Kerouten

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Die Kerouten waren um das Jahr 20.103.191 v. Chr. die Bewohner des Planeten Kerout, später bekannt als Terra.

PR2804.jpg
Ein Keroute wird von Raubkatzen
angegriffen

Heft: PR 2804
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild und Physiologie

Die Kerouten waren ein Volk intelligenter Chalicotherien, die sich auf vier Beinen fortbewegten. Die Hinterbeine waren kürzer als die Vorderbeine und wurden von den Kerouten daher auch als »Kurze« bezeichnet. Die Hände und Füße waren mit jeweils vier Krallen bewehrt. Die Krallen der Hände ermöglichten die Handhabung von Werkzeugen und möglicherweise auch Schreibgeräten. Die Körper waren mit Fell bedeckt. Perry Rhodan vermutete, dass sie es in puncto Körperkraft mit Epsalern oder Ertrusern aufnehmen konnten. Die Kerouten ernährten sich augenscheinlich von Früchten und anderer pflanzlicher Nahrung. Junge Kerouten waren in der Lage, auf Bäume zu klettern. Im vollen Lauf erreichten die Kerouten eine Geschwindigkeit von etwa 50 km/h, möglicherweise auch mehr. (PR 2804)

Paragabe

Einige Kerouten besaßen eine Parafähigkeit, die allerdings nur latent vorhanden war und geweckt werden musste. Diese Fähigkeit ermöglichte es ihnen, die Flottenbewegungen der Tiuphoren vorherzusagen. Kerouten mit dieser Begabung dienten dem Kodex als Hüter der Zeiten. (PR 2804)


Bekannte Kerouten

Gesellschaft

Regierung

Die Kerouten werden vermutlich von einem Rat regiert. Unbekannt ist, ob es einen einzigen Rat für alle Kerouten oder mehrere gibt. (PR 2804)

Wirtschaft

Die Kerouten waren anscheinend ein landwirtschaftlich ausgerichtetes Volk, sie bewirtschafteten Felder und weideten Herden von Chalicotherien aus einer kleinwüchsigeren Gattung. Diese wurden Couphen genannt und gaben Milch. Die Kerouten besaßen pedalgetriebene Karren sowie Motorseglerähnliche Fluggeräte, deren Propeller über Schwungräder ebenfalls mit Muskelkraft angetrieben wurden. Ein solches Fluggerät trug die Bezeichnung Propotramp. (PR 2804)

Religion

Viele Kerouten verehrten Sonne und Mond, die sie als Firmamentmutter beziehungsweise Firmamentvater – oder zusammengefasst als Firmamenteltern – bezeichneten. (PR 2804) Diese sahen aus wie Kerouten mit völlig weißem Fell. Das der Mutter bestand aus Sonnen- und das des Vaters aus Mondglanz. Die Stimmung der Firmamenteltern war abhängig vom Verhalten der Kerouten. Sie führten sich um so wohler, je mehr Kerouten in Frieden zusammenlebten und die Natur in Einklang mit sich selbst war. Auch waren die Firmamenteltern humorvolle Wesen, was sie durch die Erschaffung körperlich bizarr aussehender Lebewesen zum Ausdruck brachten. Dabei galt das Prinzip: Je außergewöhnlicher ein Geschöpf aussah, desto größer war ihre Zuneigung zu diesem. (PR 2817)

Nicht alle Kerouten waren gläubig. Als Ausgleich für die weniger gläubigen Mitglieder der Gesellschaft, verehrten die anderen Kerouten die Firmamenteltern umso intensiver, um deren fehlenden Glauben zu ersetzen. (PR 2817)

Technik

Im Jahr 20.103.191 v. Chr. verfügten die Kerouten über präastronautische Technik, Fahrzeuge und Fluggeräte wurden mit Muskelkraft angetrieben. Um sich über längere Strecken zu verständigen oder zu rufen, bliesen sie in ein Horn, das sie Tutt nannten. Dieses Horn verwendeten sie auch, um den Tieren, die sie hüteten, Signale zu geben. Sie betrieben anscheinend keine eigene Raumfahrt. (PR 2804) Funktechnik war den Kerouten unbekannt. (PR 2805)

Geschichte

Im Jahre 20.103.191 v. Chr. lebten etwa 50 Millionen Kerouten auf Kerout. (PR 2805) Im selben Jahr traf eine von Perry Rhodan geleitete Einsatzgruppe während einer unfreiwilligen Zeitreise erstmals auf die Kerouten und beobachtete diese zunächst, ohne sich zu erkennen zu geben. Rhodan und seine Begleiter fanden schließlich heraus, dass die Kerouten in zumindest einer ihrer Städte mit den Ur-Laren zusammenlebten. Diese hatten zu diesem Zeitpunkt bereits einige Kerouten zum Planeten Zeedun gebracht und dort zu Hütern der Zeiten ausgebildet. Die Laren warnten die Kerouten vor der von den Tiuphoren ausgehenden Gefahr. Sie strebten eine Evakuierung des gesamten keroutischen Volkes nach Sheheena an. Nicht alle Kerouten standen diesem Vorhaben aufgeschlossen gegenüber. Kurz nach Rhodans Ankunft wurde die Stadt von Tiuphoren angegriffen. (PR 2804)

