Marcel Boulmeester

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Der Terraner Marcel Boulmeester war im Jahre 424 NGZ Kybernetiker und Chef des Forschungs- und Entwicklungslabors DELTACOM.

PR1010.jpg
Heft: PR 1010
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Er war mit gut zwei Metern Größe eine imposante Erscheinung. Sein schlanker Körper war durchtrainiert. Das Haupt wurde von pechschwarzen Haaren bedeckt. Im Gesicht mit den dunklen Augen fiel das kantige Kinn auf, das etwas zu weit vorstand. (PR 1010)

Charakterisierung

Marcel Boulmeester gehörte zu dem Personenkreis, der in den Konflikt zwischen ES und Seth-Apophis eingeweiht war. Er war ein ruhiger und selbstsicherer Mann. Seine Mitarbeiterin Verta Cholm hielt ihn für einen eingefleischten Einzelgänger. Sein großes Hobby war die Wildschweinjagd. Er hatte ein Jagdgebiet in Mitteleuropa. (PR 1010)

Geschichte

Der Wissenschaftler wurde am 24. Januar 338 NGZ in Terrania geboren. (PR 1010)

Nach achtzehn Jahre umfassender Ausbildung schloss er sein Studium mit exzellenten Ergebnissen ab. Er lebte fünf Jahre lang in einem Ehevertrag, konnte sich später aber kaum noch an den Namen der Frau erinnern. (PR 1010) Er arbeitete jahrzehntelang als verantwortlicher Institutsleiter von DELTACOM. (PR 1011) In den letzten sieben Jahren vor 424 NGZ arbeiteten Boulmeester und sein Team von DELTACOM an der Entwicklung eines Sonnenkollektors. Der Prototyp einer positronisch gesteuerten hyperenergetischen Einheit, die energetische Prozesse in Sonnen lenken konnte, war im Jahre 424 NGZ fertig gestellt. Da Boulmeester als führender Kybernetiker Terranias galt, wurde sein Institut mit der Erforschung der auf Mardi-Gras sichergestellten Computerbrutzellen und der Entwicklung von Polizeicomputerzellen betraut. Es konnten zunächst keine entscheidenden Fortschritte erzielt werden. Die erste Generation selbst hergestellter Zellen blieb inaktiv. Boulmeester suchte aus diesem Grund dringend Verstärkung für seine aus 31 größtenteils in Teilzeit arbeitenden Personen bestehende Forschungsgruppe. Sein Mitarbeiter Mortimer Skand stellte ihm am 3. September Adelaie vor. Nach einem kurzen Test stellte Boulmeester die junge Frau als Laborantin in seinem persönlichen Labor ein. Adelaie war vom ersten Moment an von Boulmeester fasziniert, wodurch Skands Eifersucht geweckt wurde. (PR 1010)

Am Abend des 3. September lud Boulmeester Adelaie und Skand zum Essen ein. Anschließend besuchten alle drei einen Spielsalon. Boulmeester verabschiedete sich überhastet, denn eines der Videospiele hatte ihn auf die Idee gebracht, wie sich die Intelligenz einer Computerbrutzelle testen ließ. Im Labor holte er eine der Original-Zellen aus dem gesicherten Behälter und setzte sie in eine Art Labyrinth. Ein Positronikchip diente als Köder. Die Zelle zeigte Anzeichen von Intelligenz. Sie überwand das Labyrinth und verschwand spurlos. Boulmeester verheimlichte diesen Vorfall. Am nächsten Tag wurde das Verschwinden einer der neu hergestellten Zellen festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, dass Quiupu die Zelle gestohlen hatte. Durch die Trennung von ihren »Artgenossen« wurde sie aktiviert, funktionierte aber fehlerhaft. Die Zelle kehrte am 5. September aus eigener Kraft ins Institut zurück und weckte ihre Artgenossen. Alle 500 Zellen der ersten Generation infizierten die Positroniken eines Labors im Institut und zerstörten sie. Das Labor konnte rechtzeitig abgeriegelt werden. Alle Zellen wurden durch einen kontrollierten Atombrand vernichtet. Die zweite Generation von Polizeicomputerzellen wurde fertiggestellt. (PR 1010)

