Große Magellansche Wolke

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Die Große Magellansche Wolke (auch Amringhar (PR 2219)) ist eine von zwei irregulären Kleingalaxien (Magellansche Wolken) in nächster Nachbarschaft zur Milchstraße und damit Teil der Lokalen Gruppe. Die benachbarte Kleine Magellansche Wolke befindet sich 30.000 Lichtjahre von der Großen Wolke entfernt und ist mit dieser über eine Materiebrücke verbunden.

Mit dem alten Namen Amringhar der Großen Magellanschen Wolke ist auch der Name des Archivs der Superintelligenz ES verbunden, der »Zeittafeln von Amringhar«. Die Lemurer bezeichneten die Kleingalaxie als Karlianhol.

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Astrophysikalische Daten: Große Magellansche Wolke
Katalogbezeichnung: ESO 056-G115
Andere Namen: Amringhar, Karlianhol, GMW/LMC (large magellanic cloud), Nubecula Maior
Entfernung zur Milchstraße: 170.000 Lichtjahre (55.000 pc)
Typ: Irregulär
Masse: 10 Mrd. Sonnenmassen
Durchmesser: ≈25.000 Lichtjahre
Radialgeschwindigkeit: 243–300 km/s
Bekannte Völker
Uleb, Perlians, Gurrads, Generäle, Chamaelier, Besch're, Kybb
Sternenreiche
Kybb, Schwingungsmächte, Roewis, Mantoll-Imperium, Gingaresch
Mächtigkeitsballung: ES

Übersicht

Benannt sind die Magellanschen Wolken nach Ferdinand Magellan (1480 bis 1521), der sie als erster Europäer bei seiner Weltumsegelung 1519 sichtete. Im Fernrohr zeigte sich ihr Charakter als Galaxie, die aus Sternen, Nebeln, Sternhaufen und anderen Objekten zusammengesetzt ist.

Nach der Milchstraße, dem Andromedanebel, Hangay und Triangulum bilden sie die nächstgrößeren Galaxien der Lokalen Gruppe. Kleine und Große Magellansche Wolke sind durch eine Brücke aus kosmischer Feinmaterie, einzelnen Sonnen sowie kleineren Sternenhaufen verbunden.

Ein auffälliges astronomisches Objekt in der Großen Magellanschen Wolke ist der riesige Tarantelnebel, auch als Amrinnebel oder Arwitchnebel bekannt.

Die Große Magellansche Wolke ist die Heimat der Gurrads, während die benachbarte Kleine Magellansche Wolke bis 2437 die Wahlheimat der aus der Galaxie M 87 geflüchteten Bestien war.

Bekannte Sonnensysteme

Bekannte Planeten und Monde

Politische Strukturen um 428 NGZ

In beiden Magellanschen Wolken ist die Anwendung von Gewalt geächtet. Keines der raumfahrenden Völker der Wolken unterhält eine Kriegsflotte. Die Heimatwelt der Baramos Baykalob ist der Tagungsort des Völkerrats, in dem alle Zivilisationen sowohl der Großen als auch der Kleinen Magellanschen Wolke vertreten sind. Im Völkerrat sind Gurrads und Baramos gleichberechtigt mit Generälen und Perlians.

Politische Strukturen um 1200 NGZ

Innerhalb der Großen Magellanschen Wolke gibt es keine Zentralregierung. Vorherrschend sind lokale Oligarchien; in manchen Fällen üben auch einzelne Patriarchen ohne Konkurrenz die Kontrolle über ein Gebiet von jeweils mehreren hundert Lichtjahren Durchmesser aus.

Bedeutendere Machtblöcke sind:

  • Roewis, 7300 Lichtjahre vom Zentrum der GMW entfernt. Der 3. Planet der Sonne Grosnor ist annähernd erdgroß, ohne ausgeprägte Ozeane, aber mit einer Vielzahl von Seenplatten und Sumpfgebieten. Roewis wird kontrolliert vom Konsortium der Zweiundzwanzig, einem Zusammenschluss von 22 Reedern, die den Handel im Umkreis von 650 Lichtjahren dominieren. Die Hauptstadt Roemiand liegt am planetaren Südpol.
  • Gingaresch, annähernd 15.000 Lichtjahre vom Zentrum der GMW entfernt, wird von einer gemäßigten Militärdiktatur beherrscht und liegt im Gegensatz zu Mantoll und Roewis auf der von der Milchstraße abgewandten Seite der GMW.

