Kartanin

Aus Perrypedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Google translator: Translate from German to English.
Google translator: Přeložte z němčiny do češtiny.
Google translator: Vertalen van Duits naar Nederlands.
Google translator: ドイツ語から日本語への翻訳
Google translator: Traduire de l'allemand vers le français.
Google translator: Traduzir do alemão para o português.
Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit dem Volk der Lao-Sinh. Für weitere Bedeutungen, siehe: Lao-Sinh.
Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit dem Erkunder genannten Raumschiffstyp der Kartanin. Für weitere Bedeutungen, siehe: Erkunder.
Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit den Großen Familien der Kartanin. Für weitere Bedeutungen, siehe: Große Familien.

Die Kartanin sind ein katzenähnliches Volk, das sich im Universum Tarkan auf dem Planeten Vinau in der Galaxie Hangay entwickelt hatte.

Meist ebenfalls nur kurz als Kartanin bezeichnet werden die sogenannten Ardustaar-Kartanin. Sie sind Nachkommen der ehemaligen Besatzung der NARGA SANT, die im 51. Jahrtausend v. Chr. nach Meekorah wechselte und sich in der Galaxie Triangulum niederließ.

Die Maakar bezeichnen sie als Felnachin. (PR 1326)

Für einen männlichen Kartanin wird häufig der Begriff Kartane verwendet. (PR 1303)

PR1279.jpg
Heft: PR 1279
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
PR1534.jpg
Heft: PR 1534
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Die Kartanin stammen von katzenartigen Raubtieren ab. Sie gelten sowohl als felide, wie auch als humanoid. (PR 1770, PR 1300 – Glossar)

An den katzenhaften Gesichtszügen kann man ihre Abstammung noch erkennen, ebenso an den ausfahrbaren, rasiermesserscharfen Krallen, die sie anstelle der Finger- und Zehennägel besitzen. Ihr Körper ist von einem dichten, kurzen und glatten Pelz bedeckt, der von Silbergrau über Hellbraun bis Schwarz alle Erdfarben zeigen kann und je nach Individuum oder Abstammung charakteristische Sprenkel, Flecken oder Streifenmuster aufweist. Männliche und weibliche Kartanin tragen einen schmalen, bürstenartigen Fellstreifen, der von der Stirn bis tief in den Nacken reicht; dieser Fellstreifen ist meist silbergrau, wird aber häufig auch künstlich eingefärbt. Männliche Kartanin haben darüber hinaus lange Schnurrbarthaare. Auch ihre geschmeidigen, lautlos-eleganten Bewegungen sowie ihre große körperliche Stärke weisen darauf hin, dass die Vorfahren der Kartanin Raubtiere waren. (PR 1336, PR 1341, PR 1348, ...)

Anmerkung: Die Beschreibungen der Kartanin sind in Bezug auf den Körperpelz nicht einheitlich. An einigen Stellen wird der Fellstreifen derart betont, dass der Eindruck entsteht, sie wären ansonsten unbehaart. Angesichts der Tatsache, dass die Kartanin ein eher kaltes Klima bevorzugen und zumeist kühle Planeten mit Schneefall besiedeln, ergibt jedoch ein dichtes Fell mehr Sinn als nackte Haut. Dao-Lin-H'ay wurde von Anfang an mit Pelz beschrieben. Im Tarkan-Zyklus wurde mehrfach erwähnt, dass eine sehr alte Kartanin durch Ausfall des Pelzes »nackt« aussah, und dass jenen Kartaninfrauen, die durch zu viel Paratau an Psiphrenie erkrankt waren, büschelweise das Fell ausging, als ob sie Räude hätten.

