Ex-EZI 1

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Die Ex-EZI 1 war ein Spezialraumschiff der Explorerflotte, das später in Privatbesitz überging. (PR-TB 46, PR-TB 70)

Technische Daten

Der Explorer basierte auf einem Schweren Kreuzer der TERRA-Klasse, einem Kugelraumer mit 200 Metern Durchmesser, zwölf Teleskoplandestützen und einem Ringwulst. Die vierzehn unteren Decks waren weitgehend so ausgestattet wie bei einem Explorer üblich, auch die Beiboote und die Shifts verfügten über keine besonderen Merkmale. Die wissenschaftlichen Abteilungen waren durch einige zusätzliche Antigravlifts miteinander verbunden. Auf Deck 15 unter der Panzerglaskuppel des oberen Pols, wo sich bei Kampfschiffen die Transformkanone befunden hätte, war die Ezialistische Abteilung eingerichtet worden: ein spezielles persönliches Laboratorium nach den Vorgaben von Professor Flensh Tringel. Es handelte sich um ein chaotisches Durcheinander von zahllosen Maschinenanlagen, die scheinbar wahllos über-, neben- und beieinander aufgebaut waren. (PR-TB 46)

Als Besonderheit stand für die Besatzung in einem der Gemeinschaftsräume ein Sensitivkino zur Verfügung. (PR-TB 46 II, S. 130)

Die Ex-EZI 1 war außerdem mit mindestens drei Flugpanzern des Typs Shift ausgestattet. (PR-TB 46, S. 71)

Bekannte Besatzungsmitglieder

Geschichte

Der Prototyp

Auf der Grundlage des Projekts EZIALISMUS wurde die Ex-EZI 1 auf dem Planeten Opposite gebaut, wo auch im Januar des Jahres 2393 die Schiffstaufe erfolgte, zu der Reginald Bull persönlich anreiste. Aufgrund der hohen Kosten, die sehr viel höher als für ein gewöhnliches Explorerschiff waren, und der allgemeinen Ablehnung der Wissenschaftler der klassischen Fachgebiete war sich Bull schon bei der Indienststellung klar, dass es keine EX-EZI 2 geben würde. Bull übertrug dem erfahrenen Kommandanten Chester Wyland den Befehl, spezielle Ziele gab er aber nicht vor. Der Flug sollte dazu dienen, den Prototypen zu erproben und die praktischen Möglichkeiten des Ezialismus auszuloten. Das erste willkürlich gewählte Ziel nach dem Start von Opposite war eine etwa 3000 Lichtjahre vom Whilor-System entfernte Sonnenballung, für die der Schiffsastronom Phillip Rieda den Namen Drei-Finger-Nebel einführte. Während der Reise begann Professor Flensh Tringel, Leiter der ezialistischen Abteilung, mit einer Vorlesungsreihe, um der Besatzung die Grundlagen des Ezialismus nahe zu bringen, erntete aber nur geringes Interesse. (PR-TB 46)

Auf Phillip Riedas Initiative konzentrierten sich die Untersuchungen auf die vorhandenen Doppelsternsysteme, in denen er Planeten auf exzentrischen Bahnen und mit exotischer Flora und Fauna zu finden hoffte. In dem achten angeflogenen Sonnensystem entdeckte der Explorer den von einem Kristallmantel umhüllten Planeten Umtar. Zur Erkundung des Phänomens landete das Raumschiff auf der Hülle und schleuste drei Shifts aus. Wyland leitete die Expedition. Unversehens griff die Sechsdimensionalen Schlange Zete-Monas an, ein übermächtiges Ungeheuer mit parapsychischen Fähigkeiten. Der stellvertretende Kommandant George Mandell konnte gerade noch einen Notruf per Hyperfunk absetzen, bevor das Schiff und die drei Shifts in die Sechste Dimension verschleppt wurden. Während des dortigen Aufenthalts wurden Wyland und die restlichen Besatzungsmitglieder von den Telepathischen Zwillingshunden ausgehorcht und gaben unfreiwillig ihr Wissen über das Solare Imperium preis, ehe die Ex-EZI 1 wieder freigegeben wurde. (PR-TB 46)

