Gen-Modulatoren

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Die Gen-Modulatoren, auch als Botaniker bekannt, waren eine Untergruppe der Paddler in Andromeda, die sich mit angewandten Biowissenschaften beschäftigten, anstatt mit Ingenieursarbeiten wie die meisten Paddler.

Erscheinungsbild

Im Unterschied zu den weißen Overalls der Ingenieure trugen die Gen-Modulatoren hellrote Kombinationen.

Stammbaum

 
 
 
 
 
 
 
 
primitive Humanoide
aus Andromeda
 
 
 
 
 
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Moduls
 
 
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Botas
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Bekannte Gen-Modulatoren

Ritual

In Versammlungen sprachen die Anführer – zumindest der Ingul auf Tanos VI – die rituelle Formel

Zitat: [...] »Leben geben, Leben weben, Bande flechten, Feinde ächten.« [...] Worauf der Rest der Versammlung antwortet: Zitat: [...] »Alles ist veränderlich!« [...] (PR 271)
PR0272Illu 1.jpg
Genetisch veränderter Gen-
Modulator
, 2404

Heft: PR 272 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Geschichte

Ursprünglich halfen die Gen-Modulatoren anderen Völkern bei der Anpassung an neu zu besiedelnde Planeten. Durch ihr umfassendes Wissen über die Flora verschiedener Planeten, war es ihnen möglich, bei Bedarf die Ökologie des jeweiligen Planeten nach den Wünschen der Bevölkerung zu verbessern und so unwirtliche Himmelskörper urbar zu machen. Gelegentlich wandelten sie auch unbewohnbare Welten in blühende Paradiese um und boten diese den Bewohnern überbevölkerter Planeten an.

Die Gen-Modulatoren waren es auch, die allen Paddlern vor langer Zeit die Parafähigkeit des Strukturlaufens bescherten. Dadurch stiegen die Paddler erst recht zum meistgefragten Ingenieurvolk in Andromeda auf.

Als die Meister der Insel (MdI) die Gen-Modulatoren in ihre Dienste pressten, zwangen sie diese dazu, andere Völker und planetare Ökologien nach ihren Vorgaben zu manipulieren. Beispiele für derartige grausame Projekte der MdI sind die Tlunx und die pflanzliche Gemeinschaftsintelligenz auf Bengal sowie die Lursa.

Zitat: [...] »Sie wandelten meine Erbauer durch gewaltsame Gen-Veränderungen innerhalb von zehn Generationen zu Pflanzenwesen um. Aus humanoiden Lebewesen wurden pflanzliche Ungeheuer.« Den nächsten Satz schrie er (Anm.: Lucky Log) so laut, daß der Paddler zusammenzuckte. »Die Gemeinschaftsintelligenz von Bengal ist das Produkt dieser Verbrecher!« [...] »So haben sie es also doch getan!« rief Kalak entsetzt. »Die Abtrünnigen haben also doch mit dem Bösen an sich zusammengearbeitet.« [...] (PR 259)

Von den Paddlern wurden die Gen-Modulatoren daraufhin aufgrund der Manipulationen verachtet und ausgestoßen. Die Existenz des Splittervolkes wurde in der Folge nur noch ungern zugegeben. Zunehmend verschwanden die Gen-Modulatoren aus dem Blickwinkel der anderen Völker, da sich die Meister der Insel nach der Vollendung des Auftrages ihrer unliebsamen Mitwisser gerne entledigten. Einigen Gen-Modulatoren gelang es allerdings, sich erfolgreich zu verbergen.

Anmerkung: Als Sühne für ihre Taten und die grausame Veränderung eines Volkes verschafften die Gen-Modulatoren einem kleinen Teil des zu verändernden Volkes die jeweilige körperliche Idealform und brachten sie zu paradiesischen Planeten, auf denen diese in Frieden leben konnten. Ob die Meister der Insel von dieser Vorgehensweise Kenntnis erlangten, ist unbekannt. (PR-TB 45)

Milchstraße

Eine Plattform der Gen-Modulatoren wurde per Zeittransmitter in die Vergangenheit geschickt und sollte sich über Tanos VI zur Verfügung der MdI und ihrer Zeitagenten halten. Dabei wurde sie von der tefrodischen Besatzung des Zeittransmitters überwacht.

Kurze Zeit später, im Jahre 50.076 v. Chr., entzogen sie sich der Kontrolle der MdI. Sie ließen die Plattform abstürzen und täuschten so ihren Tod vor. Um eventuelle Nachforschungen der Tefroder, die sie D'ulh Orgh nannten, zu unterbinden, mussten die Gen-Modulatoren, den Großteil ihrer Ausrüstung im Wrack der Plattform zurücklassen und verbargen sich nur mit ihrer notwendigsten Ausrüstung in Höhlen.

