Kleenster

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Die Kleenster sind ein Volk vom Planeten Kleenst in der Galaxie Manam-Turu.

A773 1.JPG
Atlan 773
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Diese Wesen sind etwa einen Meter groß. Es handelt sich bei ihnen um Symbiosewesen, die sich aus den Skrunschen und den Kleenstern zusammensetzen. (Atlan 773)

Skrunsch

Der am oberen Ende verdickte grünliche Körper, der Skrunsch, ist zylindrisch geformt und weist eine gefurchte Oberfläche auf. Am unteren Ende sind zahlreiche kleine Füße zu erkennen. Die Längsrippen des Rumpfes sind mit insgesamt 50 Dornenbüscheln besetzt. Jeweils zehn dieser Dornen bilden ein Büschel. (Atlan 773)

Auf der Oberseite des oberen Rumpfendes befindet sich eine Wölbung, die in den Körper hineinreicht. Darin befindet sich ein flaches Gebilde in Sternform, der eigentliche Kleenster. (Atlan 773)

Kleenster

Vier dieser fünf flachen gleichschenkeligen Zacken, die davon ausgehen, dienen als Greifwerkzeuge, mit denen die Kleenster feinmechanische Arbeiten erledigen können. Am Ende des fünften Zackens ist ein augenförmiges Sehorgan angeordnet. (Atlan 773)

Kippt ein Kleenster um, so stellt ihn das vor große Probleme. Der Skrunsch ist nicht fähig, aus eigener Kraft wieder auf die Beine zu kommen. Eine Gruppe von Kleenstern ist notwendig, um den gestürzten Artgenossen auf die kleinen Wurzelbeine zu stellen. Allerdings kommt dieses Missgeschick nur sehr selten vor. (Atlan 774)

Das Gehirn eines Kleensters besitzt kleine und hochspezialisierte Zellen, die nicht nur untereinander in Verbindung stehen sondern auch Verbindungen zu anderen Körperteilen bis in den Zellverband der Skrunsche aufweisen. Man kann das eigentliche Gehirn als die Recheneinheit eines Computers bezeichnen und den Skrunsch als externen Massenspeicher für Daten. (Atlan 774)

Die Kleenster begeben sich im Normalfall bei Sonnenuntergang zur Ruhe. Das Fehlen von Licht und Wärme behagt ihnen nicht. (Atlan 774)

Die feinen Wurzelfüße vertragen salzhaltigen Boden nicht. Die Skrunsche werden davon vergiftet, wenn sie nicht durch eine Schutzkleidung vor dem direkten Kontakt geschützt werden. (Atlan 774)

Symbiose

Das einstige Zweckbündnis der beiden Lebensformen hat sich zu einer Zwangsgemeinschaft gewandelt. Selbst die Fortpflanzungssysteme sind miteinander verschmolzen. (Atlan 773)

Der Skrunsch muss für die Erhaltung der Art ausschließlich in der Nacht eine Blüte hervorbringen. Dabei darf niemand zugegen sein, da sich ansonsten die Blüte nicht entwickelt. Außerdem kann dann der Vorgang nie mehr wiederholt werden, was die Unfruchtbarkeit des Kleensters bedingt. Geht alles gut, dann tritt ein bestimmtes spezialisiertes Insekt auf den Plan, das den Blütenstaub zu einem anderen blühenden Skrunsch transportiert. Dieses Insekt wird von den Kleenstern durch eine Instinkt-Übertragung derart gesteuert, dass es sich auf den Weg zu dem Wunschpartner macht, der durch eine emotionale Synchronisierung am selben Tag eine Blüte ausbildet. (Atlan 773)

Diese Prozedur funktioniert jedoch nur, wenn sich beide Partner vollkommen einig sind und auf diese Weise auf Lebenszeit miteinander verbunden sind. Untreue ist bei den Kleenstern unbekannt. Der Partner wird Sproßbruder genannt. (Atlan 773)

Nach der Bestäubung bilden die beiden Skrunsche »Sproßnester« aus, kleine Ausgaben des Originals, denen jedoch der Kleenster fehlt. Zu dieser Zeit produzieren die Kleenster je ein Ei, das erneut während der Nacht von dem betreffenden Kleenster auf das Sproßnest des Partners übertragen wird. Einige Stunden später lösen sich die Sproßnester von den Skrunschen und existieren ab jetzt als junge, eigenständige Kleenster. (Atlan 773)

