Vandemar-Zwillinge

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Die Zwillinge Mila und Nadja Vandemar, auch die Spiegelgeborenen genannt, verfügten über Parafähigkeiten. Mila besaß die Gabe des Struktursehens, Nadja die des Strukturformens.

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Heft: PR 1648
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Heft: PR 1748
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Heft: PR 1851 – Innenillustration
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Erscheinungsbild

Mila und Nadja Vandemar waren eineiige Zwillinge und jeweils 1,79 Meter groß. Sie hatten einen blassen Teint. Ihr brünettes Haar trugen sie schulterlang, dicht an den Kopf gekämmt und im Nacken zusammengeschnürt. Ihre großen Augen zeigten einen wachsamen, leicht misstrauischen Blick. Ihre vincranische Herkunft zeigte sich in der leicht gewölbten Stirn, sowie darin, dass ihre Haut bei passendem Lichteinfall grünlich schimmerte. 1217 NGZ begannen sie als Ausdruck ihrer zunehmenden Selbstsicherheit, ihr Haar offen und locker zu tragen. (PR 1650 E, Kap. 3, PR 1713)

Charakterisierung

Beide Schwestern waren scheu und reserviert. Nadja war im Vergleich zur unsicheren, stets argwöhnischen und zurückhaltenden Mila etwas aufgeschlossener. (PR 1650 E, Kap. 3)

Während des Flugs auf der STYX zur Großen Leere im Jahr 1216 NGZ entwickelten sie ein gesundes Selbstbewusstsein, wurden lockerer und gelassener und traten selbstsicherer auf. Teils gab es noch Stimmungsschwankungen. (PR 1700, PR 1713)

Geschichte

Mila und Nadja Vandemar wurden am 28. Januar 1171 NGZ auf Zwottertracht geboren. Ihre Mutter war Saira Vandemar, ihr Vater ein Vincraner namens Spyke, der bereits vor ihrer Geburt starb. (PR 1648)

Im Jahre 1201 NGZ erhielten die beiden Schwestern die beiden letzten Zellaktivatorchips. (PR 1648)

Die Vandemar-Zwillinge nahmen im Jahre 1202 NGZ an der Expedition zur Großen Leere teil. Auf diesem Flug versuchten sie, ihre Parafähigkeiten weiter kennen zu lernen und auszubauen. Dies erwies sich als schwierig, da sie sich nicht mehr als 900 Meter voneinander trennen konnten. Voltago gelang es dann jedoch, dass Mila Vandemar sich zumindest vier Minuten von ihrer Schwester entfernen konnte, ohne entsetzliche Schmerzen zu erleiden. Nur während dieser Zeit kam ihre Gabe voll zur Geltung. Voltago war es auch, der eine erste Definition ihrer Fähigkeiten lieferte. Er sagte aus, Mila sehe, sobald Nadja weit genug entfernt war, die Dinge an sich, nämlich zugleich von vorn und hinten und auch von innen nach außen. (PR 1677) Die Gabe wurde von Mila als Struktursehen getauft. Die Parafähigkeit von Nadja lag darin, die Dinge, die ihre Schwester sah, umzuformen. Ihre Gabe wurde als Strukturformen bezeichnet. (PR 1713)

Im Jahre 1207 NGZ gelang es beiden mit Hilfe von Voltago, die Durchgänge auf den Sampler-Planeten zu benutzen und so insgesamt 20 Spindeln zu bergen. Bei dieser Gelegenheit betraten sie auch gemeinsam erstmals die Brücke in die Unendlichkeit. (PR 1669, PR 1677)

Nach den Ereignissen um die Sampler-Planeten gab es für die Zwillinge keine weiteren Aufgaben. Sie zogen sich in den Bungalow eines der anderen Unsterblichen am Goshun-See zurück. Dort suchte sie am 30. November 1212 NGZ Moira auf. Sie berichtete von einer Aufgabe, für die sie Mila und Nadja benötige, und nahm sie ungefragt mit auf die STYX. So flogen die beiden mit Moria zur Großen Leere. Mit dabei waren die Spindelwesen und Alaska Saedelaere. (PR 1695)

Das erste Ziel an der großen Leere war der Sampler-Planet Achtzehn, bei dem 1207 NGZ keine Spindel gefunden wurde. Die Spindelwesen nahmen die Vandemar-Zwillinge kurzzeitig als Geiseln, um sich die Flucht durch den Schacht zu erzwingen. Da Moira die Schwestern schützen wollte, ließ sie die Geiselnehmer ziehen. (PR 1697)

Noch auf Achtzehn versuchte Moira, mit Mila den Schacht zu betreten. Doch sie schaffte es nicht wie Voltago, die Strukturseherin zu stabilisieren. So verbrachten sie die Zeit bis Ende 1215 NGZ damit, die Spindelwesen auf den Sampler-Planeten zu finden und auf die STYX zurückzubringen. (PR 1697)

Über den Pulsar Borgia und die Welt Yllax ging es Ende Juli 1216 NGZ nach Quidor zur Schule der Theans. Moira ließ die Zwillinge und Alaska Saedelaere auf der STYX zurück, gab ihnen jedoch Callons, damit sie sich in das Quidor-Netz einloggen konnten. Auf diese Weise mussten sie miterleben, wie die Kriegerin und die Spindelwesen in blinder Wut alle Einrichtungen auf dem Planeten zerstörten und letztlich alle Lebewesen umbrachten. (PR 1698)

