Paramags

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Die Paramags (Kurzform für Paramagnetiseure) sind die Bewohner des Trümmersystems Paramag-Alpha im Zentrumskern der Milchstraße. Sie werden auch als »Magnetvolk« bezeichnet.

Sie bezeichnen sich selbst als Thoitemi. (PR 2789)

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Heft: PR 592
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Heft: PR 591
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Heft: PR 594 – Innenillustration 1
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Heft: PR 596 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Paramags ähneln haarlosen, aufrecht gehenden terranischen Bibern mit Pavianköpfen. Sie werden bis zu 1,35 Meter groß und haben zwei Arme und zwei Beine. Ein drittes Bein befindet sich an der Rückseite des Körpers. Dieses »Wirbelbein« dient als zusätzliche Stütze und wird beim Gehen hochgeklappt. Die Füße sind dreizehig, die Hände haben vier Finger und zwei Daumen.

Das Gesicht eines Paramags wird dominiert von einer stark vorgewölbten Schnauze und zwei großen, runden Facettenaugen, die türkis schillern. An den großen, sehr beweglichen Ohren sitzen Nervenfühler, die es den Paramags ermöglichen, die leisesten und für Menschen unhörbaren Geräusche wahrzunehmen.

Gucky bezeichnete die Paramags wegen ihrer Ähnlichkeit zu Mausbibern schlicht als »Affenbiber«. Und er befand:

Zitat: [...] »Nichts gegen Affen, deren gibt es wahrlich genug im ganzen Universum, aber die Gesichter störten mich. Ich habe nichts gegen Paviane, höchstens dann, wenn sie so aussehen wie ich. Aber es mag durchaus möglich sein, daß Paviane etwas dagegen haben, so auszusehen wie ein Mausbiber.« [...] (PR 593)

Charakterisierung

Das Verhalten der Paramags wird geprägt von einem sehr starken Bedürfnis nach Zurückgezogenheit. Sie nehmen am politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Geschehen der Milchstraße kaum teil. Dies rührt von den Geschehnissen im Metapsychischen Krieg her, die die meisten Paramags auch viele Generationen später noch verunsichern. (PR 2789)

Bekannte Paramags

 

Paragabe

Die Paramags haben sich auf dem Planeten Pordypor entwickelt, der reich an PEW-Metall war. Sie haben deshalb die Parafähigkeit der Paratransdeformation entwickelt. Sie können ihre Körper vollständig auflösen und in Impulse umwandeln, die in PEW-Metall integriert werden können. Die Paramags können somit innerhalb des PEW-Metalls leben und entlang von Adern aus dieser Substanz reisen. Auf diese Weise werden auch Maschinen gesteuert, das heißt sie werden gelenkt, indem die Paramags sich in den PEW-Adern in bestimmten geometrischen Bewegungsmustern fortbewegen, die dann eine Reaktion der jeweiligen Maschine auslösen. Über so genannte Paratransaugen können die Paramags die PEW-Erzadern betreten und verlassen.

In ihrem Heimatsystem überwinden sie Entfernungen bis zu mehreren tausend Kilometern über flexible PEW-Kabel oder starre PEW-Schienen, mit denen die größeren Trümmerstücke ihres Heimatplaneten untereinander verbunden sind. Wenn an einem entfernten Zielort ein PEW-Vorkommen angepeilt werden kann, sind mit einem PEW-Bezugstransdeformator sogar transmitterähnliche Sprünge über interstellare Entfernungen hinweg möglich.

Sie betrachten jegliche Vorkommen an PEW-Metall als ihr Eigentum, da sie ohne PEW-Metall nicht leben können.