Der intelligente Parasit Zete-Mona hatte bis dahin keine Vorstellung gehabt, dass es außer Umtar auch andere Welten gab, und fasste sogleich den Plan, seinen Machtbereich auszudehnen. In der folgenden Auseinandersetzung mit den Terranern unterlag er allerdings, nicht zuletzt dank des Eingreifens von Perry Rhodan. Professor Flensh Tringel kam dabei ums Leben; George Mandell übernahm daraufhin offiziell die Leitung der Ezialistischen Abteilung, überließ deren Verwaltung aber Dr. Wilma Sarlaya, die sich vorgenommen hatte, Tringels Erbe anzutreten. (PR-TB 46)

Museum der Weltraumfahrt

Ende des 24. Jahrhunderts beendete die Explorerflotte das Experiment mit dem Ezialismus, das Raumschiff sollte verschrottet werden. Unter der Regie von Dr. Sarlaya erwarb die Besatzung die Ex-EZI 1. Geparkt in der Victoria-Wüste, am Rande des Victoria-Naturschutzparks, nutzten sie die Decks 1 bis 10 ab dem Jahr 2398 für ihr Museum der Weltraumfahrt. Die Bezeichnung war nicht ganz zutreffend: Eigentlich handelte es sich um eine Ausstellung, die den Ezialismus und seine bisherigen Erfolge im Einsatz für das Solare Imperium in den Mittelpunkt stellte. In einer Zukunftsschau sollte den Besuchern vermittelt werden, wie die neue Wissenschaft den zivilisatorischen Standard fördern würde. Mit Vorträgen, Führungen und Broschüren versuchten die Wissenschaftler, den Ezialismus bekannter zu machen und für ihre Idee zu werben. Das Museum lief jedoch nicht so gut wie erhofft, der Durchbruch des Ezialismus ließ weiterhin auf sich warten. (PR-TB 70)

Reise nach Umtar

18 Jahre lang mussten die Ezialisten Rate für Rate an die Regierung abstottern, bis sie im Jahre 2416 endgültig die rechtmäßigen Eigentümer wurden. Dann beschlossen sie, ihren Sitz nach Umtar zu verlegen. Mit einem Paukenschlag sollte ihrer umstrittenen Wissenschaft die gebührende Anerkennung zuteilwerden. Der Plan sah vor, mit der Ex-EZI 1 einen medienwirksamen Pilgerflug nach Umtar zu unternehmen. Dort sollte niemand anderer als Perry Rhodan, der mit den Ezialisten sympathisierte, den Grundstein für das Erste Ezialistische Institut in Maragod legen. Allein die Exklusivrechte für die Berichterstattung brachten 1 Million Solar ein. Die von 30 TV-Sendern gebuchte Direktübertragung von dem Start und die geplanten Interviews stellten eine unübertreffliche Propaganda dar. (PR-TB 70)

Kurz vor dem Start sagte Rhodan per Hyperkomspruch ab; sein Sohn Michael war verschwunden. Wilma Sarlaya erriet ganz richtig, dass sich Mike und seine Urlaubsbekanntschaft Djilolo-Myhra auf die Ex-EZI 1 geschlichen hatten und Chester Wyland sie in der Ezialistischen Abteilung versteckte. Sie war damit einverstanden, Mikes Anwesenheit an Bord geheim zu halten, da sie ihn nach einem Attentatsversuch auf dem Flug nach Umtar für sicherer hielt als draußen – und mit dem Hintergedanken, den Vater bei ihrer Ankunft auf Umtar zu überraschen. Die Reise verlief aber völlig anders als geplant: Unmittelbar nach dem Start übernahm eine fremde Macht die Steuerung des Schiffes. Die Nonontol, auf der Suche nach einem Giftatmer, entführten das ganze Schiff. Es verschwand ohne die sonst bei einem Linearmanöver üblichen Strukturvibrationen. (PR-TB 70)

Nach den Abenteuern an Bord des Generationsschiffs der Nonontol gelangten Michael Rhodan und Wilma Sarlaya doch noch nach Umtar. (PR-TB 70)

Anmerkung: Über den Verbleib des Raumschiffs und dessen Besatzung nach der Entführung durch die Nonontol ist nichts bekannt.

Quellen

PR-TB 46, PR-TB 70