Klon-Bürger

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Als Klon-Bürger bezeichneten sich die durch Kloning aus Körperzellen von Terranern beziehungsweise Terranerabkömmlingen erzeugten umweltangepassten Klone, die auf Refuge im Ubigeir-System lebten. Ihre Existenz wurde durch ein Zeitparadoxon ungeschehen gemacht.

Erscheinungsbild

Klon-Bürger glichen Terranern bis aufs Haar, wenn man davon absah, dass ihre Körper an die erhöhte Gravitation Refuges (2,341 Gravos) angepasst waren.

Charakterisierung

Nach einem verheerenden Krieg wurden die Klone friedfertig und achteten einander. Es bedurfte nur weniger Sicherheitskräfte, da es kaum mehr zu Feindschaften und Gewaltakten kam.

Ihre Gesellschaft war matriarchalisch ausgerichtet, da die Anzahl der männlichen Klone jene der weiblichen um das Zehnfache überstieg. So gründeten die Frauen »Familien«, in denen sie mehrere Ehemänner gleichzeitig hatten. Die Männer hatten untereinander ein sehr gutes und nicht rivalisierendes Verhältnis. Aufgrund der dominanten Stellung der Frauen galten die Männer als das schwache Geschlecht.

Sie ernähren sich meist von Meereslebenwesen. Alkoholischen Getränken sind sie keinesfalls abgeneigt, trinken es aber in Maßen. Die beliebtesten Alkoholika heißen Gamlath und Sugri.

Da der Tod für die Klone nur eine kurzfristige Unterbrechung ihres Daseins bedeutete, hatten sie auch keine Furcht vor dem Tode. Nach ihrer Neuerschaffung kehrten sie wieder in ihre Familien zurück und nahmen ihre Arbeit wieder auf, als sei nichts Besonderes geschehen.

Vermehrung und der Tod

Die Klon-Bürger konnten sich durch Geschlechtsverkehr vermehren. Um die Population schneller ansteigen zu lassen, wurden aber die befruchteten Eizellen aus der Gebärmutter der jeweiligen Klonfrau entfernt und danach in Babykammern aufgezogen, bis sie das Erwachsenenalter erreicht hatten.

Ereilte einen Klon der Tod (oder hatte er seine natürliche Lebenserwartung erreicht) und konnten noch einige Zellen lebend geborgen werden, wurde sein Körper geklont. Basis dafür war ein Biogen-Regenerator, der binnen weniger Tage aus der stärksten dieser Zellen eine exakte Kopie des Verstorbenen erzeugte. Durch Informationstransmitter wurde ihm danach die IB-Schablone eingesetzt, welche eine exakte Kopie der Seele des Verstorbenen enthielt. Damit einhergehend wurde auch eine Kopie des Erinnerungsvermögens eingesetzt. Natürlich reichte dieses Erinnerungsvermögen nur bis zu dem Zeitpunkt zurück, an dem der Klon das letzte Mal ein Update von seiner IB-Schablone angelegt hatte (was in der Regel täglich geschah).

Namensgebung

Klone-Bürger trugen immer drei Namen: Der erste benannte jenes Besatzungsmitglied, von dem das jeweilige Erbgut stammte. Der zweite den Namen ihrer Mutter und der dritte stellte ihren eigenen Namen dar. Zum Beispiel war Anderson Sidni-Stem von der Klon-Bürgerin Sidni gezeugt worden und enthielt das Genmaterial Andersons.

Es war üblich, sich nur bei formaler Anrede mit allen drei Namensteilen anzusprechen. Üblicherweise nannte man nur die beiden letzten Namen und unter Freuden und Familienmitgliedern ausschließlich den letzten Namensteil, den eigentlichen Vornamen.

Bekannte Klon-Bürger

Geschichte

Entstehung der ersten Klone

Im Jahre 2437 musste die EX-4489 auf Refuge eine Notlandung machen, bei der nur sechs Besatzungsmitglieder überlebten. Eines von ihnen, Owie Anderson, verstarb wenige Tage nach der Bruchlandung, aber ein paar seiner Körperzellen konnten konserviert werden. Im Laufe der folgenden Jahre entwarf Oberst Lashron Barghes den Plan, aus ihren Körperzellen Klone zu erschaffen und eine Zivilisation zu gründen, damit die fünf Überlebenden nicht mangels Lebensinhalts nach und nach der Wahnsinn ereilte.

Etwa 90 Jahre nach dem Absturz gelang es Barghes, den Biogen-Regenerator zu vollenden und die ersten Körperzellen seiner fünf bereits verstorbenen Kameraden zu klonen und dazu auch weibliche Klone zu züchten. Nachdem er den Grundstein für die Zivilisation der Klon-Bürger gelegt hatte, verschmolz der bereits sehr betagte Wissenschaftler seine Seele mit der Bordpositronik und wurde zu »Vater Lashron«. In dieser Rolle lenkte er fortan das Schicksal seiner »Kinder«.

Zeitsprung

Ohne dass jemand etwas davon gemerkt hätte, wurde das gesamte Ubigeir-System, und damit auch die notgelandete EX-4489 nebst Überlebenden, in die Zukunft geschleudert. Auslöser dafür waren die bei der Vernichtung des in der Nähe gelegenen Enemy-Systems freigewordenen hyperdimensionalen Energien. Dieser Zeitsprung betrug 3549 Jahre und beförderte das System somit vom Jahre 2437 in das Jahr 5986.