Charakterisierung

Kartanin sind überaus stolz. Strenge hierarchische Konventionen prägen nicht nur das Militär, sondern die gesamte Zivilgesellschaft. Ihr Humor ist eher stiller Natur; wenn sie lachen, dann nicht aus Spaß, sondern um den Druck von heftigen inneren Gefühlen abzulassen. (PR 1336, PR 1337, PR 1338)

In Ardustaar herrscht ein Matriarchat. Männer können nicht nur keine Esper sein, sondern sind insgesamt intellektuell unterlegen – und haben ihre Rolle, von Ausnahmen abgesehen, akzeptiert und verinnerlicht. (PR 1341, PR 1342)

Kartanin haben ein extrem feines Gehör und infolgedessen nachts nur einen leichten Schlaf. (PR 1292)

Bekannte Zweigvölker

Bekannte Kartanin

Gesellschaft

PR1282.jpg
Heft: PR 1282
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
PR1292.jpg
Heft: PR 1292
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
PR2484.jpg
Heft: PR 2484
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
PR1283Illu 1.jpg
Heft: PR 1283 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
PR1313Illu 1.jpg
Heft: PR 1313 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
PR1326Illu 1.jpg
Heft: PR 1326 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
PR1327Illu.jpg
Heft: PR 1327 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Sitten und Gebräuche

Bei den Ardustaar-Kartanin besitzt die standesgemäße Beisetzung Verstorbener eine sehr große Bedeutung. Es herrscht die Ansicht, dass Verstorbene als Geist wiederkehren und sich rächen könnten, wenn ihre Beisetzung nicht angemessen erfolgte. (PR 1357, S. 17-18)

Anmerkung: Aus der Quelle geht nicht hervor, inwiefern das auch auf die in Hangay heimischen Kartanin zutrifft.

Matriarchat

Mit der Entdeckung des Parataus, der vielen weiblichen Kartanin Esperfähigkeiten verlieh, begann sich die Gesellschaft der Ardustaar-Kartanin hin zu einem Matriarchat zu wandeln. Im 5. Jahrhundert NGZ war die gesamte Gesellschaft durch die Esper geprägt: Esper gaben den Ton im medizinischen und psychologischen Bereich an. Esper nahmen die führenden Rollen in den Bereichen Politik, Kunst, Wissenschaft und Technik ein. Die Kriminalistik und Rechtsprechung basierte auf den Fähigkeiten der Esper. Auch Militär und Nachrichtendienst bauten auf den Fähigkeiten der Psi-Begabten auf. (PR 1338, PR 1370, S. 37)

Für die zum allergrößten Teil nicht auf die Wirkung des Parataus ansprechenden männlichen Kartanin blieben in dieser Gesellschaft nur nachrangige Aufgaben. Gleichzeitig verheimlichten die Esper das hohe Risiko, das mit der dauerhaften Nutzung des Parataus einherging. Für die Nicht-Esper musste es so scheinen, als ob den Esperinnen ihre Fähigkeiten nur Vorteile bringen würden. Zudem traten die Esper Nicht-Espern gegenüber oft arrogant auf. (PR 1357, PR 1370, S. 36–39)

Obwohl es durchaus männliche Kartanin und auch weibliche Kartanin ohne Esperfähigkeiten gab, die mit ihrer Stellung in der Gesellschaft unzufrieden waren, kam es zunächst zu keinen gesellschaftlichen Unruhen. Zu rigoros war die Überwachung durch die Psi-Begabten. Als im Herbst des Jahres 447 NGZ im Zuge der Normalisierung der Psi-Konstante im Bereich des Kosmonukleotids DORIFER der Paratau begann, seine Eigenschaft als Psichogon zu verlieren, änderte sich das. Immer mehr Esper verloren ihre Fähigkeiten, die Überwachung der Nicht-Esper wurde immer lückenhafter. Die Gesellschaft der Ardustaar-Kartanin sah sich am Rande eines Bürgerkrieges. (PR 1370, S. 36–39)

Den aus Tarkan stammenden Kartanin von der NARGA PUUR war es anfangs suspekt, dass bei ihrem Schwestervolk die Frauen das Sagen hatten. (PR 1349)

   ... todo: Wie sah die Gesellschaft nach 447 NGZ aus? ...

Voica

Hauptartikel: Voica.

