HaLem-Armee

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Die HaLem-Armee ist eine Armee aus 12.000 Soldatenstatuen.

Anmerkung: Die Anspielung auf die  Wikipedia-logo.pngTerrakotta-Armee des chinesischen Kaisers Qin Shihunangdi ist offensichtlich.
PR2957Illu.jpg
Heft: PR 2957 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Allgemeines

Die Statuen, die Soldaten beiderlei Geschlechts darstellen, bestehen aus einer rötlichen, mit hyperaktiven Materialien dotierten Stahllegierung, deren Hauptbestandteil Lemur-Metall ist. Das Metall enthält winzige Einschlüsse von PEW-Metall sowie ein bislang unbekanntes hyperaktives Material, das Hyperagens-X, kurz HAX. Nach dem HAX und dem Lemurmetall wird das Material, aus dem die Statuen bestehen, HaLem-Metall genannt. (PR 2900, S. 12, PR 2943 – Glossar)

Die Soldaten sind in Quadranten von fünfzehn mal fünfundzwanzig Figuren angeordnet. Allerdings unterscheiden sie sich in der dargestellten Ausrüstung. Während die den Zuschauer zugewandten Figuren sehr detailreich sind und modernes lemurisches Militär darstellen, stammen die weiter hinten stehenden Statuen aus der früheren lemurischen Geschichte. (PR 2900, S. 13)

Die Statuen sind in der Lage, die Köpfe zu bewegen und zu sprechen. (PR 2900)

Der Fundort der Armee befindet sich in der Nähe der Minenstadt Khalad Town. Die Ausgrabung wurde unter anderem von der Kantor-Universität organisiert. (PR 2900)

Von den Thoogondu wurden die Statuen Hooris-Prozessoren genannt und konnten von besonders begabten Individuen nach deren Tod mit ihrem Bewusstsein übernommen werden (Hooris-Prozedere). Die übernommenen Prozessoren verwandelten sich von reglosen Statuen in wahre Kampfmaschinen, die, den Robotern gleich, nicht einmal auf eine atembare Atmosphäre angewiesen waren. Ihre Ellbogengelenke enthielten leistungsstarke Strahlenwaffen, die im Desintegrator-, Thermo- und Impulsmodus arbeiteten. Die Prozessoren kommunizierten verbal miteinander, verfügten über ein ausgezeichnetes Gehör und waren deutlich stärker und schneller als ein Mensch. Sie verfügten auch über körpereigene Schutzschirme. (PR 2956, PR 2957)

Die Hooris-Prozessoren waren dennoch verletzbar. Starke Hiebe konnten zum Beispiel die Gliedmaßen dieser Kampfmaschinen abtrennen. Ein jeder Materialverlust war mit der Minderung der Leistungsfähigkeit des Prozessors verbunden, da sein Ganzes als Aufbewahrungsort des steuernden Bewusstseins fungierte. (PR 2957, S. 32, 42)

Bekanntes wissenschaftliches Personal

Zu dem beteiligten wissenschaftlichen Personal gehörten im Mai 1551 NGZ:

Darstellung

Geschichte

Die HaLem-Armee wurde (spätestens) im Jahr 1551 NGZ in einer subplanetaren Kaverne auf Merkur entdeckt. Nach einigen Wochen Forschung wurde auf Aufnahmen der Überwachungskameras im Zeitraffer entdeckt, dass jede Statue ihren Kopf langsam auf einen bestimmten Punkt ausrichtete. (PR 2900)

Dezio Gattai berichtete am 14. Mai 1551 NGZ von 18 Tagen ununterbrochener holographischer Überwachung der Figuren. (PR 2900, S. 14)

Als an diesem Tag Perry Rhodan und Farye Sepheroa die Kaverne besuchten, beschleunigte sich die Bewegung – am Ende blickten alle Statuen auf denselben Punkt im All und passten die Blickrichtung ständig an die Rotation des Merkur an. (PR 2900)

Kurze Zeit später wurde im  Wikipedia-logo.pngSternbildWikipedia-logo.pngCentaurus ein Leuchtfeuer sichtbar, während von der HaLem-Armee eine Psi-Beeinflussung ausging. Jeder, der nicht mentalstabilisiert war (sowie auch einzelne Mentalstabilisierte), »sah« an diesem Punkt drei Novae, die hintereinander in einer Linie standen – was eigentlich unmöglich zu sehen sein sollte. Beobachtungen des Observatoriums Deep Dark Eye der Jülziish ergaben, dass tatsächlich zwei Sterne in der Milchstraße sowie zwei weitere Sterne im Leerraum hochgradig instabil beziehungsweise zur Nova geworden waren. Alle Sterne lagen auf derselben Linie. Dieses Leuchtfeuer zeigte auf die Galaxie NGC 4622. (PR 2900)

