Grenzwall (Negasphäre)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit mit dem Grenzwall einer Negasphäre, insbesondere mit dem Grenzwall Hangay.
Für weitere Bedeutungen, siehe: Grenzwall (Begriffsklärung) und Grenzwall Hangay (Begriffsklärung).

Der Grenzwall ist eine instabile Zone, welche eine entstehende Negasphäre umgibt und einen Einflug nahezu unmöglich macht. Der so genannte Kernwall ist eine Zone gleicher Art, die das Zentrumsgebiet der betroffenen Galaxie abschottet.

Anmerkung: Die folgenden Angaben beziehen sich auf den Grenzwall, der die Proto-Negasphäre von Hangay einschließt. Die Negasphäre von Tare-Scharm ist von einem ähnlichen Wall umschlossen. Es kann davon ausgegangen werden, dass die gleichen Daten auch für ihn gelten.

Allgemeines

Laut Aussage des Weltweisen von Azdun werden Grenzwälle absichtlich um entstehende Negasphären erzeugt, um sie vor allem gegen Kosmische Messenger abzuschirmen. (PR 2447) Dies geschieht durch eine Manipulation des Psionischen Netzes (z. B. durch Gebilde wie GLOIN TRAITOR). Wo das manipulierte und das normale Psionische Netz aufeinander treffen, kommt es zu Interferenzeffekten. Es bildet sich eine instabile Verwirbelungszone: der Grenzwall.

Der Grenzwall ist ein (hyper-)physikalischer Effekt der entstehenden Negasphäre. Grob betrachtet, ist der Grenzwall eine abgeflachte Kugel in etwa 30.000 Lichtjahren Distanz zur Hangay-Hauptebene, mit einem Durchmesser von 180.000 Lichtjahren und einer Dicke bzw. Höhe von 60.000 Lichtjahren. Die Dicke des Grenzwalles beträgt meist nicht einmal 100 Lichtjahre.

Ein zweiter, ähnlicher Wall schottet die Zentrumsregion Hangays von den äußeren Bereichen ab. Die so abgeschottete Kernzone hat eine Maximalhöhe von 300 Lichtjahren und einen Maximaldurchmesser von 900 Lichtjahren. Hinter diesem Wall hat KOLTOROC ihren Sitz.

Eigenschaften

Der Grenzwall ist mit normalen Ortungsgeräten nicht erfassbar. Der Kosmospürer Trim Marath beschreibt den Grenzwall unmittelbar vor dem Einflug als »grauenhaft, obszön und verunreinigt«.

Zum Zeitpunkt des Einflugs des Hangay-Geschwaders im Juni/Juli 1346 NGZ besitzt der Grenzwall eine Dicke von etwa 60 Lichtjahren. Es handelt sich dabei um ein Diskontinuum, in welchem insbesondere der Hyperraum äußerst instabil ist, seine Struktur ist quasi unterbrochen und vom übrigen Hyperkontinuum »abgetrennt«. Zonen, die für einen gewissen Zeitraum (wenige Stunden bis Tage) stabil sind und daher für überlichtschnelle Flüge genutzt werden können, ändern ständig ihre Position. Daher ist es im Normalfall ohne die Kursdaten eines Raum-Zeit-Routers (RZR) nicht möglich, den Grenzwall zu durchdringen.

In den stabilen Zonen kann höchstens mit einem ÜL-Faktor von 7500 geflogen werden, da es sonst zum Zusammenbruch des Flugkorridors kommt. Zwischen den stabilen Zonen erstrecken sich Strukturen gleicher Physik, also Schneisen oder Korridore, die bei Kenntnis ihres Bewegungsvektors für den Raumflug tauglich sind. Die Raum-Zeit-Router können die Vektoren erfassen und die Einheiten der Terminalen Kolonne somit mit Kursdaten versorgen. Die oben angesprochenen Stabilzonen rotieren dabei um einen gemeinsamen Schwerpunkt, wobei sich ein Phänomen ausbildet, das an eine dreidimensionale Spirale erinnert. Auch in ihnen ist der Raumflug möglich, um so von Stabilzone zu Stabilzone zu reisen. (PR 2411)