Gesellschaft

Regierung

Die Regierungsspitze der Thoitemi wird aus vier Personen gebildet, zwei Quellhütern und zwei Schwellenwärtern. Die Quellhüter sind für politische Entscheidungen und das Wohlergehen der Bevölkerung zuständig, während die Schwellenwärter sich um Kontakte mit den Angehörigen fremder Völker kümmern. Auch hier wird das fast übervorsichtige Verhalten der Paramags deutlich, da sich möglichst niemals alle vier Regierungsmitglieder an einem Ort aufhalten sollen, damit im Unglücksfall sofort ein Stellvertreter die Amtgeschäft übernehmen kann. (PR 2789)

Sitten und Gebräuche

Eine große Rolle in der Gesellschaft der Paramags spielt die Fahigkeit der Paratransdeformation. Hohes Ansehen genießen besonders sensible Personen, die mit ihren Sinnen die Art und Qualität der Bewegung im PEW-Metall beurteilen können. Diese sind dafür zuständig das Reisenetz zwischen den Trümmerstücken des Paramag-Alpha-Systems zu überprüfen und mögliche Unregelmäßigkeiten zu melden, damit diese beseitigt oder umgangen werden können. (PR 2789)

Fast schon als Ausgestoßene werden dagegen diejenigen Paramags behandelt, die die Fahigkeit ins PEW-Metall einzutauchen verloren haben. Sie werden als Undenkbare bezeichnet und auf dem Planetoiden WABE 1312 von besonders geschultem Pflegepersonal betreut. Meist erfolgt der Verlust der Paratransdeformation durch einen Zusammenstoß mit einem anderen Reisenden im PEW-Metall. Dabei findet eine Vermischung der beiden, oder manchmal auch mehreren, Bewusstseine statt, was sich in schizophrenen Anfällen und Bewusstseinstrübungen äußert. (PR 2789)

Bei der Kommunikation spielt die Mimik, und dort vor allem das Aussehen der Nase eine große Rolle. Mit ihr können die unterschiedlichsten Gefühlszustände wie zum Beispiel Triumph, Neugier oder auch ein Lächeln ausgedrückt werden. (PR 2789)

Technik

Das Netz aus PEW-Kabeln und -Schienen bildet auch ein positronisches Rechnersystem, zu dem die Paramags über die Paratransaugen Zugriff haben. (PR 2789)

Die Bewohner des Trümmersystems wenden erhebliche Anstrengungen und Materialmengen auf, um auf den WABEN unter großen Kuppeln aus einem glasähnlichen Material Habitate mit üppigem Pflanzenwuchs betreiben. Diese erinnern sie an die natürliche Umgebung ihres zerstörten Heimatplaneten. (PR 2789)

Die Verbindung zwischen den WABEN findet für Angehörige fremder Völker mit kleinen Fähren statt, die von Paramags mit ihrere Fähigkeit der Paratransdeformation gesteuert werden. (PR 2789)

Bekannte Raumschiffe

Geschichte

Circa 106.600 v. Chr.

Die Paramags hatten eine hochstehende Zivilisation entwickelt, die bereits Antimaterie beherrschte und sich anschickte, die bemannte Raumfahrt aufzunehmen. Doch die Gesellschaft war tief gespalten. Auf Pordypor standen sich die Gruppe der Wissenschaftler und der Priester unversöhnlich gegenüber. Eine Flotte von dreihundert eiförmigen Raumschiffen war gebaut worden, um andere Welten mit PEW-Metall zu finden. Für den Bau der Flotte war eine größere Menge an PEW-Metall verwendet worden, ohne die eine Besatzung nicht überleben konnte. Das veranlasste die Gruppe der Priester, den Start der Flotte zu verhindern, um den Verlust des wertvollen PEW-Metalls zu verhindern. In ihrer Verzweiflung setzten sie schließlich Antimateriewaffen ein, die Pordypor zerrissen und fast den Untergang der Paramags mit sich brachten.

Das Wissen über diese Begebenheiten stammt von Gucky, Icho Tolot und den Altmutanten, die eine unfreiwillige Zeitreise in die Vergangenheit unternahmen. (PR 593)

Circa 46.600 v. Chr.

Pordypor wurde von den Paramags in dem lange zurückliegenden Krieg vernichtet. Doch ein Großteil der Paramags überlebte und bevölkerte seitdem die circa 2100 verbliebenen, PEW-Metall-haltigen großen Trümmerstücke des ehemaligen Planeten, die Paramag-Alpha umkreisen. Die Paramags bezeichneten diese Trümmerstücke als WABEN und nummerierten sie durch.