Der lukrative Handel mit der Kosmischen Hanse spielte sich hauptsächlich auf Roewis und Mantoll ab. 1217 NGZ liefen 40% des Hanse-Handels mit der GMW über Roewis und 23% über Mantoll.

Geschichte

Vor 10.000.000 Jahren

Vor zehn Millionen Jahren fand das »Konzil von Amringhar« statt. Der Herr Heptamer aus dem Universum Tarkan hatte das Konzil einberufen, stellte dabei die Philosophie des Hexamerons vor und verkündete, dass das Ende von Tarkan - der Ablauf der Sechs Tage - beschleunigt werden sollte.

Vor 8.000.000 Jahren

Gegen Ende des Zeitalters der Dritten Hyperdepression, etwa um 7,65 Mio. v. Chr., entwendete die Superintelligenz ES 95 Sektorknospen aus dem Besitz der Frequenz-Monarchie. Diese wurden von ihrer Psi-Materie entkleidet und in der Großen Magellanschen Wolke versteckt. Einige Zeit später, irgendwann vor dem Jahr 7 Mio. v. Chr., entdeckten Kybb-Traken die Sektorknospen. Aus ihnen wurden schließlich die Kybb-Titanen. (PR 2586)

vor 7.000.000 Jahren

Vor rund sieben Millionen Jahren befriedeten die Schutzherren von Jamondi die in der Kleinen Magellanschen Wolke beheimaten, kriegerischen Kybb-Völker, die auch in die Große Magellansche Wolke expandierten. Als Zeichen ihrer Präsenz und ihres Schutzes errichteten sie auf Parrakh im Kugelsternhaufen Parrakhon nahe dem Tarantelnebel in der Großen Magellanschen Wolke den Dom von Parrakh.

Während der verlustreichen Abwehrkämpfe von ES gegen STROWWAN stürzte der Nocturnenstock Satrugar auf Parrakh ab. Die Ausstrahlungen des vor Schmerz wahnsinnigen Nocturnenstocks gefährdeten Parrakh, und der Schutzherr Gon-Orbhon bemühte sich durch Mentalverschmelzung, Satrugar zu helfen. Stattdessen veränderte sich jedoch Gon-Orbhon und begann, die Völker der umliegenden Welten zu manipulieren. Er verkündete das Imperium Orbhon und erklärte den Schutzherren den Krieg.

Als der Krieg zwischen den Schutzherren und dem Imperium Orbhon immer verlustreicher wurde, griff ES ein und isolierte die Territorien beider Konfliktparteien in Hyperkokons, darunter neben Parrakhon noch einen zweiten Kugelsternhaufen in der Großen Magellanschen Wolke.

Wie das Paura-Black Hole zeigt, wurde auch die Großen Magellansche Wolke von den Archäonten an das Netz der Schwarzen Sternenstraßen angeschlossen.

vor 2.000.000 Jahren

Vor zwei Millionen Jahren war die "Fabrik der Kosmokraten" GONDARAK in der Großen Magellanschen Wolke stationiert. Der Ritter der Tiefe Permanoch von Tanxbeech gab dort nach Plänen der Porleyter ein Gerät in Auftrag, mit dem der Durchbruch zwischen Arresum und Parresum geschlossen werden kann. Beim Testlauf des Gerätes explodierte der Prototyp und machte die Fabrik unbrauchbar.

ca. 67.600 v. Chr.

Nach langen kriegerischen Auseinandersetzungen flohen 800.000.000 Bestien in mehreren Gruppen mit Dimetranstriebwerken aus M 87. Eine dieser Gruppen materialisierte, bedingt durch die Eigenschaften der Dimetranstriebwerke, im Zentrum der Milchstraße.

Diese Bestien flüchteten in die mit Dimetranstriebwerken nicht zu erreichende Große Magellansche Wolke und versteckten sich dort vor ihren Verfolgern.

vor 57.600 Jahren

Die Bestien in der Großen Magellansche Wolke wurden wieder aktiv. Durch weitere Zuchtexperimente (ab ca. 60.000 v. Chr.) der Bestien mit sich selbst entstanden schließlich die 8.000.000 Uleb – unsterblich, aber steril.

Die Uleb wurden von den Bestien alten Typs als überlegenes Herrschervolk anerkannt und zogen sich in die Kleine Magellansche Wolke zurück.

ca. 50.600 v. Chr.

Ein erster Angriff von Bestien auf M 87 um 50.600 v. Chr. von außen mit Schiffen mit Dimetranstriebwerken, der durch das gegen Paratrontechnik gerichtete Zentrumsleuchten vereitelt wurde, wurde möglicherweise aus der Großen Magellanschen Wolke heraus unternommen.

