gegen die ihrer Ansicht nach zu kleine Einflusssphäre und besetzten 20 bewohnte Welten. Die Topsider fanden Unterstützer mit ganz eigenen Ambitionen, zum Beispiel die Friedensstifter der Linguiden und die Pariczaner bzw. Überschweren. Diese Herausforderung konnte letztendlich gelöst werden, wobei die Pariczaner 1174 NGZ für 200 Jahre vom Galaktikum aus der Milchstraße verbannt wurden. Die restlichen Überschweren mussten abrüsten.

Nichtsdestotrotz wurde das Galaktikum während dieser Krisenzeit immer noch – wie selbst in den Dunklen Jahrhunderten – als moralische Instanz wahrgenommen.

Zeit des Verfalls

Der 1223 NGZ gewählte Erste Terraner Buddcio Grigor propagierte als erster eine Politik der Stärke und der Abgrenzung der Liga Freier Terraner (LFT) gegenüber den anderen Nationen der Milchstraße und schwächte damit das Galaktikum entscheidend. Er überführte die Kosmische Hanse wieder in das Eigentum der LFT. Das HQ-Hanse wurde zum neuen Regierungssitz der LFT. Als Folge dieser Politik wurde aus der Arkonidischen Republik, dem Len Ark'Tussan mit der Inthronisierung der bisherigen Präsidentin Theta da Ariga als Imperatrix Ariga I. das stark expansiv agierende Kristallimperium.

Die übrigen Völker bildeten als Gegengewicht zu den Machtblöcken der Terraner und Arkoniden das Forum Raglund. Damit war das Galaktikum tatsächlich in drei konkurrierende Machtblöcke zerfallen. die sich gegenseitig nicht trauten. Am ehesten wurde die Idee des Galaktikums noch im Forum Raglund hochgehalten, wobei aber auch hier diverse Völker, vor allem die Akonen und die Jülziish eine einseitige Dominanz anstrebten.

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Heft: PR 1921
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Dominanz Arkons und Ende

Nach der Vernichtung des Humanidroms durch die Tolkander lud der arkonidische Imperator Bostich I. die Vertreter des Galaktikums im Jahre 1290 NGZ ein, in der neu gebauten Wüstenstadt Mirkandol auf Arkon I ihren neuen Tagungsort zu finden. Unter dem Schatten des Kristallimperiums verlor der Traum vieler kosmopolitischer Idealisten allerdings endgültig an Bedeutung. Das aggressive und stark expansive Kristallimperium diktierte dem Galaktikum weitgehend seine eigene Politik, es sah das Galaktikum ausschließlich als Vertreter arkonidischer Interessen. Das Galaktikum wurde in Mirkandol zur Geisel der arkonidischen Politik. In diese Zeit fiel die Hyperimpedanz-Erhöhung des Jahres 1331 NGZ, womit das Galaktikum durch die nunmehr großen Erschwernisse bei der Raumfahrt faktisch aufhörte zu existieren.

Ein letzter Anlauf für eine Wiederbelebung des Galaktikums fand am 4. Februar 1344 NGZ mit der Aufbaukonferenz der Völker statt. Der beginnende Angriff TRAITORS auf die Milchstraße beendete aber sowohl die Aufbaukonferenz als auch endgültig das Galaktikum, welches während der Besetzung der Milchstraße durch TRAITOR keine Rolle mehr spielte.

Ein Neues Galaktikum nach TRAITOR

Während einer Konferenz der Galaktiker in Aarus-Jima wurde am 27. Juni 1346 NGZ inoffiziell das Neue Galaktikum als Nachfolgeorganisation gegründet. Konkrete Schritte zur Bildung des Neuen Galaktikums konnten aber während der bis Ende 1347 NGZ dauernden Besetzung der Milchstraße durch TRAITOR noch nicht unternommen werden. Am 1. Januar 1350 NGZ, nach Abzug von TRAITOR aus der Milchstraße, konnte das Neue Galaktikum endlich offiziell bestätigt werden. (PR 2412)

Quellen