Ganjasisch-Takerischer Krieg

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17px-Qsicon exzellent.png Dieser Artikel wurde Ende Oktober 2008 in die Liste der Exzellenten Artikel aufgenommen.


Als Ganjasisch-Takerischer Krieg lässt sich die heiße Phase der Auseinandersetzungen zwischen den Ganjasen und Takerern im Jahre 3438 bezeichnen. Sie dauerte von Mitte Mai bis Mitte Juli und endete mit einer vernichtenden Niederlage des Takerischen Reiches.

Schauplatz und Beteiligte

Als Kriegsschauplatz diente zunächst nur der Leerraum zwischen Morschaztas, dem Machtzentrum der Ganjasen, und Gruelfin, dem Machtzentrum der Takerer. Im Laufe der Zeit verlagerten sich die Kämpfe immer weiter nach Gruelfin.

Auf Seiten der Ganjasen waren verschiedene Völker in die Auseinandersetzungen involviert. Wesakenos, Moritatoren und ein terranisches Expeditionskorps waren die wichtigsten Verbündeten der Ganjasen. Ferner gab es tausende von unterdrückten Völkern, die sich in Gruelfin gegen die Takerer erhoben.

Die Takerer hingegen hatten als einziges verbündetes Volk die Juclas auf ihrer Seite, welche sich als höchst unzuverlässig erwiesen. Zu Beginn des Krieges schloss sich der einstige ganjasische Sextolotse Guvalasch dem Taschkar an, wurde aber rasch von den Terranern ermordet.

Der Krieg hatte Auswirkungen bis in die Milchstraße, in der die Takerer seit 3437 eine Pedoinvasion durchführten. Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen kämpften die Takerer dort nicht nur gegen die terranischen Staaten Solares Imperium, Galaktische Föderation Normon, Carsualscher Bund und Zentralgalaktische Union, sondern auch gegen weitere Milchstraßenvölker wie Akonen und Posbis. Aufgrund der Vielzahl dieser Gegner war die Invasion der Milchstraße ohnehin zum Scheitern verurteilt.

Vorgeschichte

Die Takerer hatten um etwa 196.400 v. Chr. die Macht über Gruelfin von den Ganjasen übernommen. Diese hatten sich nach Morschaztas zurückgezogen und die Vernichtung der Kleingalaxie vorgetäuscht, während sie Morschaztas im Hyperraum versteckten. Die Takerer dehnten im Laufe der Jahrzehntausende ihr Herrschaftsgebiet über ganz Gruelfin aus, konnten aber ihre Macht niemals ganz festigen. Die takerische Flotte und der Geheimdienst der Marsav wurden zu Recht gefürchtet, waren aber nie stark genug, um sämtliche Untergrundorganisationen zu zerschlagen. Vielmehr stützte sich das Terrorregime der Takerer darauf, dass alle unbotmäßigen Völker durch Exekutionsflotten und die Juclas niedergehalten wurden.

Die Völker Gruelfins hofften also auf die lange prophezeite Wiederkehr des Ganjos Ovaron, wie sie von den Moritatoren verkündet wurde. Der Ganjo-Kult wurde von den Takerern zwar misstrauisch observiert, aber auch aus Machtinteressen gefördert. Ovaron kehrte tatsächlich im Juli 3437 nach Gruelfin zurück und begab sich in Begleitung der Terraner an Bord der MARCO POLO auf die Suche nach seinem Volk. Über die Terrosch-Rotwolke fand er Ende März 3438 nach Morschaztas und konnte sich dort nach langen Auseinandersetzungen mit den Pedolotsen von der Urmutter als rechtmäßiger Ganjo bestätigen lassen. Der machtgierige Sextolotse Guvalasch floh daraufhin aus Morschaztas und gelangte über den Transmitter der Arrivazone in die Terrosch-Rotwolke in Gruelfin. (PR 450 - PR 487)

Geschichte

Rücksturz von Morschaztas

Guvalasch floh mit einem Sammler aus der Terrosch-Rotwolke und wurde von einer Flotte der Takerer unter dem Kommando des Marsav-Offiziers Raekolond aufgefischt. Der Takerer vermittelte Guvalasch nach Takera weiter, wo Guvalasch Anfang Mai in einer Konferenz mit dem Taschkar Ginkorasch seine Pläne besprach, wie der Taschkar die Ganjasen endgültig besiegen könnte. Als Gegenleistung verlangte Guvalasch wahrscheinlich seine Wiedereinsetzung als Herrscher über die unterworfenen Ganjasen.

