Puer-Szenarium

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Das Puer-Szenarium war eine vom Meisterträumer Länerth entworfene Traumwelt.

Übersicht

Das Szenarium spielte auf einem namenlosen Planeten, auf dem der Ozean Puer die beiden Kontinente Äleas und Schbura trennte.

Wetter

Fast nie schien die Sonne; meist peitschte ein kalter feuchter Wind über die Brücke und das Meer. Gelegentlich konnte sich ein zunächst normaler Sturm zu einem Resonanzsturm entwickeln. Dieser war so heftig, dass er die Brücke in leichte Schwingungen versetzte. In der richtigen Windstärke wurde damit die Schwingung immer mehr beschleunigt, bis sich die Brücke in meterhohen Wellen schüttelte, und ganze Züge entgleisen lassen konnte.

Kontinentalbrücke

Über den Ozean war eine gewaltige Kontinentalbrücke errichtet worden: etwa 500 m über dem Meeresspiegel, zwischen 5 und 27 km breit, und mit 17 Wärterbunkern versehen, die im Abstand von je 100 km entlang der Brücke errichtet wurden.

Diese Brücke existierte schon »ewig«. 480 Generationen vor der aktuellen Handlungszeit war einmal ein Brückensegment eingestürzt, wobei »Myriaden« Brückenleute den Tod fanden. Die nächsten zehn Generationen waren mit Reparaturarbeiten beschäftigt (während der zehnmal mehr Brückenleute den Tod fanden als bei dem Einsturz).

In den Sturmschulen der Wärterbunker wurde gelehrt, dass die Brücke phänomenal und prächtig sei. Aber die Realität stimmte damit nicht überein; alles war von starkem Verfall gekennzeichnet. Mannsgroße Rostlöcher hatten sich in den Boden gefressen und große Bereiche waren mit einem Belag aus Algen überzogen. In der Mitte der Brücke befanden sich zwei mächtige Fahrbahnen für die Züge, angrenzend zwei kleinere Fahrbahnen für Kleinfahrzeuge und an den Rändern je ein bis zu 500 m breiter Bereich für Fußgänger.

Wärterbunker

Die Wärterbunker waren im Abstand von 100 km zueinander errichtet worden und beherbergten circa 70.000 Brückenleute. In den obersten Etagen befanden sich die Lagerhallen, darunter die Verwaltungszone, dann die Decks mit den öffentlichen Einrichtungen für die Bewohner und darunter die Wohnbereiche. Noch weiter unten lagen die Versorgungseinrichtungen, Maschinenparks, Belüftungsanlagen, Wassergewinnungsanlagen und zu unterst (schon weit unter dem Meeresspiegel) die Gärten, Treibhäuser, Fleischfabriken und Algenkulturen.

Am oberen Ende der Bunker befanden sich Bahnhöfe, in denen die Züge repariert und gewartet wurden, sowie Passagiere ein- und aussteigen konnten. An diesen Stellen war die Kontinentalbrücke breiter als sonst. Folgende Wärterbunker waren namentlich bekannt:

  • Fath-Gan: neunter Bunker
  • Henner-Theel: zehnter Bunker. Heimat Banjars und Päärs
  • Rehn-Phi: elfter Bunker
  • Thäär-Rha: erster Bunker (von Schbura aus gesehen)

Kontinentalzüge

Die auf der Brücke verkehrenden Kontinentalzüge konnten sich nur mit gemächlichen Geschwindigkeiten von bis zu 20 km/h fortbewegen – was im Puer-Szenarium als berauschende Geschwindigkeit galt. Die einzelnen Waggons waren aus circa 30 cm dicken Stahlplatten gefertigt, 50 m lang, 10 m breit und 7 m hoch, an denen je 28 Räder befestigt waren. Die Fenster bestanden aus Bullaugen. Die Züge maßen insgesamt von knapp unter einem bis über zwei Kilometer Länge und konnten mehr als 10.000 Passagiere befördern.

Die Gesamtform glich der einer Raupe, und das hatte seinen Grund. Der im vordersten Teil untergebrachte Antrieb (circa 200 m lang, davon die Hälfte als Nährstofflager genutzt) erfolgte durch Lebewesen, die riesigen Raupen glichen. Je vier dieser 50 m langen Tiere waren in enge Hüllen eingesperrt, in denen sie ständigen Schmerzen ausgesetzt waren. Durch ein kompliziertes Hydrauliksystem wurden die Schmerzzuckungen auf den Antrieb übertragen. Über einen Nährbrei, der aus einer Mischung von Algen mit Sconder-Samen bestand, wurden die Raupen gefüttert und gleichzeitig ruhig gestellt (damit sie sich gleichmäßiger bewegten).

Piraten

Eine ständige Bedrohung stellten Piraten dar, die immer wieder versuchten, Züge und Reisende zu überfallen. Dazu feuerten sie mit primitiven Raketen Enterhaken auf die Brücke ab, an denen fingerdicke Stahlseile befestigt waren. Daran kletterten die Piraten mithilfe von Spezialhandschuhen hoch oder hinunter.

Fauna

Es gab neben Meerungeheuern noch Nutz- und Speisetiere, darunter Kammfisch, Sturmvögel und Kinnther.

Geschichte

Im Jahre 2650 wurden Atlan und Thalia von Länerth in das Puer-Szenarium integriert, um sie auf subtile Art verhören zu können. Als sich die Methoden des Meisterträumers als wenig wirksam erwiesen, integrierte er auch sich selbst hinein, in der Rolle des Superintendenten Keschmal Schado, dem Herrscher über Äleas. Er sollte mit Thalia, einer Urenkelin des Dirigenten Habos Matera, vermählt werden, womit er Atlan provozieren wollte.

Nach und nach übernahm Atlans Extrasinn unbemerkt die Kontrolle über das Szenarium, bis sich Atlan und Thalia daraus befreien konnten und Länerth noch immer darin gefangen war. Beim Versuch, sich ebenfalls daraus zu befreien, richtete der Meisterträumer großen Schaden im Mittleren Fort an, der zum Aufwachen und anschließendem Aufstand der Gefangenen gegen die Scuddamoren führte. Dabei wurde das Fort durch einen Selbstzerstörungsmechanismus vernichtet.

Quellen

Atlan 407, Atlan 408