Nonontol

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Die Nonontol sind ein zwischen den Galaxien nomadisierendes Volk von unbekannter Herkunft, das ein gigantisches Generationsschiff bevölkert. (PR-TB 70)

Erscheinungsbild

Sie sind Plasmawesen ohne eine feste Gestalt und verfügen sämtlich über die Fähigkeit der Zellmodulation. In den überbevölkerten Regionen ihres Raumschiffs drängen sich Tausende von Nonontol auf engstem Raum zu unstrukturierten Schleimbergen zusammen; trotzdem ist der Platz so knapp, dass immer wieder Wände und Böden durchbrechen und damit die Struktur des Schiffs im Lauf der Zeit immer stärker in Mitleidenschaft gezogen wurde. Den Menschen gegenüber zeigen sie sich alle in ein- und derselben humanoiden Gestalt: groß und schlaksig, mit einem langen, ausdruckslosen Gesicht wie ein Pferd. Ihre gesamte Erscheinung strahlt Schwermut aus. Die Stimme klingt leidenschaftslos und ohne besondere Betonung oder Humor. (PR-TB 70)

Bekannte Nonontol

Gegenüber den Menschen, denen sie begegneten, traten die Nonontol mit einer Ausnahme unter dem Namen Palmer auf. Ihre Eigennamen gaben sie nicht bekannt.

Gesellschaft

Todesphilosophie

Aufgrund der Bevölkerungsexplosion während ihrer endlosen Reise wurde der Platz an Bord des Generationsschiffs der Nonontol immer knapper, so dass ihr Anführer und Kapitän sich schließlich gezwungen sah, das gesamte Volk einer Gedankenwäsche zu unterziehen und seinen Artgenossen die neue Todesphilosophie einzutrichtern. Der fast ununterbrochene Aufenthalt im Hyperraum und im Leerraum zwischen den Galaxien hatte bereits dazu geführt, dass sich die Nonontol von weltlichen Dingen abzuwenden begannen. Der Kapitän sorgte dafür, dass seine Artgenossen das Leben als leer und sinnlos einstuften. Vor der Geburt stünde das Nichts, nach dem Tod die Rückkehr in das Nichts, und nur das Nichts sei mithin »das Absolute« und die einzig wahre Daseinsform aller Dinge. Der Plan ging auf; die Sehnsucht nach dem Tod verselbständigte sich, die Legende von dem Giftatmer entstand. Am Schluss glaubte der Kapitän selbst an seine Legende. (PR-TB 70)

Erziehung

Das emotionale Verhalten der Menschen und die Leichtfertigkeit, mit der diese die Versuchungen des Lebens annehmen, erscheint den Nonontol angesichts der Ziele ihrer Todesphilosophie sinnlos. Daher werden ihre Kinder in dem so genannten Kindergarten in schmucklosen, gefängnisähnlichen Zellen untergebracht, um sie voneinander zu isolieren und alle unerwünschten Erbanlagen und alle natürlichen Triebe schon von Beginn an auszumerzen. Sobald ihr erster Entwicklungsabschnitt abgeschlossen ist, dürfen sie die Zellen verlassen und werden – immer noch alleine – in eine künstliche, trostlose Wüstenumgebung entlassen. Damit soll ihnen die Hoffnungslosigkeit des Daseins und die Nutzlosigkeit von jeder Form von Freiheit demonstriert werden. Sobald die Kinder gefestigt genug sind, müssen sie in einer üppig blühenden, aber ebenso künstlich erschaffenen Parklandschaft verschiedene Prüfungen über sich ergehen lassen, beispielsweise durch Maschinen mit dem Aussehen von fröhlich spielenden Mädchen. Damit werden die Nonontol herausgefiltert, bei denen die Erziehung gescheitert ist. (PR-TB 70)

Technik

Die Nonontol verfügen zwar über eine weit fortgeschrittene Wissenschaft und Technik, die jedoch seit Jahrhunderttausenden auf derselben Stufe stagniert. Zum einen handelt es sich um Hinterlassenschaften aus fernster Vergangenheit; zum anderen um Gerätschaften, die nicht von ihnen selbst entwickelt wurden, sondern die sie auf zahlreichen Zwischenstationen ihrer endlosen Reise eintauschten. Der Ezialist Chester Wyland nahm an, dass dieses poetisch begabte Volk im Gegenzug für die eingetauschte Technik Reime und Wahrheitssprüche feilbietet. (PR-TB 70)

Raumschiff

Das einzige bekannte Raumschiff der Nonontol ist ihr Generationsschiff, knapp zehn Kilometer lang, spiralförmig und mit einer fluoreszierenden Außenhülle. Es kann sich im Hyperraum aufhalten und verfügt über einen besonderen Antrieb, der es erlaubt, in Null-Zeit jede beliebige Entfernung zu überbrücken. Der Sprung erfolgt allerdings »gegen die Eigendrehung des Universums«; jeder Einsatz ist mit dem Risiko verbunden, in völlig unbekannte Regionen geschleudert zu werden. (PR-TB 70)

In dem Inneren des Raumschiffs ist die Atmosphäre mit Luftplankton angereichert, das den Nonontol zu ihrer Ernährung dient. Es gibt Anlagen für den Personentransport, die ähnlich wie Fiktivtransmitter funktionieren. Über die sonstige Gestaltung der Räumlichkeiten ist keine Aussage möglich, da alle für menschliche Besucher sichtbaren Abschnitte eigens für deren Sinnesorgane gebildet werden. (PR-TB 70)

Geschichte

Die offizielle Geschichte des Volkes der Nonontol war in dem Logbuch des Generationsschiffs aufgezeichnet, dem Buch vom Nichts. Wie weit die dort verzeichneten Ereignisse der Wahrheit entsprechen, ist jedoch nicht bekannt, da der Kapitän zur Durchsetzung der Todesphilosophie ohne Wissen des Volkes eine massive Geschichtsklitterung vorgenommen hatte. Festzustehen scheint, dass die Nonontol nach einem Sprung in Null-Zeit in die Milchstraße gelangten und angesichts von dem allerorten anzutreffenden Tod und Sterben neue Hoffnung schöpften, hier den ersehnten »Giftatmer« der Legende zu finden. 5000 von ihnen wurden auf die Suche geschickt. (PR-TB 70)

Nach vielen Fehlschlägen gelang es den Nonontol gegen Ende des Jahres 2416, die Ex-EZI 1 kurz nach ihrem Start zu einem Pilgerflug nach Umtar in ihre Gewalt zu bringen. Einer von ihnen, Palmer 3457, versetzte Reginald Bull, den jungen Michael Rhodan und seine Ferienbekanntschaften Buru-Slim und Djilolo-Myhra, sowie Dr. Wilma Sarlaya und Chester Wyland von der Besatzung der Ex-EZI 1 auf ihr eigenes Schiff. Wyland erkannte die Gefahr, dass die Nonontol Buru-Slim nicht mehr gehen lassen würden: Als Empath war er als einziger in der Lage, ihre Mentalität und ihre Todesphilosophie zu verstehen. Daher gab Wyland sich selbst als Empathen aus, übernahm die Rolle des »Giftatmers« und sorgte dafür, dass die anderen in der Nähe von Umtar freigegeben wurden. (PR-TB 70)

Quelle

PR-TB 70