Koy der Trommler

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Jäger im Dienste der Herren der FESTUNG. Für weitere Bedeutungen, siehe: Koy (Begriffsklärung).

Koy der Trommler war ein Jäger im Dienste der Herren der FESTUNG. Bei der Jagd auf Atlan und Razamon wechselte er jedoch die Seiten. Er war der leibliche Sohn von Kergho und Dagrissa, verbrachte jedoch seine Kindheit und Jugend bei seinem Ziehvater Amshun. Da beide Elternteile Androiden waren, war sich Koy nie sicher, ob er selbst ein Androide oder ein normaler Pthorer war. (Atlan 313)

A313 1.JPG
Atlan 313
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
A313Illu.jpg
Atlan 313 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Koy war circa 1,60 Meter groß und dabei so muskulös, dass er breit bzw. korpulent wirkte. Seine Arme und Beine waren verhältnismäßig kurz, und auf seinem gedrungenen Hals saß ein kugelförmiger Kopf. Das kurze Kopfhaar war ebenso wie sein Schnauzbart silbergrau und stachelig, und seine schwarzen Augen standen weit auseinander. Die Haut war braun, und sein Gesicht zeigte viele Runzeln und Falten. Aus seiner Stirn ragten zwei dunkelblaue gebogene Fühler, die am Ende jeweils zu einer etwa drei Zentimeter durchmessenden Kugel verdickt waren. Diese Fühler wurden Broins genannt. Alles in allem wirkte er wie eine gedrungene Gestalt, die vor Kraft und Zähigkeit strotzte. (Atlan 313)

Charakterisierung

Koy war in erster Linie ein Jäger und als solcher zielstrebig, überlegt und flexibel in seinen Handlungen. Er hatte eine Abneigung gegen unnötiges Leiden und tötete stets schnell. Außerhalb der Jagd war er ein freundliches Wesen mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Die Zwiespältigkeit seines Charakters drückte er durch das Symbol des Januskopfes aus, das er gerne auf seiner Kleidung trug. (Atlan 313)

Fähigkeit

Koy verfügte über die Paragabe der Psi-Detonation (gelegentlich auch als Broinskraft bezeichnet). Durch das Aneinanderschlagen seiner Broins erzeugte er psionische Impulse, mit denen ein anvisiertes Ziel binnen weniger Sekunden zerbarst. Die Zusammensetzung dieses Ziels spielte dabei keine Rolle, er musste nur Gelegenheit haben, sich einige wenige Sekunden auf es zu konzentrieren. Sich schnell bewegende Gegenstände oder Wesen konnte er damit nicht erfassen. Wenn er mit dieser Paragabe ein Lebewesen angriff, vernahm dieses – sowie alle in dessen unmittelbarer Umgebung – ein Trommeln, was ihm den Beinamen »der Trommler« einbrachte. (Atlan 313)

Geschichte

Jäger für die Herren der FESTUNG

Koy wurde um das Jahr 2620 von den Androiden Kergho und Dagrissa gezeugt. Das hätte eigentlich unmöglich sein sollen, doch Kergho war ein Missgriff, und auch bei Dagrissa war die Fruchtbarkeit auf eine ungeplante Fehlentwicklung zurückzuführen. Als die Kelotten von seiner Existenz erfuhren, ließen sie nach ihm fahnden, um ihn zu töten, aber dem Pfister Amshun gelang es in einer dramatischen Rettungsaktion, den damals erst einjährigen Jungen vor seinen Häschern zu verstecken. Amshun nahm Koy bei sich auf und entdeckte bereits früh dessen Paragabe. Ihm war klar, dass er zwar den Jungen, nicht jedoch dessen Fähigkeiten auf Dauer verbergen konnte, und wandte sich an die Kelotten. Diese waren bei einer Demonstration von Koys Fähigkeiten beeindruckt, und der Junge wurde daraufhin von den Herren der FESTUNG begnadigt. Er wurde Amshun offiziell überantwortet, damit dieser Koy ausbilden konnte, um später als Jäger für die Herren gute Dienste verrichten zu können. (Atlan 313)

