Das Geheimnis von Gostacker

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 163)
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© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Menschheit
Unterzyklus: Das Ischtar-Memory (Band 1/7)
Titel: Das Geheimnis von Gostacker
Untertitel: Ein Mann und ein Roboter – in der Höhle der Rätsel
Autor: Kurt Mahr
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1974
Hauptpersonen: Fehrndor Globus, Freud, Nally Motcher, Sinker Wallaby, Nunkla, Kikko, Chapat
Handlungszeitraum: Anfang September 2843
Handlungsort: Gostack, Gostacker
Besonderes:

Das Titelbild wurde auch für die Ankündigung des Aphilie-Zyklus in PR 695 ff. verwendet

Zusätzliche Formate: E-Book

Kurz­zusammen­fassung

Der Planet Gostack wird bevorzugt von harmlosen Revolutionären bewohnt, so dass der USO-Spezialist Fehrndor Globus mit seinem Roboter Freud zur heimlichen Beobachtung eingeteilt ist. Durch einen aufgefangenen Funkspruch kommt er einer Ausgra­bung durch eine Gruppe um den Kriminellen Sinker Wallaby auf dem ebenfalls bewohnbaren Mond Gostacker auf die Spur. Mit einer Gruppe von Frauen, die Globus auf Gostacker trifft, versucht er, Wallabys Gruppe zu überwältigen. Letztlich scheitert der Versuch, und Globus' Gruppe gerät in Gefangen­schaft, nachdem der USO-Spezialist entdeckt hat, dass es sich bei dem Fund um ein fremdes Artefakt handelt.

Um das Artefakt zu öffnen, braucht Wallaby Globus' Hilfe. Als Globus Erfolg hat, kommt es zum Kampf zwischen den beiden Gruppen, der von einem Humanoiden aus dem Artefakt unterbunden wird. Es handelt sich um Atlans Sohn Chapat, der die Anwesenden geistig beeinflusst, ihm zu helfen. Globus startet mit Chapat mit einer Space-Jet ins All. Als einzigen Besitz nimmt Chapat einen kleinen Kreisel mit, den er das Ischtar-Memory nennt.

Handlung

Der Planet Gostack im Kellehrt-System, ungefähr 15.000 Lichtjahre von Sol entfernt, ist von drei Millionen Menschen terranischer und arkonidischer Herkunft besiedelt. Bei der SolAb gilt die Welt als Sanatorium für Revolutionäre. Die zumeist jungen Menschen kommen nämlich mit Elan und voller Weltverbesserungsvorschlägen an diesen Ort, aber die paradiesische Welt lässt sie innerhalb weniger Jahre all das vergessen.

Trotz allem ist der USO-Spezialist Fehrndor Globus auf Gostack stationiert und betreibt dort eine Funkstation. Um harmlos zu wirken, spielt die wohlproportionierte Nally Motcher seine Haushälterin, und dazu gesellt sich der Roboter Freud, bei dem es sich um ein maximal-sensitives elektropositronisches Kybernetikon (»Masepok«) handelt. Dessen Name weist schon darauf hin, das der Robot einen psychologischen Tick besitzt.

Es ist Mitte September 2843, als Fehrndor Globus mit seinem Roboter Freud auf Gostack unterwegs ist, um seine Mitmenschen mit seinen kosmopsychologischen Weisheiten zu beglücken. Meist wird er von den Kolonisten verjagt. Nally Motcher versorgt Globus' kleine Wunden und berichtet ihm von einem seltsamen Funkspruch, den sie aufgefangen hat. Darin wird von Hühnern, die goldene Eier legen, geredet. Der Spezialist macht sich am Abend auf, um angeblich in der Einsamkeit der Ebene von Oopla zu meditieren. In Wahrheit will er den geheimen USO-Stützpunkt inspizieren und auf eventuelle Eindringlinge hin untersuchen.

Bei der Annäherung an den Stützpunkt ortet der USO-Spezialist ein fremdes Fahrzeug. Es ist der Gleiter eines Liebespärchens. Globus fliegt nach Hause zurück. Unterwegs nimmt er Kontakt mit Nally Motcher auf und muss feststellen, dass Sinker Wallaby im Haus ist. Mit Höchstgeschwindigkeit jagt Globus zu seiner Funkstation.

