Positronik

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Begriffsklärung Dieser Artikel beschreibt den Computertyp der klassischen Perry Rhodan-Serie. Für den Computertyp der Perry Rhodan Neo-Serie, siehe: Positronik (PR Neo).

Die Positronik ist ein seit Jahrzehntausenden bekannter und weit verbreiteter Computertyp.

Im Tai Ark'Tussan wurden sie üblicherweise als KSOL bezeichnet. (Traversan 10)

Besonders kleine, aber dennoch leistungsfähige Geräte werden als Mikropositronik bezeichnet.

Übersicht

Aufbau und Verwendung

Der Aufbau einer Positronik folgt meistens der klassischen Computerarchitektur. Es gibt Prozessoren, Speicher und Eingabe/Ausgabe-Geräte.

Die mögliche Größe rangiert von winzig kleinen Positroniken bis hin zu großflächigen Einheiten wie dem Robotregenten oder Gomasch Endredde, die eine Ausdehnung von mehreren Quadratkilometern aufweisen.

Entsprechend vielfältig sind die Verwendungsmöglichkeiten. Beispielsweise findet man Positroniken in Multifunktionsarmbändern und Raumanzügen, als Steuergehirn von Gleitern und Robotern wie auch als Bordrechner von Raumstationen und Raumschiffen.

Zugriffsschutz

Eine Möglichkeit, um Unbefugten den Zugriff und die Abfrage von Daten zu verwehren, ist ein separater Kommandospeicher. Je nach Packungsdichte sorgen zwei oder mehr Binärmodule dafür, dass der Rechner für Fremde »unbrauchbar« wird. Diese Sperre kann beispielsweise durch zufällige Wechselfelder, Impulsdeformationen, Bitblocker, Rafferzeichen, Pufferbarrieren, Verfremdungssignale oder ähnliches erfolgen. (Atlan 789)

Alpha-Befehl

Alpha-Befehle, auch als Alpha-Schaltungen bekannt, können von einer Positronik nicht verweigert werden, auch wenn sie entsprechende Vorrichtungen zur Auslegung von Befehlen besitzt wie etwa einen Zufallsgenerator. (PR 1326) Im Jahre 1198 NGZ stellte Myles Kantor ein Paradoxon auf, das die Mäglichkeit der Umgehung der Alpha-Befehle durch eine hinreichend weit entwickelte Positronik beschrieb. Die logische Grundlage der Programmierung einer Positronik beruht nämlich auf der Annahme, dass die fehlerhaften Angaben des Benutzers den größten Unsicherheitsfaktor bei einer Entscheidungsfindung darstellen. Somit können im Extremfall selbst die Alpha-Befehle von einem Rechner hinterfragt und die Positronik in ihrer Arbeit massiv gestört werden. (PR 2957, S. 4)

Selbstreparatur

Gegen Mitte des 5. Jahrhunderts NGZ waren manche Positroniken in der Lage, kleine technische Defekte selbst zu reparieren. (PR 1314)

Positroniker

Personen, die sich mit der Wartung und Programmierung von Positroniken beschäftigen, werden auch als Positroniker bezeichnet.

Exzellente Mikropositroniker gibt es vor allem bei den Swoon und den Siganesen.

Bekannte Positroniken

Geschichte

Bereits die Lemurer setzten etwa 50.000 v. Chr. Positroniken ein. Ihre Nachfolger – Akonen, Arkoniden, Tefroder und andere – übernahmen das Prinzip und entwickelten es weiter.

Geschichte der terranischen Positronik

Erste Erfahrungen mit den positronischen Rechneranlagen sammelten die Terraner im Jahre 1971 bei ersten Kontakten mit den Arkoniden. (PR 1) Schnell stellte sich allerdings die Schwäche dieser Anlagen heraus, da sie nur auf Basis ihrer jeweiligen Programmierung und des verfügbaren Datenmaterials logische Entscheidungen treffen konnten. So waren sie anfällig gegenüber Überraschungen, Bluffs, logisch nicht nachvollziehbaren Ereignissen und Gebieten, die ihre Programmierung nicht abdeckte. So war es beispielsweise den Terranern möglich, durch den überraschenden Einsatz einer katalytischen Fusionsbombe die AETRON zu vernichten. (PR 3)

Trotzdem begann Perry Rhodan, mit einer geschenkten Positronik zu arbeiten, als die Souveränität der Dritten Macht durch die restlichen Weltmächte anerkannt war. Er nutzte die ungeheure Rechenleistung, um sich über die nächsten Schritte für die Zukunft klarzuwerden. Ihm wurden zu Beginn 22,3 Milliarden Möglichkeiten angeboten, die er durch immer gezieltere Fragen nach Stunden schließlich auf 1000 einschränken konnte. Als ein Nebenprodukt seiner Bemühungen erfuhr er, dass die Erde das Ziel einer Invasion außerirdischer Mächte war. (PR 6)