Die Gen-Modulatoren veränderten im Laufe der Zeit unter unendlichen Mühen und Entbehrungen langsam die Flora und Fauna des Planeten und schufen die Poler, die Netzer und die Thermoflammer. Dann veränderten sie ihr eigenes Erbgut. Sie gaben sich parapsychische Fahigkeiten, um die geschaffenen Hilfstruppen gegen die Tefroder einsetzen und aus der Luft überwachen zu können. Zudem sollten die Tefroder die Gen-Modulatoren – durch das veränderte und tierhafte Äußere – nicht als intelligentes Leben erkennen können.

In ihrer neuen Gestalt waren sie fledermausartige Humanoide mit Krallenfüßen und schwarzen, ledrigen Flughäuten. Die Terraner nannten sie aufgrund ihres Aussehens nach der Sagengestalt Ikarus Ikas. Sie selbst nannten sich Ingul. Der Farbe Rot blieben die Ikas/Ingul treu; Teile ihres Körpers wurden von einem roten Hornpanzer geschützt, und besondere Individuen waren an roten Mänteln und Kappen erkennbar.

Wieder und wieder griffen sie den Zeittransmitter mit der tefrodischen Besatzung an. Nach dem 500-Jahre-Zeitsprung der CREST III auf Tanos VI griffen die Ikas/Ingul die Terraner zunächst an, da sie diese aufgrund ihres Äußeren für Tefroder und somit Gesandte der MdI hielten. Mit Hilfe der Strahlgatter gelang es ihnen, das Flaggschiff energetisch lahm zu legen. Nachdem es zur Verständigung gekommen und das Missverständnis aufgeklärt war, stellten sie die Feindseligkeiten ein. (PR 272)

Einige Zeit später erschien Homunk auf Tanos VI/Pigell und bot den Ingul im Auftrag von ES an, sie nach Ambur zu evakuieren. Die meisten folgten diesem Aufruf, doch einige blieben auf Pigell zurück. Als die zu Ferronen mutierten Lemurer damit begannen, den Planeten zu besiedeln, nahmen die letzten Ingul deren Gestalt an und mischten sich unerkannt unter dieses Volk, so dass sie allmählich ausstarben. Die vermutlich letzte Ingul verlässt das Wega-System im Jahre 1309 NGZ. (Autorenbibliothek 3)

Andromeda

PRTBH31.jpg
Plattform der Gen-Modulatoren
Planetenroman 31, 5. Auflage
© Heyne Verlag

Eine Reihe von Plattformen der Gen-Modulatoren erhielt einen Langzeitauftrag: Sie sollten humanoide Rassen innerhalb von Andromeda aussterben lassen. Diese Gen-Modulatoren hofften darauf, in den Weiten des Halos untertauchen zu können. Als Lebensversicherung für den Fall einer Wiederentdeckung durch die MdI manipulierten sie jedoch weiter die Erbsubstanz der Völker B'atarc und Poongah im Halo, bis 2361 das Nebelwesen Axhalaisom eine Anzahl terranischer Frachtschiffe aus der Milchstraße entführte. Die Terraner brachten die Gen-Modulatoren dazu, ihre Manipulationen rückgängig zu machen, so weit dies möglich war. (PR-TB 31, PR-TB 32)

Ebenso veränderten die Gen-Modulatoren das Volk der N'dullas zu den Tlunx. Diese wurden zu multiparanormal begabten, den Meistern der Insel treu ergebenen Wesen, die unter anderem die Fähigkeit der Para-Desintegration sowie der Strukturverformung besaßen und Niveaugänger waren. Die Tlunx konnten bei Bedarf von Mirona Thetin, dem Faktor I der Meister der Insel, auf dem Planeten Lawepon konditioniert werden. Sie sollten dann jedes intelligente Leben im Standarduniversum auslöschen. (PR-TB 45)

Explizit als Botaniker bekannt waren die Gen-Modulatoren, die von den Meistern der Insel den Auftrag erhielten, die Moduls auf Bengal zu einer Pflanzenintelligenz umzuwandeln.

In den Legenden der auf Bengal gestrandeten Paddler der Werftplattform OL-hilfreich war von zwei Plattformen die Rede, die sich im Jahre 1600 vor dem Zugriff der Beauftragten der Meister der Insel in der Dunkelwolke Hades verbargen – der OL-hilfreich selbst und einer Plattform der Botaniker. Diese wollten den Planeten in ein Paradies für beide Besatzungen umwandeln. Allerdings fielen sie dem Großen Leben zum Opfer und die Besatzung wurde versklavt und zu Botas umgewandelt. (PR 253)

Mittels der Kontaktalgen wurden die Botaniker gefügig gemacht und ihr Denken in stumpfsinnige, gleichgerichtete Bahnen gelenkt. In der Folge erkannten sie alles als feindlich an, was sich nicht der Gemeinschaftsintelligenz unterwarf. So griffen sie als Werkzeuge des Großen Lebens zusammen mit den Kampfpflanzen zwei Generationen lang die Besatzung der notgelandeten Werftplattform OL-hilfreich an und verwickelten sie in einen jahrhundertelangen Guerillakampf. (PR 253, PR 254)

Quellen