Nally wird von zwei Männern aus dem Haus getragen. Sie ist geknebelt. Mit einem Schocker schickt Globus die Männer zu Boden. Auch Sinker Wallaby und drei weitere Männer teilen ihr Schicksal. Fehrndor befreit Nally und begutachtet den von den Eindringlingen angerichteten Schaden. Ein Funkgerät ist völlig zerstört. Aus einem Druckbehälter in einer Innentasche von Wallabys Jacke entnimmt der USO-Spezialist als Wiedergutmachung Chips im Wert von 3000 Solar. Die Männer werden anschließend gefesselt. Als Wallaby wieder erwacht, spricht er von unermesslichem Reichtum, da er angeblich weiß, wo das Huhn, das goldene Eier legt, zu finden ist. Dann will er ganz Oopla kaufen. Wallaby stößt wüste Drohungen gegen Globus aus, worauf ihm dieser eine erneute Ladung mit dem Schocker verpasst. Auch die anderen Männer bekommen ihren Teil ab. Nur einer wird verschont. Der Mann muss seine Kameraden in einen Gleiter laden und nach Oopla fliegen. Freud erhält den Auftrag, Wallaby zu observieren.

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Atlan 163 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Am nächsten Morgen wird Fehrndor Globus durch das Donnern der Triebwerke eines startenden Raumschiffes geweckt. Freud kommt mit der Nachricht zurück, dass Sinker Wallaby mit seinen Leuten nach Gostacker unterwegs ist. Globus und Freud brechen ebenfalls zum Mond auf. Sie benutzen dazu einen Raumgleiter aus dem Stützpunkt der USO. Auf Gostacker angekommen, landen Globus und Freud in einem Gebirgszug mit 5000 Meter hohen Gipfeln, unweit von Wallabys Lager. Gleich nach dem Verlassen des Gleiters, den sie auf einer von einem Bach gebildeten Halbinsel abgesetzt haben, werden sie von Nunkla und ihren emanzipierten Mädchen bedroht. Während sich Nunkla mit Freud, den sie für einen Mann hält, entfernt, greift Globus Kikko an, die noch immer mit einem Strahlgewehr auf ihn zielt, und entwaffnet das Mädchen. Dann zwingt er mit vorgehaltener Waffe die insgesamt elf Frauen, die Waffen abzulegen, bevor Nunkla zurückkommt.

Vor Wut schnaubend, bricht Nunkla durch das Unterholz. Sie hat entdeckt, dass es sich bei Freud um keinen Mann, sondern um einen Roboter handelt. Dabei übersieht sie vollkommen, dass sich die Lage drastisch geändert hat. Globus erhält von Nunkla den Lageplan eines angeblichen Gostackit-Lagers, den die Mädchen einem Prospektor für etwa 50.000 Solar abgekauft hatten. Durch die Koordinaten der Fundstelle wird Fehrndor aufmerksam. Sie bezeichnen jenen Punkt, an dem sich Sinker Wallaby mit seinen Leuten aufhält.

Nunkla erklärt sich bereit, als Kundschafterin Wallabys Lager auszuspionieren. Einen Teil des Weges begleitet sie Fehrndor Globus. Zurück im Lager der Frauen nimmt er Funkkontakt mit Nally Motcher auf. Von ihr erfährt er, dass auf Gostack alles seinen gewohnten Gang geht.

Nunkla kehrt zurück und berichtet von einer Höhle, in der neun Männer und fünf Frauen arbeiten. Ein Plan wird entwickelt, um Wallaby zu überrumpeln. Globus glaubt, Veränderungen an Nunkla bemerkt zu haben, und ist vorsichtig. Die Frauen verlassen das Lager und marschieren auf die Höhle zu. Globus und Freud bleiben zurück. Sie sollen später mit dem Gleiter nachkommen.

