Endstation Geisterflotte

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 144)
A144 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Der Held von Arkon
Unterzyklus: Der Stein der Weisen (Band 2/15)
Titel: Endstation Geisterflotte
Untertitel: Er ist das Ergebnis eines mißlungenen Experiments – doch er will überleben
Autor: Ernst Vlcek
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1974
Hauptpersonen: Ogh, Freemush, Geltoschan, Aaltonar, Atlan
Handlungszeitraum: 18. bis 20. Prikur 10.497 da Ark (8023 v. Chr.)
Handlungsort: Yagooson-Sektor
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Blauband 21

Kurz­zusammen­fassung

Auf Kraumon halten sich inzwischen einige hundert von Fartuloon hand­verlesene Rebellen auf.

Atlans Bewusstseinskopie Ogh kommt zu dem Schluss, dass er in der Nähe Atlans nicht leben kann. Um eine eigene Existenz aufzubauen, befreit er Freemush und stiehlt die POLVPRON. Mit dem Ökonomen fliegt er in den Yagooson-Sektor, wo über 100.000 arkonidische Schiffe unter Admiral Geltoschan an einer Geisterflotte Zielübungen vornehmen.

Ogh wird als Retter Freemushs von den Arkoniden aufgenommen, aus Solidarität zu Atlan löscht er jedoch zuvor die Speicher der POLVPRON. Als ihm klar wird, dass ihm bei Entdeckung dieser Tat Ärger blüht, bringt er Freemush wieder in seine Gewalt und zwingt ihn, Admiral Geltoschan den Befehl zur Vernichtung des Planeten Kasseb zu geben. Nach einer kurzen Frist zur Evakuierung des Planeten wird der Befehl durchgeführt. Nun tritt Ogh offen auf und flieht mit dem Ökonomen als Geisel zu der Geisterflotte, wobei sein Boot jedoch beschädigt wird.

Während die Arkoniden und die Stovgiden vorübergehend mit einem Gefecht beschäftigt sind, kann Freemush entkommen und liefert sich mit Ogh in der Geisterflotte ein Duell, das mit dem Tod des Ökonomen endet. In der Zwischenzeit haben die Arkoniden die Stovgiden beschwichtigt und alle Schuld auf Ogh und Freemush abgeschoben. So wird Ogh von den Stovgiden getötet, als er mit seinem Boot die Geisterflotte verlassen will.

Anmerkung: In der überarbeiteten Neuauflage von Blauband 21 wurde die Handlung von Heft 142 zeitlich nach der dieses Romans gelegt.

Handlung

Auf Kraumon wird der Ara-Androide Ogh nicht so recht mit der Situation fertig, dass er von einer von den Skinen hergestellten Bewusstseinskopie des Kristallprinzen Atlan übernommen worden ist, während sich auch der echte Atlan auf der Stützpunktwelt aufhält. So fasst er den Plan, von Kraumon zu fliehen und auf einer fremden Welt ein neues Leben zu beginnen. Als Fluchtfahrzeug bietet sich die POLVPRON an. Oghs Bewegungsfreiheit ist auf Kraumon in keiner Weise eingeschränkt. Besondere Sicherheitsvorkehrungen gibt es nicht.

Es gelingt Ogh, den Ökonomen Freemush aus seiner Gefängniszelle zu befreien und sich mit ihm an Bord der POLVPRON zu schleichen. Ogh eilt in die Zentrale, wo er die Katastrophenschaltung betätigt. Bockend und stampfend hebt die POLVPRON ab und gewinnt an Höhe. Atlan beschwört Ogh, zurückzukehren. Doch der Androide hält an seiner Meinung fest, dass dem Kristallprinzen letztlich nichts anderes übrig bleiben wird, als ihn zu töten.

Eine Transition bringt die POLVPRON 1000 Lichtjahre von Kraumon weg. Ogh teilt Freemush ihr nächstes Ziel mit. Es ist der Yagooson-Sektor, in dem die arkonidische Flotte ein Manöver abhält. Freemush ist einverstanden. Er verlangt, dass Ogh aus den Speichern des Bordcomputers die Positionsdaten Kraumons abruft, um sie dem Kommandeur der Flotte übergeben zu können. So würden die Schiffe ein reales Ziel vor die Geschütze bekommen.

Ogh kommt der Forderung nach, verschlüsselt die Daten jedoch mit einem willkürlich erfundenen Code, so dass sie für Freemush keinerlei Wert besitzen. Zudem löscht er die Positionsdaten während der Verschlüsselungsprozedur unwiderruflich aus den Speichern. Obwohl er geflohen ist, denkt Ogh keine Sekunde daran, Atlan und seinen Gefolgsleuten zu schaden.