Als Koys Ausbildung abgeschlossen war, erhielt er mehrere Aufträge, die er allesamt zur vollen Zufriedenheit seiner Herren erfüllte. Dazu wurde ihm eine entsprechende Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Mit seiner Vegla konnte er sich auch in jenen Gebieten bewegen, die für Zugors gesperrt waren, was ihm seine Arbeit wesentlich erleichterte. In dieser Zeit jagte er mehrere Technos, Piraten und andere Feinde der Herren der FESTUNG, und hatte auch mit Magiern zu tun (wenngleich nie erwähnt wurde, ob auch sie Ziel seiner Jagd waren). (Atlan 313)

Seitenwechsel

Im Jahre 2648 erhielt er den Auftrag, nach Eindringlingen von der Erde zu suchen, die kurz zuvor in Wolterhaven aufgetaucht sein sollten. Bevor er diesen Auftrag begann, erzählte ihm Amshun von seiner Vergangenheit, dass sein Vater tot sei und seine Mutter als Arbeiterin in der FESTUNG leben würde. Seine Geschichte stürzte ihn in schwere Zweifel über die Richtigkeit seines Tuns. Nach und nach erkannte er, dass die angeblich hehren Ziele der Herren der FESTUNG in dieser Form nicht stimmen konnten. Immer häufiger stieß er darauf, dass die damalige Situation auf Pthor nur auf ein System aus Angst und Unterdrückung aufgebaut war, und noch bevor er eigentlich wusste, wer die Eindringlinge überhaupt waren, sah er diese bereits als potenzielle Verbündete in seinem bald beginnenden Kampf gegen die Herren von Pthor an. (Atlan 313)

Als seine Vegla durch eine Fehlfunktion am Taamberg abstürzte, war auch die ständige Überwachung, der er ausgesetzt war, verschwunden. In der Absicht, seine Mutter zu suchen, kam er zunächst in die Ruinenstadt Tfohr, wo er von der Familie Knyr gefangen wurde. Nach einem Zweikampf tötete er deren Anführer Andrakhon und wurde noch an Ort und Stelle zum neuen Anführer gewählt. Er verbrachte einige Tage bei den Berserkern, während denen Ursinda seine Gefährtin wurde. Hier kam er auch wieder in den Besitz seiner Feuerlanze, die er beim Absturz verloren hatte, und die von Makebas Stormock Waabaa geborgen worden war. (Atlan 313) Danach machte er sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Wohltäter, der die Berserker immer wieder mit Gebrauchsartikeln und Nahrungsmitteln versorgte. Er fand ihn im Odinssohn Heimdall, den er in seine Burg Lettro begleitete. Hier fand ein Überfall von Gordys statt, bei dem er für Heimdall eingriff und so die Freundschaft des Odinssohns sowie dessen Faktotum, dem Magier Kröbel, errang. Heimdall stellte ihn für die weitere Suche nach den Eindringlingen seinen Truvmer zur Verfügung. Als er damit den Taamberg im Süden umfuhr, traf er auf Knarder, einen Ausgestoßenen, der Koy vom Kramolan erzählte, der das Zusammentreffen zwischen ihnen beiden vorausgesagt hatte. Der Jäger machte sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Seher und erhielt von diesem die Auskunft, dass ihm große körperliche und seelische Qual sowie die bisher größte Erniedrigung in seinem Leben bevorstehen würde, noch ehe er die Fremden finden würde. (Atlan 316)