Als erster Schritt zur Bekämpfung der Ganjasen wurde Morschaztas aus seinem Hyperraumversteck gerissen, welches durch die 86 Trafidim-Stationen in der Terrosch-Rotwolke stabilisiert wurde. Dies arrangierte Guvalasch, indem er den Sammlern in der Terrosch-Rotwolke über den Komudak-Gürtel befahl, die Stationen anzugreifen. Innerhalb von drei Tagen waren die Stationen zerstört, die Rotwolke begann erneut, sich zu einer Sonne zusammenzuballen, und Morschaztas fiel am 17. Mai 3438, 84.500 Lichtjahre von Gruelfin entfernt, in den Normalraum. (PR 488)

Sofort führte der Taschkar die Flotte seiner 85.000 modernsten Raumschiffe, die er nahe der Terrosch-Rotwolke versammelt hatte, auf einen Kurs Richtung Morschaztas. Bei einem überraschenden Angriff der MARCO POLO auf den Flottenkonvoi konnte eine Spezialeinheit unter Gucky, Ras Tschubai, Merkosh und Cershamon bis an Bord des takerischen Flaggschiffs vordringen und dort Guvalasch ermorden. Dem Taschkar gelang zuvor die Flucht. Nach diesem Zwischenfall musste sich die takerische Flotte neu formieren. (PR 489)

Erste Schlacht vor Morschaztas

Die Flotte des Taschkars umfasste 100.000 Raumschiffe, als sie am 22. Mai 3438 noch viele Lichtjahre vor den Außengrenzen von Morschaztas von den ganjasischen Streitkräften empfangen wurde. Die takerische Flotte war noch wenig geordnet, da der Taschkar keinen großen Wert auf Instruktionen an die einzelnen Schiffskommandanten gelegt hatte. Die Hauptwaffe der Takerer waren die Initialdopplergeschütze.

Die ganjasische Flotte umfasste 180.000 Raumschiffe und war damit den Takerern zahlenmäßig weit überlegen, zudem war sie besser organisiert. Ferner testeten die Ganjasen auch eine neu entwickelte Waffe, die Farrusch-Kanone, die eine Weiterentwicklung der Initialstrahler darstellte.

Die Ganjasen ergriffen die Initiative. Mit einem Linearmanöver brachten sie sich im Rücken der Takerer in Position und griffen die takerische Nachhut an. Nach bereits einer Stunde war die takerische Flotte in drei Teile gespalten, folgte den ganjasischen Manövern und verzeichnete ungleich höhere Verluste an Raumschiffen. Die Schlacht endete mit einem wenig geordneten Rückzug der Takerer, während die Ganjasen unerbittlich nachsetzten.

Die Terraner griffen in diesen Kampf nicht ein, sondern entsandten lediglich eine Space-Jet zur Beobachtung der Kämpfe. (PR 490)

Zweite Schlacht vor Morschaztas

Am 30. Mai 3438 um 13:04:39 Uhr Terrazeit begann die zweite große Schlacht im Leerraum zwischen Gruelfin und Morschaztas. Erneut beobachteten Einheiten der Terraner die Auseinandersetzungen, abermals wurden die Takerer vom Taschkar persönlich angeführt, und auch auf Seiten der Ganjasen leitete Ganjo Ovaron persönlich den Kampf. Die Takerer hatten ihre Flotte neu aufgefüllt, formiert und besaßen nun eine bessere Organisation als zuvor. Bei den Ganjasen hatte es kaum Änderungen im Zustand der Flotte gegeben.

Die Takerer ergriffen diesmal die Initiative und schickten einen Eliteverband gegen die ganjasische Nachhut. Dabei verloren die Takerer 162 Schiffe, die Ganjasen 237. Sofort griff der ganjasische Hauptverband die takerischen Einheiten an, welche größtenteils in den Linearraum entkommen konnten. Der takerische Hauptverband nutzte die Ablenkung, um eine taktisch günstige Lage einzunehmen, die unter anderen Umständen mit der ganjasischen Niederlage hätte enden können.

Doch die Farrusch-Kanone gab den Ganjasen eine waffentechnische Überlegenheit, mit der sie um 15:22:59 die Oberhand erringen konnten. Um 16:17 Uhr waren die takerischen Verluste soweit gestiegen, dass die Takerer einen weiteren Trumpf ausspielten: Um 16:24:35 fiel ein Sonderverband von 360 Großraumern im Zentrum der ganjasischen Flotte aus dem Linearraum und richtet dort großen Schaden an, bis er um 16:55:43 vernichtet wurde. Die ganjasische Flotte verlor dadurch zwar an Schwung, trieb die Takerer dennoch zu einem geordneten Rückzug.

