Die wandernde Seele

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 175)
A175 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Menschheit
Unterzyklus: Das Ischtar-Memory (Band 7/7)
Titel: Die wandernde Seele
Untertitel: Atlans Sohn berichtet – der Wanderer durch Raum und Zeit
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1975
Hauptpersonen: Atlan, Chapat, Agham, Ekkotask, Urgiah Moos, Pantio Aggion, Groskorl, Sheena
Zusätzliche Formate: E-Book

Kurz­zusammen­fassung

Auf Quinto-Center berichtet Chapat Atlan und Ronald Tekener von seinen Seelenwanderungen. Ischtar hat ihn als Jäger Agham auf dem Planeten Haghjameite ausgesetzt, damit Chapat Erfahrungen sammelt. Nach Jahren ist ein varganischer Doppelpyramidenraumer gelandet, in dem Chapat das Ischtar-Memory mit einer Botschaft gefunden hat. In der Botschaft teilt Ischtar mit, dass sie nicht persönlich kommen könne, da ein schreckliches Schicksal sie in ihren Klauen halte. Danach produziert das Memory einen Energiewirbel, der Chapat in eine andere Existenz schleudert.

Als Ekkotask vom Raumfahrer-Orden der Berbon-Lichtbringer auf Kalamoun soll er helfen, die arkonidischen Siedler auf dem Planeten Tolzos zu missionieren. Er lässt sich jedoch von der einheimischen Sheena überzeugen, dass der Orden Unrecht tut, und hilft über Wochen, den Orden von Tolzos zu vertreiben.

Danach versetzt das Memory ihn in den Tramp Urgiah Haiden Moos, der als blinder Passagier an Bord des Springer-Schiffes GALM IV versucht, einen neuen Rekord aufzustellen. Nachdem er erfolgreich den ihn jagenden Springern ausgewichen ist, versetzt ihn das Memory abermals.

Als Akone Panthio Aggion ist er für den Transport des legendären Gargeon-Kopfes verantwortlich. Jedoch scheint ein Fluch auf dem Schiff zu lasten. Nachdem er die Crew mit einem Trick beruhigt hat, ohne das eigentliche Problem zu beseitigen, versetzt ihn das Memory nach Gostacker, wo er in Tiefschlaf versetzt wird.

Auf Quinto-Center fordert Chapat unter dem Einfluss des Memorys von Atlan, dass dieser ihn begleitet, um Ischtar zu retten. Gleichzeitig baut das Memory einen neuen Wirbel auf. Da Atlan nicht bereit ist, sich spontan in ein neues Abenteuer zu stürzen und die USO im Stich zu lassen, flüchtet er mit Tekener aus dem Raum. Durch den Wirbel verschwinden Chapat und das Ischtar-Memory.

Handlung

Auf dem Planeten Haghjameite zieht der Kazike Agham mit einer Schar Jäger auf riesigen Rodamons nachts durch das Land, um die Nachtbestien von den Feldern zu vertreiben und zu töten. Als sie dann tatsächlich auf ein Rudel dieser Bestien stoßen, entbrennt ein heftiger Kampf. Die Rodamons, unterstützt von den Pfeilen der Bogenschützen, wüten unter den etwa zwanzig Nachtbestien.

Aghams Gedanken schweifen immer wieder ab, so dass er dem Kampfgeschehen nur bedingt folgen kann. Er beschäftigt sich damit, dass er vor der Zeit auf Haghjameite eine andere Person mit anderem Namen gewesen ist.

Um das Chaos zu vervollständigen, brechen aus dem nahen Berg Hunderte von Gasfontänen mit lautem Getöse aus. Steine wirbeln durch die Luft, schlagen Funken, die das Gas entzünden. Mitten im Inferno bemerken die Jäger am Himmel einen wandernden Stern, der schnell näher kommt. Agham erinnert sich plötzlich, dass seine Mutter ihn mit einem Doppelpyramidenschiff nach Haghjameite gebracht hat. Nun holt sie ihn wieder ab. Er erinnert sich auch an seinen richtigen Namen – Chapat.

Im Februar 2844 hält sich Chapat in Quinto-Center auf. Er schildert Lordadmiral Atlan und Ronald Tekener eine Station seiner Seelenwanderung, in der er als Agham unterwegs war. Es gelingt Atlan und Tekener, Chapat zu bewegen, seine Erlebnisse weiterzuerzählen.

Agham und Groskorl Thuar'aska erreichen die offenstehende Schleuse des Doppelpyramidenschiffes. Mit sanfter Stimme fordert Ischtar die beiden Männer auf, an Bord zu kommen. Chapat und Groskorl durchsuchen das Schiff, doch es ist leer. In einem Raum liegt auf einem Tisch ein kleiner blauer Kreisel, das Ischtar-Memory. Erneut ertönt die Stimme der Varganin, die ein schreckliches Schicksal daran hindert, Chapat persönlich von Haghjameite abzuholen.

