Der Mann des Feuers

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 154)
A154 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Der Held von Arkon
Unterzyklus: Der Stein der Weisen (Band 7/15)
Titel: Der Mann des Feuers
Untertitel: Begegnung auf dem grünen Planeten – der einsame Jäger trifft die Männer aus der Götterburg
Autor: Clark Darlton
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1974
Hauptpersonen: Atlan, Fartuloon, Ra, Bris, Moro, Celton, Kara, Neeol Darmigon
Handlungszeitraum: Anfang 10.497 da Ark (8024 v. Chr.) / 12. Eyilon 10.498 da Ark (8023 v. Chr.)
Handlungsort: Dreißig-Planeten-Wall, Erde
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Blauband 22

Kurz­zusammen­fassung

Während Atlan, Fartuloon und Ra im Nebelgefängnis festsitzen, erzählt Ra beim Anblick eines Lagerfeuers seine weitere Lebensgeschichte:

Nachdem Ra in seiner Sippe nur noch wie ein Halbgott behandelt worden ist, hat er sie vor sechs Jahren verlassen und streift seitdem alleine durch das Land auf der Suche nach Ischtar, bekannt als der Mann des Feuers, da er jederzeit Feuer machen kann. In Bris und Kara, denen er jeweils das Leben rettet, findet er Gefährten.

So besuchen sie verschiedene Stämme, die mehr oder weniger freundlich gesinnt sind und unterschiedliche Entwicklungsniveaus erreicht haben.

Bei einem Stamm hört er Hinweise auf ein Raumschiff. Mit Bris eilt er zu dem genannten Ort, wo der arkonidische Prospektor Neeol Darmigon gelandet ist. Bris wird erschlagen, als er einen Roboter angreift. Darmigon wird aufmerksam, als er Ischtars Feuerzeug entdeckt. Er unterzieht Ra einer Hypnoschulung in der arkonidischen Sprache. Nachdem Ra von Ischtar erzählt hat, verspricht Darmigon, Ra mitzunehmen und nach Ischtar Ausschau zu halten. Der Barbar geht auf das Angebot ein und verlässt mit dem Schiff die Erde. In Wahrheit will der Prospektor Ra aber nur als Sklaven verkaufen.

Handlung

Atlan, Fartuloon und Ra befinden sich im Innern der silbrigen Kugel. In der von dichtem Nebel erfüllten Umgebung halten sich zahlreiche Leidensgenossen der unterschiedlichsten Völker auf. Ein Arkonide trägt ein Bündel Holz auf dem Rücken. Der Mann beginnt, einen kleinen Holzstoß zu errichten. Mit Fartuloons Protonfeuerzeug entzündet er den Holzstapel. Im Schein des prasselnden Feuers verfällt Ra in eine Art Trance und beginnt erneut, aus seinem Leben zu erzählen.

Er erzählt von Bris, einem Jäger von der Erde, der sich von seinem Stamm zu weit entfernt und verirrt hatte. Er ist in die Hände von Kannibalen gefallen, die als Nomaden in der Gegend herumziehen. Es gelingt ihm, die Fesseln zu lösen und ins Zelt des Stammeshäuptlings zu schlüpfen. Dort findet er seine Waffen und tötet den Häuptling. Von den Wachtposten unbemerkt, kann er sich aus dem Lager entfernen, wird jedoch bald von den Nomaden verfolgt. In einem fruchtbaren Tal stößt er auf fünfzehn Jäger, die gerade mit der Zubereitung eines saftigen Bratens beschäftigt sind.

Bris geht auf die Männer zu. Diese entwaffnen und fesseln ihn und bringen ihn zum Feuer. Bries erhält zu essen. Er soll im Dorf der Jäger verspeist werden.

Am nächsten Tag wird der Weg fortgesetzt. Die Nomaden überfallen den kleinen Trupp. Bries kann sich unter einem Busch verbergen. Nach dem Abzug der Nomaden gerät Bris erneut in die Gewalt der fünf überlebenden Jäger, denen die Flucht in den nahen Wald gelungen ist.

Ein Unbekannter wird bemerkt, der der Gruppe folgt und schließlich alle fünf Jäger mit Pfeilen tötet. Dann tritt er Bris gegenüber und gibt sich als Ra zu erkennen. Bris hat schon vom »Mann mit dem Feuer« gehört.

