Litrak

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Person. Für das Luftschiff, siehe: LITRAK (Luftschiff).

Litrak war der ehemalige Kommandant des Urschwarms Litrakduurn.

AM07.jpg
Obsidian 7
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Er war ein Insektoide, dessen Körper einer terranischen Gottesanbeterin glich. Litrak war circa 4,5 m groß und bestand in seiner neuen Inkarnation (siehe Kapitel Geschichte) aus einer Art Psi-Materie, die an Schneeflockenobsidian erinnerte.

Charakterisierung

Litrak war von einem tiefen Hass gegen die Kosmokraten erfüllt, da sein Notruf, den er beim Angriff der Chaosmächte abgesetzt hatte, von ihnen ignoriert worden war. Der Teil des Litrak-Bewusstseins, der nicht mit dem Kristallmond Vadolon verschmolzen war, litt unter geistiger Verwirrung und war nur von dem Ziel beseelt, den Urschwarm neu entstehen zu lassen. (Obsidian 12)

Geschichte

Urschwarm Litrakduurn

Laut den Aufzeichnungen auf dem QUELLTRÄGER des Mächtigen Nuskoginus gehörte Litrak mit seinem Urschwarm Litrakduurn zu den ersten Beauftragten der Kosmokraten, die Leben und Intelligenz im Multiversum verbreiteten. Litrak führte den Urschwarm durch verschiedene Universen. (PR 2351)

Ende von Litrakduurn

Als Kommandant des Urschwarms Litrakduurn gelangte Litrak mit diesem vor circa 546 Millionen Jahren in die Nähe der Milchstraße. Der Schwarm materialisierte in zehn Wellen und begann mit der Ausstreuung von Biophore. Es kam zu unerwarteten Schwierigkeiten. Die einzelnen Blasen des Schmiegschirms gerieten in Unordnung, verloren den Halt untereinander, rasten in den Raum hinaus, wo sie mit Sonnen und Planeten zusammenstießen und lösten sich schlussendlich auf. Die blauen Transitionsenergie-Sonnen heizten sich auf. Ein künstlich geschaffener Aufriss mit einem Durchmesser von über einem Lichtjahr wurde als Ursache festgestellt. Im Zentrum des Energierings befand sich ein ringförmiges Gebilde mit einem Durchmesser von über zwei Milliarden Kilometern. Dieses Gebilde leitete Energien aus einem übergeordneten Kontinuum gebündelt in die Transitionssonnen. Gleichzeitig wurde ein zersetzender Einfluss auf das Gravitationsgleichgewicht des Schwarms festgestellt. (Obsidian 12)

Litrak erteilte den Befehl, dass die Raumschiffe Litrakduurn verlassen und sich verteilen sollten. Doch noch bevor die Anordnung ausgeführt worden konnte, meldete das Xöraft die Ankunft von Millionen von Raumschiffen, die Milliarden kleinerer Einheiten ausschleusten und um Litrakduurn eine Hohlkugel bildeten. Litrak ließ einen Notruf an die Kosmokraten aussenden. Doch die Kosmokraten antworteten nicht. Sie ließen ihn die nächsten 550 Millionen Jahre allein. Das Xöraft empfahl die Aktivierung des Notfallsystems. Angesichts der prekären Situation folgte Litrak der Empfehlung. Doch das Xöraft meldete den Fehlschlag, da die Hypertronik von einem unbekannten Einfluss beeinträchtigt wurde. Das Xöraft schlug die Versetzung des Bewusstseins Litraks in die Stasisblase des Backup-Systems vor. Da der Kommandant durch seine Hochrang-Berechtigung alle Funktionen beherrschen konnte, würde es ihm möglich sein, den Backup-Vorgang selbst einzuleiten. (Obsidian 12)

Im Verlauf des Prozesses, in dem Litrak seinen Körper aufgab und sein Bewusstsein mit der Hypertronik verschmelzen sollte, zehrte ein schwarzer Schatten große Teile seines Ichs auf. Nur ein kleiner Teil verblieb, der von der Hypertronik aber nicht anerkannt wurde. Litrakduurn wurde zerstört und teilweise von der Milchstraße »verschlungen«. Omega Centauri ist alles, was noch von diesem Urschwarm übrig ist. (Obsidian 12)

Litraks Originalkörper wurde vernichtet, und es entstand ein Obsidianwall, der das in einer zeitlosen Hyperraumblase verborgene Notfallsystem umschloss. Seit dieser Zeit war das Restbewusstsein ziemlich verwirrt und konnte die Backup-Funktion nicht mehr aktivieren. Litrak war gewissermaßen im Wissen gestorben, dass er versagt hatte und von den Kosmokraten im Stich gelassen worden war. (Obsidian 10)