Im Oktober 1216 NGZ wurden die Zwillinge von Alaska Saedelaere und Moira auf dem Flug nach Charon einer psionischen Reizstrahlung ausgesetzt. Dies setzte einen unumkehrbaren Prozess in Gang. Als die Sampler-Planeten gezündet wurden und Moira die Kontrolle verlor, nahm Mila trotz der Nähe ihrer Schwester die Vorgänge wahr. Nadja bekam diese Wahrnehmung aus Milas Geist übertragen und konnte erstmals selbst ihre bisher unbekannte Fähigkeit des Strukturformens in einer Abwehrreaktion einsetzen. Mit der STYX setzten sie ins Arresum über. (PR 1700)

Im Frühjahr 1217 NGZ hatte Nadja eine kurze Affäre mit Alaska Saedelaere. (PR 1720)

Als ein Diamantschiff der Abruse im Februar 1217 NGZ in der sich in der Todeszone des Arresums befindlichen CADRION eine bedrohliche Projektion erschuf, wehrte Nadja sie in einer unkontrollierten Überreaktion mit ihrer Fähigkeit ab. Wenig später aktivierte Nadja mit ihrer Gabe die Notautomatik des durch eine Schneeflocke stark beschädigten Raumschiffs und ermöglichte so die Flucht. Zusammen mit ihrer Schwester gelang es ihr, das ayindische Schiff flugtauglich zu machen. Die lebensbedrohliche Situation brachte die beiden dazu, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. (PR 1713)

Bei weiteren Expeditionen in die Todeszone halfen sie, ein Diamantschiff zu entern, eine Schneeflocke zu zerstören und einen abrusischen Kommandanten zu untersuchen. (PR 1715, PR 1720, PR 1723) Im September entdeckte Nadja in Utiekks Turm die Reste eines Archivs der Bayaren mit einem Hinweis auf Avanatas Armada. (PR 1730)

Während der Erforschung des Planeten Coral im Dezember wurden Nadja und Mila während eines Notfalls versehentlich weit über die kritische Distanz voneinander getrennt. Das Problem der räumlichen Trennung war außer Kraft gesetzt, vielleicht auch durch die Anwesenheit Voltagos, und die Zwillinge fühlten sich dennoch miteinander verbunden. Gemeinsam bekämpften sie selbst aus dieser räumlichen Distanz heraus das abrusische Pseudoleben in Gestalt von Corrax. (PR 1737)

Anfang März 1218 NGZ konnte Mila mit ihren Fähigkeiten auf dem Akademie-Planeten Olgur das Entstehen von Hyzzak verfolgen. Wenige Tage später zerstörten die Zwillinge einen von dessen Pseudokörpern. (PR 1746, PR 1747)

Als die Unsterblichen beim Vordringen in das Herz der Abruse in Illusionsblasen gefangen waren und sich nicht aus eigener Kraft hätten befreien können, fanden die Zwillinge anhand ihrer Verbindung einen Weg zueinander und befreiten anschließend die anderen aus ihren Trauminseln. (PR 1748)

Durch ihre Aktionen waren die Vandemar-Zwillinge maßgeblich am Erfolg beim Kampf gegen die Abruse beteiligt. Beim letzten Gefecht gegen den Feind bekämpften die beiden im April den zu einem tödlichen Trichter geformten abrusischen Staub, der die Galaktiker und die Nocturnen zu verschlingen drohte. Nachdem die Nocturnenstöcke durch die Landung auf dem Planeten der Abruse den Trichter zerfallen ließen, führte Mila Nadja durch das Netz der Abruse zu Knotenpunkten, die Nadja in den Zustand des sich ausbreitenden Kristallbrands versetzte. Auf diese Weise konnten sie die Abruse endgültig vernichten. (PR 1749)

Während die anderen Unsterblichen im 13. Jahrhundert NGZ das Projekt Camelot aufbauten, gingen die Vandemar-Zwillinge immer wieder auf »Goodwill-Tour« durch die Milchstraße, um das Image der Zellaktivatorträger aufzubessern.

Am 10. Juni 1289 NGZ kehrten Mila und Nadja Vandemar in Begleitung von Atlan zur Erde zurück. Das Team suchte nach Mitteln und Wegen, Terra aus dem Parazwang des Philosophen zu befreien. Als Mila und Nadja ihre Fähigkeiten gegen den Philosophen einsetzten, sahen sie schreckliche Bilder der Zerstörung. Bei diesem Vorstoß erfuhren sie etwas über die »Lehren des Philosophen«, aber auch über ein mysteriöses Bauwerk, an dessen Entstehen die im Bann des Philosophen stehenden Intelligenzen arbeiten sollten.

Den Vandemar-Zwillingen und den Herreach gelang es am 26. Juni 1289 NGZ in einer gemeinsamen Meditationsanstrengung, einen Übergang zur Traumblase zu öffnen. Mila und Nadja Vandemar unterstützten die Herreach dabei auf mentaler Ebene und stießen nach Öffnung des Durchgangs mit ihren geistigen Fähigkeiten in den fremden Bereich vor. Doch die Dinge entwickelten sich negativ. Die Spiegelzwillinge wurden von einem mächtigen Parawesen aufgespürt und verfolgt. Den rettenden Ausgang schon vor Augen, wurden sie von Goedda gestellt und getötet. Homer G. Adams datierte den Tod der Zwillinge auf den 30. Juni 1289 NGZ.

Die toten, engumschlungenen, kristallisierten Körper der Spiegelzwillinge wurden am 4. Juli 1289 NGZ von einem Posbikommando nahe der Stadt Moond auf Trokan geborgen. (PR 1851)

Am 21. Juli 1289 NGZ wurden die Leichen von Mila und Nadja Vandemar auf dem Planeten Saira bestattet. Die Zellaktivatorträger richteten ihnen zu Ehren ein Mausoleum ein und versiegelten den Zugang. (PR 1866)

Quellen

PR 1650, PR 1648, PR 1669, PR 1677, PR 1695, PR 1697, PR 1737, PR 1851, PR 1866