Nachdem sie die toten Kannibalen im Unterholz versteckt haben, ziehen die beiden Männer gen Norden. Ra verwischt geschickt ihre Spuren, denn die Nomaden sind ihnen noch immer auf der Spur.

Beim Lagerfeuer erzählt Ra von Ischtar, die er noch immer liebt. Vor sechs Jahren hat er seinen Stamm verlassen, der ihn als Halbgott betrachtet hat. Seitdem zieht er als »einsamer Jäger« und »Mann des Feuers« durch die Lande.

Einige Tage später erreichen Ra und Bris das Dorf eines befreundeten Stammes. Doch der Häuptling, mit dem Ra gut bekannt war, lebt nicht mehr. Sein Sohn Moro hat die Führung des Stammes übernommen. Das Dorf ist von einem Palisadenzaun umgeben. Die Bewohner leben von der Jagd und haben auch gelernt, Früchte und Getreide anzupflanzen.

Moro erinnert sich an Ra, der dem Stamm einst das Feuer brachte und zwei Feuersteine zurückgelassen hat. Die Steine sind verschwunden, und zu allem Unglück hat Kara das Feuer verlöschen lassen. Für diese Nachlässigkeit soll sie mit dem Tod bestraft werden.

Ra und Bris werden ins Dorf gebracht. Ra lässt sich eine Fackel bringen und zieht das Feuerzeug, welches er von der Goldenen Göttin als Abschiedsgeschenk erhalten hat, aus der Tasche. Für das Feuer verlangt er das Leben Karas. Celton hält Ras Forderung für übertrieben. Dieser hält Celton das Feuerzeug hin und fordert ihn auf, die Flamme selbst zu entzünden. Moro überlässt Kara dem Mann mit dem Feuer. Daraufhin setzt Ra die Fackel in Brand. Celton entzündet mit der Fackel den immerbrennenden Herd. Das Feuer ist ins Dorf zurückgekehrt.

Kara wird von ihren Fesseln befreit. Ra und Bris übernachten in ihrer Hütte. Das Mädchen fühlt sich zu Bris hingezogen. In einem abendlichen Gespräch warnt Moro Ra vor seinem Bruder Celton, der ihm den Besitz des Feuerzeugs streitig machen will. Ra hat dies bereits selbst erkannt. Als Celton zu ihnen tritt und den Feuerstab betrachten will, ist er überrascht, dass Ra ihm das wertvolle Gerät sofort aushändigt. Nachdem es Celton nicht gelingt, wie von Ra erwartet, das Feuerzeug zu entzünden, gibt er es wieder zurück. Ra provoziert Celton, der sich nur mit Mühe beherrschen kann.

Ein Fest wird abgehalten und auf dem Dorfplatz ein riesiges Feuer entfacht. Ein Schwein wird gebraten und dazu ein bitteres Gebräu gereicht. Im Morgengrauen erfolgt ein Angriff auf das Dorf. Mit einer an einem Speer befestigten brennenden Fackel sorgt Ra für genügend Helligkeit, um den Bogenschützen gute Lichtverhältnisse zu bieten. Der Angriff wird zurückgeschlagen. Ein Speer saust dicht an Ras Kopf vorbei. Er ist jedoch nicht von außerhalb des Dorfes gekommen, sondern wurde vom Dorfplatz geschleudert. Ra erkennt in Celton den heimtückischen Werfer. Obwohl er keine Beweise hat, informiert er Moro über den feigen Angriff. Um die Mittagszeit holt Ra den Speer, der immer noch in der Palisade steckt. Mit einigen herumlungernden Jägern bespricht er den seltsamen Vorfall, wie es einem der Angreifer gelingen konnte, den Speer so zu werfen, dass er von innen im Holz stecken blieb. Selbst wenn es gelungen wäre, die Palisade zu überwinden, wäre die Entfernung von einem Ende des Dorfplatzes zum anderen zu groß, um sie mit der Muskelkraft eines Mannes zu überwinden. Damit steht fest, dass es einer der Dorfbewohner gewesen sein muss, der den Speer auf Ra geschleudert hat. Einer der Männer hat Celton bemerkt, der sich an der Verteidigung des Dorfes nicht beteiligt hat. Celton kommt auf die Gruppe zu, mit einem schweren Wurfspeer und einem Steinbeil bewaffnet. Er fordert Ra zum Zweikampf heraus. Celton verfehlt mit dem Speer abermals das Ziel und stürmt mit der Axt auf Ra los. Dieser hält den Speer, der ihn beim Überfall verfehlt hat, auf Celton gerichtet. Noch ehe dieser die Axt schleudern kann, dringt die steinerne Spitze in Celtons Körper ein. Der hinterhältige Angreifer stirbt auf dem Dorfplatz. Moro lässt den Leichnam seines Bruders aus dem Dorf und in den Wald zu den toten Angreifern bringen.