Chapat berührt den Kreisel, der sich rasend zu drehen beginnt und winzige Lichtblitze versprüht. Die Energieblitze hüllen Chapat ein, der langsam vor den Augen seines Jagdgefährten zu verschwinden beginnt. In Panik verlässt Thuar'aska das Raumschiff, das sich anschickt zu starten.

Chapat wird durch den gewaltigen energetischen Sog, den das Memory entwickelt, in den Körper Ekkotasks transportiert. Im Gegensatz zu seiner Existenz als Agham ist Chapat sich diesmal seiner Identität voll bewusst. Er weiß, dass er Ischtars Sohn im Körper des Ekkotask ist.

Die Berbon-Lichtbringer sind gerade dabei, eine Expedition auf den Planeten Tolzos vorzubereiten, um dort ihren Glauben zu verbreiten. In der Fabrik Ekkotasks, in der Ausrüstungsgegenstände für den Flug nach Tolzos herstellt werden, kommt es zu einer Explosion. Bruder Zeef wird von den Eingeborenen Kalamouns für das Unglück verantwortlich gemacht. Nur durch das schnelle Eingreifen Ekkotasks kann ein Lynchmord verhindert werden. Die Explosion hat zwei Tote unter den Arbeitern gefordert, die zu den Türmen der flüchtenden Seelen gebracht werden.

Am nächsten Morgen werden vier Raumschiffe beladen und bemannt und starten von Kalamoun. Nach der Landung auf Tolzos wird von den Ordensbrüdern sofort mit dem Bau eines Stützpunkts begonnen. Nach fünf Tagen stehen die Fertigteilhäuser. Um den Brüdern Zeit für sich selbst zu geben, erhalten sie am Vorabend des Beginns der Missionsarbeit frei. Ekkotask stößt bei einem Spaziergang zu einem kleinen See, in dem er ein erfrischendes Bad nimmt, auf die Eingeborene Sheena. Das Mädchen warnt ihn, am Missionsfeldzug teilzunehmen.

Ekkotask, der sich mit den Plänen der Berbon-Lichtbringer nicht mehr ganz identifiziert, hält eine Rede vor den Ordensbrüdern und warnt sie, die Lehre Berbons den Kolonisten mit Gewalt aufzuzwingen. Suher II. will den Ketzer verhaften lassen. Ekkotask ist gezwungen, die Flucht zu ergreifen. Beim See wartet Sheena mit einem kleinen Boot auf ihn. Tage später stoßen die beiden auf weitere Kolonisten, die unter Ekkotasks Führung den Kampf gegen die Berbon-Lichtbringer aufnehmen wollen.

Ekkotask und Oltayr treiben, unterstützt von Tausenden der Kolonisten, eine Unzahl von großen Tieren auf die Station der Berbon-Lichtbringer zu. In einer wilden Stampede branden die Tiere durch den Energiezaun und über die Häuser hinweg. Der Ordensbruder und der Häuptling dringen in die BERBON ALEPH ein und beginnen, die Armaturen zu zerstören. Als das Schiff unbrauchbar ist, verlassen die beiden Männer die BERBON ALEPH und kehren zu den Kolonisten zurück, von denen auch ein zweites Schiff der Berbon-Lichtbringer so zerstört wurde, dass es nie mehr starten können wird.

In den nächsten Tagen gelingt es den Kolonisten immer wieder, Gleiter zu überfallen und einzelne Ordensbrüder gefangen zu nehmen. Viele der Brüder laufen zu den Kolonisten über. Als Suher nur noch 70 Mann bleiben, wagt er einen letzten Bestrafungsfeldzug gegen die aufsässigen Eingeborenen. Mit fünfzehn Gleitern will er den Aufstand niederschlagen. Doch die Eingeborenen karren Lafetten mit Mörsern heran und eröffnen auf die Fahrzeuge ein tödliches Feuer. Nach hartem Kampf sind nur mehr drei Ordensbrüder und der »Abt« übrig. Ekkotask reitet auf einem sechsbeinigen Tier mit hoher Geschwindigkeit auf Suher zu. Dieser bemerkt ihn und tötet das Reittier mit einem gezielten Schuss aus seiner Energiewaffe. Ekkotask wird vom Schwung weitergetragen und prallt mit voller Wucht mit dem »Abt« zusammen. Ein zäher Zweikampf entbrennt. Endlich gibt der »Abt« auf. Suher II. verlässt als geschlagener Mann mit dem Rest seines Ordens den Planeten Tolzos. Kurze Zeit später aktiviert sich das Ischtar-Memory und erzeugt wieder seine Lichtblitze. Die Seelenwanderung Chapats geht weiter.