Nach einer Rettungsmission im Taltaan-System, bei der einige Bewohner des bewohnten Planeten evakuiert werden konnten, bevor der Planet vollständig verwüstet worden war, rief die HaLem-Armee Perry Rhodan zu sich und teilte ihm mit, dass er dem Leuchtfeuer zum Goldenen Reich folgen solle. (PR 2900)

Als Rhodan am 10. Juni 1551 NGZ mit der RAS TSCHUBAI dorthin aufbrach, nahm er zwei Statuen mit. (PR 2900) Als das Leuchtfeuer am 26. Juli wieder erlosch, hörte die Aktivität der Armee ebenfalls auf. Bis zum 29. Juli konnten die Wissenschaftler auch keine neuen Erkentnisse zu den Figuren vorweisen. (PR 2923, S. 24)

Die von der RAST TSCHUBAI mitgenommenen Statuen wurden Anfang Dezember 1551 NGZ im Rahmen einer Vereinbarung zwischen dem Goldenen Reich, dem Zweiten Solaren Imperium und Perry Rhodan auf Gäon zurückgelassen und von den Thoogondu untersucht. (PR 2945, S. 15–17)

In der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN, einem gäonischen Raumschiff, das von der Neuen USO aufgebracht worden war, wurden sechs weitere sorgfältig versteckte HaLem-Statuen entdeckt. Der im Laufe der Eroberung des Schiffes gefangen genommene Thoogondu Zuo verweigerte jede Aussage zum Zweck der Figuren. Kurze Zeit später erhielt Lordadmiral Monkey die Nachricht, dass Zuo in seiner Zelle Selbstmord begangen hatte, indem er mehrere seiner sehr scharfkantigen Knochenplatten geschluckt hatte. Quasi zeitgleich zum Tod des Thoogondu erwachte einer der HaLem-Soldaten zum Leben, überwältigte seine Bewacher und floh aus dem Schiff. (PR 2956)

Kurze Zeit später drang der HaLem nach Quinto-Center vor und brach in den Bereich der dort zu Forschungszwecken stationierten Semitronik ODUN MANGKOMA ein. Er wurde dort von dem halutischen Wissenschaftler Golten Patich überwältigt und zerstört. Im Anschluss wandte sich ODUN MANGKOMA gegen seinen Betreuer und versuchte diesen mithilfe zweier TARAS zu töten. Die Kampfroboter besiegten den Haluter und verwundeten ihn lebensgefährlich. Die Semitronik eröffete dem hilflosen Golten Patich, dass sie vom Bewusstseinsinhalt Zuos übernommen worden war, das zuvor in den HaLem-Soldaten gewechselt war. Zuo plante die Kontrolle über Quinto-Center zu erlangen und schoss mit einem Abwehrfort den Gefangenentransport seiner Mitstreiter ab, die auf den Asteroiden gebracht werden sollten. In einem letzten Kraftakt gelang es dem Haluter noch einal, seine Körperstruktur umzuwandeln und sich auf den Aggregateblock zu werfen, in dem die Semitronik untergebracht war. Durch dessen Zerstörung tötete er sowohl ODUN MANGKOMA als auch Zuo. Danach erlag Golten Patich seinen schweren Verletzungen. (PR 2956)

Im Moment des Abschusses des Gefangenentransporters wechselten die Bewusstseine von fünf weiteren Thoogondu in die anderen HaLem-Soldaten über und erweckten diese zum Leben. Sie übernahmen die Kontrolle über die IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN und flohen mit dem Schiff aus dem Bereich von Quinto-Center. Den Überlebenden USO-Spezialisten dieser Aktion gelang es unter Führung von Perry Rhodan und Admiralin Amber Dessalin drei der HaLem-Soldaten zu vernichten. Die letzten beiden flohen in den Waffendom ZÜNDER-2. Rhodan und Dessalin starteten mit ZÜNDER-1 und lieferten sich ein Gefecht mit den HaLem-Soldaten. Als sich deren Niederlage abzeichnete, zerstörten diese die IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN und sprengten ihren Waffendom. Rhodan sandte daraufhin eine Warnung in das Solsystem, da die 12.000 HaLem-Statuen auf Merkur seiner Meinung nach eine potentielle Bedrohung für Terra darstellten. (PR 2957)

Quellen