Am letzten Abend vor dem Abschied aus dem Dorf hört Ra die Geschichte eines seltsamen Tieres, das einem Stier ähneln soll und auf der Stirn ein gewaltiges Horn trägt. Als er sich zur Ruhe begibt, träumt er wie immer von seiner Goldenen Göttin, die ihn abholt und für immer mit sich nimmt.

Nach zwei Tagen Wanderung trifft Ra im Dunkel der Nacht tatsächlich auf dieses Untier, das ihn angreift. Geschickt weicht der einsame Jäger aus, und das Einhorn rast auf einen Baum zu. Das Horn bleibt im Stamm stecken. Ra stößt dem torkelnden Tier sein Steinmesser ins Herz. Mit Mühe können Ra und Bris das Horn aus dem Baumstamm holen. Es eignet sich nach Ansicht der Männer hervorragend als Waffe. Aus dem Fleisch bereitet Kara einen vortrefflichen Braten.

Durch den Rauch des Feuers werden Höhlenbewohner auf die Gefährten aufmerksam. Der alte Häuptling Sren schickt seine Männer los, um das Feuer zu holen. Sein Stamm verfügt seit längerem über kein Feuer mehr. Ra und Bris haben sich vom Lager entfernt, so dass Kara allein zurückgeblieben ist. So ist es für die Männer aus Srens Stamm ein Leichtes, das Mädchen zu entführen. Es ist ihnen jedoch nicht gelungen, Glut aus dem erloschenen Feuer mitzunehmen. Ra und Bris nehmen die Verfolgung auf und finden die Höhlen, die dem Stamm als Unterkunft dienen. Mit Bris als Rückendeckung begibt sich Ra zu den Höhlenmenschen. Ra fordert die Männer auf, trockenes Holz zu bringen. Mit dem in der Hand verborgenen Feuerzeug entzündet er das aufgeschichtete Holz wie von Geisterhand. Er will mit Kara die Höhle des Häuptlings verlassen. Doch dieser will den einsamen Jäger gefangen nehmen lassen. Ra bedroht Sren mit dem spitzen Horn. Ein Pfeil durchbohrt den Hals des Häuptlings und tötet ihn auf der Stelle. Noch vier Höhlenbewohner müssen ihr Leben lassen, ehe sie Ra und Kara ziehen lassen.

Ra, Bris und Kara ziehen weiter. In einem Waldstück schlagen sie ihr Nachtlager auf. Dort werden sie in einer blitzartig durchgeführten Aktion überfallen und gefesselt. Sie werden in ein großes Dorf zu Häuptling Erok gebracht. Dieser will am nächsten Tag ein Urteil fällen. Bis dahin werden sie in einer stabil erscheinenden Hütte gefangen gehalten. Tags darauf werden Ra und Bris erneut zu Erok geführt, der sie mehr als Gäste denn als Gefangene betrachtet. Er hofft, von Ra, dem einsamen Jäger, Informationen über andere Stämme zu erhalten, wie gefährlich sie seinem Stamm werden können. Bris will ihnen in den nächsten Tagen zeigen, wie man Pfeil und Bogen herstellt. Dafür wird Ra lernen, wie Fische mit Netzen gefangen werden.

Einige von Eroks Männern kehren von der Jagd zurück und berichten von seltsam gekleideten Männern, deren Haut glänzt und härter als Stein ist. Sie können nicht getötet werden, da alles von ihnen abprallt. Diese sonderbaren Männer kommen aus einer Götterburg, die vom Himmel herabgestiegen ist.

Am nächsten Tag ist Ra nicht mehr zu halten. Er macht sich auf den Weg zur Götterburg. Bris begleitet ihn und lässt Kara schweren Herzens im Dorf Eroks zurück.