Sein Bewusstsein findet sich im Körper eines Weltraumtramps namens Urgiah Haiden Moos wieder. Moos hält sich auf der GALM IV als blinder Passagier auf und versucht, einen neuen Rekord aufzustellen. Seine bisherige Höchstmarke liegt bei 34.000 Lichtjahren. Da die GALM IV einen Flug von fast 40.000 Lichtjahren vor sich hat, wird er den Rekord in wahrscheinlich unerreichbare Höhen schrauben. Doch die Besatzung und der Patriarch der GALM IV sind ihm auf der Spur. Mit Hilfe seines Maskottchens Tsroh gelingt es Urgiah Haiden Moos, eine leere Kabine zu finden und sich darin zu verstecken. Er legt eine Maske als alter Springer an, um nicht sofort erkannt zu werden. Der Tramp schickt Tsroh aus, um einen Lagerraum zu finden, der von der Besatzung bereits durchsucht worden ist. Als der Vogel erfolgreich zurückkehrt und eine für die nächsten Tage sichere Bleibe ausfindig gemacht hat, begibt sich Urgiah Haiden Moos in den Lagerraum. Von Hunger getrieben, verlässt er nach einiger Zeit sein Versteck. Dabei wird er von einem Trupp Springer beobachtet. Kaltschnäuzig geht er auf die Besatzungsmitglieder zu und erklärt, den Tramp noch immer nicht gefunden zu haben. Dann geht er weiter und entfernt sich von den Springern. In einer Küche rüstet er sich mit Nahrungsmitteln aus und versorgt sich mit Informationen über den augenblicklichen Stand der Reise. Moos wird von Besatzungsmitgliedern ertappt. Nach kurzem Kampf kann der Tramp erneut entkommen. Das Schiff ist inzwischen auf dem Planeten Esterabat gelandet. Es gelingt Moos, die GALM IV zu verlassen. Um seinen eigenen Rekord zu brechen, fehlen ihm noch 4000 Lichtjahre. So fasst er einen verwegenen Plan. Er versteckt sich in einer Kiste, die zusammen mit anderen Gütern an Bord des Walzenschiffes verstaut wird. Die Kiste hat als Ziel den Planeten Terkolah. Stunden später startet die GALM IV. Urgiah Haiden Moos wird von Lichtblitzen umgeben und das Bewusstsein Chapats nimmt die Reise in einen neuen Körper auf.

Chapats Bewusstsein macht sich den Körper des akonischen Kommandanten Panthio Aggion untertan. Der Akone ist als Oberaufseher eines wichtigen Eiltransports mit der TARTOR zum Planeten Sphinx unterwegs. Das Schiff befördert den auf Xaladosch gefundenen legendären Gargeon-Kopf. Obwohl die Besatzung der Gruppe der Akastos angehört, verbreiten sich langsam aber sicher Angst und Schrecken an Bord. Es kommt zu seltsamen Unglücksfällen, bei denen auch ein Besatzungsmitglied den Tod findet.

In der Zentrale rotten sich zahlreiche Besatzungsmitglieder zusammen. Sie wenden sich gegen Panthio Aggion. Die insgesamt vierzehn Männer kommen ihrem Kommandanten immer näher. Aggion zieht seine Energiewaffe und feuert auf den Behälter mit dem Gargeon-Kopf. Die Männer erwachen wie aus einem bösen Traum und verlassen die Zentrale. Doch der Kopf ist nicht vernichtet. Er wird von einem winzigen Prallfeld, das die schwache Energie des Strahlschusses absorbiert hat, geschützt. Aggion verstaut das unersetzliche Relikt im Safe des Schiffes. Dann befällt ihn ein Schwindel, ein Energiewirbel entsteht um ihn herum. Chapats Bewusstsein geht wieder auf die Reise.

Er wacht in seinem eigenen Körper auf. In seinem engen Behälter ist es stockdunkel. Chapat fühlt das Ischtar-Memory, das gegen sein Bein drückt. Plötzlich ertönt die Stimme seiner Mutter aus dem Kreisel. Sie informiert ihn darüber, dass er jetzt lange Zeit in seinem eigenen Körper schlafen muss, um zu einem bestimmten Datum wieder aufzuwachen. Der Behälter befindet sich in einer Höhle auf dem Mond Gostacker. An diesem errechneten Tag wird er geweckt werden und auf Wanderschaft gehen, um seine Bestimmung zu erfüllen.

Damit beendet Chapat die Erzählung seiner Seelenwanderung. Er beginnt, sich seiner Bestimmung bewusst zu werden. Seine Mutter hat ihm die Aufgabe übertragen, seinen Vater, den Lordadmiral, zu ihr zu bringen. Die Spannung im Raum steigt. Ronald Tekener ist bereit, seinem Chef sofort zu Hilfe zu kommen, sollte Chapat irgendeine Dummheit begehen. Atlan selbst ist nicht gewillt, mit seinem Sohn mitzukommen. Chapats Forderungen werden immer eindringlicher. Doch Atlan sieht seine Aufgaben in der Gegenwart und nicht in der Vergangenheit. Wie unter Zwang aktiviert Chapat das Ischtar-Memory. Der Kreisel gibt ein Summen von sich. Winzige Funken beginnen, einen Energiewirbel zu formen. Atlan stemmt sich gegen den Sog. Er verlässt schnell den Raum. Die Energiespirale löst sich auf. Chapat ist verschwunden. Er hat eine neue Reise durch Raum und Zeit angetreten.

Innenillustration