Nichtsdestotrotz setzte Koy seine Suche fort und durchquerte den Regenfluss, wo er von Flusspiraten überwältigt wurde. Er tötete deren Anführer Uphtor und lernte danach den Roboter Elkohr kennen, der ihn ein Stück begleitete. Erneut am Taamberg angekommen, geriet er in eine Falle einer von Makeba angeführten Gruppe Berserker. Sie machten ihn dafür verantwortlich, Unruhe unter die Knyrs gebracht zu haben, weshalb er mit dem Tod zu bestrafen wäre. Doch durch Einsatz der Bösen Stimme Elkohrs wurden sie vertrieben. Allein reiste er weiter Richtung Norden, bis er - aller Vorsicht zum Trotz - im Gebiet der Unergründlichen Seen von den Überwachungsanlagen des Wachen Auges erfasst wurde. Ein Kommando von vier Dellos nahm ihn gefangen und brachte ihn zum Wachen Auge, wo er gefoltert und verhört wurde. Da das Verhör kein Geständnis brachte, führten die Dellos Koys Mutter Dagrissa vor und drohen, sie an seiner Stelle zu foltern. Wissend um Koys Parafähigkeit, hatten sie bei seiner Gefangennahme seine Broins betäubt, damit sich der Trommler nicht befreien konnte. Doch dies hatte unerwartete Auswirkungen, denn die psionische Energie, die sich normalerweise in seinen Broins sammelte, hatte nun keine Speichermöglichkeit mehr und entwich ungerichtet in die Umgebung, wo sie alles organische Denken störte. Dadurch konnte eine gefangene Bestie aus den Horden der Nacht entkommen und stiftete dabei so viel Verwirrung, dass Koy und seiner Mutter die Flucht gelang. Er übergab Dagrissa an zwei Pfisters, die nach ihm gesucht hatten, und bat sie, sie zurück nach Aghmonth zu bringen. Danach ging er den Dellos erneut in eine Falle, doch Drove hatte inzwischen die Seite gewechselt, als er durch die Behandlung von Dagrissa erkannte, dass die Herren der FESTUNG keinerlei Rücksicht auf Unbeteiligte nahmen, um ihre fragwürdigen Ziele durchzusetzen. Er betäubte Koys Broins nicht erneut, und als sich beim darauffolgenden Verhör die Gelegenheit ergab, half Drove mit, die drei anderen Dellos auszuschalten. Er begleitete Koy zu einem Zugor und ermöglichte ihm die Flucht, indem er umkehrte und wichtige Überwachungsgeräte zerstörte. Koy konnte entkommen und erreichte die Eisküste, wo der Zugor knapp vor der Eiszitadelle ohne jede Ausrüstung oder Proviant abstürzte. (Atlan 320)

Kämpfer gegen die Herren der FESTUNG

Vor der Eiszitadelle wurde er von einer unsichtbaren Stimme angesprochen - es war Einbein, der Roboter des Forschers Kolphyr, der aus einem Antimaterie-Universum, dem Universum der Beras, stammte und in der Eiszitadelle gefangen war. Einbein führte Koy auf dem richtigen Weg durch die Zone des Schweren Eises, bis der Trommler in die Zitadelle eindringen konnte. Er traf auf Atlan und Razamon; letzterer lag unter Trümmern einer eingestürzten Wand begraben. Koy beseitigte die Steinbrocken mit seiner Psi-Kraft und schloss sich den beiden Eindringlingen an. Bei der Erkundung der Eiszitadelle stießen sie schließlich auf Kolphyr, als Phynx, der angeblich letzte aller Zyklopen, angriff. Der längst zum Energiewesen gewordene letzte Bewohner der Zitadelle wollte in Kolphyr eindringen und den Forscher damit übernehmen, doch als Koy versehentlich zwei Schwerkraftprojektoren zerstörte, die mitverantwortlich waren, dass Phynx in seiner derzeitigen Daseinsform existieren konnte, verlosch er für immer. Kolphyr schloss sich der damit auf fünf Mitglieder angewachsenen Gruppe an, die nun überstürzt die Eiszitadelle verließ, denn durch die Ereignisse wurde ein rapide stattfindender Auftauprozess ausgelöst, der alsbald die gesamte Eisküste betraf. (Atlan 321)

Wenige Stunden später mussten sie bereits einer ersten Flutwelle standhalten, was ihnen mehr schlecht als recht gelang. Danach bauten sie sich ein Floß und trieben in das Xamyhr-Tal.

Es schmerzte den Trommler sehr, dass er zwar vom Berserker und dem Arkoniden, nicht jedoch von deren Begleiter Fenrir akzeptiert wurde. Die verhaltene Feindseligkeit des Wolfes änderte sich erst viele Tage später. Bis dahin war Koy immer bedacht darauf, möglichst weit von Fenrir entfernt zu sein - was besonders auf dem Floß sehr schwierig war. Bereits beim ersten Valjarendorf Florgst wurden sie - als vermeintliche Plünderer - mit Giftpfeilen beschossen. Während das Gift bei normalen Pthorern nur kurzfristige Lähmung bewirkte, verfiel Koy in ein mehrere Tage dauerndes Koma, bis ihm Atlan ein Gegenmittel verabreichen konnte, das ihnen der sterbende Valjare Kruden übergeben hatte. (Atlan 322)