Oberste Instanz der Ardustaar-Kartanin waren die Voica, eine Gruppe aus 18 besonders begabten Esperinnen, die aus dem Hintergrund regierten und nicht offiziell in Erscheinung traten. Sogar gegenüber den Hohen Frauen tarnten sie sich als Stimme von Ardustaar. (PR 1313)

Hohe Frauen

Hauptartikel: Hohe Frauen.

Die Hohen Frauen stellten die offizielle Regierung der Kartanin dar, befolgten aber die Anweisungen der Stimme von Ardustaar. (PR 1327)

Protektorinnen

Hauptartikel: Protektorin.

Nur besonders fähige Esperinnen bekamen den Rang einer Protektorin verliehen. Die einzige bekannte Ausnahme ist Ga-Liu-M'igay, Protektor der KASAMU. (PR 1292)

Große Familien

Die Angehörigen der Großen Familien hatten entscheidenden Anteil am politischen Geschehen der Ardustaar-Kartanin. So war es zum Beispiel sehr ungewöhnlich, wenn eine Kartanin Protektorin wurde, die zu keiner der Großen Familien gehörte. Im Jahre 447 NGZ gehörte einzig die Protektorin von N'jalin zu keiner der Großen Familien. (PR 1370, S. 10)

Die Familien standen stets in einer gewissen Konkurrenz zueinander. (PR 1313)

Bekannte Große Familien

Kartanisches Imperium

Zentrum des Kartanischen Imperiums im Standarduniversum ist Kartan. (PR 1318)

Das Sternenreich umfasste um 446 NGZ ein Gebiet von etwa 4000 Lichtjahren Durchmesser. (PR 1337)

Zeitrechnung

Ein kartanisches Standardjahr dauert 372,33 terranische Standardtage. (PR 1362, S. 21)

Raumschiffe

Mitte des 5. Jahrhunderts NGZ war das Lineartriebwerk der modernste bekannte Überlichtantrieb bei den Kartanin in Ardustaar. Transitionstriebwerke waren seit etwa tausend Jahren bekannt, wurden aber nicht mehr genutzt. (PR 1304, PR 1338)

Weder Metagrav noch Paratron-Technik waren erforscht. (PR 1333, PR 1341)

Planetenfähren

Die scheibenförmigen Planetenfähren werden als Beiboote auf größeren Einheiten (beispielsweise Schiffen vom MASURA-Typ) mitgeführt. Sie haben einen Durchmesser von 160 Metern und eine Höhe von 40 Metern. Es sind sechs Esperkuppeln mit einem Durchmesser von je 30 Metern angeflanscht.

Fernraumschiffe

Für die Paratau-Ernte in Fornax wurden Fernraumschiffe des MASURA-Typs benutzt. (PR 1312)

Für den Transport von Paratau und Kolonisten nach Estartu wurden die UMBALI-Fernschiffe eingesetzt, die auf drei geheimen Werftplaneten gebaut wurden. (PR 1312, PR 1313)

Kuppelförmige Aufbauten auf den Fernraumschiffen, Esperkanzeln oder Esperkuppeln genannt, dienten der Unterbringung der Esper und des Parataus. (PR 1337, PR 1347 – Risszeichnung)

Trimarane

Die typische Raumschiffsform der Kartanin nach dem Hangay-Transfer ist die des Trimarans, der aus drei zusammenhängenden Schiffskörpern besteht. Das Bugsegment kann abgetrennt werden und autark operieren. Am trapezförmigen, nach hinten spitz zulaufenden Hauptschiffskörper befindet sich beiderseits je ein Ausleger mit dreieckigem Querschnitt, der nach ebenfalls nach hinten spitz zuläuft und sich dort mit dem Hauptkörper vereinigt. Am häufigsten kommen vier Typen vor:

  • Erkunder: 30 Meter lang, Auslegerlänge je 20 Meter (kein Überlichttriebwerk, eine Geschützkuppel).
  • Jäger: 100 Meter lang, Auslegerlänge je 60 Meter (Lineartriebwerk, drei Geschützkuppeln).
  • Transporter: 200 Meter lang, Auslegerlänge je 150 Meter (Lineartriebwerk, drei Geschützkuppeln).
  • Schlachtschiff: 750 Meter lang, Auslegerlänge je 500 Meter.