Ein Forschungsschiff, die PARGAT, war etwa einhundert Jahre zuvor von einer Reise zurückgekehrt und hatte eine Bruchlandung gemacht. Die Überlebenden berichteten von einer wunderbaren Welt, einem großen Planeten mit scheinbar unendlichen Vorkommen an PEW-Metall. Das war Grund genug, einen der Meteoriten zu einem Raumschiff auszubauen, um den besagten Planeten zu finden und für die Paramags in Besitz zu nehmen.

Gucky und Icho Tolot, die während der Vernichtung Pordypors einen Zeitsprung um etwa 60.000 Jahre in die Relativzukunft machten, brachten diese Informationen mit. Tolot berechnete, dass der von den Paramags beanspruchte Planet identisch mit Zeut war. Um eine Eroberung durch die Paramags zu verhindern, wurde die Steuerung des für die Erforschung von Zeut vorgesehenen Meteoritenraumschiffs manipuliert, welches später auf Asporc abstürzte. Den Altmutanten war es inzwischen gelungen, einige Paramags zu übernehmen und so ihre Existenz zu sichern. (PR 593)

Anmerkung: Die Zeitangabe des zweiten Zeitsprungs um 60.000 Jahre in PR 593 ist ein Autorenfehler. Zu dieser Zeit war Zeut bereits seit über 3400 Jahren zerstört und die PARGAT konnte demnach nicht um 46.656 v. Chr. von Zeut zurückkehren.

3444

Das Meteoritenraumschiff von Asporc war durch die Aktivitäten der Altmutanten und der Asporcos aktiv geworden und kehrte zum Paramag-Alpha-System zurück. Die degenerierte Besatzung wurden von den im Trümmersystem beheimateten Neo-Paramags gefangen genommen, die sich in den vergangenen Jahrtausenden weiterentwickelt hatten. Die Neo-Paramags erfuhren so vom ursprünglichen Auftrag des Raumschiffes und nahmen die alten Eroberungsabsichten wieder auf.

Im Juli 3444 versuchten die Neo-Paramags, mit Hilfe des PEW-Bezugstransdeformators zum Planeten Zeut im Solsystem vorzudringen. Da Zeut allerdings bereits im Jahre 50.068 v. Chr. durch einen Angriff der Bestien vernichtet worden war, erreichten die Paramags nur kleine Bruchstücke, die PEW-Metall enthielten. Sie gerieten in Konflikt mit den Terranern und konnten von diesen schließlich aus dem Solsystem vertrieben werden. (PR 596)

Ende Juli gelang es, WABE 1000 aus dem Trümmersystem zu entführen und mit einem Flottentender zur Tolot-Ballung zu bringen. Die Altmutanten hatten sich inzwischen an ihre neue Daseinsform innerhalb des PEW-Metalls gewöhnt und benötigten auch keinen Paramag als Wirtskörper mehr. (PR 597)

Nach 3444 gab es kaum noch offizielle Kontakte zwischen den Paramags und den restlichen Milchstraßenvölkern. Sie blieben lieber unter sich. (PR 2789)

1517 NGZ

Im 16. Jahrhundert NGZ trug das Staatengebilde der Paramags den Namen Payn-Gath, was soviel bedeutet wie »das Gemeinsame Leben«. (PR 2789)

Im Jahre 1517 NGZ kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Paramags, Tefrodern und einer aus Monkey, Gucky, Vazquarion und Munroe Cardan bestehenden Einsatzgruppe auf WABE 1312. Im Verlauf der Kampfhandlungen wandten sich auch zwei Gruppen von Paramags gegeneinander. Eine Gruppe befürwortete die Öffnung für die Völker die Milchstraße, die andere wollte die Isolationspolitik ihres Volkes beibehalten. (PR 2789)

Quellen

PR 590, PR 591, PR 592, PR 593, PR 594, PR 595, PR 596, PR 597, PR 598, PR 599, PR 2789