OSA MARIGA

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Raumschiff. Für die Insel und den Ort auf dem Planeten Thea, siehe: Osa Mariga (Insel).

Der Weltraumzirkus OSA MARIGA war ein mobiles Unterhaltungszentrum mit Arenavorstellungen, Tierschauveranstaltungen und einem Glücksspielbereich.

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Traversan 6
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Technik und Aufbau

Das Raumschiff war ein modifizierter arkonidischer 300-Meter-Kugelraumer mit einem 25 Meter herausstehenden Triebwerks-Ringwulst und einem an der Unterseite angeflanschten 80 Meter hohen Konus, der einen Bodendurchmesser von 250 Metern besaß. (Traversan 6)

Statt einer kompletten Arkonstahl-Struktur wurden aus Kostengründen nur das Kernskelett und die Hauptverstrebungen aus Arkonstahl erstellt, alle anderen Teile, zum Beispiel die Außenhaut, Deck- und Wandstrukturen bestanden aus einer minderwertigen Ferroplastiklegierung minderer Güte, deren Temperaturbeständigkeit bei circa 1000 bis 1200 Grad lag. (Traversan 6)

In der oberen Kugelhälfte waren Schutzschirmprojektoren und -Generatoren, ein Hangarring sowie im Kernbereich die Positronik, die Kommandoräume und die Privatquartiere der Besatzung untergebracht. (Traversan 6)

Ein 75 Meter hoher Bereich in der Schiffsmitte barg unter anderem die Transitionskonverter sowie die Reaktoren und die Direktstrahlmeiler der Impulstriebwerke. (Traversan 6)

Die Decks unterhalb des Maschinen- und Aggregatebereichs in Höhe des Ringwulstes waren den Tieren vorbehalten. Hier lagen auch Vorratsräume und ein zweiter Hangar- und Schleusenring. Im Konusabschnitt des Schiffspoles war Raum für die Requisiten, die Arenatechnik sowie für Bereitschaftsräume und Garderoben der Artisten. Sechs Hauptschächte, jeweils 16 Meter im Durchmesser, verbanden den Konusboden mit der eigentlichen Schiffszelle und erstreckten sich fast bis zum oberen Pol. Die Antigravschächte konnten auch auf Prallfeld- oder elektromagnetischen Betrieb mit Aufzugskapseln umgestellt werden; Erstes meist für den Tiertransport, das Letztere für den Schnelltransport. (Traversan 6)

Die obere Hälfte des Konus barg den Bereich der Polzelle des Raumers, so dass eine Gesamthöhe von 340 Metern erreicht wurde. Der Konus bildete die Landefläche, sodass keine Teleskopstützen benötigt wurden. Im unteren Teil war auch der 100 Meter durchmessende Dom der Zirkusarena, mit Platz für 27.000 Besucher untergebracht. Rund um die Arena standen auf einer Fläche von 50.000 Quadratmetern Kasinos, Vergnügungssäle, multimediale Amüsierbetriebe sowie Bars und Restaurants den Gästen zur Verfügung. (Traversan 6)

Im Jahre 12.402 da Ark lag die Indienststellung der OSA MARIGA bereits mehr als 30 Arkonjahre zurück. Zunehmend gab es Probleme unter anderem mit den optopositronischen Datenleitungen. Eine zeitnahe Überprüfung in einem Trockendock erschien angebracht. (Traversan 6)

Der Weltraumzirkus verdiente sein Geld mit den artistischen Vorstellungen in der Arena, den ausgelagerten Tierschauen sowie der Spielbereich, der den größten Teil des Profits beisteuerte. (Traversan 6)

Die Privaträume von Direktorin Farfanee erstreckten sich über mehrere Kabinen, die von gelbrotem Mischlicht erhellt wurden. Der Boden war mit einem grünbraunen Teppich mit hohem Flor ausgelegt, die Wände von dunkelgrünem Samt bedeckt, der mit Blatt- und Blütenrüschen verziert war. Zierliche Glastische mit darauf stehenden geschwungen verdrehten Metallskulpturen bildeten einen Teil der Einrichtung. Von der Decke hingen Fächer aus Gespinst und verstärkten den Eindruck eines stilisierten Urwalds. (Traversan 6)