Globus und Freud beginnen, über das Verhalten Nunklas zu diskutieren. Der USO-Spezialist ist sich ziemlich sicher, dass sich die Frau mit Sinker Wallaby arrangiert hat. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie nach einem Gewaltmarsch von einem Gostacker-Tag und zuvor mehr als 50 Stunden ohne Nahrung, nach ihrer Rückkehr weder Hunger noch Durst verspürte. Außerdem wusste sie genau über die Anzahl von Wallabys Leuten Bescheid, obwohl am Höhleneingang nur ein Wachposten aufgestellt war und alle anderen für Nunkla unsichtbar in der Höhle gearbeitet haben. Also muss Nunkla in der Höhle gewesen und mit Essen und Getränken versorgt worden sein.

Globus folgt mit dem Gleiter den Mädchen, landet jedoch nicht wie vereinbart auf einer von der Höhle uneinsichtigen Stelle, sondern stellt das Fahrzeug in einiger Entfernung ab und nähert sich mit Freud zu Fuß dem Höhleneingang. Dort beziehen die beiden ihren Beobachtungsposten. Der vorprogrammierte leere Raumgleiter landet auf der ursprünglich vorgesehenen Stelle und wird sofort von Wallabys Leuten umstellt. Die vermeintlich an Bord befindliche Besatzung wird aufgefordert, den Gleiter zu verlassen.

In der Zwischenzeit schleichen sich Globus und Freud unbemerkt zur unbewachten Höhle. Wallabys kleines, linsenförmiges und unbewaffnetes Raumschiff liegt vor dem etwa 100 Meter breiten aber niedrigen Höhleneingang. Ein Stollen führt weit in den Berg hinein, bis er sich zu einer Felshalle mit mehr als 100 Meter Durchmesser und einer Höhe von 50 bis 60 Metern erweitert. Inmitten der Halle, die von starken Scheinwerfern hell erleuchtet wird, steht der Schatz, hinter dem Sinker Wallaby und auch Nunkla her sind: ein zehn Meter hoher und vier Meter durchmessender Zylinder. Fehrndor Globus verspürt ein deutliches Gefühl drohender Gefahr. Schritte nähern sich, und zwei Frauen kommen auf ihrem Kontrollgang in die Höhle. Sie entdecken Freud und den USO-Spezialisten, der sie mit einem Schocker in Schach hält. Von den Frauen erfahren sie, dass Nunkla tatsächlich mit Sinker Wallaby ein Abkommen geschlossen hat. Nunklas Mädchen sind gefangen genommen worden und befinden sich gefesselt nahe der Höhle auf einer kleinen Lichtung. Globus schickt Freud los, um die Mädchen zu befreien. Er selbst bleibt in der Nähe der Höhle zurück. Als Freud nach einiger Zeit noch immer nicht zurück ist, wird Fehrndor unruhig und folgt dem Roboter ins Dornbuschdickicht. Auf der Lichtung angekommen, muss er feststellen, dass er von Sinker Wallaby und seinen Leuten bereits erwartet wird. Globus wird von einem Schockstrahl ins Reich der Träume geschickt.

In der Höhle mit dem Zylinder kommt Fehrndor Globus wieder zu sich. Überheblich erzählt ihm Wallaby, dass er Globus' Vorhaben schon nach wenigen Minuten durchschaut hat und die Befreiung von Nunklas Mädchen vorhergesehen hat. So war es für ihn nicht schwer, Globus auszuschalten. Auch Nunkla wurde für ihren Verrat nicht belohnt, sondern zu ihren Gefährtinnen gebracht und ebenfalls gefesselt. Wallaby will Globus zwingen, ihm dabei zu helfen, hinter das Geheimnis des blauen Zylinders zu kommen. Die Fußfesseln des USO-Spezialisten werden entfernt, damit er den anlaufenden Experimenten folgen kann. Auch Nunkla und ihre Mädchen befinden sich, noch immer gefesselt, in der Felsenhalle. Nachdem mechanische Versuche, den Zylinder zu öffnen, nichts gebracht haben, lässt es Wallaby mit der Abstrahlung von Funkkodes versuchen. Als Signale im Sechzehn-Bit-Kode gesendet werden, beginnt sich einer der Tentakel an der Hülle des Zylinders zu bewegen. Er packt die Positronik und schleudert sie an die Felswand. Danach ist der Sender, der die Kodesignale abstrahlt, an der Reihe. Der Tentakel hält erst inne, als sämtliche herangeschafften sündteuren Geräte zerstört sind. Der für die Energieversorgung zuständige Fusionsreaktor vergeht durch den Aufprall in zwei heftigen Explosionen. Mit kleinen Blessuren kommen Wallaby und Globus relativ glimpflich davon. Der Tentakel zieht sich zurück und wird wieder inaktiv. Trotz des Rückschlags denkt Wallaby nicht daran, den für Galaktoarchäologen unbezahlbaren Schatz aufzugeben.

