Toleranzrevolution

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17px-Qsicon exzellent.png Dieser Artikel wurde Ende Oktober 2007 in die Liste der Exzellenten Artikel aufgenommen.


Die Toleranzrevolution war eine Umsturzbewegung im Jahre 3434, die den Sturz von Imperator Shalmon Kirte Dabrifa, dem Diktator des Imperiums Dabrifa zum Ziel hatte.

Allgemeines

Leiter der Toleranzrevolution war Professor Omarin Ligzuta. Er war Vorsitzender eines Ausschusses von Revolutionären aus der Oberschicht Nosmos, des so genannten Toleranzrats. Der Vorläufer des Toleranzrats war die Widerstandsgruppe der Khonan-Tap, die im Februar 3433 zerschlagen wurde.

Anhänger und Sympathisanten

Geschichte

Ursachen und Vorbereitung

Der Grund für die Revolution war der Regierungsstil von Imperator Dabrifa, der autoritär und absolut über sein 600 Sonnensysteme umfassendes Imperium herrschte. Auch wenn Dabrifa sich scheinbar tolerant und großzügig gab, war er doch stets misstrauisch gegenüber seinen Untertanen und benutzte ein ausgefeiltes und hochgezüchtetes Netz von Geheimdiensten und Überwachungstechniken.

Da Dabrifa zu den Zellaktivatorträgern zählte, war zum Zeitpunkt der Revolution auch nicht damit zu rechnen, dass er in absehbarer Zeit stirbt und seine bereits über 500 Jahre währende Diktatur ein Ende findet.

Das Netz von Widerständlern um Omarin Ligzuta musste sehr ausgefallene Techniken verwenden, um im Untergrund eine schlagkräftige Allianz gegen Dabrifa zu schmieden. Botschaften wurden mit Hypnoschulung in die Unterbewusstseine der Überbringer verankert, so dass diese nur gegen ein spezielles Codewort darüber sprechen konnten. Diese und andere ausgefeilte Methoden führten dazu, dass der Geheimdienst in den regemäßigen Reports an Dabrifa das Widerstandspotenzial in der Bevölkerung eher gering einschätzte. Ein nicht kleiner Teil des Geheimdienstes sympathisierte sogar mit den Revolutionären. Dies äußerte sich auch in der Verhaltensweise von Agenten, die aus Gewissensgründen Tötungsbefehle verweigerten. So entschied sich beispielsweise der Agent Stan Orrmy im Jahre 3426 dafür, Homer G. Adams nicht zu ermorden, und musste daraufhin untertauchen.

Der Khonan-Tap fehlte es lange an Unterstützung seitens des Solaren Imperiums, welches ebenfalls die Diktatur Dabrifas verurteilte. Erst im Oktober 3430 fanden Lieferungen mit Waffen, Nahrungskonzentraten und weiterer Ausrüstung an die Khonan-Tap statt. Diese war zu jenem Zeitpunkt bereits mit modernster Technik ausgerüstet, die zusätzlichen Hilfslieferungen wurden aber dringend benötigt.

Im Februar 3433 wollte die Khonan-Tap das Zerwürfnis zwischen den Imperien der Koalition vertiefen. Dazu arbeitete sie mit der Salecong zusammen, der prodemokratischen Widerstandsorganisation der ZGU. Der gemeinsame Plan war es, einen Kriegsausbruch zwischen den drei großen Imperien zu verursachen und während der Kriegswirren die Herrscher der Sternenreiche zu entmachten. Zuvor jedoch wurde Omarin Ligzuta verhaftet, gemeinsam mit zahlreichen anderen führenden Köpfen der Khonan-Tap: Flottenoffizieren, Ministern und Verwaltungsbeamten. Dabrifa wusste von der Zusammenarbeit mit der Salecong und wollte durch die Lieferung falscher Informationen an die Salecong ebenfalls den Kriegsausbruch beschleunigen, wobei aber seine eigene Position durch die Beseitigung der Khonan-Tap enorm gestärkt würde. Aufgrund der durch NATHAN geschätzten Verluste - zehn Milliarden Menschen, 500 verwüstete Planeten - wurden diese Pläne durch einen Geheimauftrag Joaquin Manuel Cascals unterbunden. Dabei wurden die meisten Mitarbeiter der Salecong von Rudyn gerettet und auch die Regierung der ZGU vor der Gefahr des Krieges gewarnt.

Anmerkung: Ein Jahr nach seiner Verhaftung war Ligzuta laut PR 449 wieder in sein vormaliges Doppelleben zurückgekehrt, wobei die Anmerkung gemacht wird, ihm sei nie etwas nachzuweisen gewesen. Warum genau Dabrifa Ligzuta nach diesen Vorkommnissen wieder auf freien Fuß setzte, bleibt allerdings unklar.

