Lieblingsfiguren

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Lieblingsfiguren im Sinne dieses Artikels sind jene Figuren, denen sich einzelne Autoren in ihren Romanen der Perry Rhodan-Heftserie besonders häufig oder intensiv gewidmet haben.

Allgemeines

Wie viele Leser haben auch die Autoren zu allen Zeiten ihre jeweiligen Lieblingsfiguren gehabt. Dabei reicht das Spektrum von etablierten Hauptfiguren, denen ein Autor besonders viel abgewinnen konnte, über speziell für seine Vorlieben und seinen Schreibstil von den Exposé-Autoren geschaffene Nebenfiguren bis hin zu Eigenkreationen der Autoren, die ohne Exposévorgaben entstanden waren und eine Art »Eigenleben« innerhalb der Serie entwickelten.

Siehe dazu auch: Eigenkreationen.

Clark Darlton

PR1007.jpg
Clark Darlton & Gucky
Heft: PR 1007
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

In den Anfangszeiten der Serie bereicherte Clark Darlton seine Romane einige Male mit eigenmächtigen Schöpfungen, nicht immer zur ungeteilten Begeisterung des für die Exposés zuständigen K. H. Scheer. Im Verlauf der Serie blieb er allerdings einer kleinen Anzahl von Lieblingsfiguren treu, darunter die wohl bekannteste Lieblingsfigur eines Autoren:

Gucky

Als Clark Darlton den eigentlich für W. W. Shols geplanten PR 18 übernahm, ahnte noch niemand, dass aus dem Aufeinandertreffen des Autors mit dem erstmals auftretenden Mausbiber Gucky die vielleicht fruchtbarste Autor-Figur-Kombination der Serie entstehen sollte. Obwohl Gucky letztlich eine Erfindung Scheers war, wurde er durch Darltons humorvolle Beschreibungen zu einer der beliebtesten Figuren des Perryversums, so dass man Darlton mit Fug und Recht als »Vater« Guckys bezeichnen kann. (Quelle: Autorenbiographie)

Zitat: [...] »Ich beobachtete Walter Ernsting beim Spiel mit einer Katze. Da entschloß ich mich, für ihn in aller Stille eine Figur zu erschaffen, die weit jenseits von der verdammten Technik lag. [...] Ich nannte ihn wegen seiner großen, schönen Augen GUCKY. Das ehemals für W. Scholz gedachte Exposé bekam Walter, und er machte aus meiner Schnellgeburt jenen Gucky, den man heute noch kennt und schätzt. [...]« (Werkstattband, S. 39)

Ernst Ellert

Die Figur des Teletemporariers Ernst Ellert wurde oft als ein Alter Ego Clark Darltons interpretiert. In jedem Fall war sie eine Eigenkreation des Autors, die Scheer durch ihre besonderen Fähigkeiten so viel Kopfzerbrechen bereitete, dass dieser Ellert bereits in PR 7, drei Hefte nach dem ungeplanten Auftauchen in PR 4, wieder sterben lassen wollte. Doch Darlton ließ Ellert lediglich einen körperlichen Tod sterben, während sein Geist durchs Universum reiste. Damit hielt er »seiner« Figur eine im Verlauf der Serie auch mehrmals genutzte Rückkehrmöglichkeit offen. (Quelle: Autorenbiographie)

Weitere Lieblingsfiguren

K. H. Scheer

K. H. Scheer als Mit-Erfinder und erster Exposé-Autor der Serie ist sicher ein besonderer Fall. Letztlich gehen die meisten Charaktere, die bis heute den Stamm der Perry Rhodan-Serie bilden, auf seine Ideen zurück. So könnte man Perry Rhodan, Reginald Bull, Julian Tifflor, Roi Danton, Icho Tolot oder die Mutanten als »seine« Charaktere bezeichnen. Doch auch Scheer hatte zu bestimmten seiner Schöpfungen ein über seine Funktion als Exposé-Autor hinausgehendes Verhältnis.