Die Trimarane wurden nach dem Vorbild der Beiboote der NARGA PUUR konstruiert.

Risszeichnungen

Geschichte

Die Ursprünge

Ursprünglich stammen die Kartanin nicht aus dem Standarduniversum, sondern aus der Galaxie Hangay im Universum Tarkan. (PR 1348)

Dort war der Planet Vinau ihre Heimatwelt.

Um 50.700 v. Chr. schlossen sich die Kartanin mit 21 anderen Völkern aus Hangay zur Kansahariyya zusammen mit dem Ziel, ihre Heimatgalaxie aus dem sterbenden Universum Tarkan in das Standarduniversum zu versetzen. (PR 2332 – Report)

Um 50.617 v. Chr. sandte die Kansahariyya einen Hilferuf aus, der von der Superintelligenz ESTARTU im Standarduniversum empfangen wurde. Um den bedrängten Völkern beizustehen, installierte ESTARTU die Pterus aus der Galaxie Muun als Sachwalter ihrer Mächtigkeitsballung und brach 50 Standardjahre später, also 50.567 v. Chr., zu einer Rettungsmission auf. (PR 1348, PR 2332 – Report)

Mithilfe von ESTARTU unternahmen die Hangay-Kartanin Versuche, ihr Universum zu verlassen. In einem ersten Schritt wechselte die NARGA SANT über DORIFER nach Meekorah und tauchte um das Jahr 50.027 v. Chr. in der Mächtigkeitsballung Estartu auf. Kommandant des asteroidengroßen Raumschiffes war der Kartanin Oogh at Tarkan. Die Kartanin von der NARGA SANT hatten den Auftrag, die Versetzung der Galaxie Hangay in das Standarduniversum vorzubereiten. Sie besiedelten vier Systeme in der Galaxie Absantha-Gom, die ihnen von ESTARTU zugewiesen worden waren, und nannten ihr neu gegründetes Sternenreich Tarkanium. (PR 1348, PR 1349)

Anmerkung: Über das Jahr des Transfers der NARGA SANT nach Meekorah gibt es unklare Angaben. Siehe dazu NARGA SANT: Ankunft in Meekorah.

Nicht einmal den Wissenden war die Geschichte ihres Volkes bis zu dieser Stelle geläufig. (PR 1345)

Flucht aus Estartu und Devolution

Oogh at Tarkan griff ESTARTUS Lehre auf und versuchte, die Philosophie des Dritten Weges durch die Upanishada in allen zwölf Galaxien der Mächtigkeitsballung zu etablieren. Die Kartanin gewannen rasch an Einfluss und Oogh at Tarkan wurde zu einem Idol, wodurch er aber den Hass der Pterus auf sich zog. (PR 1345, PR 1348)

Nach Auseinandersetzungen mit den Pterus mussten die Kartanin gegen Ende des 51./Anfang des 50. Jahrtausends v. Chr. mit der NARGA SANT in die Lokale Gruppe fliehen, wo zu dieser Zeit der Krieg zwischen Lemurern und Bestien tobte. Hier ließen sie sich in Triangulum – von ihnen Ardustaar genannt – im Guunensystem nieder und entdeckten bei ihren Expeditionen in die benachbarte Galaxie Fornax die Wirkung des Parataus auf weibliche Kartanin. Oogh at Tarkan vereinbarte mit dem Weisen von Fornax, den infolge der aufgeschaukelten Psi-Konstante gefährlich gewordenen Paratau abzuernten. Bald darauf entstand erstmals die Idee, der Transfer Hangays nach Meekorah könne durch den Einsatz des Psichogons begünstigt werden. Die Theorie konnte jedoch nicht weiter verfolgt werden. Die Kartanin und die anderen Völker aus Tarkan entwickelten Anzeichen einer durch den Strangeness-Schock ausgelösten Verdummung. Auf eine vorübergehende Phase der Vergesslichkeit folgte eine Intelligenzsteigerung, die schließlich in einen unaufhaltsamen Verlust aller Erinnerungen mündete. Oogh at Tarkan hatte als Gegenmaßnahme die später als Roboter von Ctl bekannte Roboterdynastie gegründet, welche die Kartanin zu gegebener Zeit über ihre Herkunft und Aufgabe aufklären sollte. Er ließ sich zusammen mit einem Dutzend seiner Getreuen, den Erleuchteten, auf dem Schiff in Tiefschlaf versetzen. In Abständen von zehn Jahren wurde immer abwechselnd einer der dreizehn geweckt, um die aktuelle Lage zu überprüfen. Die ersten zwanzig Jahre vergingen, eine Besserung war nicht in Aussicht. (PR 1349)