Die Toleranzrevolution fußte eindeutig auf deutlich breiterer Basis als die Khonan-Tap, die unter Umständen nur eine Teilorganisation der Revolutionäre war. So existierte schon lange vor der Toleranzrevolution der Stützpunkt auf dem Planeten Holokrit, dessen galaktische Position nur den Revolutionären bekannt war. Auch diverse, teils spektakuläre Widerstands-Aktionen gegen Dabrifa wären ohne eine sehr ausgefeilte Infrastruktur undenkbar gewesen. So konnte zum Beispiel das Nordpolargefängnis Borneod befreit werden, indem ein Transmitter abgeworfen wurde, durch den revolutionstreue Kampfroboter gegen die Gefängniswachen marschierten, während gleichzeitig die Gefangenen Gelegenheit zur Flucht erhielten. Die befreiten Gefangenen wurden größtenteils von den Widerstandskämpfern rekrutiert, da die aktiven Kämpfer nach dem Schlag gegen die Khonan-Tap Verstärkung benötigten. Dabei schreckten die Verantwortlichen auch nicht davor zurück, Schwerstverbrecher zu ihren Agenten zu machen.

(PR 400, PR 418, PR-TB 376)

Feldzug gegen das Solsystem

Imperator Dabrifa zog im Juli 3434 seine Flotte zusammen und vereinigte sie mit den Flotten der Zentralgalaktischen Union, vorgeblich, um das größte Flottenmanöver in der Geschichte der beiden Sternenreiche durchzuführen. Bereits zuvor hatte er mit seinen Raumschiffen immer wieder den Raum im Solsystem durch Aufklärungsschiffe überwachen lassen.

Mithilfe einer neu entwickelten Waffe der Galaktischen Wissenschaftler, dem »Zeitfeld-Destroyer«, wollte Dabrifa das durch ein Antitemporales Gezeitenfeld geschützte System in die Gegenwart zurückzwingen und angreifen. Dazu hatte er die Unterstützung der Kalfaktoren der ZGU erzwungen, die ihm 20.000 Raumschiffe zur Verfügung stellten. Dabrifa selbst bot 35.000 Schiffe auf und reiste auf seinem Flaggschiff DOMALO mit ins Kampfgebiet. Der Carsualsche Bund hielt sich aus dem Konflikt wohlweislich heraus.

Dabrifa wusste nicht, dass der takerische Sonnensatellit die Sonne Sol bereits seit längerem destabilisiert hatte und sie in eine baldige Nova verwandeln würde. Dank der Unterstützung des Cappins Ovaron konnte eine Bombe in den Satelliten geschleust werden, die Ovaron jederzeit zünden kann. Die Zerstörung des Satelliten bedeutete auch den Rücksturz des Solsystems in die Gegenwart, da der Hauptgezeitenwandler auf Merkur den Belastungen der darauf folgenden Sonneneruptionen nicht standhalten würde.

Im Rahmen des Plans LAURIN II standen dem Solsystem ein systemumspannender Paratronschirm und 40.000 Einheiten zum Schutz bereit, die sofort nach Zusammenbrechen des ATG-Feldes aktiv werden konnten. Somit entfiel das Überraschungsmoment, das Dabrifa geplant hatte.

(PR 449)

Revolution auf Nosmo

Die Abwesenheit des Imperators lieferte die perfekte Gelegenheit für die gut vorbereiteten Revolutionäre um Omarin Ligzuta, um loszuschlagen. Der Imperator konnte nicht mehr auf die Steueranlagen und Nachrichtenkanäle des Sonnenpalastes zugreifen, in dem er sich während einer Revolution ansonsten wunderbar hätte verschanzen können. Statt Dabrifa war nun General Rogalla der Chef der Verteidigungszentrale Dabrifas.

In einer überall gleichzeitig anlaufenden Aktion auf fast allen Welten des Imperiums wurden die Rebellen aktiv. Mit Unterstützung regulärer Truppen und übergelaufener Geheimdienstler wurde ein großangelegter Staatsstreich durchgeführt. Die ersten Nachrichten, die General Rogalla erhält, berichteten über die Stürmung mehrerer besonders brutaler Konzentrationslager auf Nosmo, in der Nähe der Hauptstadt Dabrifala. Neben Gefängnissen waren Kasernen und Nachrichtenstationen bevorzugte Ziele. Zuerst auf mehreren entlegenen Welten im Imperium übernahmen in kürzester Zeit provisorische Regierungen die Staatsgewalt, innerhalb von etwas über einer Stunde standen 150 der 600 Sonnensysteme des Imperiums unter Kontrolle des Toleranzrates.