Danach drangen sie in die Dunkle Region ein, um das Goldene Vlies zu suchen. An der Teufelsfurche angekommen, setzte der Froijo Tassio Koys Broins mit einer Elektropeitsche für längere Zeit außer Gefecht. Obwohl sie den geforderten Preis nicht bezahlen konnten, ließen sie die Zöllner die Brücke später passieren, aber sie mussten in den Pelchwagen einsteigen, der sie zu Blodgahns Burg brachte, wo sie von Blodgahn in den Verliesen eingekerkert wurden. Dessen Diener Taros, ein Dello, und damit eigentlich ohne Eigeninitiative und ohne Mitgefühl, verspürte bei Koys Anblick eine große Verbundenheit mit dem Nachkommen zweier Androiden. Nach einem Tag Gefangenschaft befreite sie Taros, der wie unter hypnotischem Zwang handelte, und damit sein Schicksal besiegelte (er wurde von Blodgahn mit dem Tode bestraft). Die Gefährten entkamen durch ein unterirdisches Labyrinth und konnten in die Schlossruine im Emmorko-Tal eindringen. (Atlan 323) Sie mussten sich der Angriffe der Mutanten erwehren und gerieten mehrmals in Fallen von Blodgahn, doch im entscheidenden Augenblick konnte Koy seine Broins wieder einsetzen und die Gefährten vor der drohenden Niederlage retten. Auch Fenrir erkannte, dass er von Koy gerettet worden war, und verhielt sich danach weitaus weniger ablehnend gegenüber dem Androidensohn, wie dieser mit Erleichterung bemerkte.

Nachdem Atlan das Goldene Vlies an sich genommen und Blodgahn getötet hatte, verließen sie die Dunkle Region im Pelchwagen, der aber im Xamyhr-Delta stecken blieb und versank. (Atlan 326) Pärtel, der Anführer einer Piratenbande, nahm sie mit seinem Schiff ein Stück mit, überfiel sie aber bei der erstbesten Gelegenheit. Koy lehrte ihm und seiner Bande mit seiner Parakraft das Fürchten; fortan verhielten sie sich unterwürfig und waren bemüht, sie möglichst schnell wieder von Bord zu bekommen. (Atlan 329) Als sie schließlich wieder an Land waren und auf die FESTUNG marschierten, gerieten sie in die zahlreichen Abwehrfallen. Schneesturm, Hagel, unerträgliche Kopfschmerzen und ähnliches quälten sie, aber sie schafften das Eindringen. Doch auch innerhalb des Geländes gab es hunderte Fallen. Eine davon, ein Zerhäcksler am Grund eines tiefen Loches, konnte gerade noch rechtzeitig durch Psi-Detonation zerstört werden, bevor Razamon sein Leben verloren hätte. Auch allen anderen konnten sie - meist nur durch eine Extraportion Glück - entkommen. (Atlan 330) Sie konnten in das Hauptgebäude der FESTUNG eindringen, wurden letztendlich aber doch gefangen genommen und vor die Herren der FESTUNG geführt. Während diese sich mit Atlan und den ebenfalls gefangenen Odinssöhnen unterhielten, konnte Koy die Fesseln seiner Gefährten nach und nach zerstören. In einem günstigen Moment konnten sie sich endgültig befreien, sein Angriff auf die Herren scheiterte jedoch an einem um sie errichteten Energieschirm. (Atlan 331) Sie mussten flüchten, erfuhren aber wenige Stunden später, dass der Dello Darsior den Herrschern über Pthor den Garaus gemacht hatte.

Koy befürchtete, dass es anschließend zu Machtkämpfen zwischen Atlans Gruppe und den Odinskindern kommen würde, woran er sich nicht beteiligen wollte. Er verließ die Gruppe und machte sich auf nach Aghmonth, um seinen Pflegevater Amshun zu besuchen. (Atlan 332)

Kampf den Scuddamoren

Viele Monate lang blieb Koy in Aghmonth, wo er den Pfisters zur Seite stand. Sie kümmerten sich nach wie vor um die Missgriffe, also den »Abfallprodukten« kelottischer Androidenproduktion. Selbst während der Zeit, in der die Odinssöhne und später Atlan über Pthor herrschten, änderte sich kaum etwas an der Situation. Die Missgriffe waren von Hunger und anderen Nöten heimgesucht, und Koy versuchte mit seiner großen Jagderfahrung, die Hungersnot zu lindern.