Als die Uleb erfuhren, dass Wissenschaftler der Okefenokees aus M 87 an einer Zeitmaschine arbeiteten, entwickelten sie eine kollektive Paranoia gegen Zeitexperimente, da sie befürchteten, durch eine Zeitmanipulation bereits in ihrer Entstehung ausgelöscht zu werden.

ca. 50.080 v. Chr.

Durch die Zeitexperimente der Lemurer fühlten sich die Uleb bedroht. Die Uleb schickten 300.000.000 Nachfahren der ursprünglichen Bestien (etwa die halbe Bevölkerung der Bestien in der Großen Magellanschen Wolke), die Althaluter, in die Milchstraße, um gegen die Lemurer vorzugehen.

Nach dem Sieg 49.980 v. Chr. blieben die zahlenmäßig stark dezimierten Althaluter auf Halut und entwickelten sich dank der Psychogen-Regeneratoren der Lemurer von Scimor zu den modernen friedliebenden Halutern.

Die Uleb schufen in der Folge eine Zeitpolizei, um gegen Zeitverbrecher vorzugehen. Sie selbst bildeten die Erstkonditionierten der Ersten Schwingungsmacht. Die Zweitkonditionierten wurden von den Uleb für ihre Aufgabe bei der Zeitpolizei aus den in der Großen Magellanschen Wolke verbliebenen 300.000.000 Bestien gezüchtet.

Die Bestienbevölkerung in der Großen Magellanschen Wolke verschwand. Vermutlich gab es nur etwa 10.000 Zweitkonditionierte. Die Haluter deportierten Nachkommen archaischen Typs auf den Planeten Terzrock in der Großen Magellanschen Wolke.

um 2100

Wegen Zeitexperimenten der Gurrads zu Anfang des 22. Jahrhunderts zerschlug die Zeitpolizei das Reich der Gurrads. Die Heimatwelt der Gurrads Pfranat wurde verwüstet, vermutlich mit Intervallkanonen.

Die Drittkonditionierten, die Perlians, und ihre Kristallagenten unterdrückten zusammen mit den Generälen in der Folge die Gurrads, die in einem Guerillakampf weiterhin Widerstand leisteten. Die Kristallagenten stammten von den Hypnokristallen auf den 29 Dangerwelten in der Großen Magellanschen Wolke. Während dieser Zeit diente der Planet Boultat dem Widerstand als Hauptquartier.

2388

Ein Kristallagent wurde auf Quinto-Center aktiv, konnte aber zerstört werden.

2435

Im Laufe der Jahre versuchten zahlreiche Explorerschiffe des Solaren Imperiums die Magellanschen Wolken zu erkunden, und blieben verschollen. Mittlerweile waren die Terraner aufgrund akonischer Experimente mit dem beschädigten Zeittransmitter der Meister der Insel auf Pigell im Wegasystem auch als Zeitverbrecher eingestuft worden.

Als 2435 Hypnokristalle die Kommandanten des im Sektor Morgenrot aufgetauchten Giganten OLD MAN übernahmen, folgten die Terraner der Spur in die Große Magellansche Wolke und stießen auf Perlians, Generäle und Gurrads. Zu Anfang verdächtigten die Gurrads sie, mit den Dienern der Ersten Schwingungsmacht gemeinsame Sache zu machen.

Nachdem dieses Missverständnis ausgeräumt werden konnte, gelang es den Terranern und einem Bündnis aus Gurrads, Shanganten und Generälen, Perlians und Kristallagenten auszuschalten. Das rief die Zweitkonditionierten mit ihren Dolans auf den Plan, worauf sich die Kämpfe wieder in die Milchstraße verlagerten.

Das Versteck der Uleb, das Enemy-System, wurde in der Materiebrücke zwischen den beiden Magellanschen Wolken nur 6000 Lichtjahre von der Großen Magellanschen Wolke entfernt entdeckt und schließlich von den Konstrukteuren des Zentrums vernichtet.

35. Jahrhundert

Im 35. Jahrhundert gehörten die Magellanschen Wolken zum Einflussgebiet der Terraner. Angeblich kontrollierte der Freihändler-Fürst Huron Palater die Wirtschaft der Wolken mit seiner mächtigen Handelsflotte. (PR 478)

Konzil der Sieben

Als das Konzil der Sieben die Milchstraße unter Kontrolle brachte, wanderten die Haluter nach Terzrock und anderen Kolonialplaneten aus, um sich ungestört vermehren zu können und Vorkehrungen für einen möglichen Krieg zu treffen. (PR 725) Sie kehrten erst zurück, als die Position der Laren hinreichend geschwächt war, und unterstützten die Völker der Galaxis bei der Vertreibung der Besatzer.

