Planet der Formatierer

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2619)
PR2619.jpg
© Heinrich Bauer Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Neuroversum
Titel: Planet der Formatierer
Untertitel: Terraner im Weltenkranzsystem – und in den Türmen von Gadomenäa
Autor: Wim Vandemaan
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenillustrator: Swen Papenbrock (1 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 28. Oktober 2011
Hauptpersonen: Shamsur Routh, Anicee, Dindirri, Chourtaird, Bry
Handlungszeitraum: 12. September – 3. Oktober 1469 NGZ
Handlungsort: Gadomenäa
Risszeichnung: Nagelraumer
(Abbildung) von Johannes Fischer
Kommentar: Sol (III)
Glossar:
Zusätzliche Formate: E-Book,
Hörbuch

Handlung

Shamsur Routh findet sich am 12. September 1469 NGZ wie alle anderen von den Auguren entführten Terraner in der Stadt Whya auf Gadomenäa wieder, einem von fünf Planeten des Weltenkranzes, die die Sonne Banteira auf derselben Wikipedia-logo.pngUmlaufbahn umkreisen. Strangeness-Effekte verwirren Routh, außerdem hat das Implantmemo Puc sein Gedächtnis zum Teil gelöscht, um ihm die Passage durch das Transitparkett zu ermöglichen. Seine Tochter Anicee ist nirgendwo zu sehen. Alle Neuankömmlinge werden von Junkern und Zofen (möglicherweise Roboter, vielleicht aber auch Lebewesen) betreut. Sofort nach ihrer Ankunft werden sie Zieheltern zugewiesen. Rouths Ziehvater ist der alte Sayporaner Chourtaird, der sich allerdings nicht im Geringsten für den Terraner zu interessieren scheint. In den folgenden mehr oder weniger ereignislosen Tagen stellt Puc Rouths Gedächtnis nach und nach wieder her.

So erinnert sich Routh daran, wie er einst mit seinem Journalisten-Kollegen Jaron Peppererg einem Gerücht folgend auf dem Planeten Pataralon recherchiert hat. Bei ihren nicht ganz legalen Nachforschungen sind die beiden Männer auf eine Gruppe von Aras, Swoon und Terranern gestoßen, die geheime Tierversuche an Kranichen und Truthähnen durchgeführt haben. Ziel dieser Experimente war die Erschaffung eines externen Speichers, der als Sicherungskopie für das Gedächtnis des Benutzers dienen sollte. Das gespeicherte Bewusstsein sollte nach einem Hirnschaden wiederhergestellt oder einem neuen Gehirn aufgeprägt werden können. Außerdem sollten auf die gleiche Weise ganz neue Informationen vermittelt werden, an die sich der Benutzer dann »erinnern« würde, als hätte er sie schon immer besessen. Routh und Peppererg wurden zu Versuchskaninchen wider Willen gemacht. Sie waren die ersten Menschen, denen der aus Teilen ihres eigenen Hirngewebes erschaffene Speicher eingesetzt wurde. Peppererg hatte die Prozedur nicht überlebt, aber Routh hatte einen neuen Gefährten gewonnen: Puc.

Routh genießt auf Gadomenäa völlige Freizügigkeit und kann sich ungestört umsehen. Mit Pucs Hilfe findet er heraus, dass die entführten Jugendlichen auf subtile Weise manipuliert und einer Art Gehirnwäsche unterzogen werden. Durch Oxytocin, ein verhaltenssteuerndes Hormon, wird ihr Vertrauen in die Sayporaner gestärkt. Alle Neuankömmlinge erhalten Zugang zum Spainkon, das auch von den Sayporanern als Online-Lexikon, Chronik usw. genutzt wird. Den Jugendlichen wird gezeigt, welche Gräueltaten die Menschen in ihrer Vergangenheit verübt haben. Gleichzeitig wird ihnen eine Historie der Sayporaner vermittelt, die wie eine modifizierte Version der terranischen Geschichte seit Perry Rhodans Mondlandung wirkt und die hohe Ethik der Sayporaner herausstellen soll. Vor allem aber beeinflussen die Sayporaner die Entwicklung des menschlichen Gehirns. Die Myelinisierung wird rückgängig gemacht, so dass die Jugendlichen alles Wissen, das ihnen von den Sayporanern vermittelt wird, wie die prägenden ersten Eindrücke von Neugeborenen aufnehmen. Die Menschen werden somit – zumindest was ihr Ich betrifft– praktisch in Sayporaner verwandelt.

Als Routh erfährt, dass sich Anicee in der Stadt Cherayba befindet, begibt er sich mit dem mehrere Kilometer großen mobilen Bauwerk Nebelschlucht dorthin. Diese vertikalen Landschaften, die Onuudoy, prägen das Bild aller Städte auf Gadomenäa. Anicee erkennt ihren Vater, hat sich ihm aber bereits entfremdet. Routh muss feststellen, dass die Manipulationen der Sayporaner selbst an ihm, der von Puc geschützt wird, nicht spurlos vorbeigehen. Alles spielt sich in einer freundlichen Atmosphäre ab. Die Menschen sind offensichtlich mit ihrer neuen Situation zufrieden. Dass aber nicht alles so friedlich ist, wie es zu sein scheint, wird klar, als Routh die Aufnahmen seiner letzten Spionsonde betrachtet. Er sieht, wie Anicees Freund Benat Achiary von einer Zofe erstochen wird, nachdem diese mit Anicee geredet hat. Benat war einer der wenigen Terraner, die den Indoktrinationsversuchen der Sayporaner widersprochen haben, und kurz vor dem Mord hatte er sich mit Anicee gestritten. Routh befürchtet, seine Tochter könne in den Mord verwickelt sein, aber Anicee leugnet, etwas davon zu wissen.

Bei einem seiner Streifzüge durch die Stadt verspürt Routh eine mächtige fremde Präsenz. Möglicherweise handelt es sich um Feinde der Auguren. In der Nacht zum 3. Oktober gesteht Routh seinem Ziehvater die ganze Wahrheit. Zu seiner Überraschung erklärt sich Chourtaird bereit, ihm zu helfen. Von Puc erfährt Routh, dass nicht nur Peppererg durch die Operation geschädigt worden ist. Auch bei Routh ist es zu einer beginnenden geistigen Zerrüttung gekommen. Puc konnte den Prozess aufhalten – zumindest bis jetzt. Durch die partielle Gedächtnislöschung wurde die Sache aber verschlimmert. Routh beginnt sich zu fragen, ob die Ereignisse der letzten Tage vielleicht nur Einbildung infolge einer psychischen Störung waren…

Innenillustration