Eine der Welten, die von den Revolutionären handstreichartig erobert werden konnte, war der wichtige Siedlungsplanet Berendiks, über den ein Drittel aller regierungstreuen Flottenbefehle liefen. Die Außenweltstaffel, ein Eliteverband des Imperiums, war zuvor größtenteils zur Toleranzrevolution übergelaufen und wurde dort, wie auch auf anderen Welten, strategisch geschickt positioniert. Auf Berendiks hätte die Revolution scheitern können, da der Verräter Vistavak Daten über die Revolutionsführung sowie die Position Holokrits an regierungstreue Verbände übergeben wollte. Der Einsatz Stan Orrmys konnte dies verhindern - zudem übernahm Orrmy persönlich die Funk- und Kommandozentrale Berendiks, und konnte diese nun im Sinne der Revolutionäre nutzen.

General Rogalla, der Omarin Ligzuta als Drahtzieher hinter der Revolte vermutete, nahm mit diesem Kontakt auf und bat um eine Stunde Bedenkzeit, bevor er sich der Revolution anschloss. Während er die Ereignisse durch die Nachrichtenkanäle beobachtete, nahm er Kontakt zu Imperator Dabrifa auf, um diesen über die Rebellion zu unterrichten. Dabrifa gebot ihm, die Revolution ohne Rücksicht auf Verluste niederzuschlagen, die Intelligenzschicht des Volks auszumerzen und keine Gefangenen zu machen außer dem Anführer der Rebellion. Die Einwände Rogallas, er habe nicht die gleichen Machtmittel zur Durchsetzung der Befehle wie der Imperator höchstselbst, wurden von Dabrifa mit Ärger registriert. Der mit Krieg beschäftigte Machtmensch äußerte eine unbedachte Bemerkung über den falschen Mann auf dem wichtigsten Posten des Reiches.

Das verstand Rogalla als Todesurteil. Selbst wenn er mit den ihm zur Verfügung stehenden Robottruppen die Revolution auf Nosmo blutig niedergeschlagen hätte, hätte er damit rechnen müssen, dass sein Zögern in der entscheidenden Situation als Feigheit betrachtet werden könnte und ihm keine wichtigen Posten mehr anvertrauen würden. Rogalla nahm erneut Kontakt zu Ligzuta auf, der ihm Schonung versprach, selbst wenn Rogalla doch noch loyal auf Seiten Dabrifas agieren sollte. Damit war die Entscheidung Rogallas gefallen. Ohne Widerstand ließ er Ligzuta und dessen Begleiter den Sonnenpalast besetzen. Zu diesem Zeitpunkt standen 200 Systeme des Imperiums unter Kontrolle der Toleranzrevolutionäre.

(PR-TB 376, PR 449)

Revolution in der Flottenführung

Die Flotte hatte unterdessen das aus der Zukunft gefallene Solsystem gefunden. Admiral Hoga Merontus, einer der Spitzenmänner der Revolution, befehligte die Flotte Dabrifas. Er gab sich den Anschein eines loyalen Unterstützers - als die Sonne Sol ungewöhnliche Aktivitäten zeigte, befürwortete er die Zurückhaltung Dabrifas, der zunächst abwarten wollte. Dabrifa erhielt unterdessen die Nachricht von der ausgebrochenen Revolution auf Nosmo.

In einem Anfall von Ratlosigkeit fragte der Imperator seinen Oberbefehlshaber Merontus, was er nun tun solle. Merontus gestand ihm, dass er nie einen Angriff auf die Erde befürwortet habe, aber dass seine Befürchtungen ohnehin ignoriert worden wären. Diese Antwort erschütterte Dabrifa, doch er erhielt keine Gelegenheit, sie zu überdenken. Ein systemumspannender Paratronschirm, das Ergebnis des Projekts LAURIN II, legte sich um das Solsystem.

Admiral Merontus verweigerte den Befehl, Punktfeuer auf den Paratronschirm abzufeuern, sondern erklärte Dabrifa für abgesetzt und festgenommen. Er hätte außerdem Weisung vom Toleranzrat, Dabrifa bei einer Weigerung zu erschießen. Dabrifa aktivierte daraufhin seinen persönlichen HÜ-Schirm und verbarrikadierte sich mit seiner Leibwache in der Funkzentrale des Schiffes.
Die Dabrifa unterstellte Flotte der ZGU hatte sich unterdessen etwas abgesetzt, und der kommandierende Admiral Rodrigez sprach mit Julian Tifflor auf Terra. Nach dieser Unterredung ließ Rodrigez seine Flotte in die ZGU zurückkehren, da er nun nicht nur die Stärke seiner Gegner kannte, sondern auch von dem Umsturz auf Nosmo erfahren hatte.

