Flottenstützpunkt Trantagossa

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 185)
A185 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Der Held von Arkon
Unterzyklus: Die Varganen (Band 12/47)
Titel: Flottenstützpunkt Trantagossa
Untertitel: Ein Toter erwacht – und ein Mörder zittert um sein Leben
Autor: Marianne Sydow
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (1 x)
Erstmals erschienen: 1975
Hauptpersonen: Atlan, Amarkavor Heng, Magantilliken, Dareena, Shelon
Handlungszeitraum: 1. bis 2. Prikur 10.498 da Ark (8023 v. Chr.)
Handlungsort: Trantagossa
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Blauband 25

Kurz­zusammen­fassung

Das Forschungsschiff BARGONNA bringt Fundstücke von einer Versunkenen Welt nach Enorketron. Dazu gehören neben varganischer Ausrüstung auch zwölf varganische Körper. Als das Schiff eintrifft, wird Amarkavor Heng durch den Selbstmord eines Wesens namens Ütr'ang gewarnt, das Gefahren spüren kann.

Magantilliken wird nach dem Tod seines Körpers in die Eisige Sphäre zurückgeschleudert. Sein Bewusstsein darf jedoch die Grenze nicht passieren. Für sein Verhalten in der letzten Zeit wird er getadelt und rekonditioniert. Insbesondere wird seine überflüssige Jagd auf Atlan gerügt. Trotz Chapats Protest soll er zurück und Ischtar töten. Der Henker findet sich in einem der Körper aus Trantagossa wieder. Als Warnung hat man ihm die Fähigkeit genommen, seinen Trägerkörper willentlich zu verlassen. Mit Hilfe der varganischen Ausrüstung kann Magantilliken untertauchen. Nachdem er die Verhältnisse erkundet hat, beschließt er, das SKORGON an sich zu reißen, um den Flottenstützpunkt ungehindert verlassen zu können. Sein Verschwinden wird bemerkt und durch Heng eine Fahndung eingeleitet.

Atlan trifft auf Enorketron ein und wird halbwegs als Gefangener behandelt. Zaroia hat eine Empfehlung an Heng geschickt, den Kristallprinzen näher zu überprüfen. So tut er recht, als er sich in den Transport für geistesgestörte Frontsoldaten einreiht. Allerdings wird er dadurch eingesperrt. Die junge Ärztin Dareena erkennt, dass er normal ist, und verhilft ihm zur weiteren Flucht, was aber zu ihrer späteren Verhaftung führt.

Atlan kommt in ein Wartelager für Soldaten, wo ihm ein Arkonide namens Shelon zur Flucht verhilft. Allerdings entpuppt er sich als Geheimdienstler, der Soldaten zur Desertion überredet, um sie dann seinen Vorgesetzten zu übergeben. Atlan kann Shelon überwältigen und dessen Papiere an sich nehmen. Unterwegs bekommt er mit, dass nach jemandem gefahndet wird. Als er auf dem Bild einen Varganen erkennt, ist ihm klar, dass er es mit Magantilliken zu tun hat. Allerdings sieht er in dem Henker die einzige Chance, Trantagossa zu verlassen. Eine ältere Gesellschafterin namens Gajana hilft ihm, sich zu tarnen, und gibt ihm etwas Geld.

Handlung

Auf dem Planeten Enorketron sind die Offiziere Tharmiron, Thorur und Zavor in der Einsatzzentrale für das Landefeld sieben vollauf damit beschäftigt, das schwer beschädigte Großkampfschiff ENTHARA relativ sicher auf den Boden zu bringen. Dadurch ist die BARGONNA, ein Forschungsschiff, gezwungen, mit der Landung zu warten, was den Kommandanten des Schiffes ziemlich erbost.

Die ENTHARA setzt sicher auf dem Raumhafen auf. Ihre Beschädigungen sind weit geringer, als sie der Kommandant Machavor Sarhagon der Bodenmannschaft geschildert hat. Der Alarm kann aufgehoben werden, und die BARGONNA darf endlich landen und die angeblich wertvolle Ladung – Hinterlassenschaften eines technisch hochstehenden Volkes von einem unbekannten Planeten – gelöscht werden.