Anmerkung: Wann genau der Flug der NARGA SANT nach Ardustaar stattfand, lässt sich nicht mit Sicherheit bestimmen. Siehe dazu auch NARGA SANT: Flucht nach Ardustaar.

Bei einem Überfall durch Tefroder unter der Leitung von Flottenadmiral Nermo Dehlim wurden die zwölf Erleuchteten getötet. Oogh at Tarkan konnte die Eindringlinge zwar besiegen; nun auf sich alleine gestellt, programmierte er allerdings die Weckautomatik um: Er wollte erst wieder geweckt werden, wenn sich die mit der NARGA SANT aus Tarkan eingewanderten Völker von der Devolution durch den Strangeness-Schock erholt hätten. (PR 1349)

Wiederaufbau

Der erste Anlauf der Kartanin, den Weltraum neu zu erobern und sich in der Galaxie auszubreiten, führte zwangsläufig zu einer Konfrontation mit den Robotern von Ctl. Diese hatten ihre ursprüngliche Programmierung in das Gegenteil verkehrt: Statt ihre Schöpfer zu unterstützen, griffen die Roboter sie an und unterwarfen sie. Zeitgleich widerfuhr den Maakar dasselbe Schicksal. Beide Völker fielen für Jahrtausende in die Primitivität zurück. (PR 1338)

Die bekannte Geschichtsschreibung der Ardustaar-Kartanin setzte in der Zeit um 3000 wieder ein, als auf Kartan die Technologie der Transitionstriebwerke entwickelt wurde, welche die Grundlage für die beginnende kartanische Raumfahrt bildete. Im Verlauf der nächsten 500 Jahre errichteten die Kartanin in M 33 ein großes Imperium, was unter anderem zu dem ersten heftigen Krieg mit den in der Northside beheimateten Maakar führte. (PR 1312)

Infolge der Weltraumbeben des Jahres 3587 materialisierten große Mengen von Paratau im System der Sonne N'jala und die Kartanin entdeckten (zum zweiten Mal), dass die latenten Parakräfte von Frauen durch diesen Stoff, von ihnen Tränen N'jalas genannt, enorm gesteigert werden konnten. Binnen ungefähr zehn Jahren bildete sich die bis dahin patriarchalisch orientierte Gesellschaftsform in ein von den Esperinnen dominiertes Matriarchat um. Eine Gruppe weiblicher Kartanin fand die Roboter von Ctl und die NARGA SANT. Aus ihnen entstanden die Wissenden Frauen oder Voica, die über die Geschichte der Kartanin zumindest seit deren Ansiedlung im Reich der Zwölf Galaxien informiert waren und ihren Sitz in der NARGA SANT hatten. Sie übermittelten auf telepathischem Wege Anweisungen an die Hohen Frauen, die offizielle Regierungsspitze der Kartanin, während die Voica als Stimme von Ardustaar zwar die höchste Instanz bildeten, jedoch stets im Hintergrund blieben. (PR 1338)

Die Fähigkeiten der Esper brachten die Entscheidung in zwei weiteren Giftatmerkriegen gegen die Maakar. Nach dem Sieg im dritten Giftatmerkrieg, der 404 NGZ begann, stellten die Kartanin die Paratau-Transporte zwischen Fornax und Ardustaar für einige Zeit ein. (PR 1312)