Atlan

Zwar sind bis heute viele Autoren von der Figur des Arkoniden Atlan fasziniert, doch nur Scheer kann sich rühmen, diese Figur entwickelt zu haben. Die Bedeutung, die der spöttische und im Unterschied zu Rhodan wesentlich kompromissloser agierende Arkonide für Scheer hatte, lässt sich schon daraus ersehen, dass dieser die Geschichte Atlans im Atlan und Arkon-Zyklus exklusiv erzählte mit einem im Rahmen der Serie neuen Stilmittel: der Ich-Form.

Clifton Callamon

Die Figur des Flottenadmirals Clifton Callamon, eines Überlebenden aus dem 25. Jahrhundert, erdachte K. H. Scheer für seinen Wiedereinstieg mit PR 1074 in die Serie. Laut Exposé war sie »eine Mischung aus Atlan, Ronald Tekener und Robin Hood und alles andere als ein Kind von Traurigkeit«. Da Scheer nach vier Romanen allerdings wieder ausstieg, wurde Callamon von anderen Autoren weiter aufgegriffen und schließlich aus der Serie geschrieben. (Quelle: Autorenbiographie)

Ratber Tostan

Für sein zweites Comeback mit PR 1320 schuf Scheer mit dem komplexer angelegten ehemaligen Drogenabhängigen Ratber Tostan erneut einen Protagonisten, den es aus der Vergangenheit in die Seriengegenwart verschlagen hat. Ihn begleitete er dieses Mal bis zu seinem Serientod in PR 1414. (Quelle: Autorenbiographie)

Weitere Lieblingsfiguren

Kurt Mahr

Kurt Mahr war der Physiker der Serie und immer auch ein Realist, der die theoretische Machbarkeit und den wissenschaftlichen Bezug der Science Fiction nie aus den Augen verlor. So waren ihm auch Figuren mit einem phantastischen Einschlag wie Gucky ein Gräuel, und Mahr weigerte sich in seinen Romanen standhaft, den Mausbiber außerhalb von Nebenszenen als aktiven Handlungsträger einzusetzen, oder schaltete ihn durch eine Falle kurzerhand bis zum Romanende aus. Mahrs bevorzugte Figuren standen vielmehr mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen. (Quelle: Autorenbiographie K. H. Scheer)

Kolonisten von Gray Beast

Im Atlan und Arkon-Zyklus erhielt Mahr eine erste »Serie innerhalb der Serie« mit den Abenteuern der Kolonisten von Gray Beast, für deren Ausgestaltung er alleine verantwortlich war. Damit wurden auch die Figuren dieser Handlungsebene exklusiv durch ihn geprägt.

Abteilung III

Im Posbi-Zyklus setzte sich diese Arbeitsteilung bedingt durch Mahrs Umzug in die USA und die dadurch schwieriger gewordenen Abstimmungsprozesse fort. Jetzt übernahm er die Handlungsebene um die Abteilung III und ihre Protagonisten.

Intelligenz-Suchkommando

Nach Mahrs kurzfristiger Serienpause bekam er bei seiner Rückkehr im Schwarm-Zyklus erneut einen eigenen Handlungsstrang um das ISK und seine Mitglieder zugeteilt.

Sato Ambush

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Weitere Lieblingsfiguren

Kurt Brand

In seiner kurzen Zeit als Serienautor brachte Kurt Brand stets mit großer Begeisterung Ideen in die Handlung ein. So gingen nach eigenen Angaben die Aras und Siganesen aus seinen Anregungen hervor. Auch einige Figuren hat Brand in den knapp vier Jahren seiner Mitarbeit an der Perry Rhodan-Heftserie maßgeblich mitgestaltet.