Hyperfunk ist im Grenzwall nicht oder nur über äußerst kurze Distanzen möglich. Allerdings können die Raum-Zeit-Router kontaktiert werden, indem den (bereits im hyperphysikalischen Chaos des Grenzwalls vorhandenen?) Hyperwellen eines bestimmten Frequenzbereiches entsprechende Informationen aufmoduliert werden. Ein Faktor, den sich auch das vorübergehend gestrandete Hangay-Geschwader zunutze macht, um – mit der gefälschten Kennung eines Traitanks – Kursdaten von einem RZR anzufordern. (PR 2409)

Auswirkung auf Lebewesen

Das Psionische Netz ist im Grenzwall unterbrochen, lediglich in einigen wenigen stabilen Zonen sind noch Reste des Psionischen Netzes aktiv. Diese Unterbrechung bewirkt, dass den Lebewesen an Bord von Raumschiffen, die den Grenzwall durchqueren, die Vitalenergie langsam abgesaugt wird. Das zeigt sich durch schleichend einsetzende Müdigkeit, die jedoch rasch zunimmt und sich auch durch ausgedehnte Ruhephasen nur unzureichend behandeln lässt. Der andauernde Entzug der Vitalenergie führt schließlich zum Tod, dieser kann jedoch verhindert oder zumindest hinausgezögert werden, wenn die betreffende Person rechtzeitig in ein künstliches Koma versetzt wird. (PR 2409)

Innerhalb des Grenzwalls existiert das Psionische Netz weiterhin, es emittiert dort Vibra-Psi.

Auswirkung auf bestimmte Gruppen von Lebewesen

  • Personen mit Parafähigkeiten sind besonders sensibel gegenüber den Auswirkungen des Grenzwalls.
  • Die Stärke der Auswirkungen auf Terraner und Angehörige verwandter Völker variiert von Person zu Person, allerdings müssen nahezu alle an Bord des Hangay-Geschwaders befindlichen Personen nach einer unterschiedlichen Zeitspanne (wenige Stunden bis mehrere Tage) ins künstliche Koma versetzt werden.
  • Die Auswirkungen auf Posbis hängen von der Menge des Bioplasmas ab, das sie enthalten. Posbis mit einer geringen Menge Bioplasma müssen dieses bereits nach kurzer Zeit in Stasis versetzen und auf reinen Positronik-Betrieb umschalten. Sogar der Plasmakommandant der RICHARD BURTON leidet gegen Ende des Durchfluges unter Ausfallserscheinungen.
  • Haluter können den Entzug der Vitalenergie verlangsamen, indem sie die Zellstruktur von Teilen ihres Körpers verhärten.
  • Hibernaten, wie der Sucramer Katalon Park, können den Vitalenergie-Entzug stoppen (oder wesentlich verlangsamen), indem sie sich in einen Winterschlaf-ähnlichen Zustand versetzen.
  • Zellaktivatorträger sind durch ihre Zellaktivatoren weitestgehend geschützt. Allerdings bemerkt Atlan da Gonozal während des Durchflugs durch den Grenzwall, dass sein ZAC deutlich stärker als üblich arbeitet.
  • Auf die Parapositronik ESCHER – sofern diese als Lebewesen bezeichnet werden kann – zeigt der Grenzwall keine Auswirkungen.
  • Es ist bisher nicht bekannt, ob das Fehlen des Psionischen Netzes dieselben Auswirkungen auf die Raumschiffsbesatzungen von Kolonnen-Einheiten hat, bzw. ob und wie sich die Raumschiffbesatzungen dagegen schützen können.

Geschichte

Die JULES VERNE stellte 20 Millionen Jahre v. Chr. fest, dass die Galaxie Tare-Scharm, die sich entweder bereits in eine Negasphäre verwandelt hatte oder sich noch im Umwandlungsprozess befand, von einem Wall umgeben war, der nicht durchdrungen werden konnte. Der Wall verlief mitten durch den Sternhaufen Aquon-Gorissa.