Die POLVPRON materialisiert im Yagooson-Sektor, mitten im Sperrfeuer der Flotte. Ogh jagt den in der gesamten Milchstraße bekannten Hilferuf durch die Hyperfunkanlage. Endlich reagiert das Manöverkommando, und die Schiffe stellen das Feuer ein, um der POLVPRON Gelegenheit zu geben, die Gefahrenzone zu verlassen. Doch Ogh steuert ein havariertes Schiff der Stovgiden an. Der Ara setzt auf die SPREGA OKT über, die von Treffern schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Im Innern trifft er auf Tote und Verwundete. Ogh legt seinen Raumanzug ab. Er wird von drei Raumfahrern in Schutzanzügen entwaffnet und in die Kommandozentrale gebracht. Dort begegnet er Kommandant Aaltonar und wird über die Verhältnisse im Yagooson-Sektor informiert. Ogh ist enttäuscht, dass die Stovgiden ihm nicht wirklich Unterschlupf geben können, und kehrt auf die POLVPRON zurück.

Admiral Geltoschan beordert auf Freemushs Befehl die MACTIBA, die ECCORE und die SATTARDE zur POLVPRON, um das Schiff zu bergen. Die SATTARDE schleust Beiboote aus, die medizinisches Gerät und andere Ausrüstungsgegenstände an Bord der SPREGA OKT bringen, um das Raumschiff wieder flugtüchtig zu machen und der Mannschaft zu helfen.

Die POLVPRON wird von der ECCORE aufgenommen. Freemush erteilt Admiral Geltoschan den Befehl, den Blinden Sofgart zu kontaktieren. Der Ökonom will dem Führer der berüchtigten Kralasenen die Informationen, die Ogh zweifellos über die Rebellen von Kraumon besitzt, zukommen lassen. Das Leben des Androiden ist gefährdet, denn die Speicheranlagen der POLVPRON sind ja von ihm gelöscht worden. Das wird den Spezialisten der ECCORE nicht lange verborgen bleiben. Ogh wagt die Flucht nach vorn und bedroht Freemush mit einem Energiestrahler. Er zwingt den Ökonomen, Admiral Geltoschan anzurufen und ihm zu befehlen, die Zielschussmanöver zu verlagern. Er soll dem Admiral ein reales Ziel bieten, den Planeten Kasseb.

Widerwillig befolgt Freemush die Anweisungen des Androiden. Admiral Geltoschan ist zunächst bestürzt über den Befehl, willigt aber ein, als ihm der Ökonom Befehlsverweigerung vorzuwerfen droht, die ihm den Kopf kosten könne. Nach der Ausführung der Anordnung will Geltoschan die Flottenführung informieren.

Mit 20.000 Kampfschiffen fliegt Geltoschan nach Kasseb und riegelt den Planeten ab. Er lässt den Stovgiden nicht gerade viel Zeit, um diese Welt zu verlassen. Nach Ablauf der Frist beginnen die Schiffe, aus allen Rohren zu feuern. Energiestrahlen treffen auf die Planetenoberfläche und verwandeln sie in Seen flüssigen Gesteins. Raketen schlagen ein und rufen hoch in die Atmosphäre strebende Atompilze hervor. Dann stellt die Flotte abrupt das Feuer ein. Admiral Geltoschan hat gegen Freemushs Befehl das Hauptquartier der arkonidischen Flotte informiert und Order erhalten, den Wahnsinn sofort zu stoppen. Für den Planeten Kasseb kommt die Einstellung des Feuerbefehls aber zu spät. Die durch den Beschuss ausgelöste atomare Kettenreaktion hat den Planetenkern erreicht.

Admiral Geltoschan kommt mit vier Gardesoldaten in die Kabine des Ökonomen, um diesen unter Arrest zu stellen. Nun ist es für Ogh an der Zeit, sich in das Geschehen einzumischen. Er stellt sich schützend vor Freemush und erklärt dem Admiral, dass nicht der Ökonom den Angriffsbefehl erteilt hat, sondern er, Ogh. Freemush sei sein Gefangener, den er sofort töten werde, wenn Geltoschan sich seinen Anweisungen nicht beugen würde. Respektlos teilt Ogh mit, dass dies ein herber Schlag gegen Orbanaschol sein würde.

Ogh fordert ein Beiboot und freies Geleit. Freemush wird er als Faustpfand mit sich nehmen. Um das Leben des Ökonomen nicht zu gefährden, stimmt Admiral Geltoschan zu. Der Androide erreicht unbehelligt einen Hangar, in dem startbereit ein kugelförmiges Beiboot und eine Mannschaft auf ihn wartet. Doch Ogh verlangt ein mit einem leistungsfähigen Transitionstriebwerk ausgestattetes wendiges torpedoförmiges Beiboot, das er allein fliegen kann. Noch bevor Ogh den Hangar verlassen kann, fängt er einen Hyperfunkspruch des militärischen Hauptquartiers auf Arkon auf. In dieser Nachricht wird Admiral Geltoschan der Befehl erteilt, das Fluchtschiff ohne Rücksicht auf das Leben des Ökonomen sofort zu vernichten. Doch die Geschütze der ECCORE schweigen, und Ogh erreicht die Wrackflotte.