Eines Tages bekam er die Nachricht, dass im Mündungsdelta des Xamyhr eine Horde wilder Spyten gesichtet worden sei. Er machte sich auf den Weg, und konnte ein paar Tiere erlegen. Nachdem er sie erfolgreich gegen verwilderte Berserker verteidigt hatte, wurde sie von Pfisters und Missgriffen abgeholt, womit das Überleben der armen Kreaturen für mehrere Tage gesichert war.

Als er sich von der Jagd erholte, hörte er einen Eindringling in seinem Quartier. Es war der Fenriswolf, den Balduur ausgeschickt hatte, um den Jäger zu holen. Mit seiner neuen Vegla folgte er Fenrir, der ihn zur FESTUNG führten. Hier waren Algonkin-Yatta, Anlytha und Kennon gefangen. Der Riesenwolf brachte Koy durch geheime Gänge, Schächte und sogar Luftschächte zu den Gefangenen, und Koy befreite sie. Damit der Kosmische Kundschafter und seine exotische Begleiterin ihr Kundschafterschiff lebend erreichen konnte, sorgte Kolphyr für ein erfolgreiches Ablenkungsmanöver. Mit einem abgestürzten Gleiter der Scuddamoren flogen Kolphyr, Koy und Fenrir in Richtung Große Barriere von Oth, um von den Magiern Unterstützung für den Widerstand gegen die Besatzer zu erhalten. (Atlan 417)

Den Gleiter ließen sie aber bald zurück, da er zu leicht geortet werden konnte. Kennon schloss sich dem Dreiergespann an, da der Kosmokriminalist die gleichen Pläne hatte. Unterwegs trafen sie in der Ebene Kalmlech auf eine Truppe Scuddamoren, die gefangene Pthorer vor sich her trieben. Sie versuchten sie zu befreien, und konnten viele der Soldaten vernichten. Sogar mehrere Zugors wurden von Kolphyr zerstört. Schließlich mussten sie aber flüchten, da die Übermacht zu groß wurde.

Bevor sie den Magischen Knoten erreichten, der die Barriere unerreichbar von außen machte, fanden sie den Orxeyaner Sator Synk mit seinem Robotdiener Diglfonk. Sie taten sich zusammen und versuchten, den Knoten zu durchdringen, hatten aber keinen Erfolg. Als drei Organschiffe aufstiegen, um den Knoten zu bombardieren, schickten sie Synk fort und harrten weiter aus. Ihre Taktik ging auf: als das Bombardement drohte, sie zu töten, wurden sie von den Magiern durch den Magischen Knoten eingelassen. (Atlan 424)

Im Land der Magier

Hier warteten sie einige Stunden an einem Lagerfeuer, bis sie der Weltenmagier Copasallior abholte und zum Crallion brachten. Nach mehreren Gesprächen mit ihm und Koratzo versprachen die Magier, ihnen zu helfen. Koratzo begab sich mit fünf Gefährten nach Järglinz, wo es ihnen Gelang, ein paar Schattenschilde an sich zu bringen. Wieder zurück in der Barriere, bekam Kennon eines dieser begehrten Stücke, und wurde auf seinen eigenen Wunsch hin vom Knotenmagier Glyndiszorn nach Säggallo gebracht - der Residenzwelt des Neffen Chirmor Flog. Hier wollte Kennon auf eigene Faust versuchen, Atlan zu helfen. Koy, Kolphyr und Fenrir blieben auf Pthor zurück, und richteten sich in einer Höhle an der Schlucht der gläsernen Felsen ein Lager her. (Atlan 429)