Tierbereich

Die Tiere wurden in durch Energieschirme isolierten und damit von Außeneindrücken abgeschirmten Gehegen gehalten. Mittels Holo-Projektionen und Psychostrahlern wurde ihr gewohntes Ökosystem simuliert. Dazu gehörten auch die positronisch gesteuerte Ausbringung von Duftstoffen sowie die Erstellung einer passenden Geräuschkulisse. Sobald sich die Tiere innerhalb dieser Simulation in Bewegung setzten, wurden sie von Kraftfeldern ergriffen, die ihnen, ähnlich der Funktion eines Rollbandes, einen scheinbar unbegrenzten Bewegungsspielraum vortäuschten. (Traversan 6)

In die Gangbereiche vor den Gehegen wurden die Geräusche aus den Gehegen übertragen. Für den Fall eines Transports der Tiere wurden mittels ferngesteuerter Gatter und Prallfeldbarrieren die Tiere voneinander getrennt und zu den Hauptschächten, in die Arena oder zu Frachtcontainern im Hangarbereich geleitet. Dabei wurde auf einen sanften, nur allmählichen Übergang der Umweltbedingungen geachtet. (Traversan 6)

Der Zirkus führte Tierarten von mehr als 50 Planeten mit sich. (Traversan 6)
Darunter befanden sich beispielsweise:

Besatzung

Die Besatzung setzte sich aus 507 Personen zusammen, von denen 300 für den Schiffsbetrieb zuständig waren und weitere 200 sich als Ausstatter, Techniker, Tierbetreuer und Artisten um den Zirkusbetrieb kümmerten. Zu dieser zweiten Gruppe zählten etwa 100 Arkoniden, der Rest gehörte insgesamt 27 verschiedenen Völkern an. Oftmals übernahm die Zirkusbesatzung mehrere Funktionen in der Tierpflege, in der technischen Ausstattung oder als Zirkusdarsteller. (Traversan 6)

Bekannte Besatzungsmitglieder

Geschichte

Im April 5772 v. Chr. (Ansoor des Jahres 12.402 da Ark) hielt der Weltraumzirkus ein Gastspiel auf dem Planeten Links-Aubertan vor der Imperatorenfamilie von Reomir IX., der mit seinem Jagdpalast und seinem gesamten Hofstab hier zur Jagd weilte. Die Vorstellungen und Ausstellungen verliefen problemlos bis kurz vor dem Ende des Gastspiels ein Feuer ausbrach. Es konnte rasch gelöscht werden, einige Tiere wurden aus Sicherheitsgründen paralysiert und in ihre Gehege zurückgebracht. (Traversan 5)

Noch am selben 18. Prago des Ansoor startete die OSA MARIGA mit Ziel Couratto IV, dem in sieben Pragos dann Vorstellungen zunächst auf Kalak III und dann ohne Pause auf Jacinther IV folgen sollten. Nach dem Start stellte sich der blinde Passagier Altao Ta-Camlo der Direktorin vor und offerierte ihr für die Mitnahme nach Couratto IV ein erkleckliches Entgelt, das Farfanee annahm. Die nächste Vorstellung sollte in wenigen Tagen bereits auf Couratto IV stattfinden, so dass Farfanee Kommandant Jautiasch dom Cicol zur Eile ermahnte – auch wenn dieser vor einem aufkommenden Hypersturm warnte. (Traversan 6)