Thomas Cardif

Obwohl nicht »seine« Erfindung, hatte Kurt Brand eine besondere Beziehung zu Perry Rhodans erstem Sohn Thomas Cardif. Nach seiner eigenen Aussage hatte er ihn »gerade etwas hochgebracht«, doch als er von seinem Urlaub zurückkam, war Cardif zum Verbrecher geworden. Darüber beschwerte Brand sich heftig: »Perry Rhodans Sohn ist mir versaut worden.« (Quelle: Autorenbiographie K. H. Scheer)

Weitere Lieblingsfiguren

William Voltz

Ebenso wie Scheer prägte William Voltz die Serie als Exposé-Autor. Zudem hatte er eine außerordentliche Begabung, seine Charakteren mit wenigen, aber plastischen Sätzen regelrecht »zum Leben zu erwecken«. Berüchtigt war allerdings, dass seine Helden oftmals das Romanende nicht überlebten (siehe »Voltzen«). Daher wäre die Liste seiner »Helden für einen Roman« lang. Doch auch Voltz blieb einigen seiner Figuren über längere Zeit treu.

Alaska Saedelaere

Wenn es eine Person gibt, die mehr als alle anderen untrennbar mit William Voltz verbunden war, dann ist es der Maskenträger Alaska Saedelaere. Der schüchterne, schlaksige und doch sympathische Anti-Held war mit seiner tragischen Geschichte genau die Art von Charakter, die der humanistischen Einstellung Voltz' ebenso wie seiner Fähigkeit, komplexe und vielschichtige Persönlichkeiten zu entwerfen, entsprach.

Weitere Lieblingsfiguren

H. G. Ewers

Wenn man in der Serie einen Autoren als Spezialisten für schillernde Nebenfiguren herausheben will, gebührt dies sicher H. G. Ewers, der die Serie mit seinen skurrilen Einfällen und seiner Phantasie um zahlreiche originelle Charaktere bereichert hat.

Guy Nelson

Raumkapitän Guy Nelson war, nach Ewers eigener Einschätzung, seine erste »Glanzleistung« auf dem Gebiet der Eigenkreationen. Er erfand die Figur für PR-TB 18 aufgrund einer Wette mit Günter M. Schelwokat, der behauptet hatte, Ewers könne keinen Humor in seine Romane bringen. (Quelle: AllMächtiger)

Dalaimoc Rorvic und Tatcher a Hainu

Das ungleiche Paar Dalaimoc Rorvic und Tatcher a Hainu waren vermutlich die bekanntesten Figuren aus Ewers' Feder. Dabei hatten sie ihren ersten Auftritt in PR 515 noch unter der Regie von William Voltz. Doch ab PR 531 landeten sie in der Obhut von Ewers, der das Tandem von da an beinahe exklusiv in seinen Romanen einsetzte.

Nicht zu vergessen eine besondere zerbeulte Kaffeekanne, die zumeist mit von der Partie war und des Öfteren ihren Weg auf den kahlen Schädel Rorvics fand. Die Kanne gelangte auf unerfindliche Weise sogar ins Mentaldepot von ES - dies ist jedoch Arndt Ellmer zu verdanken. (PR 2560)

Kamashiten und der Erbgott Lullog

Wie kein anderer verstand es Ewers, die Kamashiten-Familie der Lokoshans und ihren Erbgott Lullog immer wieder in der Serie zu verewigen.

Weitere Lieblingsfiguren

Hans Kneifel

Atlan

Hans Kneifels Name ist vor allem mit einem einzigartigen Projekt in der Perry Rhodan-Serie verknüpft, den Atlan-Zeitabenteuern. In den von ihm so betitelten »Kammerspielen auf Larsaf III« konnte Kneifel in der Verknüpfung von Atlans Schicksal mit der Entwicklungsgeschichte der Menschheit seine Faszination für Historie und vergangene Kulturen ausleben. Darüber hinaus entdeckte Kneifel im Charakter des Arkoniden eine neue, sinnenfreudige Facette. (Quelle: AllMächtiger)

Vivier Bontainer

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Sandal Tolk

Mit Sandal Tolk wurde im Schwarm-Zyklus eine Figur konzipiert, die wie auf Hans Kneifel zugeschnitten wirkt. Schon äußerlich an Atlan erinnernd, kam der »moderne Barbar« auch den historischen Interessen Kneifels entgegen. Die Kombination hielt allerdings nur bis in den Altmutanten-Zyklus. Dann setzte sich Sandal Tolk nach zehn gemeinsamen Serien-Romanen von Autor und Figur zur Ruhe.