Kurz vor der Schrottflotte haben etwa 10.000 größere Einheiten der Stovgiden Stellung bezogen. Angesichts dieser Flotte hat Admiral Geltoschan auf die Erteilung des Feuerbefehls verzichtet, denn die Schiffe der Stovgiden liegen genau in der Schusslinie. Die Stovgiden fordern Ogh auf, das Beiboot zu stoppen. Der Ara feuert mit dem Buggeschütz einen Schuss Richtung Schrottflotte ab und trifft zufällig ein Schiff der Stovgiden, das aber durch den eingeschalteten Schutzschirm keinen Schaden erleidet. Oghs Vorhaben, Kampfmaßnahmen zu provozieren, gelingt, denn die Stovgiden schießen postwendend zurück. Auch die Arkoniden beteiligen sich an dem Scharmützel. Diplomatische Verhandlungen zwischen den beiden Parteien beenden bald die Kämpfe.

Das kleine Beiboot erhält einen Treffer. Nur mehr die Notaggregate funktionieren. Ogh und Freemush legen Raumanzüge an. Der Ökonom hat aus Oghs Anzug den Sauerstoff abgelassen. Beim Anflug auf ein riesiges Wrack verliert der Ara beinahe die Besinnung. Er öffnet den Helm und schnappt nach Luft. Zu allem Unglück reißt die Außenhülle des Boots auf und die Atemluft entweicht. Ogh besorgt sich einen neuen, voll funktionsfähigen Raumanzug. Freemush ist in der Zwischenzeit verschwunden.

Ogh sprengt das Haupt- und Nebenschott auf. Auf der Suche nach dem Ökonomen dringt der Ara immer tiefer in das Wrack ein. Freemush schleicht sich im Schutz eines Deflektorfeldes an Ogh heran. Der Ara bemerkt ihn und stößt sich unter Zuhilfenahme der Rückstoßaggregate vom Boden ab. Doch die von den Triebwerken abgegebenen Energien werden von den schmalen Stegen und eiförmigen ehemaligen Wohneinheiten der einstigen Besatzung absorbiert. Auch die Schüsse aus Freemushs Waffe werden aufgesogen. Durch die Aufladung herrscht plötzlich wieder Schwerkraft, und die Wohneinheiten beginnen, mit aberwitziger Geschwindigkeit auf den Stegen dahinzurasen. In einer Halle aktiviert Ogh durch einen Strahlschuss eine Vielzahl eiförmiger Roboter. Es scheint, dass immer mehr Anlagen des Wracks zu neuem Leben erwachen.

Ogh zieht sich zum Beiboot zurück. Dabei entschärft er einige von Freemush installierte Fallen. Als sich der Ökonom auf das Beiboot zubewegt, leitet Ogh Energie in die Systeme des Wracks. Schotte schließen sich und riegeln den Korridor, in dem sich Freemush aufhält, ab. Der Ökonom sitzt vorübergehend fest. Ogh verlässt das Beiboot und will sich zum Kampf Mann gegen Mann stellen. Freemush schleudert eine Vielzahl ausgezackter Metallträger auf den Ara. Ogh zieht sich ins Beiboot zurück und steuert das Schiff aus dem Wrack hinaus. Etwa 50 Großraumschiffe der Stovgiden haben das große Schiffswrack umzingelt. Die Schiffe belegen das Wrack mit schwerem Feuer. Sie stellen den Beschuss erst ein, als vom Ziel, und damit auch von Freemush, nichts mehr übrig ist. Der Kommandant der ARILA nimmt mit Ogh Funkkontakt auf. Mit aktivierten Geschützen nähert sich das Schiff dem Beiboot.

Auf Kraumon ist das Geschehenen im Yagooson-Sektor durch Auswertung der aufgefangenen Hyperfunknachrichten mitverfolgt worden. Atlan wird von psychischen Schmerzen gepeinigt. Ähnlich einem Empathen spürt er die Leiden seiner Bewusstseinskopie im Körper des Ara-Androiden. Als die Schmerzen vorbei sind, weiß Atlan, dass Ogh nicht mehr unter den Lebenden weilt. Nun gibt es nur noch eine Kopie des Bewusstseins des Kristallprinzen, wohl verwahrt in den Speichern der Skinen.

Innenillustration