Bereits im Jahre 1314 NGZ berichteten die Friedensfahrer, dass die Quartale Kraft in Hangay in einem diskusförmigen Bereich mit einem Durchmesser von 150.000 Lichtjahren und einer maximalen Dicke von etwa 30.000 Lichtjahren nicht mehr wirkte. (PR 2333, PR 2358 – Kommentar)

Im Jahre 1330 NGZ gelang es der SOL noch, problemlos in den Halo von Hangay einzufliegen, der Grenzwall war zu diesem Zeitpunkt noch nicht existent. Als die SOL im Jahre 1343 NGZ in den inneren Bereich der Galaxie eindrang, war der Wall bereits »im Bau«, konnte aber noch durchdrungen werden. Schon Anfang 1344 NGZ konnte die SOL den Grenzwall um die Kernzone Hangays nicht mehr durchdringen. (PR 2331, PR 2416, PR 2419)

Im Januar 1346 NGZ versuchte der Objekt Ultra getaufte Messenger vergeblich, Hangay zu erreichen und erlosch, nachdem er bis Anfang Februar vergeblich gegen die Barriere angerannt war. Etwa zum gleichen Zeitpunkt erschienen die Raum-Zeit-Router, welche den Schiffen der Chaosmächte die Navigation innerhalb des Grenzwalls ermöglichten. (PR 2388, PR 2390)

Die Entstehung des Grenzwalls lässt sich somit auf den Zeitraum zwischen 1330 NGZ und Anfang Januar 1346 NGZ eingrenzen.

Anmerkung: Dass die Raum-Zeit-Router (zumindest im Sektor D-MODA) »erst« im Februar 1346 NGZ erschienen, lässt vermuten, dass der Grenzwall kurz vor diesem Zeitpunkt entstand. Möglicherweise verpasste der Messenger die letzte Möglichkeit zum Einflug nach Hangay nur um wenige Tage.

Im Zeitraum vom 21. Juni bis 3. Juli 1346 NGZ gelang es dem Hangay-Geschwader, mit Hilfe von ESCHER den Grenzwall zu durchdringen und somit nach Hangay einzufliegen. Der Kontaktwald Alomendris versetzte Atlan und Dao-Lin-H'ay am 31. Juli versehentlich für kurze Zeit auf einen seiner Ableger, der sich in der abgeschotteten Zentrumsregion Hangays befand. (PR 2409, PR 2417)

Der Kernwall Hangays konnte zunächst nicht durchbrochen werden. Atlan versuchte deshalb, über einen gekaperten Zyklon-Scout in den Entropischen Zyklon AKAZU einzudringen und den Kernwall an Bord dieses Schiffes zu durchqueren. (PR 2460)

Weil diese Versuche fehlschlugen, wurde die Kugel des Weltweisen von Azdun so umgebaut, dass ESCHER im Versorgungstrakt versteckt werden konnte. Am 5. Mai 1347 NGZ transportierte eine Kolonnen-Fähre die Kugel durch den Kernwall. Der Weltweise hatte sich auf seine Kontakte zu Xrayn berufen und verlangt, hinter dem Kernwall in Sicherheit gebracht zu werden. Die von ESCHER manipulierte PASSAGH brachte am 21. Oktober den getarnten SOL-Mittelteil ebenfalls durch den Kernwall. (PR 2480, PR 2482)

Am 23. Oktober 1347 NGZ gelang es ESCHER, den Elementar-Quintadimtrafer GLOIN TRAITORS so zu stören, dass der Grenzwall instabil wurde und zu flackern begann. Der Wall stabilisierte sich zwar allmählich wieder, eine trichterförmige Strukturlücke blieb jedoch länger bestehen. Das Hyperflackern wurde von Cala Impex aus beobachtet. CHEOS-TAI, die Grüne Legion, drei Kosmische Messenger und Ruumaytron konnten die Strukturlücke durchqueren. Zwei Messenger begannen sofort damit, das Psionische Netz zu reparieren. Der äußere Grenzwall begann sich aufzulösen. Der Kernwall blieb jedoch stabil und verwehrte dem dritten Messenger das Vordringen in die Zentrumsregion Hangays. (PR 2485, PR 2486)

Am 31. Oktober begann auch der Kernwall nach weiteren Manipulationen ESCHERS am Elementar-Quintadimtrafer zu oszillieren, so dass CHEOS-TAI, das Einsatzgeschwader ARCHETIM, das Hangay-Geschwader und 2500 OREON-Kapseln der Friedensfahrer in die Zentrumsregion vordringen konnten. Auch der Ultima-Flotte gelang der Durchbruch, sie verlor dabei aber fast 2000 Schiffe. Erst am 9. November, nach dem Eingreifen des WELTWEISEN, kollabierte der Kernwall endgültig, so dass auch der dritte Messenger die Zentrumsregion erreichen konnte. (PR 2487, PR 2488, PR 2489, PR 2491)

Quellen