Amarkavor Heng, dem Kommandanten des Flottenstützpunkts Trantagossa, wird von Überwachungsrobotern der Tod des Fremdwesens Ütr'ang gemeldet. Heng lässt sich die Videoaufzeichnungen aus der Gefangenenzelle des Wesens vorführen. Dabei entdeckt er, dass Ütr'angs Körper sich verkrampft. Auf diese Weise zeigt das Wesen drohende Gefahr an. Der Zeitpunkt stimmt mit der Landung der BARGONNA überein.

In den aus der BARGONNA ausgeladenen Kisten befinden sich zwölf unversehrte Körper von großen Humanoiden mit bronzefarbener Haut und langen goldenen Haaren. Es handelt sich um neun Männer und drei Frauen, die sogleich in die Labors zur Untersuchung gebracht werden. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Barilla stellen fest, dass die Körper schon uralt sind. Mit den technischen Gerätschaften wissen die Arkoniden nichts anzufangen. Zu fremdartig sind die Geräte. Der geniale Techniker Psorro glaubt, einen der Gegenstände als Waffe identifiziert zu haben.

In der Zwischenzeit muss Magantilliken, der Henker der Varganen, feststellen, dass die Mächtigen der Eisigen Sphäre ihm den Zutritt verwehren, um sich mit neuer Energie für seinen Auftrag, alle Varganen in der Milchstraße zu töten, zu versorgen. Zu seinem Erschrecken wird eine Art Gerichtsverhandlung abgehalten, in der sein Versagen bei der Jagd auf Ischtar erörtert wird. Eine Konditionierung seines Bewusstseins wird vorgenommen, damit er sich wieder auf seine Aufgabe konzentrieren kann und nicht von etwaigen Erinnerungen seiner Gastkörper abgelenkt wird. Mit frischer Energie versorgt, wollen die Mächtigen Magantilliken wieder in die Milchstraße zurückschicken. Doch nun meldet sich Chapat, der von den Erinnyen in die Eisige Sphäre entführt worden ist, zu Wort und verlangt, von der Tötung seiner Mutter abzusehen. Doch die Mächtigen der Eisigen Sphäre können seinem Wunsch nicht entsprechen, denn dafür ist die Gefahr die der Sphäre von den rebellischen Varganen droht, zu groß. Keiner von ihnen darf die Eisige Sphäre je erreichen, denn das würde deren Untergang bedeuten.

Kristallprinz Atlan, in der Identität des Vregh Brathon, nähert sich mit einem Beiboot dem Flottenstützpunkt Trantagossa. Nach der Landung wird Atlan von einem Gleiter abgeholt. Der Kristallprinz wird in einen Raum gebracht, in dem sich etwa 100 Männer aufhalten, die schwere psychische Schäden aufweisen. Eine Gruppe dieser Männer wird bald abgeholt und weitertransportiert. So gelangt Atlan in einen langen Gang, der mit Käfigen bestückt ist. Unerträglicher Gestank herrscht in diesem Teil des Stützpunkts. Die psychisch Kranken werden unsanft in je einen der verdreckten Käfige gesperrt. Atlan bemüht sich, sich so normal wie möglich zu verhalten. Er streckt sich auf dem schmutzigen Lager aus und schafft es, nach einigen Entspannungsübungen einzuschlafen.

Amarkavor Heng hat von Zaroia da Kentigmilan die Nachricht erhalten, einen Mann namens Vregh Brathon zu überprüfen. Die Person auf dem Foto kommt Heng irgendwie bekannt vor. Der Kommandant erteilt Kiran Thas den Befehl, Brathon zu verhören. Dann widmet er seine Aufmerksamkeit der Ladung der BARGONNA.

