Ploohns

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Die Ploohns sind ein Insektenvolk aus der Galaxie Ploohn-Nabyl.

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Heft: PR 693
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild und Physiologie

Die Ploohns sind zwei bis 2,10 m groß mit einem hell- bis dunkelbraunen Chitinpanzer und wirken ameisenähnlich.

Der runde Kopf trägt zwei riesige glitzernden Facettenaugen und in Schläfenhöhe zwei filigrane Fühlerbündel. Der Mund ist dreieckig und völlig verhornt.

Ihr Körper besitzt eine Einschnürung in Taillenhöhe. Der 1,2 m breite Oberkörper ist kugelartig aufgewölbt. Er trägt die beiden Vorderarme. Der Oberkörper nimmt ein Drittel der Körperlänge ein. Die Einschnürung ist etwa 40 cm lang. Der Unterkörper trägt die vier weiteren Gliedmaßen. Das mittlere Gliedmaßenpaar befindet sich unmittelbar hinter der Einschnürung und kann sowohl als Bein- wie auch als Armpaar eingesetzt werden. Die hinteren Gliedmaßen sind Beine.

Normale Ploohns haben eine hohe Lebenserwartung von 500 Jahren. Die Lebenserwartung einer Königin scheint noch deutlich höher zu liegen.

Charakterisierung

Die Ploohns sind hochintelligent, emotionslos und zweckorientiert.

Bekannte Ploohns

Gesellschaft

Sie werden von einer Königin angeführt. Sie duldet keine anderen Königinnen neben sich, daher muss sie sich gegen ihre beiden Geschwister – die ebenfalls beide Königinnen werden können – durchsetzen, beispielsweise indem sie beide zur Flucht zwingt. Eine Ploohnkönigin ist circa fünf Meter groß und ihr Körper weist zwei Einschnürungen auf. Nur sie kann Eier legen.

Das Volk gliedert sich in drei Kasten:

  • Klaschoys – Soldaten, die etwas größer und schlanker als die Arbeiter gebaut sind (PR 692, S. 7)
  • Peggoys – Arbeiter, erfüllen alle anfallenden Aufgaben, für die keine besonderen Fähigkeiten benötigt werden (PR 692, S. 7)
  • Mopoys – verspielte Drohnen, die sich während der Besamung praktisch nur instinktiv verhalten und in der Nähe einer Eier legenden Königin aufhalten (PR 692, S. 7, PR 699, S. 18)

Die Ploohns sind aus ungeklärten Gründen auf mit Molkex-Staub gedüngte Pflanzenkulturen angewiesen, die sie auf zahlreichen so genannten Wachstumswelten in Ploohn-Nabyl und im Mahlstrom der Sterne anlegen. (PR 692, S. 7)

Raumschiffe

Ihre Raumschiffe sind zylindrig, wobei sie am Bug einen halbkugelförmigen Abschluss haben. Das Heck wird von einer angesetzten Kugel gebildet, welche einen größeren Durchmesser als der Zylinder hat. Aufgrund ihres Aussehens werden sie von den Terranern auch Kugelheckschiffe genannt.

Risszeichnungen

Geschichte

Die Hauptwelt der Ploohns war Kneys, der vierte Planet der Sonne Ploohnon.

Vermutlich über die Sonnentransmitter Archi-Tritrans und Gercksvira gelangte Molkex aus der Milchstraße in den Mahlstrom der Sterne. Über den Schlund und Kontra-Schlund erreichte es die Galaxie der Ploohns und sammelte sich dort über Jahrtausende auf dem Planeten Gragh-Schanath, wo es von den Ploohns abgebaut wurde.

Da die Ploohns aus unbekannten Gründen auf die Molkexdüngung angewiesen waren, waren die Molkexvorräte auf Gragh-Schanath für sie von existenzieller Bedeutung.

3460

Im Jahre 3460 waren die Ploohns über die Verbindung Kontra-Schlund/Schlund in den Mahlstrom der Sterne vorgedrungen und versuchten auch dort ihre Macht zu etablieren.

Als Perry Rhodan Terra und Luna vor dem Zugriff der Laren entziehen wollte, ließ er einen Transmittersprung der beiden Himmelskörper zum lemurischen Sonnentransmitter Archi-Tritrans vorbereiten. Dieser misslang jedoch, und Terra und Luna materialisierten im Mahlstrom der Sterne in unmittelbarer Nähe des Medaillon-Systems.

Auf Goshmos Castle, dem einzigen Planeten von Medaillon, herrschte Zeus über die dort lebenden Mucierer. Zeus erwies sich als ausgestoßene Ploohnkönigin. Sie verfügte über Paragaben und beträchtliche technische Anlagen in Höhlen unter der Oberfläche von Goshmos Castle.

Anfang April kam es im Medaillon-System zu ersten Kämpfen der terranischen Flotte mit den Raumschiffen der Ploohns. Gewarnt durch Zeus, konnte Roi Danton die Invasoren vernichten. Während des kurz darauf folgenden Einsatzes auf Zannack gelang es, die Itrinks von der verdeckten Herrschaft einer kleinen Gruppe von Ploohns zu befreien. (PR 684) Ähnliches geschah auf dem benachbarten Stiemond; zum ersten Mal gerieten hier Ploohns in terranische Gefangenschaft. (PR 685)

Später stießen die Terraner auf Schiffe und Stützpunkte der Ploohns unter ihrer Königin Jaymadahr Conzentryn. Es kam zu einer großen Schlacht zwischen einer Flotte von 30.000 Ploohnschiffen und einer großen terranischen Flotte, bei der die Terraner den Weg durch den Schlund in die Galaxie der Ploohns entdeckten. (PR 692)

Ein terranisches Kommando stieß im Untergrund von Kneys auf die blinde, psionisch begabte Königin Kayzihr Mandaynah. Es gelang den Terranern, durch den Einsatz von Anti-Molkex-Bomben auf Gragh-Schanath ein Einlenken von Jaymadahr Conzentryn zu erzwingen.

Für den Transfer von Terra und Luna in einen Orbit um Medaillon forderte Zeus drei Mopoys, um ein eigenes Volk gründen zu können. Da Jaymadahr Conzentryn dies den Terranern verweigerte, entführten die Terraner auf Caysire drei Mopoys. Diese erwiesen sich aber als präpariert. Durch eine sechsdimensionale Explosion verschwanden die Mopoys, Zeus und seine Burg. Die Maschinenanlagen für den Transfer von Terra und Luna wurden nur beschädigt.

Als Dank für die Vernichtung Zeus' ließ Jaymadahr Conzentryn die Anlagen auf Goshmos Castle instand setzen. Am 12. August 3460 schwenkten Terra und Luna in den Orbit um Medaillon ein. Zwischen Terranern und Ploohns wurde ein Vertrag geschlossen, der den Austausch technisch-wissenschaftlicher Informationen vorsah und die politischen Interessengebiete der beiden Sternenvölker gegeneinander abgrenzte.

Aufgrund der Verschiedenartigkeit blieb der Kontakt jedoch äußerst oberflächlich. (PR 700, PR 701, S. 12)

1312 NGZ

Als die SOL 1312 NGZ den Mahlstrom der Sterne erreichte und nach Mahagoul vorstieß, ortete sie Schiffe der Ploohns, die mit den Kosmokraten zusammenarbeiteten.

Quellen

PR 684, PR 685, PR 692, PR 693, PR 699, PR 700, PR 701