Das Projekt Lao-Sinh

Ohne die wahren Hintergründe zu kennen, nur durch ein unbestimmtes Verlangen angetrieben, initiierten die Wissenden das Projekt Lao-Sinh. Etwa um 410 NGZ sandten die Hohen Frauen das erste mehrstufige Fernraumschiff über die rund 40 Millionen Lichtjahre in die Mächtigkeitsballung Estartu. Das Schiff strandete auf Aquamarin und war damit verschollen. (PR 1313, PR 1345)

Etwa zeitgleich mit dem Auftauchen von Sotho Tal Ker in der Milchstraße interessierten sich die Kartanin wieder für Fornax und den Paratau. Im Jahre 429 NGZ erfolgte das erste Zusammentreffen von Kartanin und Galaktikern in Fornax. Nach anfänglichen Streitigkeiten über die Nutzung des Parataus wurde ein Vertrag geschlossen, der beiden Parteien die gleichen Rechte zur Aberntung zusicherte. (PR 1312)

Etwa um das Jahr 430 NGZ lief das Projekt Lao-Sinh in großem Maßstab an. Erst zu diesem Zeitpunkt verlegten die Großen Familien ihren Stammsitz nach Kartan. Fünf Fernschiffe starteten nach Estartu. Mit einem gigantischen Aufwand transportierten sie Kolonisten und tausende Tonnen Paratau nach Absantha-Gom und besiedelten unter Leitung der Protektorin Sho-Do-H'ay die vier in der Nordseite liegenden Planeten Hubei, Bansej, Shallej und Kumai des Tarkaniums. (PR 1313, PR 1314, PR 1326, PR 1342 – Computer)

Unter dem Diktat des aufwendigen Projekts änderten die Kartanin ihre außenpolitische Linie und verhielten sich den Maakar gegenüber ebenso duldsam wie sie auch die illegalen Spionagemachenschaften der Pinwheel Information Group (PIG) hinnahmen. Sie traten sogar freiwillig Kolonien und ganze Raumgebiete an die Maakar ab. (PR 1312)

Infolge der Entführung von Dao-Lin-H'ay durch die PIG am 30. Juni 446 NGZ offenbarten die Kartanin, dass ihnen die Stützpunkte der PIG längst bekannt waren. Alle Planeten und Stationen wurden von Blockadeflotten eingekesselt. Somit war Nikki Frickels Organisation schachmatt gesetzt. (PR 1337)

Ende September 445 NGZ materialisierte ein zweites Gigantraumschiff der Hangay-Kartanin im Standarduniversum, nur wenige Lichtsekunden von DORIFER-Tor entfernt: die aus Tarkan kommende NARGA PUUR, von Perry Rhodan anfänglich KLOTZ genannt. (PR 1300, PR 1316 – Computer, PR 1344)

Am 31. Januar 447 NGZ führte eine Verkettung unglücklicher Umstände zu einer Psi-Katastrophe in Absantha-Gom. Die Menetekelnden Ephemeriden, die das Tarkanium nahezu vollständig abriegelten, traten in Reaktion mit dem in allen vier Systemen gelagerten Paratau. Die schlagartige Deflagration der gesamten Vorräte zeitigte verheerende Folgen für die Kartanin. Wie sich später herausstellte, wurde durch diese Entladung geballter psionischer Energie der Transfer des ersten Viertels der Galaxie Hangay aus Tarkan in das Standarduniversum ermöglicht. (PR 1349)

Gucky und die Kartanin Dao-Lin-H'ay klärten die Kartanin über ihre Geschichte und Bestimmung auf, nachdem die Wissenden Frauen dem Wahnsinn anheimgefallen waren und sich mit einem Beiboot der NARGA SANT in die Sonne Ctl gestürzt hatten. Zusammen mit der Galaxie Hangay kamen die dort noch immer lebenden, noch immer patriarchalisch organisierten Ur-Kartanin in der Lokalen Gruppe an. Nach der Normalisierung der universellen Psi-Konstante im Einwirkungsbereich DORIFERS verlor der Paratau seine Wirkung als Psichogon, somit brach die gesamte auf Psi-Kräfte gestützte Zivilisation der Ardustaar-Kartanin zusammen.