Joaquin Manuel Cascal

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Weitere Lieblingsfiguren

H. G. Francis

Galto Quohlfahrt

Im Roman PR 750 aus dem Aphilie-Zyklus taucht mit dem Robotiker Galto Posbi Quohlfahrt ein skurriler neuer Charakter auf, dessen sich Francis auch in einigen Folgeromanen immer wieder annimmt. (PR 750)

Weitere Lieblingsfiguren

Ernst Vlcek

Ernst Vlcek vereinte in seinen Romanen gerne die scheinbar gegensätzlichen Pole kosmische Themen und Humor. So decken seine Lieblingsfiguren auch ein weites Spektrum ab: von beinahe slapstickhaften Originalen bis zu tragischen Charakteren.

Michael Rhodan

Ernst Vlceks früheste Lieblingsfigur war eine, der er in seinen ersten gelesenen Perry Rhodan-Heftromanen begegnete: Michael Rhodan alias Roi Danton aus der Handlung ab PR 300 faszinierte Vlcek so sehr, dass er später mehrere Planetenromane über den jugendlichen Michael und seine Versuche, aus dem Schatten seines Vaters zu treten, verfasste. (Quelle: AllMächtiger)

Walty Klackton

In der Figur des »schrecklichen Korporals« Walty Klackton, den er spaßhaft sogar als sein »Alter Ego« bezeichnete, konnte Ernst Vlcek seinen Sinn für skurrilen Humor, Slapstick und Situationskomik ungezügelt ausleben. Er sagte selbst zu dieser Figur: »Mir waren praktisch keine Grenzen gesetzt, nicht mal die des guten Geschmacks.« (Quelle: AllMächtiger)

Weitere Lieblingsfiguren

Marianne Sydow

Jennifer Thyron

Aufgrund eines Leserbriefes, der die stereotype Darstellung weiblicher Figuren bemängelte, wurde Marianne Sydow von Kurt Bernhardt beauftragt, eine weibliche Hauptfigur für die Perry Rhodan-Serie zu entwerfen. Hieraus entstand Jennifer Thyron, wobei der Vorname auf einen Vorschlag von William Voltz zurückging. Neben dem Debütroman der Figur (PR 795) aus ihrer Feder begleitete Sydow Thyron bis zu ihrem Serien-Tod. (Quelle)

Weitere Lieblingsfiguren

Horst Hoffmann

Thomas Ziegler

Susan Schwartz

Reginald Bull

Von der ersten Seite ihres Serieneinstiegs in PR 1652 bis zu ihrem letzten Gastroman innerhalb der Serie in PR 2412, der in seinen ersten Sätzen genau diese Anfänge spiegelt, blieb Susan Schwartz der Figur Reginald Bull immer besonders verbunden.

Rainer Castor

Atlan

Auch Rainer Castors Lieblingsfigur ist der Arkonide Atlan, zu dem er als Bearbeiter der Atlan-Blaubände eine besondere Beziehung hat. Ihn fasziniert der Typ des »strahlenden Helden« mit Ecken und Kanten, der aber auch den schönen Dingen zugewandt ist, sowie der Vereinigung von Science Fiction mit der Historie der Erde im Lebenslauf des Arkoniden. (Quelle: AllMächtiger)

Leo Lukas

Im Stile der klassischen Perry Rhodan-Autoren hat auch Leo Lukas eigene Figuren kreiert, denen er in seinen Romanen häufige Gastauftritte beschert.

Specter

Im Sternenozean-Zyklus hat er seine Figur Specter immer wieder in die Hauptrolle schlüpfen lassen.

Hajmo Siderip

Anschließend hat er ab PR 2296 seinen »Sidekick« Hajmo Siderip bereits durch sechs Romane in drei Zyklen begleitet. Der Xenopsychologe ist eine Eigenkreation von Leo Lukas. Zitat Klaus N. Frick: »Der Kerl steht nie im Exposé, taucht aber trotzdem ständig auf.« (Quelle nicht mehr online)

Quellen

Autorenbiographien, AllMächtiger! Faszination Perry Rhodan