Danach zog sich Boulmeester in sein Büro zurück und meldete sich nicht mehr. Da er sich schon zuvor merkwürdig verhalten hatte, wurde Adelaie misstrauisch. Sie sprach mit Skand darüber. Er rief im Institut an und erhielt die Auskunft, Boulmeester wolle den Abend im Klub der Waidmänner Terranias verbringen und dann nach Hause gehen. Adelaie und Skand begegneten ihm jedoch bei einer Banknotenausstellung, die sie am selben Abend besuchten. Als Skand ihm eine Frage zu einer Gedenkmünze zum Jahr 1971 stellte, antwortete er wie ein Computer. Als Adelaie ihn darauf ansprach, wiegelte er ab. Skand pflichtete ihm bei. Boulmeester wusste jedoch, dass mit ihm etwas nicht stimmte. Er verließ die Ausstellung allein. Er litt unter Schwindelanfällen, verlor alle Sinneswahrnehmungen und brach zusammen. Er fühlte sich erst besser, nachdem er sich eine kleine Verletzung zugefügt hatte, durch die ein Blutstropfen austreten konnte. Dieser Tropfen enthielt eine Computerbrutzelle, die später in Adelaies Körper eindrang. Einige Zeit später suchte Adelaie Boulmeester im Institut auf, weil sie sich immer noch Sorgen machte. Boulmeester bat sie, alle anderen Beschäftigten nach Hause zu schicken. Er spürte Verhärtungen auf der Brust und hörte eine fremde Stimme in seinen Gedanken. Er führte eine Körperdurchleuchtung mit einem Transpolator durch und fertigte Röntgenaufnahmen an. So stellte er fest, dass es neun massiv veränderte Stellen in seinem Brustkorb und zwei Bereiche im Gehirn gab. Unter normalen Umständen hätten diese Veränderungen seinen Tod bedeutet. Ein Bioraster des gesamten Körpers zeigte, dass es sich um eine Mischung aus Körpergewebe, positronischen Schaltelementen und Computerbrutzellen handelte. Offensichtlich bauten letztere Boulmeesters Organismus fortwährend um. Die inneren Organe wurden nach und nach ersetzt. Noch war der künstliche Parasit mit der Steuerung des menschlichen Körpers überfordert, so dass er Boulmeesters Geist nicht unterjochen konnte. (PR 1010)

Boulmeester vertraute sich Adelaie an. Sie sollte ihm helfen, die Wucherungen zu entfernen, durfte aber niemanden informieren. Die entsprechenden Einrichtungen waren in DELTACOM vorhanden. Tatsächlich konnten die veränderten Hirnbestandteile entfernt werden, doch dann wurde der positronische Operateur trotz aller Vorsichtsmaßnahmen von Computerbrutzellen befallen und verändert. Er schuf danach durch Gewebeentnahme mehr Platz für die Wucherungen in Boulmeesters Körper. Die Hirnwucherungen wuchsen schnell nach. Adelaie kam auf die Idee, die zweite Generation von Polizeicomputerzellen einzusetzen. Inzwischen hatten sich die Computerbrutzellen aber auch in ihrem Körper vermehrt. Als Adelaie Boulmeester die Polizeicomputerzellen spritzte, verlor sie das Bewusstsein. Die Computerbrutzellen gewannen die Oberhand über die Polizeicomputerzellen in Boulmeesters Körper. Letztere wurden ausgestoßen. Boulmeester folgte jetzt nur noch den Anweisungen der fremden Gedankenstimme. Als Skand in Sorge um Adelaie anrief, behauptete Boulmeester, es sei alles in Ordnung. Skand konnte Adelaie jedoch auf der Bildübertragung des Visiphons erkennen. Inzwischen war Boulmeester zu einem Computermenschen geworden. Seine gesamten Körperfunktionen wurden von dem ständig weiter wachsenden Parasiten beherrscht. Er befahl Skand, sich ruhig zu verhalten. Als Adelaie wieder zu sich kam, wollte sie die LFT informieren. Boulmeester verhinderte das und verlangte, sie solle ihm bei der Flucht helfen. Über die Computerbrutzellen in Adelaies Körper konnte er Zwang auf sie ausüben. Sein Ziel war NATHAN. (PR 1010)

Boulmeester und Adelaie verließen das Gebäude mit einem Gleiter. Boulmeester ließ zu, dass Adelaie bei Skand anrief und ihn vor einer möglichen Verseuchung des Labors durch Computerbrutzellen warnte. Boulmeester glaubte zunächst, NATHAN könne seinen Körper von den Parasiten befreien. In einem seiner letzten klaren Momente begriff er, dass es sich um eine Illusion handelte und dass die Computerbrutzellen ausschließlich das Ziel verfolgten, den lunaren Großrechner zu übernehmen. Er konnte nichts dagegen tun. Während Boulmeester in einem Hotel wartete, sollte Adelaie mit Skands Hilfe die Weiterreise nach Luna arrangieren. Quiupu, der inzwischen durch eigene Nachforschungen herausgefunden hatte, was mit Boulmeester geschehen war, fing Adelaie ab. Er betäubte die Frau und injizierte ihr eine von ihm vorbehandelte Polizeicomputerzelle. Diese vernichtete das Subsystem. Minuten später war Adelaie wieder wohlauf. Gemeinsam mit Quiupu wollte sie versuchen, Boulmeester unschädlich zu machen. (PR 1011)