Erst um 17:46:19 begannen takerische Verbände mit einer wilden Flucht, und die Schlacht endete um 18:13:22. In den letzten Kampfminuten nutzten die Ganjasen ihre taktische Überlegenheit allerdings kaum und verzeichneten nur noch relativ wenige Abschüsse. Letztendlich verloren die Takerer 24.182 Großkampfschiffe, die Ganjasen nur 11.254. Diese Schlacht ließ Ganjo Ovaron ferner aufzeichnen und nach Gruelfin abstrahlen, um den dortigen Völkern zu zeigen, dass die Takerer keineswegs unbesiegbar waren. (PR 491)

Aufstände in Gruelfin

Die lange von den Takerern unterdrückten Völker begriffen angesichts dieser Ereignisse ihre Chancen, in einem Aufstand gegen die takerische Oberherrschaft ihre Unabhängigkeit zu erlangen. Während die Moritatoren lediglich propagandistische Unterstützung lieferten, trieben insbesondere die Wesakenos seit Jahrhunderten auf ihren geheimen Stützpunktwelten die Rüstungsproduktion voran. Ohnehin gab es überall in Gruelfin die verschiedensten Rebellengruppen, die nun sicher sein konnten, dass das Hauptaugenmerk des Taschkars und des takerischen Militärs auf dem Gegner in Morschaztas lag. Ovaron erhielt von den Wesakenos Nachricht, dass er bei einem Vorstoß nach Gruelfin mit etwa 100.000 gut ausgerüsteten, verbündeten Raumschiffen rechnen durfte. (PR 490, PR 491)

Takerische Fehlkalkulation

Das terranische Einsatzkommando unter Perry Rhodan, das lediglich das Fernraumschiff MARCO POLO zur Verfügung hatte, konnte bei den großen Auseinandersetzungen kaum eine gewichtige Rolle spielen. Rhodan plante allerdings die Abwehr der Pedoinvasion in der Milchstraße, weswegen er den Krieg in Gruelfin möglichst schnell und unblutig entscheiden wollte. Im Rahmen der Aktion Wespennest, bei der die Terraner Unterstützung von den Wesakenos erhielten, konnte am 2. Juni Takera vernichtet werden, das extrem gut gesicherte Kommandozentrum der Takerer in dem als uneinnehmbar geltenden Greytonor-System. Die Takerer konnten die Bevölkerung evakuieren, die unschätzbar wertvolle militärische Infrastruktur des VALOSARS ging aber verloren, der Taschkar verlegte seine Regierungszentrale nach Arptof. (PR 491)

Vascalo, der Chef des Geheimdienstes, konnte im letzten Moment noch die Final-Blockschaltung ausführen, die dem Taschkar die Kontrolle über jene Sammler gab, welche seit Mitte Mai nahe der Terrosch-Rotwolke ausharrten und nicht mehr von der Urmutter kontrolliert wurden. Mit insgesamt 155.000 Sammlern erhielt der Taschkar eine äußerst wertvolle Reserveflotte. Anstatt mit diesem überlegenen Flottenverband seinen angeschlagenen Einheiten in Gruelfin unter die Arme zu greifen, entsandte der Taschkar die Sammler allerdings unter dem Kommando von Vascalo in die Milchstraße. (PR 492)

Die Überlegung des Taschkars war, dass die Terraner mit ihren Flotten früher oder später in Gruelfin auftauchen würden, um den Ganjasen beizustehen. Zudem wollte er der Pedoinvasion unter die Arme greifen, die an der technischen Neuentwicklung der Dakkarschleife zu scheitern drohte. Er wusste nicht, dass die Terraner kaum die Möglichkeit besaßen, in absehbarer Zeit gewaltige Verbände mit dem Dimesextatriebwerk auszustatten; ferner waren die Terraner vollauf mit der Abwehr der Pedotransferer beschäftigt; und die terranischen Machtblöcke neben dem Solaren Imperium banden ebenfalls wichtige Flottenteile. Die Sammlerflotte in der Milchstraße zwang die Galaktiker hingegen zu neuer Einigkeit und wurde gerade deshalb in nur zwei Monaten aufgerieben.

Somit war dies eine folgenschwere Fehlplanung, denn den insgesamt möglicherweise 250.000 Schiffen der Ganjasen und Wesakenos hatte der Taschkar bestenfalls ebenso viele Einheiten entgegenzustellen, die aber weniger organisiert zuschlagen konnten und von denen zahlreiche Verbände hoffnungslos veraltet waren.

