Halphar

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Der Ligride Halphar war im Jahre 3819 (232 NGZ) Kommandant der Raumstation BASTION-V.

A712Illu.jpg
Atlan 712 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Er war 2,23 m groß, schlank und sehr athletisch gebaut. An seinem Körper gab es kein einziges Gramm überschüssiges Fett.

Charakterisierung

Halphars besondere Begabung war es, ein exzellenter Gesprächspartner zu sein, was für seinen kometenhaften Aufstieg in der Hierarchie der Ligriden mitentscheidend war. Er besaß sowohl ein fast untrügliches Gespür dafür, wann sein Gegenüber die Wahrheit sprach und wann nicht, als auch die Fähigkeit, sich so sehr in seine Kontrahenten hineindenken zu können, dass er ihre strategischen Züge genauso vorhersehen konnte wie zum Beispiel ihren Aufenthaltsort.

Er besaß einen messerscharfen Verstand und ein ausgesprochenes strategisches Geschick. Er hatte eine perfekte Körperbeherrschung und vollbrachte bei allen körperlichen Betätigungen Höchstleistungen. Halphar konnte auch zahlreiche Preise sein eigen nennen, die er bei Kampfspielen der höchsten Ebene gewonnen hatte. Diese herausragenden Eigenschaften führten zu einer beinahe unerträglichen Arroganz, die ihm bei vielen anderen hochgestellten Ligriden große Ablehnung und Missgunst einbrachten.

Er war ein Diener des Gwyn und vermutlich das beste Produkt, das die Schule des Gwyn je hervor gebracht hat.

Geschichte

Halphar hatte sich durch seine Begabungen vom kleinen Bauernjungen zum Befehlshaber von BASTION-V hochgearbeitet. In dieser Position war er der oberste Feldherr der Ligriden über einen größeren Bereich von Manam-Turu. Atlan und Chipol wurden von der ZYRPH'O'SATH auf die Station gebracht. Der junge Daila wurde von einem Hypton befragt. Sichtlich aufgeregt informierte der Hypton Halphar über das Ergebnis der Befragung. Der Fledermausähnliche hatte erfahren, dass Atlan aus der Milchstraße stammte und zu dem Volk der Arkoniden gehörte. Halphar konnte mit diesen Begriffen nichts anfangen. (Atlan 711)

Der Ligride sprach selbst mit Atlan, doch er kam aber mit seinen Fähigkeiten bei dem Arkoniden nicht weiter; er konnte nicht erkennen, wann dieser die Wahrheit sagte. Es begann ein Psychoduell, das in einem Patt endete, als ein Alarm ausgelöst wurde. (Atlan 711)

Mehrere hundert Kämpfer der Händler von Manam-Turu unter dem Kommando von Sspordon waren in die Station eingedrungen und wurden von mehr als 500 wendigen Kampfschiffen unterstützt, die die Station von außen angriffen. Halphar leitete die strategischen Abwehrmaßnahmen in Anwesenheit von Atlan. (Atlan 711)

Trotz der Vorkehrungen der Händler, die Kommunikation innerhalb der Station zu stören, konnte Halphar seine Befehle erteilen. Er handelte dabei ruhig und kühl. Halphar versuchte, einen bestimmten Bereich von BASTION-V zu räumen, um dort die Piraten zu versammeln. Sie sollten von der Flotte abgeschnitten werden. Die Halphar gemeldete Befreiung Chipols durch die Händler bestärkte den Ligriden in der Meinung, dass Atlan und die Piraten gemeinsame Sache machten und von einer Macht aus dem Hintergrund geleitet wurden. Er befahl, den Arkoniden in seine Zelle zu bringen. Ein Trupp Händler befreite Atlan nicht mehr als etwa 500 Meter von Halphars Befehlsstand entfernt. (Atlan 711)

Atlan unterstützte Sspordon bei den folgenden Aktionen gegen die Ligriden. Dabei erkannte der Arkonide die Falle, in die die Händler gelockt werden sollten. Es gelang einem Transporter der Händler, auf der Oberfläche der Raumfestung zu landen und alle Kämpfer und die befreiten Gefangenen aufzunehmen. Die anfliegende ligridische Entsatzflotte kam zu spät. Halphar ertrug die Niederlage mit unerschütterlichem Gleichmut. (Atlan 711)

Diese schwere Niederlage hätte er eigentlich nur durch Selbstmord gebührend sühnen können. Um dem drohenden Freitod entgehen zu können, nahm Halphar mit seinem Vorgesetzten Kontakt auf und erklärte, Atlan verfolgen und gefangen nehmen zu wollen. Bei einer drohenden Verhandlung wäre sein Fehlverhalten an das Tageslicht gekommen. Sein Vorgesetzter, der ihn auf diesen Posten gehievt hatte, hätte zugeben müssen, damit ebenfalls einen kapitalen Fehler begangen zu haben. Außerdem könnten die Ligriden über Atlan ihren Einfluss im Konzil steigern. Halphar entwickelte den Plan, der ligridischen Führung vorzugaukeln, dass Doppelagenten in die Reihen der Piraten eingeschmuggelt werden sollten. Dazu war es notwendig, eine ernsthafte Niederlage gegen die Händler zu simulieren. (Atlan 711)

Der Vorgesetzte stimmte dem Plan zu. Halphar zündete selbst einige Sprengsätze im Innern der Station. Dabei wurden unglücklicherweise die Aufenthaltsräume der Hyptons vernichtet. Die Mitwisser von Halphars Niederlage waren somit beseitigt. Mit der DUNGAR machte er sich an die Verfolgung Atlans. (Atlan 711)