Kosmische Hanse

420 NGZ stationierte die Kosmische Hanse den Kosmischen Basar BERGEN in der Großen Magellanschen Wolke.

Chronofossilien

Durch die Zerschlagung der Uleb und ihrer Machtstrukturen wurde die Große Magellansche Wolke zu einem der Chronofossilien. Um TRIICLE-9 wieder an seinen Platz zurückzuführen, musste Perry Rhodan die Endlose Armada durch die Wolke führen. Das Element der Maske versuchte, das zu verhindern, und nahm dazu die Gestalt der ausgelöschten Uleb an.

Hundertjähriger Krieg

Während des Hundertjährigen Krieges wurde der Kosmische Basar BERGEN aus der Magellanschen Wolke abgezogen. 497 NGZ ließ ihn Homer G. Adams zusammen mit den anderen, nach den Blitzerangriffen noch vorhandenen Basaren, im Sektor Beteigeuze zerstören.

Monos-Zeit

Nachdem Rhodan und seine Gruppe den Weg in die Milchstraße durch den Chronopuls-Wall blockiert fanden, versuchten sie, auf der Freihandelswelt Ayshran-Ho Informationen über die vergangenen siebenhundert Jahre zu bekommen. Rhodan steuerte das Paura-Black Hole an und wurde kurzzeitig in die Vergangenheit verschlagen.

Linguiden-Krise

Auf der Suche nach den "Zeittafeln von Amringhar" drangen Alaska Saedelaere und Testare 1170 NGZ mithilfe des Nakken Udivar in das Paura-Black Hole vor und konnten dreizehn fingerlange Splitter der zu Kristallstaub zerfallenen Tafeln bergen.

Abruse

Im Januar und Februar 1217 NGZ suchte die Hanse-Spezialistin Dilja Mowak nach der Fabrik der Kosmokraten GONDARAK. Dort sollte vor zwei Millionen Jahren nach Entwürfen der Porleyter ein Gerät konstruiert werden, mit dem die natürliche Barriere zwischen Arresum und Parresum verstärkt werden kann.

Dilja Mowak fand heraus, dass Gurrad-Prospektoren etwa zweihundert Jahre zuvor das Wrack der Fabrik entdeckt und einen geringen Anteil wieder in Betrieb genommen hatten, um hochwertige Technik zu produzieren. Die Entdecker gründeten die Gesellschaft NONDED, um ihren Fund zu verteidigen, und schleppten GONDARAK um 1037 NGZ in die Dunkelwolke Ardimmasch (Nichtsnutz in der Gurrad-Sprache). Es gelang der Hansespezialistin schließlich, in die Ardimmasch-Dunkelwolke vorzudringen und GONDARAK zu finden. Im zerstörten Oberbereich GONDARAKs entdeckte sie einen Datenträger mit Plänen für das gesuchte Gerät.

Hamamesch

Die Handelskarawane der Hamamesch, die die Milchstraße ansteuerte, machte einen Zwischenhalt in der Großen Magellanschen Wolke. Ihre Imprintwaren stürzten die Gurrads ins Chaos und gaben Dilja Mowak einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Entwicklung in der Milchstraße.

Hyperimpedanzschock

Seit dem Hyperimpedanzschock am 11. September 1331 NGZ war die Entität Gon-Orbhon in der Lage, die Leiche ARCHETIMS in Sol anzuzapfen und auf Terra immer mehr Menschen für Carlosch Imberlocks Sekte zu rekrutieren.

Schon im Januar 1332 NGZ fiel der Sternhaufen Parrakhon aus seinem Hyperkokon in den Normalraum zurück.

Im Juli 1332 NGZ startete die LFT die Operation Kristallsturm mit dem Ziel, Gon-Orbhon direkt in der Großen Magellanschen Wolke zu bekämpfen. Die RICHARD BURTON unter der Leitung von Reginald Bull verfolgte den psionischen Jetstrahl von Sol bis zu dem jenseits des Tarantelnebels aus dem Hyperkokon materialisierten Sternenhaufen Parrakhon.

Weblink

Wikipedia: Magellansche Wolken

Quellen

PR 309, ..., PR 318, ..., PR 2586