Kommunikation und Ernährung

Die Verständigung untereinander erfolgt zwar auch mittels akustischer Laute, jedoch basiert der Hauptteil der Kommunikation auf optischen Signalen, die durch die willentliche Veränderung der Pigmente auf der Körperoberfläche erzeugt werden. (Atlan 773)

Die Kleenster nehmen die für sie lebenswichtigen Substanzen direkt aus der Luft oder dem Boden auf. Ihr Bedarf an Wasser ist sehr gering. Führt man dem Körper mehr Wasser als nötig zu, dann geraten sie in eine Art Rauschzustand. (Atlan 773)

Komplexere Stoffe synthetisieren sie durch die körpereigene Biochemie. Das wird von ihnen als autotroph bezeichnet. (Atlan 773)

Charakterisierung

Diese Wesen gelten als rational und wissenschaftlich denkend. Eigentlich werden sie aber von starken Gefühlen geleitet, die sie jedoch versuchen, zu unterdrücken. (Atlan 773)

Der Vorgang der Nahrungsaufnahme gilt bei den Kleenstern als Tabuthema, das nur mit einem Sproßbruder oder einem Seelenwissenschaftler besprochen wird – und das auch nicht direkt und ohne Umschweife, sondern nur zögerlich und mit vielen Umschreibungen. (Atlan 773)

Ebenso wird nicht über die Vermehrung der Kleenster gesprochen. (Atlan 773)

Die Todesstrafe wird nur bei Delikten verhängt, die das nicht »Beschreibbare« betreffen. (Atlan 773)

Mentaler Kontakt

Den Kleenstern ist es möglich, durch Konzentration eine geistige Verbindung zueinander herzustellen. Dadurch können optische Informationen besser aufgenommen und verarbeitet werden. Auch dreidimensionales Sehen wird dadurch ermöglicht. In gewisser Weise kommt es auch zu einer geistigen Verbindung der beteiligten Kleenster. Sie können zwar nicht die Gedanken der Teilnehmer lesen, wohl aber intensive Empfindungen wie Hass, Liebe, Trauer und dergleichen. Diese Emotionen verteilen sich durch den Kontakt auf die ganze Gruppe und sind so für den einzelnen Kleenster leichter zu bewältigen. (Atlan 773)

Bauwerke

Die Häuser der Kleenster sind oben offen und ohne Stufen oder derartige Hindernisse erbaut. Zumindest ein Raum ist überdacht und als Zufluchtsort vorgesehen, sollte es regnen, was auf Kleenst nur alle paar Jahre vorkommt. Reichere Kleenster haben ihre Häuser mit Glasdächern versehen. Ebenso sind alle wichtigen Industrieanlagen überdacht. (Atlan 774)

Bekannte Kleenster


Geschichte

Schon hundert Jahre vor den Purlugern war den Kleenstern aufgefallen, dass ein Komet nach der Umrundung der Sonne Jheisch seine Flugbahn deutlich verändert hatte. Die Wissenschaftler hatten errechnet, dass nur ein Planet für die Abweichung verantwortlich sein konnte. Nach der Entwicklung der Raumfahrt sendeten die Kleenster von ihrem Mond aus ein Funksignal mit einer Botschaft zur Position dieses unbekannten Planeten. (Atlan 773)

Das Signal wurde von der Haganthur aufgefangen und ausgewertet. Eine schematische Darstellung des Jheisch-Systems, die Schemazeichnung eines Wasserstoffatoms sowie das Bild eines Kleensters waren neben vielen weiteren Informationen zu entdecken. (Atlan 773)

Anderdess bereitete eine gleichwertige Botschaft vor, die er ohne Wissen und Zustimmung seiner Gefährten abschickte. (Atlan 773)

Indessen machte man sich auch auf Kleenst Gedanken über den Ablauf einer Kontaktaufnahme. Aus der von Anderdess abgesendeten Nachricht extrahierten die Kleenster neben allerlei anderen Informationen auch das Bild eines Purlugers. Den sensiblen Wesen von Kleenst bereitete der Anblick Unbehagen und sogar Abscheu. Das traf besonders auf die Nahrungsaufnahme und die Fortpflanzung zu. (Atlan 773)

Bliptoe und die übrigen Besatzungsmitglieder der Proll wurden dazu ausersehen, den ersten direkten Kontakt zu den Purlugern herzustellen. Im Verlauf der Vorbereitungen wurden die Kleenster darin geschult, in mentalen Kontakt zueinander zu treten und die beim Aufeinandertreffen mit den Wesen vom Nachbarplaneten auftretenden Emotionen auf mehrere Kleenster zu verteilen und so ein seelisches Trauma größtenteils zu verhindern. (Atlan 773)