Der erste Schwarzschock

Sie verbrachten mehrere Tage am Rande der Tronx-Kette. Eines Tages, als Koy erfolgreich von einem Jagdausflug zurückkehrte, fiel ihn Fenrir unerwaret an und tötete ihn beinahe. Nur das Eingreifen Kolphyrs mit einer Waggu verhinderte Schlimmes. Der Fenriswolf, der seit jeher ein angespanntes Verhältnis zu Koy hatte, war von der negativen Energie des Schwarzschocks befallen worden, welche die gesamte Barriere überschwemmt, und selbst die gutmütigsten Magier in machthungrige Schwarzmagier verwandelt hatte. (Atlan 440)

Auf der Suche nach Hilfe fand der Bera einen riesigen Kopf mit kurzen Tastarmen, den Neffen Chirmor Flog, der unbeabsichtigt den Schwarzschock ausgelöst hatte, und brachte ihn in ihre Höhle. Hier bastelte der Dimensionsforscher ein Gerät, dass das Überleben des Torsos vorerst sicherte. Durch Verbesserungen, die die Gerätemagierin Islar daran vornahm, wurde die negative Schwarzschockenergie in den Neffen zurückgeleitet, und alle Lebewesen in der Barriere schlagartig friedlich. (Atlan 440)

Der Allumfassende Friede

Das Gerät wirkte aber zu gut, denn ab nun an war kein Lebewesen mehr in der Lage, etwas böses zu tun. Das beinhaltete auch, dass selbst Raubtiere keine Beute mehr machten, und niemand mehr tierische Nahrung verzehrte. Auch Koy war davon betroffen, der lieber Wurzeln als Fleisch aß, und mit einem Raubtier auf einer Wieser herumtollte. (Atlan 440) Koy ernährte sich von da an nur noch von Früchten und stellte die Nahrungsaufnahme dann sogar ganz ein. Er verlor von Tag zu Tag Gewicht, bis er völlig entkräftet war. Kolphyr tötete heimlich ein Tier und behauptete, es wäre verunglückt. Erst dann aß Koy von seinem Fleisch. Dafür wurden die beiden von Koratzo und Copasallior in der Höhle am Hang der Schlucht der gläsernen Felsen eingesperrt, da ihrer Ansicht nach noch immer Negatives in ihnen steckte, und diese Zeiten ab nun vorbei wären. (Atlan 441)

Der zweite Schwarzschock

Als schließlich auch noch Atlan als Gefangener in diese Höhle gebracht wurde, nahmen sie Veränderungen an den Einstellungen der Maschine vor sich, in der der Neffe steckte. Der Allumfassende Friede wurde damit beendet, aber die Magier erneut zu Schwarzmagiern. Die magische Sperre vor ihrer Höhle wurde entfernt und sie durften die Barrierer von Oth wieder verlassen. Bevor sie das machten sorgten Atlan und Kolphyr dafür, dass Koy und Fenrir wieder zu kräften kamen. (Atlan 441)

Der Große Knoten wurde von den Magiern wieder aufgelöst, damit sie über Pthor herrschen konnten. Koy, Kolphyr und Fenrir blieben jedoch noch, um nach Bauteilen zu suchen, mit der das Gerät in der Höhle so umgebaut werden konnte, dass damit die Schwarzschockenergie (und nur diese!) wieder zurück in den Neffen gepumpt werden konnte, um die Magier von der negativen Beeinflussung zu erlösen. Während sie auf der Suche waren, materialisierte Leenia in der Höhle und zerstörte den Apparat. Denn dieser war dafür verantwortlich, dass ihre Artgenossen aus den Höheren Welten nach Pthor verschlagen wurden, wo sie unbeabsichtigt großes Chaos auslösten. (Atlan 442)

Da es ausgeschlossen schien, so einen Apparat von neuem zu errichten, hielt sie nichts mehr in der Barriere. Sie nahmen Chirmor Flog mit sich und wollten zur FESTUNG reisen. Bei einem Halt an einem der Bunker, die die Straße der Mächtigen säumten, wurden sie von Wegelagerern überfallen und gefangen genommen. Wolth, Kessan und Jalb wurden jedoch von Leenia in die Flucht geschlagen. Sie hatte inzwischen den Großteil ihrer übernatürlichen Kräfte verloren und war auf Pthor verbannt worden. Die Körperlose schloss sich ihnen an. Auf dem weiteren Weg zur FESTUNG schlossen sich ihnen noch Sator Synk und dessen Robot-Guerillas an. (Atlan 443) Sie verließen die Gruppe aber bald darauf mit Leenia wieder, denn Koy und Kolphyr wurden irgendwie von Chirmor Flog beeinflusst, der sie zum Schloss Komyr dirigierte. Fenrir stahl sich ebenfalls davon. Die Trugen, die sich dort verschanzt hatten, konnte Flog rasch unter seinen Befehl zwingen. Ein Fluchtversuch der beiden scheiterte, und sie wurden eingesperrt. (Atlan 450) Aber als sie Flog zur FESTUNG begleiten mussten, wurden sie nachts heimlich von Fenrir befreit. (Atlan 451)