Die junge Medizinerin Dareena wird auf Atlan aufmerksam und holt ihn aus seinem Käfig. In ihrem Labor, das ihr gleichzeitig als Wohnung dient, führt sie mit Atlan ein Gespräch, in welchem sich herauskristallisiert, dass sie mit den Gegebenheiten auf dem Flottenstützpunkt in keiner Weise einverstanden ist und in Atlan eine hochgestellte Persönlichkeit sieht und keinesfalls einen einfachen Raumsoldaten. Sie glaubt, sich erinnern zu können, ihn bei einer Videoübertragung der Feierlichkeiten zum Erwerb der ARK SUMMIA gesehen zu haben.

Um Brathon aus der Krankenstation zu bringen, entwickeln die beiden einen Plan. Dareena verabreicht Brathon eine Betäubungsspritze, um ihn in eine andere Station verlegen zu können. Zudem bringt sie an seinem Körper mit ihren Schminkutensilien die Spuren von Elektroschocks, engen Fesseln und anderen Foltermalen an. Als sie den bewusstlosen Brathon auf einer Liege auf den Korridor schiebt, treten Geheimdienstagenten an sie heran, die einen Gefangenen zum Verhör abholen wollen, der sich aber versteckt hat. Um von Brathon abzulenken, verabredet sich Dareena mit dem Agenten zu einem Kasinobesuch. Zufrieden verabschiedet sich der Geheimdienstmann.

Magantilliken ist unterdessen von den Mächtigen der Eisigen Sphäre wieder auf die Jagd geschickt worden. Er ist auf der Suche nach einem geeigneten Körper. Von drei Körpern wird er mit beinahe schmerzhaften Schlägen an einer Übernahme gehindert. Es handelt sich um weibliche Körper. Ein weiterer scheidet ebenfalls aus, da er bereits Zerfallserscheinungen aufweist. Der nächste übernahmebereite Körper ist jung und kraftvoll. Magantillikens Bewusstsein ergreift Besitz von ihm. Als der Henker die Augen öffnet, muss er zu seinem Schrecken feststellen, dass er sich nicht in einer varganischen Anlage befindet. Er ist in einem Stützpunkt der Arkoniden erwacht. Es gelingt ihm nicht, den Körper wieder zu verlassen, so wie er es schon oft getan hat. Auch der Weg in die Eisige Sphäre ist ihm verwehrt. Magantilliken erhebt sich von seinem Lager und begibt sich auf die Suche nach einer Waffe. In einer Ecke des Labors findet er einen Lähmstrahler, eine Strahlwaffe und ein kleines, kastenförmiges Gerät, mit dem er jeden Schutzschirm neutralisieren, Roboter beeinflussen und elektronische Sperren überwinden kann. Ein Armreif, vollgepackt mit Geräten, befähigt ihn, einen Schutzschirm und ein Antigravfeld aufzubauen. Gefährliche Waffen, die er nicht gedenkt, in die Hände der Arkoniden fallen zu lassen, macht er mit wenigen Handgriffen unbrauchbar. Kurz darauf betritt der Wissenschaftler Bher Gobon das Labor und wird von Magantilliken überwältigt. Jetzt verfügt der Henker auch über Kleidung. Sein nächstes Ziel ist, ein Raumschiff zu finden.

Der immer mehr unter seinem Verfolgungswahn leidende Amarkavor Heng wird durch einen von den Überwachungsanlagen im Untersuchungslabor festgestellten Zwischenfall aufgeschreckt. Einer der Wissenschaftler liegt unbekleidet und bewusstlos auf dem Boden. Eine der geborgenen Leichen fehlt. Heng erteilt seinen Robotern die Anweisungen, die an der Untersuchung der Körper beteiligten Wissenschaftler verhaften und verhören zu lassen. Das Labor wird gesperrt und überwacht. Schließlich ordnet er eine Fahndung nach dem verschwundenen Körper über die verschiedensten Beobachtungsanlagen an. Sich selbst bringt er in eine baugleiche Station in Sicherheit, mehrere hundert Kilometer vom Labor entfernt. Hier führt ein Fluchttunnel direkt zu dem Hangar, in dem das startbereite SKORGON steht.