Von den beiden Völkern des Jheisch-Systems waren inzwischen zwei große Kommunikationssatelliten im All stationiert worden, die eine ständige Kommunikation ermöglichten. Die Vorbereitungen für ein direktes Treffen von Vertretern beider Völker waren über diese Schiene getroffen worden. Je ein Raumschiff wurde von Purlug und von Kleenst gestartet. Sie bewegten sich auf der  Wikipedia-logo.pngUmlaufbahn der beiden Planeten aufeinander zu, wo sie sich auf halber Strecke treffen und den ersten Kontakt herstellen würden. Danach konnte entschieden werden, ob die Schiffe ihren Flug fortsetzen oder umkehren sollten. (Atlan 773)

Die Proll, das Schiff der Kleenster, hatte ein Gerät an Bord, das eine Kommunikation zwischen den Purlugern und den Kleenstern ermöglichen sollte. Dieser Übersetzer wandelte den Farbkode der Kleenster in die Gebärdensprache der Purluger um. (Atlan 773)

Als sich die beiden Raumschiffe so weit genähert hatten, dass eine einwandfreie Funkverbindung möglich wurde, nahm Bliptoe an Bord der Proll die schwierige Aufgabe auf sich, mit den Purlugern in Kontakt zu treten. Zur großen Überraschung des Kleensters gab der Purluger einen Laut von sich. Bliptoe war erfreut darüber, dass eine Kommunikation auf akustischer Ebene möglich war. Nach stundenlangen Bemühungen konnte der Übersetzer seine Arbeit aufnehmen und das Gespräch zwischen den beiden Vertretern dieser so unterschiedlichen Völker erleichtern. (Atlan 773)

Die beiden Raumschiffe näherten sich unterdessen immer mehr. Alles wurde von einer Außenbordkamera aufgenommen, die ihre Bilder nach Kleenst übertrug, wo der Geeinte Weisenrat das Manöver auf den Bildschirmen verfolgte. (Atlan 773)

Als die Proll die purlugische Hellenpar erreicht hatte, dockten die beiden Schiffe aneinander an. Bevor es in der zwischen den Schiffen aufgebauten Kopplungsschleuse zu der direkten Begegnung kam, wurden Grußbotschaften an den Großen Kluut beziehungsweise an die Vehemenz ausgetauscht. Bliptoe und Ulrades nahmen den direkten Kontakt vor. Bliptoe empfand große Sympathie für Ulrades. Der Kleenster verfiel in eine gewisse sexuelle Erregung. Es kam zum so genannten Gesandtenmord, in dessen Verlauf Ulrades getötet wurde. Um das Verhältnis nicht zu trüben, wurde von einem peinlichen Missverständnis gesprochen und der Vorfall vertuscht. (Atlan 773)

Im Jahre 3820 bereiteten sich Purluger und Kleenster darauf vor, aus unbekannten Gründen einen Krieg zu beginnen. Kara-Kara und Okendess versuchten, in der Vergangenheit der beiden Völker einen möglichen Grund für die bewaffnete Eskalation zu finden. Da dies nicht der Fall war, war sich Okendess sicher, dass der Konflikt von außerhalb des Jheisch-Systems geschürt wurde. (Atlan 773)

Auf Kleenst traten die Diener des Retters von Kleenst in Erscheinung. Mit psionischen Körperpfeilen wurden die Kleenster gefügig gemacht. Der Retter hatte das Terrain für eine Übernahme des Jheisch-Systems vortrefflich vorbereitet. (Atlan 774)

Die Kleenster hatten eine Flotte von 70 modernen Raumschiffen gestartet, die die Raumhäfen auf Purlug angreifen und die dort stationierten Einheiten der Purluger zerstören sollte. Um den Großen Kluut zur Kapitulation zu bewegen, drohten die Kleenster mit dem Absetzen von radioaktivem Staub. (Atlan 774)

Nach der Einnahme der Raumstation Yahamk-Gatt und der Übernahme der gesamten dort stationierten Flotte der Purluger griffen die Kleenster den Planeten Purlug an. Die Abwehr konnte ausgeschaltet werden und ein Ultimatum wurde gestellt. Nach Stunden heftiger Gegenwehr kapitulierte der Große Kluut. Die Purluger wurden den Kleenstern als Diener bei dem ungeheuren technischen Aufschwung beigestellt. Das Jheisch-System wurde zu einem neuen Stützpunkt EVOLOS. Yattrup blieb im System um eventuell auftretenden Widerstand niederzuschlagen. (Atlan 774)

Quellen

Atlan 773, Atlan 774