Koy, Kolphyr und Fenrir entdeckten eine Barackensiedlung, in der Technos lebten, die bereits über 80 Jahre alt waren, was es sonst nirgendwo auf Pthor gab. Nach einem Gespräch mit Hogarth, Takris, Brandhl und anderen durften sie bei ihnen übernachten. Doch sie veränderten sich dabei stark; sie wollten unbedingt die Odinssöhne in der FESTUNG angreifen (anstatt wie bisher zum Kampf gegen die Besatzer Pthors zu bewegen). Das war durch die unbemerkte Beeinflussung des Traummagiers Kolviss verursacht. Das Medusenwesen wollte einen Anschlag in letzter Minute vereiteln und sich dadurch beim neuen Neffen Thamum Gha einschmeicheln. Koy und Kolphyr galten ohnehin schon seit einiger Zeit als Rebellen, nach denen gesucht wurde. (Atlan 456)

Das geplante Attentat entpuppte sich als Rückschlag für Kolviss, denn die Beeinflussten entglitten seiner Kontrolle, als sie vor die Odinssöhne gebracht wurden. Dennoch kam es zu einem Kampf; der Bera, der Trommler und der Fenriswolf wurden eingekerkert, und in ihrer Zelle trafen sie auf Bördo, dem Sohn Sigurds. Auch er war des Hochverrats angeklagt. Die Odinssöhne handelten nur bedingt nach eigenem Willen; sie standen unter dem ständigen Einfluss der Magier, allen voran Koratzo, der sie als Marionetten für seine eigene Herrschaft eingesetzt hatte. Die Gefangenen bekamen Unterstützung von unerwarteter Seite; bevor die geplante Hinrichtung stattfinden sollte, befreiten sie vier Mitglieder der Robot-Guerillas aus ihrem Gefängnis und brachten sie zum Wachen Auge, wo Sator Synk, Leenia und der Rest der Robot-Guerillas ein neues Versteck gefunden hatten. (Atlan 456)

Die Suchexpedition

Nachdem auch der zweite Schwarzschock zu Ende gegangen war, reisten Koy, Kolphyr, Leenia, Bördo, Sator Synk und dessen 13 Robot-Guerillas vom Wachen Auge über die FESTUNG zum Rand von Pthor. Dort war die Landung eines Raumschiffs gesichtet worden, und sie hofften, dass der verschollene Atlan zurückgekehrt war. In der Ebene Kalmlech stießen sie auf ein Monster aus den Horden der Nacht, das selbst Koys Broinskraft eine zeitlang wiederstehen konnte. Erst als auch Leenia eingriff, konnte es besiegt werden. Dieses schlangenähnliche Monster hatte auch schon Nachwuchs gezeugt, und so trafen sie etwas später auf Balduur, der von zahlreichen armlangen Schlangenwesen in arge Bedrängnis gebracht worden war. Sie halfen ihm, und hier trennte sich die Gruppe. Koy reiste nur mit Kolphyr weiter zur Barriere, die anderen hatten andere Reiseziele gefunden. (Atlan 467)

In der Barriere wurden sie von einem Ugharten angegriffen, der dorthin verschlagen worden war. Er hatte ein magisches Schwert gefunden, mit dem er Koys Broinskraft ableiten konnte, wodurch dessen Broins erschlafften. Erst das Eingreifen des Schwertmagiers Taldzane konnte die beiden retten. (Atlan 467)