Globus aktiviert den von Wallabys Männern zusammengeschlagenen Roboter Freud. Die Selbstreparaturfähigkeit Freuds wird durch einige gemurmelte Kodewörter von Globus in Gang gesetzt. Auf Globus' Wunsch verlassen alle Anwesenden die Höhle. Im Freien beginnt Freud, Kodeimpulse auszusenden. Beim Zwanzig-Bit-Kode zeigt sich erneut eine Reaktion des Zylinders. Die Erde beginnt zu beben, und eine Steinlawine bewegt sich auf Globus, Wallaby und dessen Leute zu. Sie bringen sich in Sicherheit. Nachdem sich der Staub gelegt hat, wird sichtbar, dass sich der Boden aufgewölbt und den Zylinder auf den höchsten Punkt einer Bergkuppe transportiert hat. Im Behälter hat sich eine Öffnung gebildet. Wallaby lässt Globus wieder gefangen nehmen. Doch da tritt überraschenderweise Nally Motcher auf den Plan. Mit einem schweren Schocker schickt sie Sinker Wallaby zu Boden. Doch seine Männer wollen nicht klein bei geben. Sazzek erhält einen Treffer, während Globus unter Blasterfeuer genommen wird. Eine dröhnende Stimme verlangt auf Interkosmo nach Ruhe. Es wird tatsächlich still. Aus der Öffnung des Zylinders tritt eine Gestalt, die verblüffend dem jungen Lordadmiral Atlan ähnelt. Der blaue Zylinder verformt sich solange, bis sich aus ihm vier Roboter, die sich auf langen dünnen Beinen bewegen und deren Arme in Waffenmündungen enden, gebildet haben. Die Kampfroboter schocken auf Befehl des Fremden Sinker Wallabys Leute.

Fehrndor Globus erkennt, dass der Unbekannte ein kleines, einem Kinderkreisel ähnelndes Gerät in der Hand hält, das dieser kurze Zeit später als Ischtar-Memory bezeichnet. Auf die Frage nach seinem Namen stellt sich der Fremde als Chapat vor. Chapat übt geistigen Zwang auf Globus' Bewusstsein aus und verpflichtet ihn damit zur Hilfeleistung.

Nally Motcher outet sich als USO-Spezialistin und ist mit einer Space-Jet aus dem geheimen USO-Stützpunkt nach Gostacker gekommen, nachdem sie von Heylar Zunuki erfahren hat, dass Globus keine Passage auf einer Fähre von Gostack zum Mond gebucht hat. Sie stellte fest, dass ein Raumgleiter im Stützpunkt fehlte, und fand dieses Fahrzeug auf Gostacker wieder.

Wallaby, seine Leute und auch Nunkla werden an Ort und Stelle zurückgelassen. Wollen sie Gostacker verlassen, müssen sie erst das leicht beschädigte linsenförmige Raumschiff reparieren. Für Kikko und die Mädchen organisiert Nally einen Fährdienst, um sie nach Gostack zu bringen. Fehrndor Globus, Freund und Chapat verlassen mit der Space-Jet den Mond Gostacker. Die vier Kampfroboter lösen sich auf. Nally Motcher bleibt der Raumgleiter, um Gostack zu erreichen, wo sie auf Globus warten wird.

Innenillustration