Dritte Schlacht vor Morschaztas

Im Laufe der Wochen dehnten sich die Kampfgebiete in Gruelfin immer weiter aus, und der Taschkar erkannte, dass er zu verzweifelten Mitteln greifen musste, um den Krieg noch zu seinen Gunsten zu verändern. So wurde der ganjasische Stützpunkt Zermykkon mit biologischen Waffen angegriffen und ausgelöscht. Am 12. Juni erklärten die Terraner dem takerischen Reich offiziell den Krieg und zerstörten tags darauf mit der MARCO POLO den Ultragigant-Pedopeiler auf dem Mond Mohrcymy, mit dem die Pedoinvasion der Milchstraße durchgeführt worden war. Aus der Milchstraße kam immer noch keine Erfolgsmeldung Vascalos. (PR 494)

Als die Ganjasen schließlich anfingen, aus ihrer Position der Stärke Waffenstillstandsangebote zu unterbreiten, führte der Taschkar am 3. Juli ein längeres Gespräch mit Pentschypon-Kala 896., dem Anführer der Juclas in den Außenrandzonen Gruelfins. Darin behauptete er, dass die Ganjasen vorhätten, auch die Juclas anzugreifen, um Gruelfin unter ihre Kontrolle zu bringen. Zusammen mit dem Angebot von Raumschiffen und Planeten konnte diese Behauptung Pentschypon-Kala 896. dazu überzeugen, auf Seiten der Takerer in den Krieg einzutreten. Die 200.000 Raumschiffe umfassende Flotte der Juclas setzte Kurs in Richtung Morschaztas. Der Taschkar konnte seine Flottenverbände aus dem direkten Kampf gegen die Ganjasen zurückziehen und die Revolten niederschlagen, die angesichts dieser Entwicklung stark an Kampfkraft verloren.

Die Ganjasen formierten rasch eine neue Abwehrlinie im Leerraum. Ovaron sandte nur 100.000 Raumschiffe in die bevorstehende Schlacht, um mit den restlichen Flottenverbänden Morschaztas selbst vor takerischen Überfällen sichern zu können. Die Juclas konnten die Abwehrlinie am 7. Juli erreichen und sogar durchstoßen, wurden dann aber in schwere Kämpfe verwickelt. Die Vorhut der Juclas bestand aus schwer gepanzerten, aber veralteten Einheiten, von denen nur wenige vernichtet werden konnten. Doch nicht alle Schiffe waren so gut geschützt und nahezu alle Jucla-Einheiten waren sehr alt. Nach nur wenigen Minuten hatten die Juclas 10.000 Schiffe verloren, einer Kalkulation entsprechend hätten sie weitere 20.000 Schiffe opfern müssen, damit die Ganjasen sich aufgrund ähnlich hoher Verluste hätten zurückziehen müssen.

Als Pentschypon-Kala von dieser Kalkulation erfuhr, ließ er alle Kämpfe abbrechen und zog sich zurück: Als Jucla zog er ein wildes Leben einem sinnlosen Tod vor und wollte keinesfalls Millionen von Juclas für den Taschkar opfern. Auch die Ganjasen zogen sich in geordneter Formation aus dem mehrere Lichtjahre durchmessenden Kampfgebiet zurück. (PR 496)

Kriegsende

Nach dieser Schlacht bot Perry Rhodan Pentschypon-Kala 896. ein vertrauliches Gespräch an, was dieser annahm. Die Argumente Rhodans zielten darauf, dass die Juclas sich besser wieder in die Außenrandgebiete Gruelfins zurückziehen sollten, und tatsächlich schien Pentschypon-Kala 896. dieser Aussicht nicht abgeneigt. Doch dann führte er seine Flotte in Richtung Arptof, um noch einmal mit dem Taschkar zu verhandeln. Die Takerer mussten sich nun erneut mit dem wieder erstarkenden Widerstand der Wesakenos, Ganjasen, Moritatoren und Rebellengruppen auseinandersetzen.

Insofern kam das Kriegsende völlig überraschend, als Pentschypon-Kala 896. mit 2000 Raumschiffen auf Arptof landete und den Taschkar bei der privaten Unterredung vergiftete. Danach kündigte der zehnjährige Jucla an, Friedensgespräche mit den Ganjasen aufzunehmen. (PR 496)

In der Folgezeit übernahmen die Juclas die Kontrolle über das Takerische Reich, und Pentschypon-Kala 896. ernannte sich takerischen Berichten zufolge sogar zum Taschkar. Dies wurde von den nach wie vor rebellierenden Völkern in Gruelfin nicht akzeptiert, und die Machtkämpfe in Gruelfin tobten weiter. Ovaron und die Ganjasen griffen nicht weiter in die Kämpfe ein, sondern warteten ab, bis sich die Juclas zurückziehen mussten. (PR 497, PR 499)

Quellen

PR 450 - PR 499