Mit seinem Flaggschiff folgte er den Händlern nach Dawaggor, wo diese einen ihrer wichtigsten Stützpunkte hatten. Allerdings wurde sein Raumschiff zusammen geschossen. Der Diener des Gwyn stand scheinbar unerschütterlich in der Zentrale und sah dem langsamen Untergang seines Schiffes zu. Einem Notruf ließ er nicht abstrahlen. Lediglich in seinen Augen war Angst zu erkennen. (Atlan 712)

Eine kleine Wolke aus schwachem Licht erschien in der Zentrale und verdichtete sich zu einer humanoiden Gestalt, die den Kommandanten und den Techniker Khodar lockte, mit ihr zu gehen. In der herrschenden  Wikipedia-logo.pngSchwerelosigkeit trieb Halphar auf die in eine lange Kutte gekleidete Gestalt zu, die den Ligriden mit den Armen umschloss. Halphar begann sich aufzulösen und verschwand mit dem Kapuzenträger. (Atlan 712)

Halphar fand sich auf einer Waldlichtung wieder. Eine ligridische Gestalt näherte sich ihm und versorgte ihn mit einer Sitzgelegenheit, einem Tisch und Speisen, die wie aus dem Nichts auftauchten. Der Fremde war fähig, verschiedene Geländeszenarien erscheinen zu lassen. Er gehörte zu den Ureinwohnern von Dawaggor. (Atlan 712)

Halphar erkannte, dass er in das planetenumspannende Datennetz der Qalbyten integriert worden war. Er musste Zweikämpfe gegen verschiedenste Gegner bestehen. Das brachte ihn an den Rand der Erschöpfung. Der Ligride erkannte, dass er das Datennetz in seinem Sinne beeinflussen und manipulieren konnte. Er begann im Netz BASTION-V erstehen und zu einer waffenstarrenden Festung ausbauen, die mit zehntausend Kampfrobotern bemannt wurde. Diese Bastion sollte eventuellen Angreifern Widerstand bieten. (Atlan 712)

Als nächsten Schritt machte sich Halphar daran, seinen Standort zu verändern. Auf dem Weg zu seiner neuen Operationsbasis stieß er auf einen Speichersektor des Riesenrechners Dawaggor, in dem speziell gesicherte Daten über Manam-Turu abgelegt waren. Es würde seiner Karriere äußerst hilfreich sein, seinem Volk diese Daten übergeben zu können. (Atlan 712)

Doch zunächst drang er in das elektronische System eines gelandeten Raumschiffes der Händler ein und rief Störungen der Inneneinrichtungen hervor, die die Besatzung veranlasste, das Schiff zu verlassen. Halphar speicherte in unmittelbarer Nähe dieses Schiffes seine eigene Körperidentität ab um nach der Materialisierung aus dem Datennetz seinen Körper zur Verfügung zu haben. (Atlan 712)

Der Ligride erreichte vor Atlan den Zugang zu der gefährdeten Datensektion. Er ließ einen etwa drei Meter langen Metallblock auf Atlan zurasen. Das Kontrollsystem ließ den Block kurz vor dem Zusammenstoß mit dem Arkoniden verschwinden. Halphar schickte nun eine Flüssigkeit die Rampe hinunter, die sie in eine spiegelglatte Rutschbahn verwandelte. Atlan konterte mit Spikes an den Schuhen. Als Atlan endlich das Tor zum Tempelbezirk durchschritt, stand er Halphar gegenüber. Ein heftiger Kampf entbrannte. Atlan wurde gegen eine Mauer geschleudert und blieb verkrümmt auf dem Boden liegen. Als sich Halphar über den Arkoniden beugte, um ihn zu erwürgen, stürmte Chipol auf ihn los. Dabei wurde dem Ligriden der Helm vom Kopf gerissen. Bestürzt verharrte Halphar auf der Stelle, sodass Chipol ihn mit einem Schlag, den er von Atlan gelernt hatte, betäuben konnte. (Atlan 712)

Als er wieder erwachte, musste er gemäß dem Ehrenkodex der Ligriden die Zeugen seiner Schmach, den der Anblick seines entblößten Hinterkopfes darstellte, beseitigen. Halphar suchte sich ein Versteck und wartete auf die Rückkehr Atlans und Chipols. Er hatte vor, das Datennetz in seinem Sinne zu beeinflussen, um die beiden Männer für immer darin gefangen zu halten und seiner Willkür auszusetzen. Es gelang ihm unter Aufbietung all seiner geistigen Konzentration einen V-Projektor herzustellen, der ihn ein paar Sekundenbruchteile in die Zukunft versetzen und somit die Wirkung des Schutzfeldes aufheben sollte. Das Gerät erschuf tatsächlich eine Lücke in dem blau strahlenden Kubus im Inneren des Tempels. Halphar gelangte zu der schimmernden Kugel in dem gewaltigen Raum hinter dem Eingang des Würfels, durchdrang deren Oberfläche und badete in einem Meer geheimer Informationen. Er verspürte die unumschränkte Macht, die ihm dieses Wissen geben würde. Er sah sich schon als Eroberer ganzer Galaxien. (Atlan 712)

Es gelang Halphar, sich noch rechtzeitig vor dessen Auflösung aus dem Datennetz zurückzuziehen und mit einem Raumschiff der Händler von Dawaggor zu starten. Der Ligride konnte die Verfolger abschütteln. Danach nahm er seine Funktion als Kommandant von BASTION-V wieder auf. (Atlan 712)

Anmerkung: Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.

Quellen

Atlan 711, Atlan 712