Aus der Psi-Materie des Kristallmonds entstand danach ein neuer, aus Kristallen bestehender Körper für Litrak, der aber nur ein Abklatsch des Originalkörpers war und über ein verwirrtes Bewusstseinsfragment des ursprünglichen Schwarm-Kommandanten verfügte. (Obsidian 10)

Sardaengar

Kurz nach der Manifestation von Vinara, zu der es infolge von Sardaengars Interaktion mit dem Kristallmond kam, stellte das darin gefangene Litrak-Bewusstsein eine paranormale Verbindung mit dem Cyno her, um ihn zum Kristallmond zu locken. Nur mit ihm zusammen wäre Litrak in der Lage, durch die daraus resultierende Hochrangberechtigung den Urschwarm neu entstehen zu lassen. Sardaengar wehrte sich jedoch gegen diese Verlockung und kämpfte gegen Litraks neue Inkarnation, die dabei an verschiedenen Orten zahlreiche Kristallfragmente verlor. Die größte Ansammlung derartiger Fragmente befand sich im Canyon der Visionen auf der ersten Spiegelwelt Vinara. Der restliche Körper wurde von Sardaengar in der Eisgruft eingesperrt. (Obsidian 6)

Manche Bewohner der Spiegelwelten verehrten Litrak als den »Untoten Gott im Eis«. Sein Kampf gegen Sardaengar wurde auf den Spiegelwelten in Legenden und Mythen verbreitet. Der Sage nach sollten alle Bewohner Vinaras und der Spiegelwelten dem Tod anheim fallen, wenn Litraks Leben einmal tatsächlich enden sollte. (Obsidian 2)

Die Eisgruft

Der Orden der Wächter des Litrak sammelte und hortete seit langer Zeit Kristalle, bei denen es sich nach Ansicht der Wächter um Bruchstücke aus Litraks Körper handelte. Jeder Wächter trug darüber hinaus einen solchen Splitter in seinem Körper, der eine lebensverlängernde Wirkung hatte. Tempelzentrum des Ordens war die Stadt Malenke auf Vinara Fünf. Als Gegenspieler des Wächterordens traten Sardaengars Perlenträger von Helmdor auf. (Obsidian 6)

Der Litrak-Orden hatte es sich zum Ziel gesetzt, alle Kristallsplitter zu Litraks Eisgruft zu bringen, um den Gott wiederzuerwecken. Es wurden schon mehrere Expeditionen dorthin ausgesandt, aber von diesen hatte man nie wieder etwas gehört. Die Großmeister des Ordens waren der Meinung, Atlan könnte ihnen mit seiner besonderen Aura eine entscheidende Hilfe bei der Suche nach der Eisgruft sein. (Obsidian 6)

Atlan, Tamiljon und einige Kristallträger des Litrak-Ordens erreichten die Eisgruft auf Vinara Fünf nach einer Reise, die in der Stadt Aroc mit einem Luftschiff begann und bis zum Casoreen-Gletscher führte. Dort war bereits ein paranormaler Einfluss spürbar, der das Vorankommen behinderte. Atlan konnte ihm am besten widerstehen. (Obsidian 6)

Die Eisgruft wurde am 26. April 1225 NGZ erreicht. Es handelte sich um eine im Eis des Gletschers versunkene Goldene Technostadt, die schon teilweise vom Shainshar zerfressen war. Als Atlan am 27. April 1225 NGZ mit Großmeistern und Ordensbrüdern des Litrak-Ordens in die Eisgruft vorstieß, befand sich dort eine zehn Meter durchmessende Wolke aus durcheinander wirbelnden winzigen Kristallen. Acazar Cateireo und seine Männer warfen die mitgebrachten Kristallstäbe und Mondsplitter in die Wolke, in der Hoffnung, ihren Gott Litrak aus seinem Gefängnis zu befreien. Doch nichts geschah. (Obsidian 6)

Litraks Wiedergeburt

Erst als Atlan in die Kristallwolke eindrang, zeigte sich eine Reaktion. Die Kristalle bildeten eine Form aus, die sich aus Teilen der unterschiedlichsten Tiere zusammensetzte. Rüssel und Stoßzähne waren ebenso zu erkennen, wie glänzende Schuppen und gewaltige Muskelpakete. Doch die Form hatte nur wenige Sekunden bestand und löste sich wieder auf. Eine neue Gestalt entstand, mit wechselnden, sich immer wieder neu bildenden Gliedmaßen. Als dritte Figur bildete sich ein Ungeheuer mit Hauern und einem Kamm aus langen Zacken aus. Als nächstes bekamen Atlan und die Viin einen Roboter der Kosmokraten zu sehen, der von einem grellen Blitz abgelöst wurde. Vor den Männern stand nun ein 4,25 Meter hohes, zartgliedriges Wesen mit einem beinahe transparenten, blau schimmernden Kristallskelett. Es glich einer riesigen Gottesanbeterin mit einem kleinen, dreieckigen Kopf mit großen Facettenaugen. Der lange Oberkörper und die gestreckte Vorderbrust waren spitz zulaufend. Das obere Beinpaar stellte kräftige Fanggliedmaßen dar mit langen Dornen und Zähnen an den Chitinkanten. Die vier Hinterbeine waren dünn, sehnig und mit knotigen Gelenken versehen. Die Flügelpaare waren verschieden lang. In Ruhestellung verdeckte das vordere Paar die hinteren Flügel. (Obsidian 6)