Kaum bei dem Leuchtfeuer 12-Lokorn angekommen, schlugen die Strukturtaster der OSA MARIGA an. Ein Schlachtschiff der imperialen Flotte, die ROMAN, war in den Normalraum zurückgetaucht und steuerte den Weltraumzirkus an. Die Waffenkuppeln waren ausgefahren, die darin untergebrachten Waffen aktiviert. Altao Ta-Camlo, Farfanee, Terban und Jautiasch stürmten in die Zentrale. Altao forderte den Kommandanten auf, eine Nottransition durchzuführen, da der Angreifer ohne Warnung das Feuer eröffnen würde, da er sich zweifellos im Angriffsflug befand. Da die Koordinaten zur Rückkehr in das Links-System noch nicht programmiert worden waren, befanden sich noch immer die Daten für den Sprung in das Couratto-System im Speicher der Bordpositronik. Während Jautiasch auf die Schalttaste zur Einleitung der Transition schlug, wurde die OSA MARIGA von Desintegratorstrahlen mit etwa 30 Metern Durchmesser getroffen, die zwei Löcher in den konusförmigen Sektor des Schiffes bohrten und Dutzende Meter bis weit in den Bereich der eigentlichen Kugelzelle reichten. Drei weitere Treffer streiften den Konusboden und frästen aus der Kante halbkreisförmige Abschnitte heraus. Mindestens fünf der Impulstriebwerke wurden vollständig zerstört. Zumindest zwei Impulsstrahlen hatten unterhalb des Ringwulstes langgestreckte Krater verursacht. Der Hangarabschnitt mit den beiden Leka-Beibooten war schwer getroffen. Durch die Treffer blähte sich die OSA MARIGA auf einen Durchmesser von einigen Kilometern auf und verschwand durch den Hyperraum. (Traversan 6)

Jautiasch und Altao erholten sich am schnellsten von den Entzerrungsschmerzen. Sie übernahmen die Steuerung der OSA MARIGA. Explosionen erschütterten das Schiff. Auf der nur noch zum Teil funktionierenden holographischen Panoramaprojektion wurde ein Planet immer größer. Altao fuhr die verbliebenen Bremstriebwerke auf 110% ihrer Leistung hoch. Hyperfunk und Prallfelder funktionierten nicht mehr. Eine harte Landung auf Couratto III war abzusehen. In einem Feuerschweif aus ionisierten Luftmolekülen raste die OSA MARIGA der Planetenoberfläche entgegen. Das Schiff tauchte in das Urmeer ein, prallte auf den seichten Meeresboden und überschlug sich. Der Weltraumzirkus versank im Schlot eines unterseeischen Vulkans. An Bord spielten sich zahlreiche Dramen ab. Viele Tote waren zu beklagen, unter ihnen war auch Farfanee. Medoroboter kümmerten sich um die Verletzten. In der Zentrale gab es bis auf die Zirkusdirektorin keine Opfer. (Traversan 6)

Der Vulkan drohte auszubrechen. Der Besatzung war bewusst, dass sie das Schiff so schnell wie möglich verlassen mussten. Allerdings lag die OSA MARIGA in einer Tiefe von 423 Metern. Der Wasserdruck außerhalb des Schiffes lag beim 42,3fachen des Normalwertes. (Traversan 6)

Nur 204 Besatzungsmitglieder hatten den Absturz überlebt. Von diesen waren 27 sehr schwer verletzt und 247 wurden vermisst. Die vier oberen Decks waren von Wasser überflutet, ebenso drei der Hauptschächte. In den unteren Bereich der OSA MARIGA war Magma eingedrungen. Kemprey entwickelte den Plan, das Schiff in druck- und wasserdichten Behältern zu verlassen. An Bord gab es insgesamt zehn dieser Container, in denen üblicherweise die Tiere transportiert wurden. Jautiasch organisierte die Evakuierung in diesen Containern. Tatsächlich konnten alle sechs präparierten Behälter das Wrack verlassen und die Meeresoberfläche erreichen. Die OSA MARIGA wurde von dem aufsteigenden Magma zerstört. (Traversan 6)

Von den sechs umgebauten Containern wurden zwei von der Druckwelle des eruptierenden Vulkans zerstört, so dass schließlich nur 114 von 507 Besatzungsmitgliedern den Absturz überlebten. (Traversan 6)

Ein Kreuzer von Couratto IV barg die Überlebenden aus dem Meer und flog sie zum Nachbarplaneten. (Traversan 6)

Quellen

Traversan 5, Traversan 6