Boulmeester hatte sich in der Zwischenzeit fast vollständig in den Fünften Boten verwandelt. Aufgrund ihres hohen Energiebedarfs hatten die Computerbrutzellen Boulmeesters organischen Körper zum Teil verzehrt. Die Befreiung Adelaies blieb dem Fünften Boten nicht verborgen. Als Quiupu und Adelaie das Hotelzimmer betraten, schlug er die Frau nieder und floh per Gleiter. Quiupu verfolgte ihn allein und störte den anderen Gleiter mit einem speziellen Gerät. Der Gleiter zerschellte an einer Felswand. Quiupu rammte den Fünften Boten mit dem eigenen Gleiter und injizierte ihm eine Polizeicomputerzelle. Diese hatte jedoch keine Wirkung. Der Fünfte Bote setzte Quiupu über seine Pläne ins Bild. Der Virenforscher tat so, als wolle er dem Fünften Boten bei der Manipulation eines Transmitters helfen. Obwohl der Fünfte Bote Quiupu durchschaute, gelang es diesem, einen Transport nach Luna zu verhindern. Beide wurden stattdessen nach OUTPOST-4271 versetzt. Der Hanse-Spezialist Deininger war das einzige Besatzungsmitglied dieser Raumstation. Der Fünfte Bote nahm Deininger die Waffe ab. Quiupu klärte Deininger über den Plan des Fünften Boten zur Infizierung NATHANS mit Computerbrutzellen auf. (PR 1011)

Als Hanse-Spezialist kannte Deininger die von den Computerbrutzellen ausgehende Gefahr. Mittels eines Codewortes veranlasste er die Stationspositronik zur Sprengung des zu OUTPOST-4271 gehörenden Transmitters. Es gelang Deininger, Boulmeester in die eine Kaverne unterhalb der Station zu locken, die mit einem mit Pilzsporten gesättigten Gasgemisch gesättigt war und die er selbst über die Notschleuse verlassen konnte. Deininger riegelte die Notschleuse von außen ab und legte einen Energieschirm über den Hauptzugang, so dass der Fünfte Bote und Quiupu gefangen waren. Anschließend machte Deininger Meldung bei NATHAN. Unter dem Einfluss des für Quiupu unschädlichen Gasgemischs verfaulten die letzten noch verbliebenen organischen Reste von Boulmeesters Körper. Danach war der Fünfte Bote ein ausschließlich aus Computerbrutzellen bestehendes Maschinenwesen. Mit Quiupu als Geisel erzwang der Fünfte Bote die Entsendung eines Raumschiffes nach OUTPOST-4271, welches er zum Flug nach Luna nutzen wollte. Aus einem Ableger des eigenen Körpers formte er eine Manschette, die sich um Quiupus Hals legte und den Virenforscher jederzeit töten konnte. (PR 1011)

Der Fünfte Bote ahnte nicht, dass das von der Besatzung geräumte Schiff, welches schon wenig später bei der Station eintraf, nur eine Hälfte des TSUNAMI-Pärchens TS-80/81 war. Der Fünfte Bote übernahm das Schiff mittels abgesonderter Computerbrutzellen und vernichtete OUTPOST-4271 mit den Bordwaffen. Da der Fünfte Bote das Schiff nicht ohne fremde Hilfe steuern konnte, musste er Quiupu Handlungsfreiheit lassen. Unbemerkt vom Fünften Boten sprach sich Quiupu mit einem autarken Hologramm ab, das als einziges »Besatzungsmitglied« an Bord geblieben war. Dieses entfernte Quiupus Halsmanschette und fertigte eine holografische Nachbildung des Virenforschers an, von der sich der Fünfte Bote täuschen ließ, weil er abgelenkt und zu selbstsicher war. Der holografische Quiupu befand sich in der Zentrale, als der Fünfte Bote das Schiff per Linearflug ins Solsystem steuerte. Der Fünfte Bote drohte mit der Tötung seiner Geisel, falls man ihn nicht zu NATHAN lassen würde. Den Terranern war klar, dass sie das Schiff restlos vernichten mussten, um zu verhindern, dass auch nur eine einzige Computerbrutzelle davonkam. Das Quiupu-Hologramm übermittelte insgeheim ein Signal, aus dem ein TSUNAMI-Spezialist im Krisenstab die richtigen Schlüsse zog. Man sicherte dem Fünften Boten eine Transmitterverbindung nach Luna zu, schickte aber ein mit einer Arkonbombe gekoppeltes Mini-ATG aus dem Schwesterschiff in die TS-81. Das Schiff des Fünften Boten wurde in die Zukunft gerissen und dort mitsamt aller Brutzellen vernichtet. Quiupu setzte sich zuvor mit einem Fluchttransmitter ab. (PR 1011)

Trivia

Marcel Boulmeester ist eine real existierende Person. Der Holländer rang auf nicht genau bekannte alkoholische Weise von Willi Voltz das Versprechen ab, in einem Doppelband-Auftritt »verbraten« zu werden. Er wurde dann dem Exposé entsprechend von Peter Griese, ohne dass dieser davon wusste, in die Romane eingebaut. (Werkstattband, S. 175f.)

Quellen

PR 1010, PR 1011