Hoga Merontus nahm nun, unter Umgehung der Funkzentrale seines Schiffes, Kontakt mit den restlichen Einheiten seiner Flotte auf, in denen ähnliche Kämpfe wie auf den Welten des Imperiums stattfanden. Die Flotte befand sich nach kurzer Zeit in Hand des Admirals, der nun Verbindung mit Perry Rhodan aufnahm. Rhodan forderte die lebendige Gefangennahme Dabrifas, während Merontus sich auf seinen Befehl berief, den Imperator hinzurichten. Dies sei ein Urteil des Toleranzrates, der Dabrifa in Abwesenheit zum Tode verurteilt habe.

Dabrifa verschanzte sich bis zuletzt in der Funkzentrale. Ein im Auftrag von Merontus umprogrammierter Roboter seiner Leibwache hatte jedoch die Order, Dabrifa in jenem Moment zu erschießen, in dem er besonders große Angst empfindet. Dieser Augenblick trat ein, als die von Rhodan gesandten Teleporter Gucky und Ras Tschubai in den Raum teleportierten und Dabrifa zu Tode erschreckten. Dabrifa starb sofort, Kopf und Unterleib wurden vollständig zerstört. Gucky barg noch den Zellaktivator des Diktators.

Mit dem Tod von Shalmon Kirte Dabrifa war das Ziel des Umsturzes erreicht. (PR 449)

Folgen der Revolution

Die Aussöhnung mit dem Solaren Imperium war das erklärte Ziel Ligzutas, sollte seine Revolution erfolgreich sein. Schon vor Dabrifas Tod trug Hoga Merontus, mit vorherigem Einverständnis des Toleranzrates, die Idee an Rhodan heran, eine Personalunion von Solarem Imperium und der Revolutionsregierung zu bilden. Perry Rhodan selbst sollte die Regierungsgeschäfte übernehmen.

Das Imperium Dabrifa wurde schließlich in »Galaktische Föderation Normon« umbenannt. Angestrebt wurde ein Dominion, in dem die Föderation Normon sich selbst verwalten und in diesem Sinne ihre Autarkie wahren sollte. Bis zur abschließenden Einigung verwaltete der Toleranzrat, in dem hauptsächlich Wissenschaftler von Nosmo saßen, das ehemalige Imperium. Freundschaftliche Beziehungen zum Solaren Imperium wurden vorläufig geschlossen, bis am 1. Oktober 3434 Neuwahlen stattfanden. Die Galaktische Föderation Normon erhielt mit dem Entstehen des von ihr vorgeschlagenen Dominions das Recht, sich jederzeit aus der Union zu lösen, wenn diese Aktion mit freien Wahlen verknüpft würde.

Weitere Folgen des Staatstreiches waren die Annäherung des Solaren Imperiums zu den anderen dominierenden Machtblöcken der Menschheit, der Zentralgalaktischen Union und dem Carsualschen Bund. Diese weniger totalitär geführten Sternenreiche empfanden die Beseitigung der unkalkulierbaren Alleinherrschaft Dabrifas als durchaus positiv und distanzierten sich im Nachhinein von dessen Politik. (PR 449, PR 450)

Kritische Betrachtungen der Revolution

Rhodan selbst kritisierte die Revolutionäre, die seiner Meinung nach in mehreren Punkten über die Stränge schlugen. Besonders der nicht zimperliche Umgang mit Gegnern – die Hälfte von den unerschütterlich loyalen Anhängern Dabrifas stirbt während der Gefechte – fand die Kritik des solaren Großadministrators. Auch die Hinrichtung Dabrifas verurteilte er als Mord, selbst wenn dieser durch einen eiligen Schnellgerichtsspruch für schuldig befunden worden sein mochte. Rhodan äußerte ferner die Vermutung, hier solle in der Übergangszeit eine Militärregierung amtieren, die quasi in einem Aufwasch mit dem alten Regime abrechne.

So löblich das Ziel also auch gewesen sein mag, das kompromisslose Vorgehen der Revolutionäre ließ sich dadurch also nur zum Teil rechtfertigen. Zum Schutz der Rebellen ließ sich allenfalls vorbringen, dass das Regime Dabrifas ausgesprochen rigide war und nur durch entsprechend brachiale Maßnahmen gestürzt werden konnte.

Quellen