Nach dem Angriff des tiuphorischen Kommandos beschleunigten die Laren die Evakuierung der Kerouten nach Sheheena. Sie wurden an Bord der Sternenmissionen TAAROS BOTE 55 und 119 gebracht, die jeweils 100.000 Kerouten transportieren konnten. (PR 2805)

Auch während des Angriffs durch zehn Sterngewerke auf das Mitraiasystem wurde die Evakuierung fortgesetzt. Allerdings überzogen nach dem Rückzug der rayonischen Flotte nach Sheheena mordende Banden der Tiuphoren den Planeten und töteten viele Kerouten. (PR 2816)

Kurz vor der Versetzung Sheheenas bevölkerten mehrere Hunderttausend Kerouten die Kavernen des Planeten. Dort war von der larischen Geoarchitektin Brea-Sil und ihren Mitarbeitern ein riesiges künstliches Habitat erschaffen worden. Dieses sollte das Überleben des Keroutischen Volkes nach dem Verlust der heimatlichen Sonne sichern. (PR 2817)

Allerdings waren die Kerouten an das Leben in ewiger Dunkelheit nicht gewöhnt. Sie entwickelten Phobien, zweifelten und bekamen Angst. Manche kamen mit den Lebensumständen nicht zurecht, zumal die Kerouten immer noch von der Furcht vor den Tiuphoren gequält wurden. (Dunkelwelten 1)

Sie gruben sich tiefer in den Untergrund Sheheenas. In den großen Höhlen wurden Kunstsonnen installiert, die das Gefühl von Tag und Nacht geben sollten. Viele Kerouten vegetierten vor sich hin. Einige bauten die unterirdischen Bereiche aus und sorgten für annehmbare Lebensbedingungen. Die nächste Generation lernte frühzeitig, mit der ewigen Dunkelheit und der Existenz in den Höhlen zurechtzukommen. (Dunkelwelten 1)

Der uralte Keroute Manoulsi riet dazu, die Überlebenschancen zu erhöhen. Er schlug vor, Kolonien zu gründen. Diese Vision wurde wohlwollend aufgenommen. Es wurden andere Dunkelwelten als mögliche Ziele ausgewählt. Robotische Erkundungsschiffe wurden unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen ausgeschickt, um die Lage vor Ort zu klären. (Dunkelwelten 1)

Mehrere Jahren vergingen, bis die ersten Aussiedler starten konnten. Um die Moral der Aussiedler hoch zu halten, schlug Manoulsi vor, er solle sie begleiten. Er selbst wurde nur noch durch Maschinen am Leben gehalten. Die Kerouten entwickelten eine Methode, seine gesamten Gedächtnisinhalte auszulesen und in ein holographisches Ich zu übertragen. Ebenso wurden seine Denkweise, sein Verhalten, der Charakter und sein Lebenscredo übertragen. (Dunkelwelten 1)

Eines dieser Aussiedlerschiffe landete auf einen unbewohnten Dunkelplaneten, den die Kerouten auf den Namen Jolany tauften, den Namen der Obersten Hüterin von Sheheena. Aus Jolany wurde in den nächsten Generationen Jolyona. (Dunkelwelten 1)

Die Auswanderer bohrten ein ausreichend großes Loch in die planetare Hülle und ließen das Raumschiff darin verschwinden. Nur der oberste Punkt des walzenförmigen Raumers berührte die Oberfläche. Dieser Punkt wurde von den Kerouten als spiritueller Sammelpunkt genutzt. Der Großteil des gesellschaftlichen Lebens entwickelte sich in den Tiefen des Schiffes. Der umliegende Raum wurde weiter ausgehöhlt und es wurden bewohnbare Gebiete geschaffen. So wurde sehr schnell eine kleine Siedlerstadt stabilisiert. (Dunkelwelten 1)

Bei den Grabungen stießen die Kerouten auf das Enzym Xoj, eine Art Wachstumsanreger. Mit Hilfe dieses Enzyms konnten die Siedler mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an benötigten Materialien produzieren. Dieser Effekt wurde als Schwarze Saat bezeichnet. So konnte die Siedlung gewaltig ausgebaut werden. Andere Stadtstaaten wurden gegründet, auch einige, die keinen Zugriff auf das Xoj hatten. (Dunkelwelten 1)

Der Konkurrenzkampf unter den einzelnen Stadtstaaten eskalierte. Aus nüchternen Geschäftsbeziehungen wurde im Laufe der Jahre ein Kampf um die wirtschaftliche Vorherrschaft, und aus dem Handelskrieg ein mit Waffen geführter Konflikt. Dies führte zum Untergang der kolonialen Städte. Fast alle keroutischen Kolonisten starben bei diesem Krieg. Die Überlebenden degenerierten zu stumpfsinnigen Geschöpfen. (Dunkelwelten 1)

Übrig blieb nur das holographische Programm Manoulsi. (Dunkelwelten 1)

Quellen