Die Gottesanbeterin wendete sich gegen die Ordensbrüder. Die Greifklauen und die Sägezähne rissen die Hälse und Brustkörbe von Shynar Tana und Eclanar auf, die tot zusammenbrachen. Ein Kristallsplitter bohrte sich in Tamiljons Hals. Als Litrak sich Atlan zuwendete und mit den Vordergliedern zu einem Hieb ausholte, war der wiedererwachte Gott nicht fähig, zuzuschlagen. Er konnte den »Kosmokratenknecht«, der ihn nach all den Jahrmillionen gerettet hatte, nicht anrühren. Litrak stürmte davon und verschwand aus der Eisgruft. (Obsidian 6)

Seine Spuren wurden gefunden. Atlan schickte Teile seiner Nano-Module, die sich als eng anliegendes Band um sein Handgelenk gelegt hatten, aus, um sie an markanten Punkten der Eisgruft zu positionieren. Dieses Überwachungssystem sollte ihn im Falle einer Sichtung Litraks sofort informieren. Mit feinsten Bändern gelang es den Modulen, den Kristallenen an eine der Kugelpyramiden zu fesseln. Ilvin Mouna näherte sich und wurde von einem Fuß des Gottes, zu dem er gebetet hatte, durchbohrt und weggeschleudert. Ranin Rauva stürzte sich auf das Kristallwesen, das den Überschweren zerfetzte. Das Eis brach auf und das Shainshar ergoss sich in die Eisgruft. Schnell näherte es sich den verbliebenen Gefährten. Der Kristallene konnte sich losreißen und sprang mit einem Satz zwischen die Männer. Nunar Jhantar wurde achtlos beiseite geschleudert. Sein Genick brach. Mit lautem Getöse begann sich die Eisgruft zu bewegen. Die Braune Pest wich zurück. Die Gruft stieg bis zur Oberfläche des Gletschers auf. Die dortige strahlende Kuppel erlosch. Litrak hetzte über die Eisplatten davon. Die Eisgruft entpuppte sich als Goldene Technostadt, die einst von Sardaengar im ewigen Eis geparkt worden war. (Obsidian 7)

Das Kristallwesen schlug südliche Richtung ein und versuchte unter Meidung der Silbersäulen ein Obsidiantor zu erreichen. (Obsidian 9)

Samkar hatte Li da Zoltral ausgeschickt, um die Vereinigung Sardaengars mit Litrak und der Hypertronik zu verhindern. Eine Transition des Schwarmkerns – also Omega Centauris – würde die Milchstraße stark in Mitleidenschaft ziehen, da durch die auf Vadolon abgestürzte Vergessene Positronik eine sanfte Durchführung dieses Vorgangs nicht möglich wäre. (Obsidian 12)

Litrak floh zum Canyon der Visionen, um die verlorenen Bruchstücke seines Körpers wieder in sich aufzunehmen. Atlan und Tamiljon, dessen Körper von Litrak-Kristallen überwuchert wurde, konnten ihm folgen. Litrak, der inzwischen auf eine Größe von nur noch einem Meter geschrumpft war, wurde durch die Kräfte einiger in der Obsidian-Kluft gestrandeter Halbschläfer vorübergehend gelähmt. Tamiljon nahm den Kampf mit Litrak auf und vernichtete dessen Inkarnation. Sardaengar vereinigte sich derweil mental mit dem Kristallmond, in dem Litraks Original-Bewusstsein noch immer gefangen war. Das Backup-System des Urschwarms begann damit, alle Spiegelwesen und alle Spiegelwelten aufzulösen. Litrakduurn sollte neu initialisiert werden. (Obsidian 12)

Li da Zoltral brachte den Kristallmond zur Explosion, so dass die darin gelagerte Biophore harmlos verpuffte. Ein Psi-Sturm wurde entfesselt, durch den Sardaengar / Litrak eine höhere Existenzstufe erreichte. Auch Atlans Ritteraura schien dabei eine Rolle zu spielen. Zusammen mit Atlan sorgte Sardaengar dafür, dass Vinara-Eins zur Ruhe kam und sich stabilisierte. (Obsidian 12)

Quellen