Viele Tage später werden die beiden Männer von einer Horde kleinwüchsiger Kannibalen angegriffen. Der Tod hält reiche Beute, ehe die Kannibalen sich zur Flucht wenden. Ein Überlebender berichtet Ra von Unsterblichen mit harter Haut, die Blitze schleudern. Sie holen Steine, die von bunten Adern durchzogen sind, aus dem Gebirge und transportieren sie mit seltsamen Gefährten zu einem riesigen schimmernden Haus.

Endlich gelangen sie zum Fuß eines Gebirges. Dort treffen sie auf Flüchtlinge, die vor den Männern mit der harten Haut fliehen. Endlich bekommen Ra und Bris die seltsamen Fremden zu Gesicht. Und dann finden sie die Götterburg. Doch im Gegensatz zu Ischtars Burg handelt es sich diesmal um eine riesige Kugel, die auf zerbrechlich wirkenden Beinen steht.

Die beiden Freunde werden von Wachrobotern entdeckt. Bris schießt einen Pfeil auf eine der Maschinen ab. Dann stürzt er sich mit Ras Hornschwert auf den Mann, den er nicht hat töten können. Ein zweiter Fremder packt Bris und zertrümmert ihm mit einem einzigen Faustschlag den Schädel. Ra bleibt nur noch die Flucht ins dichte Unterholz.

Ra fasst den Entschluss, zur Götterburg zu gehen. Dort trifft er auf einen Mann aus Fleisch und Blut, den Prospektor Neeol Darmigon. Der Arkonide lässt einen Translator holen, um sich mit dem Barbaren verständigen zu können. Ra begleitet Darmigon ins Schiff, wo er einer Hypnoschulung unterzogen wird. Nachdem er die arkonidische Sprache erlernt hat, soll er auf einem Sklavenmarkt des Großen Imperiums mit Gewinn verkauft werden. Darmigon nimmt das Feuerzeug, das Ra aus der Tasche gefallen ist, an sich. Er wundert sich, dass ein Wilder ein solches Gerät in seinem Besitz hat, und stellt fest, dass es nicht aus arkonidischer Produktion stammt.

Ra bemerkt das Fehlen seines Feuerzeugs und versucht, das Kugelschiff zu verlassen. Er springt aus einer geöffneten Ausstiegsluke und landet im Gras. Um von den Robotern nicht bemerkt zu werden, kriecht er zum nahen Wald. Müde wandert er in Richtung von Eroks Dorf.

Neeol Darmigon ist verwundert, wie der Barbar es geschafft hat, die verschlossene Tür seiner Kabine zu öffnen. Er kann unmöglich gewusst haben, dass das positronische Schloss durch Wärmeeinfluss gesteuert werden konnte. Von einer Bildsonde wird Ra bald ausgemacht. Darmigon selbst fliegt ihm mit einem Gleiter nach. Der Prospektor spricht ihn an, und Ra antwortet in derselben Sprache. Schließlich nimmt der Barbar im Gleiter Platz. Um etwaige Besitzansprüche auf den Planeten auszuschließen, falls ihn schon vor ihm andere Prospektoren entdeckt haben sollten, befragt Darmigon den Barbaren. Ra erzählt von der Götterburg der Goldenen Göttin, die vor sechs Wintern diese Welt besucht hat. Seine Erinnerung scheint immer mehr zurückzukommen. Neeol Darmigon verspricht Ra, ihn in seinem Schiff mitzunehmen und auf vielen Welten nach Ischtar zu suchen.

Ra, der Barbar, löst sich aus der Trance und beendet die Erzählung seiner Geschichte. Aus dem Nebel nähert sich eine zerlumpte Gestalt den Freunden. Sie stellt sich als Galderon vor, der vergeblich versucht hat, den Ring des Schreckens zu verlassen. Ra ist wieder in sein gewohntes Schweigen verfallen. Galderon kramt aus seinen Taschen Früchte und ein Stück Fleisch hervor. Bei diesem Anblick läuft Fartuloon und Atlan das Wasser im Mund zusammen. Galderon teilt seine Vorräte mit den Freunden und verschwindet dann wieder im allgegenwärtigen Nebel.

Als sich die Nebel zu verziehen beginnen, wird ein Planet sichtbar. Auf dieser Welt wollen Fartuloon und Atlan den dort ansässigen Dovreen zur Rede stellen.

Innenillustration