Auf der Venus fand Rhodan einen verlassenen Stützpunkt der Arkoniden, der von einem riesigen Positronikgehirn namens »Der Kommandant« gesteuert wurde. Dieses wartete seit 10.000 Jahren dort auf die Rückkehr eines Befehlshabers. Rhodan übernahm die Positronik, um sie für den Aufbau der Dritten Macht zu nutzen. (PR 8)

In der Folge bauten die Terraner auch eigene große Positroniken. Im Jahre 2105 gab es beispielsweise ein Positronisches Rechenzentrum Terra, damals das größte Positronengehirn auf Terra. (PR 122)

Die von den Posbis genutzten Positroniken waren eine ganze Generation weiter entwickelt als die arkonidischen – nicht zuletzt durch die hypertoyktische Verzahnung genannte Verbindung mit dem biologischen Plasma. Deren Prinzip nannte man Hyperinpotronik.

Dieses Prinzip wurde von den Terranern übernommen, die beispielsweise ihre TARAS den Posbis nachempfanden, oder ihre großen Rechneranlagen wie NATHAN oder SENECA dem Zentralplasma nachmodellierten. Nicht zuletzt wegen der schlechten Erfahrungen mit dem Robotregenten, der kurzerhand den Imperator der Arkoniden absetzte, wollte man eine biologische Komponente zur Kontrolle der kalten Maschinenlogik haben.

Wegen des enormen Platzaufwands und des hohen Energieverbrauchs wurden Positroniken in den ersten Jahrhunderten neuer galaktischer Zeitrechnung mehr und mehr durch die im Hyperraum angesiedelten und zudem noch überlichtschnellen Syntroniken abgelöst.

Infolge der ab November 1331 NGZ erhöhten Hyperimpedanz fielen jedoch alle Syntroniken aus, womit die als veraltet geltenden Positroniken als Low Level-Technik plötzlich wieder heiß begehrt waren. Ein Beispiel war der Logikpositronikverbund (LPV) mit Eigennamen Stellatrice an Bord der STELLARIS

Um die Mitte des 16. Jahrhunderts NGZ fanden moderne Positroniken erneut eine breite Verwendung an Bord von Raumschiffen, verschiedenen Stationen und Einrichtungen sowie in Privathaushalten der Bürger der LFG. (PR 2948, PR 2949)

Perryversum und Realwelt im Vergleich

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Heft: PR 15 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Das Wort »Positronik« geht auf  Wikipedia-logo.pngIsaac Asimov zurück, der in den 1940er Jahren in seinen Androiden-Büchern Positroniken (also mit  Wikipedia-logo.pngPositronen statt  Wikipedia-logo.pngElektronen rechnende Computer) als einzige Möglichkeit beschrieb, ein mechanisches Wesen mit menschlicher Psyche auszustatten.

Clark Darlton und K. H. Scheer übernahmen den »modernen« Namen in die Rhodan-Serie, sahen darin aber eher einen Rechner, wie er zu der Zeit üblich war – somit waren die haushoch überlegenen Computer der Arkoniden Häuser füllende Ungetüme, in denen jedoch wie damals üblich die Relais klackerten und die am Ende der Berechnung eine  Wikipedia-logo.pngLochkarte ausspuckten.

Zitat: »[...] Irgendwo hinter den massiven Wänden klickten Kontakte und Relaisstationen. Auf der Schalttafel leuchteten Lämpchen auf. Im Lautsprecher der Übertragungsanlage knackte es vernehmlich. [...] Lämpchen erloschen, andere flammten auf. Irgendwo begann es zu ticken. Ein breiter Spalt öffnete sich. Die drei Männer starrten erwartungsvoll auf diesen Spalt. Aus ihm mußte nun der Klartext herausgleiten. [...]« (PR 15)

In den nachfolgenden Auflagen und Ausgaben wurden diese Anachronismen ausgemerzt bzw. ausgebessert.

Das Positron ist das  Wikipedia-logo.pngAntiteilchen des Elektrons, Positronik ist also Elektronik aus Antimaterie. Würde man tatsächlich ein positronisches Gerät bauen, dann hätte es exakt dieselben Fähigkeiten wie das äquivalente, aus herkömmlicher Materie bestehende elektronische Gerät.

Weblink

Quellen