Er und Opkul brachten Koy und Kolphyr in die Tronx-Kette, in der sich zahlreiche Magier versammelt hatten. Koratzo und Copasallior waren von Neffen Duuhl Larx entführt worden und hatten Pthor auf der HERGIEN mit unbekanntem Ziel verlassen. Sie einigten sich darauf, dass eine Suchexpedition mit der GOL'DHOR durchgeführt werden sollte. Zur Besetzung gehörten neben den Magiern Opkul, Querllo, Taldzane und Ajyhna auch Koy und Kolphyr. (Atlan 467)

Das Goldene Raumschiff folgte der Spur des Todes, die Duuhl Larx in der Schwarzen Galaxis hinterließ. Während der Reise wurde die GOL'DHOR immer stärker, und im Llartas-Revier konnte die HERGIEN endlich eingeholt werden. Koratzo schickte ihnen eine Botschaft, dass sie noch nicht eingreifen und dem goldenen Raumschiff vertrauen sollten, dann riss der Kontakt wieder ab. (Atlan 473)

Die Lebensblase

Der letzte Hinweis war wichtig, denn das Goldene Raumschiff folgte der HERGIEN nicht sofort, sondern schlug einen kleinen Umweg ein. Sie hatte von den Körperlosen Yeers und Olken den Auftrag erhalten, die Große Plejade zu bergen. Dabei handelte es sich um eine Marmorkugel, welche den Widerschein der Freiheit in sich trug. Sie befand sich auf dem Raumschiffswrack der ZIEMEN und wurde gemeinsam mit dem einzigen Passagier Zwertelis geborgen. Schließlich erreichte die GOL'DHOR endlich das Ritiquian-System, konnte den Planeten Ritiquian aber nicht ansteuern. Ein unbekannter Einfluss würde das verhindern, versicherte das Goldene Raumschiff. Kolphyr gelang es als einzigem, Kontakt mit dem Raumschiff aufzunehmen. Angeblich war es der Dunkle Oheim, der mit seiner negativen Ausstrahlung das mittlerweile stark positiv aufgeladene Raumschiff sowie die ebenfalls positiv aufgeladene Marmorkugel wie ein Magnet anziehen würde. (Atlan 482) Mühsam fand der Bera heraus, dass es anders war; unbewusste Rachegelüste am Oheim waren schuld, dass sich die GOL'DHOR lieber in die Sonne Ritiquian stürzen wollte (die vom Dunklen Oheim als gigantischer schwarzer Ring umspannt wurde), als die Große Plejade zur Lebensblase zu bringen, was der eigentliche Zweck der Mission Olkens und Yeers' war. (Atlan 483) Mit einem Psychotrick konnte Kolphyr das Raumschiff überlisten. Er bat darum, dass die sieben Passagiere zuvor auf dem Planeten abgesetzt wurden und die GOL'DHOR erst dann auf die Sonne zusteuerte. Im Landeanflug öffnete er jedoch eine Schleuse und schleuderte die Große Plejade auf die Lebensblase, die dadurch zerstört wurde. Damit hörte auch das unterschwelige Rachegefühl auf, da der Dunkle Oheim kurz darauf spurlos verschwand. Das Goldene Raumschiff nahm vier weitere Personen auf, nämlich Atlan, Razamon, Copasallior und Koratzo, die sich auf Ritiquian befunden hatten. (Atlan 484)

Zwertelis fand auf der Insel der Lotsen eine neue Erfüllung und verließ die Gruppe. Dann entdeckte die GOL'DHOR, dass in einem nahe gelegenen Sonnensystem Pthor aufgetaucht war, und begab sich dortin. Die Gefährten staunten nicht schlecht, als sie noch fünf weitere Dimensionsfahrstühle dort vorfanden, und den Dunklen Oheim, wie gewohnt um eine Sonne geschlungen. (Atlan 485)

Quellen

Atlan 313, Atlan 316, Atlan 320, Atlan 321, Atlan 322, Atlan 323, Atlan 326, Atlan 329, Atlan 330, Atlan 331, Atlan 332, Atlan 417, Atlan 424, Atlan 429, Atlan 440, Atlan 441, Atlan 442, Atlan 443, Atlan 450, Atlan 451, Atlan 456, Atlan 467, Atlan 473, Atlan 482, Atlan 483, Atlan 484, Atlan 485