Kleine Sternenreiche

1143 NGZ hatten sich die Hangay-Kartanin in untereinander zerstrittene kleine Sternenreiche aufgesplittert. Die Ardustaar-Kartanin hatten es geschafft, ein verkleinertes, aber stabiles Reich zu erhalten. Kriegerische Konflikte zwischen Hangay- und Ardustaar-Kartanin waren an der Tagesordnung.

Um 1330 NGZ waren die Hangay-Kartanin immer noch in viele Reiche zersplittert. Einigungsversuche scheiterten, da eine galaktische Konferenz führender Staatsmänner von Unbekannten, wahrscheinlich Assassinen des Chaos, in ein Blutbad verwandelt wurde. Seitdem lebten viele Führer unter strengen Sicherheitsmaßnahmen. Das Misstrauen untereinander war hoch, und viele Reiche standen am Rande eines Kriegsausbruchs. Die Kartanin waren Mitglied der Noquaa-Kansahariyya.

Das Vibra-Psi

Vermutlich setzte um 1342 NGZ zusammen mit dem Grenzwall das Vibra-Psi ein. (PR 2416)

Anmerkung: Das Vibra-Psi muss bereits bedeutend früher eingesetzt haben, denn 1347 NGZ gab es erwachsene Kartanin, die unter dem Einfluss des Vibra-Psi geboren wurden. Dies widerspricht aber der Aussage, dass GLOIN TRAITOR selbst 1347 NGZ noch immer nicht fertig gestellt war und somit auch nicht mit voller Kapazität arbeiten konnte.

Im Jahre 1347 NGZ gab es unter den Kartanin bereits eine kleine Minderheit, die vom Vibra-Psi geprägt wurde. Dabei war es nicht von Bedeutung, ob die Eltern normal oder ebenfalls mutiert waren. In jeder neuen Generation wurden weniger normale Kinder geboren. Diese neuen Kartanin besaßen verschiedene der bekannten Paragaben, manchmal mehr als eine: Telepathie, Telekinese, Teleportation. Außerdem konnten alle diese neuen Kartanin durch eine Negasphäre navigieren und in einem Mentalblock ihre Anwesenheit telepathisch verschleiern. Allerdings war ihr Leben mit großen Gefahren verbunden: Manche starben einfach plötzlich aus unerfindlichen Gründen. Manche wurden von chaotischen Pararealitäten verschluckt und schafften es nicht zurückzukehren. (PR 2484) Diese neuen Kartanin waren offensichtlich Emanationen.

Diese neuen Kartanin wurden misstrauisch beäugt, da sie »Kinder des Chaos« waren. Da sie aber immer wieder ihre Treue betonten und die Noquaa-Kansahariyya (NK) keine große Wahl hatte, wurden sie in ihrem Bemühen unterstützt, ihre Fähigkeiten zu trainieren. Mit ihren Fähigkeiten ermöglichten sie der NK den Bau einiger Basen entlang der Kernregion Hangays. Sie wurden zu Vibra-Staffeln zusammengefasst. Eine solche Vibra-Staffel begleitete Dao-Lin-H'ay bei ihrer Expedition zu Kontaktwald 126, aber ihre mentalen Kräfte reichten nicht aus, als sie gegen die String-Legaten KOLTOROCS bestehen mussten, und sie schafften nur durch Glück eine heile Rückkehr. (PR 2484)

Die Kartanin bildeten das Gros der Ultima-Flotte, die den Kernwall Hangays Ende Oktober 1347 NGZ durchdrang und sich wenig später mit den Einheiten der Galaktiker vereinigte. Zahlreiche der in den Raumschiffen der Ultima-Flotte eingesetzten Kartanin der Vibra-Staffel wurden als Piloten auf die OREON-Kapseln der Friedensfahrer verlegt. (PR 2489, PR 2490)

Quellen