Durch ein späteres Zeitparadoxon wurde dieser Zeitsprung aber wieder rückgängig gemacht.

Krieg der Klone

Nach mehreren Jahrhunderten brach aus unbekannten Gründen ein verheerender Krieg unter den Klon-Bürgern aus. Dabei wurden Energiestrahler und andere schwere Waffen eingesetzt und die Zivilisation in ihrer Entwicklung weit zurückgeworfen. Nachdem sich die verfeindeten Parteien wieder ausgesöhnt hatten, wurden alle tödlichen Waffen eingezogen und vernichtet. Fortan existierten nur noch Betäubungswaffen.

Anmerkung: Es wurde nicht explizit erwähnt, ist aber naheliegend, dass Vater Lashron die Gefallenen der verfeindeten Parteien nach ihrem Tode nicht erneut geklont hat, um damit die Kampfhandlungen nicht zu unterstützen.

Invasion der Irregulären

Etwa 900 Jahre nachdem die ersten Klone das Licht der Welt erblickt hatten, wurde ihre Zivilisation von Invasoren aus der Zukunft angegriffen und beinahe ausgelöscht. Diese sogenannten Irregulären waren aus dem Jahre 13.784 mit einem entwendeten Zeitstromregulator in ihre Vergangenheit des Jahres 6980 zurückgereist (dieses Jahr entsprach nach der Zeitrechnung Vater Lashrons dem Jahre 3431). Jeder dieser 347 Schwerverbrecher war mit Impulswaffen ausgestattet und sie verfügten auch über drei Shifts der Marc-Aurel-Klasse. Damit griffen sie ohne Vorwarnung die sechs Städte an, in denen die Klon-Bürger lebten, und metzelten alle nieder.

Vater Lashron sah nur eine Möglichkeit die Existenz der Klone-Bürger zu sichern: Mittels eines transferierenden Temporal-Neutralisators sich selbst und das Wrack der EX-4489 in eine andere Zeit zu retten und dort mittels der in der Bordpositronik gespeicherten IB-Schablonen sowie vorhandenem Genmaterial neue Klone zu züchten und als Kämpfer auszubilden. Mit ihnen wollte er nach der Rückkehr in ihre Ausgangszeit den Kampf gegen die Invasoren aufnehmen. Bei der Zeitreise halfen ihm Anderson Sidni-Stem, Babakow Irul-Luzie und Babakow Betty-Inger.

Zeitreise

Die Zeitreise brachte sie in das Jahr 13.784, wo sie auf den Posbi Last-P-29 trafen. Der gehörte dem Isolier-Kommando an, welches Schwerverbrecher in einer Anstalt auf Close (anderer Name für Refuge) gefangen hielt. Kurz zuvor waren dort 347 Personen ausgebrochen und hatten einen Zeitstromregulator entwendet. Damit waren sie in das Jahr 6980 zurückgekehrt und hatten die Klone-Bürger angegriffen. Last erklärte sich bereit, ihnen bei ihrem Kampf zu helfen.

Zwei weitere Zeitreisen brachten sie mehrere tausend Jahre in die Vergangenheit und anschließend eine Million Jahre in die Zukunft, wo Last von Tattoos vernichtet wurde. Aber sie blieben nicht im Zeitstrom verschollen, weil Atlan (aus dem Jahre 13.784) Captain Arroll McEben beauftragt hatte, mit einem weiteren Zeitstromregulator nach Last zu suchen.

Zeitparadoxon

Der Terraner schloss sich ihnen an und sie kehrten mit ihm in das Jahr 6980 zurück, wenige Tage bevor die Invasion der Irregulären begonnen hatte. Sie wollten sie unmittelbar nach ihrer Ankunft abfangen und vernichten. Damit wurde aber ein Zeitparadoxon ausgelöst, da (von McEben abgesehen) sie alle schon zu dieser Zeit existierten und obendrein die Position von Vater Lashron unverändert geblieben war.

Da nichts und niemand zur selben Zeit doppelt am selben Ort existieren konnte, entstand dadurch ein Zeitparadoxon, das beinahe alle Geschehnisse der letzten 1000 Jahre ungeschehen machte. Inklusive der Zeitversetzung des Ubigeir-Systems.

Zurück in der Realzeit

Im Mai des Jahres 3433 wurde das Wrack der EX-4489 gefunden und von Wissenschaftlern der USO untersucht. Da dabei der Begriff Operation Cappin durch Vater Lashron gefallen war, welchen er aufgrund strengster Geheimhaltung gar nicht kennen konnte (er hatte ihn von Last-P-29 erfahren), wurde Atlan hinzugerufen. Vater Lashron erstattete dem Lordadmiral ausführlich Bericht und wollte sein Leben danach beenden. Aber Atlan konnte ihn davon überzeugen, weiter zu existieren. Er deutete an, dass er jetzt damit beginnen könne seine Zivilisation der Klone entstehen zu lassen. Ob das tatsächlich passierte, ist nicht geklärt.

Quelle

PRTB 69 - Menschen aus der Retorte