Der Ärztin Doreena gelingt es, Atlan in einen Untersuchungsraum zu bringen, wo sie für ihn einen Passierschein zum Verlassen der Station für psychisch Kranke erhält. Sie schiebt die Liege mit Vregh Brathon durch das Tor. Brathon wird von drei Männern übernommen und in einen Schlafsaal gebracht, wo er sich ausruhen kann. Nach seinem Erwachen wird Brathon von Shelon in ein Gespräch verwickelt. Obwohl ihn sein Extrasinn andauernd warnt, dem Fremden, der sich anscheinend zu gut in der Krankenstation auskennt, zu vertrauen, lässt sich Atlan Fluchtmöglichkeiten schildern.

Der Henker der Varganen erreicht die Oberfläche des Planeten Enorketron und findet sich in einem Kuppelbau inmitten eines ausgedehnten Raumhafens wieder. Dort wird er von Wachposten aufgehalten und wieder in den Untergrund zurückgeschickt. Magantilliken muss feststellen, dass er sich auf einem riesigen Militärstützpunkt befindet, auf dem an den wichtigsten Stellen strenge Disziplin herrscht. Es wird nicht leicht sein, ein Raumschiff zu finden, mit dem er den Planeten verlassen kann und danach unbehelligt das wahrscheinlich mit schweren Waffen gesicherte Sonnensystem. Der Vargane kürt den Kommandanten des Stützpunkts zu seinem nächsten Ziel, denn nur dieser wird im Besitz eines Raumfahrzeugs sein, das sich relativ frei im System bewegen kann.

Vregh Brathon vertraut sich Shelon an. Die beiden Männer gelangen durch einen Kabelschacht in das Abwassersystem des Stützpunkts. Von hier aus ist es nicht mehr weit zu einer Lagerhalle, in der nur Roboter Dienst tun, die sich um die beiden Arkoniden nicht weiter kümmern. In dieser Halle lässt Shelon seine Maske fallen. Er will Brathon dem Geheimdienst ausliefern und zieht eine winzige Strahlwaffe. Brathon kann sich hinter Kisten und Containern verstecken. Er klettert auf einen Kistenstapel und stößt eine mit Farbeimern gefüllte Kiste in die Tiefe. Shelon wird über und über von klebriger Farbe bedeckt und bietet einen grotesken Anblick. Vregh Brathon klettert wieder auf den Boden zurück und wirft dem Spitzel einen Farbeimer an den Kopf. Shelon stürzt, hält die Waffe aber in seiner Hand fest. Brathon versetzt ihm einen wuchtigen Kinnhaken, der Shelon ins Reich der Träume schickt. Atlan nimmt die Waffe, die ID-Karte und ein Handfunkgerät an sich. Noch bevor er die Halle verlässt, aktiviert er das Funkgerät und erkennt auf dem Bildschirm einen Varganen, der vom Geheimdienst gesucht wird. Er ist sich sicher, dass ausgerechnet Magantilliken auf Enorketron aufgetaucht ist und einen neuen Körper übernommen hat.

Vregh Brathon taucht in einer der Freien Zonen des Planeten unter, die nicht der permanenten Kontrolle durch die Behörden unterliegt. Dort trifft er in einem Lokal auf Gajana, eine ältere Arkonidin, die ihn in ihre kleine Wohnung mitnimmt. Atlan kann sich endlich wieder duschen und legt neue Kleidung an. Einige aufgeklebte Bioplaststreifen verändern Brathons Gesicht. Gajana verschafft ihm auch eine neue ID-Karte, die allerdings einer allzu genauen Überprüfung nicht standhalten wird. So ausgerüstet macht sich Atlan auf die Suche nach Magantilliken, denn nur der Henker kann es mit seiner Ausrüstung schaffen, ein Raumschiff zu organisieren, mit dem er Trantagossa verlassen kann, um seine Jagd auf Ischtar fortzusetzen.

Innenillustration